Crash

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Fahrrad nach Rahmenbruch und Sturz am 12.9.2018

Crash: Fahrrad nach Rahmenbruch und Sturz am 12.9.2018

 

Crash  = Lockdown

 

Crash der Wirtschaft – Lockdown/Shutdown wegen Corona

 

Ist Liberalismus (Schweden) besser als Lockdown (D)?
Tatsächlich fallen seit Ostern die Neuinfektions- und Todeszahlen auch in Schweden. „Die Pandemie ebbt allmählich ab“, erklärt Tegnell dem Sender SVT. Die Gesundheitsbehörde in Stockholm meldet, dass seit dem 10. April der R-Wert relativ stabil bei rund 1,0 gelegen habe. Inzwischen soll dieser bei 0,85 liegen. Ähnlich wie in Deutschland – nur eben mit offenen Schulen und Restaurants.
Zwischen den Lagern in der Schweden-Debatte verweisen Mittler darauf, dass die Schweden zwar ein freiwilliges, aber doch auch aktives „Social distancing“ praktiziert hätten. Insofern handele es sich nur um einen halben Sonderweg.
War die Lockdown-Strategie etwa in Deutschland falsch?
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Die Bewertung von Schwedens liberalem Weg ist gleichwohl für die politischen Öffnungsdebatten in vielen anderen Staaten – auch in Deutschland – von großer Bedeutung. Denn wenn Schweden es mit weiträumiger Offenheit relativ gut durch die Krise schafft, dann fehlt mancher Regierung nicht bloß die Legitimation für fortgesetzte Kontaktsperren, Grenz- und Geschäftsschließungen. Auch rückblickend erscheint dann die Lockdown-Strategie als falsch, fordert sie doch vielerorts einen sehr hohen Preis wirtschaftlichen und sozialen Schadens. Dass nun die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den schwedischen Weg ausdrücklich lobt, ist daher politisch für viele Regierungen Europas brisant.
Vor allem mit Blick auf das zweite Halbjahr werden manche Berater in Berlin, Rom, Paris und Madrid zusehends nervös. Denn in allen Lockdown-Staaten herrscht große Sorge vor einer möglichen zweiten Infektionswelle. In Schweden hingegen hat Tegnell von Anfang an damit argumentiert, dass man eine offene Gesellschaft besser sanft und gezielt immunisiert als sie streng und nutzlos zu isolieren. Massenhafte Kontaktsperren führten nur dazu, dass der Erreger im Herbst wiederkehren werde, mahnte Tegnell bereits im März. In Schweden seien heute viel mehr Menschen bereits immunisiert als in Deutschland. Damit sinke das Risiko einer zweiten Welle. Die sogenannte „Flockimmunitet“ (Herdenimmunität) könnte am Ende dazu führen, dass Schweden zwar im März etwas schlechtere Zahlen hatte als in Deutschland und Dänemark. Im Herbst aber könnte sich das dann gewaltig drehen.
Tegnell ruft daher in dieser Woche seinen Kritikern zu: „Wir sind noch lange nicht am Ende der Straße angekommen, deshalb wissen wir nicht, wie das Endergebnis aussehen wird.“ Der gerne gescholtene, liberale Mann mit den Strickpullovern könnte dann die vielen strengen Herren in weißen Kitteln und Krawatten eines Besseren belehrt haben.
Kein Shutdown, keine Grenzschließung, keine Kontaktverbote. Schweden ist in der Corona-Krise einen liberalen Sonderweg gegangen. Jetzt fallen die Infektionszahlen – und für die zweite Welle hat Schweden nun womöglich einen enormen Vorteil
… Alles vom 5.5.2020 von Wolfram Weimer bitte lesen auf
https://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/corona-krise-schweden-verhindert-wohl-die-zweite-welle/

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Prof Homburg im Interview: Lockdown – keiner hat’s gewollt
Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Keiner hat’s gewollt – Professor Stefan Homburg, Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen der Universität Hannover, glaubt, dass die Regierungen ohne Ziel und Zweck in den Lockdown hineingestolpert sind.
Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich berichtet er auch, wie hoch der Durchseuchungsgrad von Desinformation in den Panikmedien ist. (29 Minuten). 1.5.2020, ab 12 Uhr
https://www.achgut.com/artikel/indubio_lockdown_keiner_hats_gewollt

