Corona: Prof Ioannidis hat Recht

Der US-Epidemiologe und Stanford-Professor John Ioannidis gab „Servus TV“ ein 63-minütiges Interview. Ioannidis zählt zu den einflußreichsten und weltweit meistzitierten Wissenschaftlern und warnte bereits im Frühjahr 2020 vor breit angelegten Lockdowns und Corona-Angstmache, wofür er besonders auch in Deutschland angefeindet und als „umstritten“ verleumdet wurde. Wer ihn und seine Studien zitierte, wurde von Mainstream und Medien gerne als Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner diffamiert.
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Im Juli 2021, also ca 16 Monate später, stellen sich die meisten seiner Warnungen und Mahnungen als wahr heraus – oder, um es wissenschaftlich zu formulieren: Im Juli 2021 können die Aussagen der Studien von Prof John Ioannidis immer noch nicht falsifiziert werden. Sie gelten weiter als „wissenschaftlich abgesichert“.
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Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit und verfolgen das Interview von Prof John Ioannidis mit dem Moderator Michael Fleischhacker auf „Servus TV“ in Simultanübersetzung. Ioannidis wirft einen Blick zurück auf die Corona-Pandemie und die von falscher (weil dummer, ideologiebasierter und arroganter) Politik verursachten Kollateralschäden – so ganz ohne Rechthaberei und ohne Verharmlosung:
https://www.servustv.com/aktuelles/a/john-ioannidis-corona-abrechnung-talk-spezial-interview/129644/
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https://www.youtube.com/watch?v=qBA1msumn94

Ergänzend dazu die Highlights des Vortrags von Prof Ioannidis an der Uni in Salzburg am 29. Juni 202:
https://www.youtube.com/watch?v=e4grP1718Ps&t=37s
Hinweis auf die Langversion finden sich dort.

Ein Kommentar von I.C.: „The most cited scientist of all time, pretty much. A brilliant mind. MD, and professor of epidemiology, public health and evidence-based medicine.“
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Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik:
„DIE Wissenschaft fordert, daß wir …. “ – diese Begründungsrhetorik von Politikern geht gar heutzutage nicht mehr, da die Politik ihre Handlungsanweisungen selbst formulieren muß. Zudem gibt es „DIE Wissenschaft“ nicht.
(1) Die Wissenschaft muß objektiv sein und liefert Fakten, nichts als Fakten, um daraus Hypothesen abzuleiten. In disem Bereich ist Prof Ioannidis tätig mit seinen Studien zu Corona-Lockdowns
(2) Normen: Werte mit Ziel. Normative Prämissen wie Gesundheitsschutz. Aus Fakten kann man nicht Normen ableiten.
(3) Handlungsanweisungen: Aus (1) Fakten und (2) Normen muß die Politik selbst eigene ihre Handlungsanweisungen entwickeln. Wenn wir der Wissenschaft die politische Einflußnahme via Handlungsanweisungen zugestehen, dann würden wir in die Zeit vor der Aufklärung zurückfallen: Dann würde wie einst „… von Gott gewollt“ die Maxime „… von der Wissenschaft gewollt“ gelten.
Das Problem der deutschen Cornoapolitik ist, daß Sie einseitig die Wissenschaftler ignoriert, die eine lockdown-basierte Vorgehensweise ablehnen. Makaber ist, daß sich bereits im Spätjahr 2020 die WHO der Position von Prof Ioannidis angeschlossen hat.
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John Ioannidis als einer der weltweit meistzitiertenr Wissenschaftler gibt der Politik keine Handlungsanweisungen, muß von dieser aber gehört werden. Nun zeigt sich, daß er mit seinen Corona-Studien richtig lag. Wenn Ioannidis trotz der langen Verleumdungskampagne gegen ihn nun im Interview bei Servus-TV der Politik und den Medien seine Bereitschaft zur Versöhnung und Verständigung ausdrückt (siehe auch Beitrag ganz unten), dann spricht dies für die Größe dieses Standford-Wissenschaftlers. Wie alle Viren wird auch das Corona-Virus mit immer neuen Mutanten präsent bleiben. Wir müssen mit dem Virus leben und wissenschaftliche Expertisen aller Richtungen ernst nehmen – auch die von Prof Ioannidis.
Traurig jedoch: Das international vielbeachtete Interview von Prof Ioannidis wird in deutschen Medien weiterhin verschwiegen. Warum nur?
7.7.2021
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Epidemiologe John Ioannidis im Talk Spezial –
„Die große Corona-Abrechnung“

