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Wohnungsmangel –
Dachgeschoß neu bauen im November 2017

 

 

Markus Vahlefeld: Schilda – wie aus Fiktion Wirklichkeit wird
Schulgeländer 7 cm zu tief, Bahnsteig zu schmal, Schwimmbecken 8 cm zu flach

Schilda ist ein fiktiver Ort, in dem die Schildbürger wohnen. Einstmals bekannt für ihren Einfallsreichtum, wurden sie in die weite Welt entführt, um Fürsten und Königen als Ratgeber zu dienen. Schließlich ersannen die Schildbürger, sich dumm zu stellen, um endlich ihre Ruhe zu haben. So bauten sie ein Rathaus ohne Fenster und trugen das Licht in Säcken hinein. Die Erzählungen der Schildbürgerstreiche sind weltberühmt. Sie gehören zum deutschsprachigen Kulturschatz, weil sich in ihnen auf eine sehr deutsche Weise weltfremde Intelligenz mit ganz irdischer Blödheit paart. Der Bau eines Stadttores, obwohl es gar keine Stadtmauer gab, gehört ganz sicher zu den lustigsten Geschichten, deren Ähnlichkeit mit heutigen Ereignissen frappierend ist. Messerverbotszonen gab es zur Zeit Schildas noch nicht. Schilda ist zwar ein fiktiver Ort, Deutschland jedoch ganz real. Die weltfremde Intelligenz der Deutschen drückt sich oftmals in einer Vielzahl von sehr komplizierten Gesetzen aus. Die werden dann irgendwann so unübersichtlich, dass sie nicht zu mehr Sicherheit und Klarheit führen, sondern der irdischen Willkür Tür und Tor öffnen. Wenn Staat und Behörden etwas verhindern wollen, geben sie einfach ein Brandschutzgutachten in Auftrag. Das kann dann jede unliebsame Veranstaltung einer Oppositionspartei verhindern helfen oder sogar den Moscheebau zu Köln um Jahre verzögern.

So traf es vor kurzem in der gar nicht fiktiven Stadt Frankfurt die Theobald-Ziegler-Schule, deren Schulgeländer nach penibler Abmessung durch das Amt für Bau und Immobilien genau sieben Zentimeter unterhalb der DIN-Norm blieb. Sieben Zentimeter, die in dem hundert Jahre alten Schulgebäude jahrzehntelang niemandem aufgefallen waren und ergo niemanden gestört hatten. Passiert ist in all den Jahren ebenfalls nichts. Nun aber muss ein Sicherheitsdienst den Treppenaufgang der Schüler bewachen, was mit irgendetwas um 3000 Euro pro Tag zu Buche schlägt. Vor allem aber ist das Amt für Bau und Immobilien nun dazu übergegangen, jede Schule, in der noch nichts passiert ist, zu vermessen. Schilda lässt grüßen.

Waren es in Frankfurt noch sieben Zentimeter, so hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück sogar die Acht-Zentimeter-Latte gerissen. Dort war letztes Jahr das Schwimmbecken vermessen worden, und das Becken unterhalb des Dreimeterturms war nicht tief genug, und zwar um acht Zentimeter. Auch das war jahrelang niemandem aufgefallen, bis die Vertreter von Schilda mit Maßband und Gesetzesbuch anrückten. Schließung des Dreimeterturms stand genauso zur Debatte wie das Ausbaggern des Schwimmbeckens. Die Rheda-Wiedenbrücker wollten sich das nicht gefallen lassen, und so sprangen tausend von ihnen hintereinander vom Dreimeterturm, um zu beweisen, dass nichts passierte. Der Bürgermeister von Schilda – nein, von Rheda-Wiedenbrück – gab daraufhin den Dreimeterturm in Eigenverantwortung wieder frei.