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Schluss mit Starrsinn in der Corona-Politik!
In der Corona-Krise sind nur zwei Dinge sicher: Erstens, ob die Maßnahmen richtig oder falsch, maßvoll oder überzogen sind, werden wir erst aus den Geschichtsbüchern erfahren. Ob wir auf Corona als Gesundheitskatastrophe oder Zusammenbruch unserer Wirtschaft zurückblicken werden, ist vollkommen offen. Es ist möglich, aber keinesfalls gewiss, dass richtig ist, was gewaltige Mehrheiten für richtig halten. Es gibt keine Herdenimmunität dagegen, historisch katastrophal falsch zu liegen.
Zweitens, nahezu alle Experten, denen wir uns in dieser Krise anvertrauen (müssen), lagen mit nahezu jeder Einschätzung so falsch, dass unser Glauben an sie sich nur noch mit Verzweiflung erklären lässt.
Sie haben das Tragen von Masken nahezu verhöhnt. Nun ist es Pflicht. Sie haben davor gewarnt, Schulen und Kitas zu schließen. Nun sind Millionen Kinder seit Wochen zu Hause. Sie haben als nutzlos abgetan, die Grenzen abzuriegeln. Nun kommt niemand mehr ins Land. Sie haben trotz aller Maßnahmen immer wieder vor dem unmittelbar bevorstehenden Kollaps unseres Gesundheitssystems gewarnt. Nun herrschen auf Krankenhausfluren gespenstische Ruhe und Angst vor Arbeitslosigkeit.
Das Robert-Koch-Institut riet davon ab, Corona-Tote zu obduzieren. Nun geschieht es trotzdem und Rechtsmediziner sagen, dass bei Weitem nicht alle Toten tatsächlich an Corona gestorben seien. Sportanlagen mussten geschlossen werden. Nun ist Tennis in manchen Bundesländern verboten, in anderen erlaubt, obwohl es doch eigentlich lebensgefährlich ist.
Was mir am meisten Sorgen bereitet: Unsere Wirtschaft ist schon jetzt so massiv und teilweise irreparabel geschädigt, dass unsere Regierung sich kaum noch erlauben kann, zuzugeben, in ihrer Schärfe überzogen zu haben.
Die Experten müssen recht behalten, weil sie nicht falsch liegen dürfen. Die deutsche Wirtschaft vorschnell ruiniert zu haben, wäre für keine Partei, vielleicht nicht einmal für die Demokratie überlebbar. Deswegen erleben wir zunehmend Sturheit, Starrsinn und Rechthaberei – „erinnert mich an Flüchtlingskrise“, sagt mir ein Mitglied aus Merkels Regierung.
Die Kanzlerin bezichtigt jeden Zweifler der „Öffnungsdiskussionsorgie“, raunt davon, manche würden zu forsch handeln, ohne zu sagen, was sie genau meint. Der CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus macht sich in heiterer und hochrangiger Weinrunde über den Abweichler Armin Laschet lustig und alle lachen.

Ist es in unserem Land eine gute Idee, sich in schwierigen Zeiten über Andersdenkende lustig zu machen und zu erheben?
Ich fürchte, dass sich die Interessen vieler Menschen und derer, die sie vertreten, rasant voneinander entfernen:

– Für jeden Politiker, der sich für Lockerung der Einschränkungen einsetzt, könnte jeder Corona-Tote zum Hochrisiko werden, so nach dem Motto: „Das ist Ihr Toter, Herr/Frau Sowieso.“
– Für Millionen Menschen hingegen ist es verheerend, wenn ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage vernichtet wird, obwohl es weiterhin kaum Corona-Tote gibt.
Die Politik verweigert sich dieser bitteren, aber leider notwendigen Debatte, die das unkontrollierbare Ereignis Corona uns aufzwingt. Dass der Staat niemals Menschenleben abwiegen darf gegen ein anderes Gut, ist eine noble Idee, die der Realität leider nicht immer standhält. Kanzler Schmidt entschied sich gegen Schleyer. Kanzlerin Merkel opferte für unverhandelbare Werte unseres Landes deutsche Soldaten in Afghanistan.