Seit 18 Monaten hat Corona die Welt fest im Griff. Ein Wissenschaftler hat schon früh vor Panikmache gewarnt: John Ioannidis, einer der weltweit führenden Epidemiologen und eine Ikone der Maßnahmen-Skeptiker.
Jetzt zieht John Ioannidis in einem exklusiven Talk Spezial mit ServusTV-Moderator Michael Fleischhacker Bilanz – und spricht über die größten Fehler in der Pandemie, warum sich Politik und Wissenschaft in vielen Punkten irrten und welche Schritte nun zur Beendigung der Krise nötig sind
… Alles vom 28.6.2021 bitte lesen und hören auf
https://www.servustv.com/aktuelles/a/john-ioannidis-corona-abrechnung-talk-spezial-interview/129644/?country=AT

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John Ioannidis bei „Servus TV“: Der Unerhörte, der Recht behielt
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In diesem Zusammenhang spricht Ioannidis sogar von „Massakern“ – der Vorschlaghammer des Generallockdowns schade vielen und nütze wenigen, ist das Fazit des Epidemiologen. Die Antwort auf Corona sei verheerender als Corona selbst gewesen:
„Das, was wir bisher gesehen haben, deutet darauf hin, dass die Kollateralschäden fast jeden betreffen (…).
Meiner Erfahrung und Berechnung nach und nach dem, was ich in der Literatur gelesen habe, sind die Kollateralschäden mehr und schwerwiegender als die Auswirkungen der Pandemie, des Virus selbst.“
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Es hätte „einen ganzheitlichen Blick auf die Auswirkungen auf die Gesundheit, die psychische Gesundheit, Bildung, die Gesellschaft“ gebraucht, meint Ioannidis. Der Welthunger, soziale Unsicherheit und Armut hätten zugenommen, eine Welle an psychischen Krankheiten habe die Gesellschaft heimgesucht und eine Generation von Lernenden sei massiv geschädigt worden – „Viele Schüler und Studenten werden nie mehr zu ihrer Ausbildung zurückkehren“. Das alles wegen eines Virus mit einer Sterblichkeitsrate von 0,05 Prozent. Doch anstelle einer offenen, wirklich wissenschaftlichen Debatte über das Virus sei schnell Panik und Aktivismus getreten. „Aktivismus hat die Wissenschaft während der Pandemie wirklich unterdrückt“, bilanziert Ioannidis: Das sei ein „grob fahrlässiger Umgang mit der Wissenschaft“. Manche seiner Kollegen erreichten mit ihrem aktivistischen Gehabe „ein Maß an Selbstgerechtigkeit, Aggressivität und Aufdringlichkeit, mit dem sie der Wissenschaft sehr viel Schaden zufügen.“
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Auch zum Impfen äußert sich Ioannidis. Er selbst ist für das Impfen und gegen Angst vor dem Vakzin – doch er warnt auch vor einer Impfpflicht. „Ich glaube, bei einem Produkt, das immer noch unter Notfallzulassung steht, statt voll lizenziert zu sein, ist es keine gute Idee, es verpflichtend zu machen. Ich bin für eine Strategie, die damit arbeitet, Leute zu informieren.

Das Fazit des Stanford-Professors: Trotz aller Kritik an vergangenen Fehlern lohne sich der Blick zurück nicht auf Dauer. Für den Herbst warnt Ioannidis: „Ich würde drakonische Maßnahmen vermeiden innerhalb des Lockdown-Pakets“. Wir müssten beginnen, die Menschen aus Angst und Panik herausholen. „Ich habe Kollegen, die mir sagen: Du bist der erste Mensch, den ich seit Monaten sehe“. Eine Gesellschaft so in Angst zu halten, sei unverhältnismäßig.
… Alles vom 7.7.2021 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/ioannidis-corona-bilanz/
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Einige Kommentare:
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen
„Trotz aller Kritik an vergangenen Fehlern lohne sich der Blick zurück nicht auf Dauer.“ Mag sein, dass es sich nicht lohnt, aber vergessen sollte man es nicht! Oder um einen ehemaligen deutschen Staatsmann zu zitieren, einen Riesen (nicht nur im physischen Sinn) im Vergleich mit seiner heutigen Nachfolgerin:
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.
Zu vergessen, was in der Pandemie falsch gelaufen ist, wäre absolut fatal! Das nächste Virus kommt bestimmt! Und: „Wer die Vergangenheit vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen!“ Und das will doch wirklich niemand (, der bei klarem Verstand ist)!
7.7.2021, Th.R.
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Wissenschaftler ließen sich gerne für politische Zwecke instrumentalisieren
„„Aktivismus hat die Wissenschaft während der Pandemie wirklich unterdrückt“, bilanziert Ioannidis: Das sei ein „grob fahrlässiger Umgang mit der Wissenschaft“.“
Dem widerspreche ich. Gerade in Deutschland taten sich Wissenschaftler hervor, sie gehörten zum Beraterstab der Kanzlerin. Frau Professor Melanie Brinkmann tingelte durch jede talkshow, bis der massive Grundrechtseingriff vollzogen war: die Bundesnotbremse, dann ist da noch Merkels Sternchen am Beraterhimmel, die Physikerin Viola Priesemann, die auch ständig die 3. Welle beschwor und zusammen mit Frau Prof. Priesemann Anhängerin der ZeroCovid Ideologie ist. Beide Frauen forderten den totalen lockdown mit Firmenschließungen, absoluten Ausgangssperren usw. Herr Prof. Drosten war bei talkshows zurückhaltender, Frauen machen sich da einfach besser, aber er ließ kein Interview aus, um nicht auch die 3. Welle herbei zu beschwören.
In dieser Pandemie haben Wissenschaftler bewiesen, dass sie sich nur allzu gerne für politische Zwecke instrumentalisieren lassen. Dass sie gekauft sind.
7.7.2021, Ell