Auch der kleine vogtländische Bahnhof Zwotental erlang traurige Berühmtheit, weil die Deutsche Bahn den Bahnsteig 2 des mehr als hundert Jahre alten Bahnhofs gesperrt hatte. Natürlich aus Sicherheitsgründen, der Bahnsteig sei zu schmal. Das war zwar auch niemandem in den vergangenen hundert Jahren aufgefallen, aber seit die Ingenieure aus Schilda nicht mehr Licht in Säcken ins Rathaus tragen müssen, haben sie halt Zeit zum Messen. Der kleine Regionalzug fuhr also ohne Stopp durch Zwotental, hielt dann am nächsten Bahnhof, wo die Zwotentaler dann eine Stunde warten mussten, um die Bahn zurück zu nehmen, die am Bahnsteig 1 noch halten durfte. Bekannt wurde Zwotental als der umständlichste Bahnhof Schildas. All diese Beispiele haben eine lustige und zipfelmützige Seite, auch wenn die Verkomplizierung des Alltagslebens ganz offensichtlich Aufgabe von Schildas Ingenieuren geworden ist. Nun reden alle übers Sparen und „den Gürtel enger schnallen“, und da hört der Spaß leider auch auf. Denn natürlich sind all diese Beispiele auch Sinnbild für die eklatante Verschwendung von Geld und Ressourcen.
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Und da haben wir über den Fall einer 14-jährigen islamistischen Gefährderin aus Paderborn noch gar nicht gesprochen, die enorme Kosten verursacht, da sie rund um die Uhr von zahlreichen Einsatzkräften bewacht werden muss. Wegen Strafunmündigkeit könne man sie nicht wegsperren, heißt es. Oder der Fall von Huso B., einem bosnischen Asylbewerber, der bereits seit 2003 ausreisepflichtig ist, seitdem aber lieber mehr als hundert Straftaten beging und gar nicht erst abgeschoben wurde. Nun hat er insgesamt acht Kinder gezeugt, und während seine Strafakte kontinuierlich weiterwächst, kassiert er 7000 Euro monatlich als Stütze. Mehr als 400 Jahre ist das Buch über die Schildbürger bereits alt. Es hat sich wenig geändert seitdem, nur dass Schildas Politiker heute viel enormere Summen zum Verprassen haben und niemand mehr die skurrilsten ihrer Einfälle aufschreibt. Hiermit ist der Chronistenpflicht zumindest ansatzweise Rechnung getragen.
… Alles vom 2.4.2026 bitte lesen auf
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-02-april-2026

 

Amtsstuben arbeiten nach Vorschrift
Kurt Tucholsky hat mal gesagt, deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu übertreiben. Leider begegnet uns das tatsächlich in vielen Amtsstuben.
Der nicht enden wollende Reigen an Regeln und Vorschriften wird mit heiligem Ernst durchgefochten.
Es wird für die Vorschrift gekämpft und damit oft auch gegen die Unternehmer.
Es wird an dieser Stelle nicht reflektiert, welche Auswirkungen die Anwendung einer Vorschrift hat.
Ich kann sogar verstehen, daß kein Beamter sich über eine Regel hinwegsetzen oder sie nicht interpretieren will, weil er befürchtet, sich schuldig zu machen. Und daß man sich als Beamter als Hüter der jeweiligen Regeln versteht. Das Ergebnis ist aber: Lähmung.“
Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter der Bielefelder Baufirma Goldbeck, im „Handelsblatt“ am 17. November 2024

 

Staatliche Vorschriften im Deutschlandfunk
„Der Deutschlandfunk steht stellvertretend für eines der unheimlichsten Phänomene unserer Zeit: den Hass einer wohlhabenden linken Erben-Elite auf alles, was Millionen Menschen in diesem Land mögen, schätzen, sich wünschen und lieben.
Den Klassenkampf von oben nach unten, der uns vorschreiben will, wie wir zu sprechen haben und was wir zu essen haben.
Was man dort zu hören bekommt, hat sich von der Realität in unserem Land vollständig entkoppelt. Beschrieben wird eine Welt, in der sich mutige Veganer, tapfere Transmenschen und natürlich linke und grüne Politiker entschlossen den Bedrohungen unserer Zeit entgegenstellen, dem Rassismus, der unser Land durchwuchert, dem Klimawandel, dem Verbrennungsmotor.
Derzeit sendet der Deutschlandfunk eine sechsteilige Podcast-Serie über Fleischkonsum mit dem Titel „Wen dürfen wir essen?““
… Alles vom 27.2.2023 von „Achtung Reichelt!“ bitte lesen auf
https://www.youtube.com/watch?v=s6AeGX36fRM

 

Vorschriften verhindern persönliches Engagement
Dieser Beitrag zeigt stellvertretend für viele, wenn nicht für alle Bereiche auf, wie Behörden und andere Stellen, einer Modernisierung, einem Umbau hin zu einfacheren Strukturen und Abläufen verhindern.
Wer in einem Tiny House leben möchte, hat sich damit lange auseinandergesetzt. Man geht bewusst einen Schritt zu einfachem Leben, in der Regel verbunden mit Maßnahmen die Unabhängigkeit bedeuten. Komposttoilette, Solarpanel, Holzofen mit Wasserkreislauf, Dämmung mit Schafwolle, Lehmputze und Wasserfilteranlagen sind meistens in Tiny Houses integriert. Was braucht es da die in dem Beitrag genannten Auflagen und Genehmigungen, insbesondere auf bestehenden privaten Grundstücken.

Deutschland sollte ins Guinnessbuch als weltweit größter Verhinderer, von allem, was uns die Politik vorgibt, eingetragen werden. Der Beitrag listet einen Marathon von Vorschriften und Behördengenehmigungen auf, die einem jede Lust für persönliches Engagement bei der großen Wende mitzumachen, vermiest.
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Aber ohne uns, die Bevölkerung, gibt es keine Modernisierung und keinen Umbau der Bundesrepublik.
22.2.2023, Edgar Faller, Pfaffenweiler

Zu: „Die großen Probleme beim kleinen Wohnen“, Agenturbeitrag (BZ-Extra, 11. Februar)
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https://www.balkonsolar.de