„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“, sagt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble („Tagesspiegel“). „Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“
Nur Ideologien kennen Absolutismen. Die Stärke der Demokratie ist, dass sie auch die unbequemsten Debatten aushält. Wenn sie sie aber verhindert, macht die Demokratie sich überflüssig. Das Einzige, was in der Demokratie alternativlos ist, ist die Debatte.

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Ich möchte mir nicht ausmalen, wie wir in drei, vier Jahren auf diese Wochen und Monate zurückblicken werden, wenn das Durchschnittsalter der Toten über der durchschnittlichen Lebenserwartung liegen sollte, Millionen Arbeitslose auf der Straße sitzen, der Mittelstand, der Hartz IV finanziert, vernichtet ist. Wenn viele Restaurants für immer geschlossen haben, aber die Suppenküchen geöffnet sind. Auch daran sollte die Bundeskanzlerin denken, wenn sie ihre nächste Regierungserklärung hält.
… Alls vom 27.4.2020 von Julian Rechelt bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/schluss_mit_starrsinn_in_der_corona_politik bzw.
https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/coronavirus-kommentar-von-julian-reichelt-schluss-mit-starrsinn-in-der-corona-politik-70279506.bild.html
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Kommentare:
Sehr guter Text. Es geht in unserem Land um die Frage: Wer hat eine starke Lobby?
Wer kann Druck ausüben? Wer hat die (linksgrüne) Presse auf seiner Seite? Wer kann vor allem auch moralischen Druck ausüben? Die Bundesliga mag ja zwecks Ablenkung und Beschäftigung der Bevölkerung noch gebraucht werden. Doch haben Lufthansa-Piloten eine Lobby über die Grenzen von Lufthansa hinaus? Haben Unternehmer eine Lobby? Hat der Mittelstand eine Lobby? Haben Restaurant-Besitzer eine Lobby? Nein, in Deutschland nicht. Diese alle gelten in Deutschland als Verschiebemasse. Die gehören doch „zu den Reichen“. Zu den moralisch am tiefsten Stehenden. Was diese Leute für die Allgemeinheit leisten, interessiert niemanden. Ihr Schicksal interessiert niemanden. Herr Reichelt, dann machen Sie BILD zu deren Lobby! Aber mit Entschlossenheit.
27.4.2020, W.A.
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Sehr geehrter Herr Reichelt, es ist schön, dass Sie diesen Artikel geschrieben haben.
Ich frage mich nur, was Ihre Intention dabei war. Wir reden in den letzten Wochen immer wieder über Begriffe wie ˋVerhältnis und Verhältnismäßigkeit ´ und dieses Maß sollten wir auch bei Artikeln aus ˋIhrem ´ Hause berücksichtigen. Sie schreiben EINEN kritischen Artikel und denken offenbar, dass Menschen kein Erinnerungsvermögen haben. Seit Beginn dieser sogenannten Corona-Krise verfolge ich Artikel und Schlagzeilen, auch die der BILD-Zeitung. Ich habe auch an ˋIhre ´ Redaktion schon geschrieben, weil ich diese Unmengen von Panik-Schlagzeilen unverantwortlich finde. Sie und ˋIhr ´ Blatt haben mit den täglichen Panik-Schlagzeilen dazu beigetragen, Menschen weiter zu verunsichern, in Angst und Schrecken zu versetzen und es hat Sie bisher einen Scheißdreck (sorry) interessiert, was Sie damit anrichten.
Sie wollten Klicks generieren und sonst gar nichts! Das wollen Sie Natürlich auch mit diesem Artikel, weil auch Sie ENDLICH ! bemerken, dass man die Experten aus den Fachgebieten der Epidemiologie, der Psychiatrie, der Volkswirtschaft etc. nicht länger ignorieren kann. Für mich ist das kein Journalismus, das ist Opportunismus und sonst gar nichts. Und um auf den Begriff Verhältnismäßigkeit zurückzukommen: Sie haben in den letzten Wochen hunderte Artikel geschrieben, die die Menschen in Panik versetzt haben und jetzt schreiben Sie EINEN Artikel, weil Sie uns weismachen wollen, Sie hätten Ihren gesunden Menschenverstand wiedergefunden. Das Verhältnis rechnen Sie sich bitte selbst aus. Das schaffen Sie! Von mir bekommen Sie weder Beifall noch Absolution. Und wenn ich Sie wäre, dann könnte ich nicht mehr in den Spiegel schauen. Mit den besten Grüßen von jemandem der für den Kampf um die Meinungsfreiheit 18 Monate im Zuchthaus Hoheneck verbracht hat
27.4.2020, V..