Für eine Sterblichkeitsrate von 0,05% wird der Rechtsstaat geschleift
„Das alles wegen eines Virus mit einer Sterblichkeitsrate von 0,05 Prozent.“
Für eine Sterblichkeitsrate von 0,05% wird der Rechtsstaat, die Rechte des Bürgers und die Wirtschaft geschleift. Von dem durch die hysterischen Maßnahmen verursachten menschlichen Leid ganz zu schweigen. Ein Phänomen, das später vielleicht einmal unter dem Namen der Lockdown Irrsinn bekannt sein wird.
7.7.2021, Ana
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Ioannidis/USA versus Lauterbach/D
Man vergleiche die klare Diktion von Ioannidis, jeder Satz druckreif,
mit dem also Gestammel des selbst ernannten Epidemiologen Lauterbach und man weiß, wo der Intellekt sitzt. Wenn er denn wirklich so voll von Wissen ist, müßte er doch inzwischen gelernt haben, wie man das in Worte fasst, das kann man lernen (keep it simple) und man muß es als Professor können. Mir ist völlig schleierhaft wie man solch einem „Experten“ vertrauen kann.
7.7.2021, Dr.R.
Ende Kommentare

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John Ioannidis: Abrechnung und Wille zur Versöhnung
… Was sagt nun der Stanford-Professor? Für Achgut-Leser inhaltlich nichts Neues. Bei der Angabe der Infektionssterblichkeit (IFR) nennt er sogar die Zahl 0,05, was wohl seinem aktuellen Kenntnisstand entspricht. Bemerkenswert auch deshalb, weil Achgut derzeit gegen die Sperrung eines kleinen Videos klagen muss, in dem ich die IFR anhand einer früheren Publikation von ihm mit 0,23 Prozent angebe, was dort immer noch als Fake News gilt. Hier steht nicht nur YouTube eine harte Landung in der Realität bevor. Er beschreibt weiter die Kollateralschäden, ohne jedoch das Virus zu verharmlosen, vor dem er angemessenen Respekt zeigt. Insbesondere, weil es eine klare Risikogruppe betrifft, die jedoch nur schlecht geschützt wurde.
Das reichte jedoch, um ihn in die Diffamierungsmaschinerie zu ziehen, die sogar auf seine Familie zielte. Beim Thema Impfen sieht er derzeit die Nebenwirkungen nicht so dramatisch, um von einer Empfehlung abzurücken. Eine Aussage, die mich meine kritischere Position überdenken lässt. Aber Ioannidis wäre der Letzte, der mir meine Zweifel abspräche, und würde Gegenargumente abwägen. Denn für ihn ist es erlaubt, Fehler zu machen, auch eigene, sie sind gewissermaßen sogar unausweichlich, wenn man immer bessere Erkenntnisse und Lösungen finden möchte.

Das eigentlich Beeindruckende in diesem Interview ist jedoch etwas anderes: seine Bereitschaft zur Versöhnung und Verständigung. Das ist es, was wir bald brauchen werden, wenn die immense Unwucht von angerichtetem Schaden einerseits und dem unfassbaren Maß an autoritärer Überheblichkeit der Verursacher andererseits unsere Gesellschaft ins Schlingern bringen kann. Wenn der angestaute Zorn sich Bahn bricht, braucht es glaubwürdige Menschen wie ihn, die statt nach Rache nach Verständigung streben, damit wir als gesamte Gesellschaft aus den Fehlern lernen. Jedoch: Keine Sorge, das bedeutet nicht, dass die Fehleranalyse Unangenehmes unter den Tisch fallen lassen wird, sondern sie wird klar und deutlich aufzeigen, wie das Desaster entstehen konnte. Für beides steht Ioannidis: Klarheit und Menschenfreundlichkeit. Besser kann man Wissenschaft nicht repräsentieren.
… Alles vom 3.7.2021 von Dr. Gunter Frank bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/john_ioannidis_bei_servus_tv_abrechnung_und_wille_zur_versoehnung
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