Sanktionen

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Frieden – Faltboote auf dem Opfinger See bei Freiburg im März 2022

 

 

Sahra Wagenknecht: Sanktionspolitik gegen Russland scheitert
Sahra Wagenknecht sieht die Sanktionspolitik gegen Russland als gescheitert an. Das Öl-Embargo schädige vor allem Deutschland und treibe nur die Inflation. https://youtu.be/7vlLTLBMVO0

Wie wir mit einem Energie-Embargo Wohlstand und Industrie vernichten
https://youtu.be/t4noGdNNXXw

Grüne Energiepreistreiber stoppen!
https://youtu.be/avtmxgsVux8
16,5,2022

 

Energie-Sanktionen: Europa sägt am eigenen Ast
EU-Parlament votiert für Stopp von Gas, Kohle und Öl aus Russland
Europa ist im kontinentalen Maßstab wild entschlossen, Russland um jeden Preis durch Sanktionen in die Enge zu treiben – obwohl außer Zweifel steht, dass sich der Westen damit weitaus mehr schadet als Russland. Dennoch hat sich das EU-Parlament nun für einen sofortigen Lieferstopp von Öl, Kohle und Gas aus Russland ausgesprochen. Ein energiepolitischer Kamikazeakt, der von reiner Gesinnungs- statt Verantwortungspolitik nur so strotzt.
Dass im Zweifel Russland für einen Sieg länger frieren wird als irgendein europäisches Land für den Frieden, scheint europäischen und vor allem deutschen Politikern schlicht nicht in den Schädel zu gehen – so wenig wie sie begreifen, dass die immer drastischeren Forderungen nach mehr Waffenlieferungen und militärischer Hilfe für die Ukraine nicht nur den Krieg verlängern, sondern neues Öl ins Feuer gießen und die Gefahr eines dritten Weltkrieges so recht erhöhen.
Auch die Idiotie, anzunehmen, ein von seinen Rohstoffen und Energievorräten her zur Autarkie fähiger Staat wie Russland könne durch Handelsboykotte in die Knie gezwungen werden, lässt am Verstand der Politik in Brüssel und Berlin verzweifeln. Jede Tonne Öl, Gas oder Kohle, die der Westen Putin nicht mehr abkauft, wird von Indern und Chinesen mit Kusshand gerne genommen – während in Deutschland die Lichter und Heizungen ausgehen.

Gesinnungs- statt Verantwortungspolitik. Desungeachtet hat sich eine Mehrheit von 513 Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) gestern für einen Lieferstopp für russische fossile Energieträger
https://www.puls24.at/news/politik/eu-parlament-stimmt-fuer-lieferstopp-von-russischem-gas-oel-und-kohle/261521
ausgesprochen.
… Alles vom 8.4.2022 von Daniel Matissek bitte lesen auf
https://www.wochenblick.at/politik/europa-saegt-am-eigenen-ast-eu-parlament-votiert-fuer-stopp-von-gas-kohle-und-oel-aus-russland/
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Warum stoppt Ukraine nicht die Durchleitung russischen Gases nach Westen?
„Die Ukraine ist der sechstgrößte Erdgasverbraucher der Welt”, schreibt Leser ***. „Sie hat drei Bezugsquellen: 1. Eigene Förderung (25%), 2. Import aus Russland (35%), 3. Import aus Turkmenistan über russische Leitungen (40%). Ein Großteil des russischen Gases für Europa strömt durch ukrainische Leitungen.
Hat die Ukraine eigentlich selbst schon ihren Gasimport aus dem Land des Aggressors gestoppt? Der Aggressor hat den Ukrainern auch im März während des Krieges nicht das Gas abgedreht. Für die Durchleitung des Gases nach Europa bekommt die ukrainische Regierung, soweit ich weiß, von Putin eine Kommission über rund 3 Milliarden USD/Jahr (Info CNews, frz. Sender).
Warum fängt Selenskyj nicht bei der Ukraine selbst mit dem Verzicht an? Warum stoppt er nicht die Durchleitung russischen Gases nach Westen und erzwingt damit die Zahlungseinstellung europäischer Staaten an Russland wegen nicht-gelieferten Gases? Er hätte die Macht dazu, Vorreiter und Vorbild zu sein.
Stattdessen wird immer wieder von Selenskyj und besonders seinem Botschafter Melnyk, mehr oder weniger subtil, der lange Schatten der Nazi-Herrschaft bemüht, um Deutschland eine besondere Bringschuld gegenüber der Ukraine einzureden? Offenbar ist dieser moralische Druck gegenüber anderen ertragreicher und schont die Ressourcen, die der Feind gewährt.”
… Alles vom 7.4.2022 bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2022/04/15485/

 

Sanktionen treffen vor allem uns: SPFS statt SWIFT
China – Russland – Neue Weltordnung
Putins Krieg beschleunigt, was schon vorher stattfand: den Niedergang der westlichen Welt, allen voran Europas. Vor unseren Augen zerreißen die Netze der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und zerplatzen die Illusionen über unseren Wohlstand.
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Wer nach härteren Sanktionen ruft, muss zuallererst wissen, dass die härteren Sanktionen vor allem den Westen treffen. Wer vom Steuerzahler überreichlich alimentiert wird, sollte etwas gegen die Verteuerung der Energie unternehmen, die auf Merkels famose Politik in den letzten 16 Jahren im Bunde mit der FDP und dann der SPD zurückgeht, anstatt vollmundig über „härtere Sanktionen“ und über ein Energieembargo zu schwadronieren. Wer leichtfüßig die Ausweitung von SWIFT-Sanktionen verlangt, weiß nicht, dass er damit die Abschaffung des SWIFT-Systems, den Sturz des Dollars als Leitwährung und den Aufstieg des chinesischen Yuan zur Leitwährung, letztlich den Anbruch des chinesischen Jahrtausends fordert.
Zu den Fakten: Noch ist der Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt, die wichtigste Rechnungswährung im internationalen Handel und die führende Währung der globalen Finanzinstitute. Doch inzwischen bildet sich ein Anti-Dollar-Kartell heraus. Als Reaktion der durch die Obama-Regierung verhängten Sanktionen 2014 schufen die Russen als Alternative zu Visa, Mastercard, American Express etc. ein eigenes nationales Zahlungssystem und, was noch wichtiger ist, ein Gegenstück zum Finanznachrichtensystem SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) nämlich das russische SPFS (System for Transfer of Financial Messages).
Man mag darüber lächeln, doch inzwischen nutzen – laut einem Bericht der Foreign Affairs vom 7. März – 399 Institute dieses System, unter ihnen 20 belarussische Banken, die Kyrgyz Bank of Asia und die armenische Arshidbank, außerdem haben die Tochtergesellschaften großer russischer Banken in Deutschland und der Schweiz Zugang zum SPFS. Es existiert also ein alternatives und schließlich konkurrierendes Finanznachrichtensystem, das im Aufwind ist. Die SWIFT-Sanktionen beflügeln die Konkurrenz. Derzeit verhandeln die Russen mit dem Chinesen über Chinas Beitritt zum SPFS, womit das russische System in die Lage versetzt wird, eine echte Alternative und eine wirkliche Konkurrenz zum SWIFT zu werden.

Nüchtern betrachtet würden ein Energieembargo und härtere SWIFT-Sanktionen also den Niedergang des Westens nur beschleunigen. Putin vertraut auf die Leidensfähigkeit des russischen Volkes. Dem haben wir im Westen gar nichts entgegenzusetzen.
… Alles vom 18.3.2022 von Klaus-Rüdiger Mai bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/china-russland-neue-weltordnung/