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Corona: Mehr Hilfen für Konzerne als Mittelstand
Staatliche Umverteilung von unten nach oben
Warum steigt der Aktienmarkt, wenn der Ölpreis fällt? Weil der Staat bei seinen Rettungsmaßnahmen zwar Schwierigkeiten hat, dem Mittelstand zu helfen, die Großunternehmen jedoch durch Anleihenkauf und Sonderkedite (Adidas bekommt Milliarden) mit Geld flutet. Und was machen viele damit? Aktienrückkaufprogramme. Dadurch steigt der relative Anteil der Großaktionäre am Unternehmensbesitz, da die ihre Aktien halten. Dazu gehören die riesigen Hedgefonds, die das Geld der globalen Milliardäre verwalten, aber auch reiche Familien, die direkt Anteile halten. Staatliches Geld, das aus Steuermitteln kommt und von uns allen hart erarbeitet wird, wird also genutzt, um die globalen Eliten in kurzer Zeit noch reicher zu machen: Der Staat verteilt auf direkte Weise Geld von unten nach oben.
Würde der Staat den Aktiengesellschaften stattdessen Eigenkapital geben und dadurch Anteile erwerben, wären die Maßnahmen immerhin temporär zu rechtfertigen, denn dadurch würde jeder Steuerzahler Miteigentümer – was, nebenbei gesagt, auf Dauer auch keine gute Lösung ist. Doch der Staat zieht es vor, die Reichen durch seine Kreditvergabepolitik im Eiltempo noch reicher zu machen. Denn auch wenn die Aktienkurse etwas später wieder fallen und die Renditen gegen Null gehen werden, was sehr sicher ist, bleiben denen die Anteile, so lange die Unternehmen nicht pleite gehen und es noch einen realen Gegenwert gibt.
Der Vorgang zeigt, dass wir nicht mehr in einer freien Marktwirtschaft leben, sondern in einem Feudalkapitalismus, bei dem der Staat das Steueraufkommen aller nützt, um den Reichen zu geben. Dies geschieht ebenfalls bei der Eurorettung, indem drohende Verluste vergemeinschaftet werden und Kredite reichen Anteilseignern zukommen, während für diese Forderungen keine Zinsen gezahlt werden und der Steuerzahler für den Ausfall haftet (so im TARGET-Salden-System). Gleichzeitig enteignen Negativzinsen und Realgüterinflation, die wir seit über 10 Jahren haben, Kleinsparer und Rentner. Die durch die staatliche Geldproduktion ausgelöste Inflation wirkt wie eine versteckte Steuer zugunsten des Staates und der Realeigentumsbesitzer.
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Immer weniger Selbstständige
Durch die Folgen des Lock-Downs und die dadurch ausgelöste, längst fällige Wirtschafts- und Finanzkrise wird die Umverteilung zugunsten der Superreichen sich noch beschleunigen, da die anstehenden Rettungsmaßnahmen den Mittelstand ausbluten werden. Mittelständler bekommen viel schlechter Rettungsgelder und Kredite. Besonders Kleinunternehmen werden schwer getroffen, viele werden pleite gehen und ihre Mitarbeiter entlassen. Insgesamt kommt es zu einer weiteren Konzentration des Eigentums in den Händen ganz weniger, es gibt immer weniger Selbstständige.
Und wie reagieren die Bürger? Derzeit ist die politische Stimmung noch durch die Angst vor dem Corona-Virus geprägt. Doch wenn die Wirtschaft erst einmal am Boden liegt und es zu ernsthafter Massenarbeitslosigkeit und -armut mit Versorgungsengpässen in Deutschland kommt, werden die Nachrichten darüber die Sorgen um das Virus verdrängen. Spätestens dann wird Olaf Scholz‘ Ausspruch von der “neuen Normalität” einfach vergessen, weil es dann ans Eingemachte geht, wie man früher zu sagen pflegte. Die Zeit der Luxusnarrative von der deutschen Weltrettung bei Klima und Migration und einer Politikergeneration à la Merkel, die noch nie eine echte Krise gemeistert hat, ist dann vorbei – die heutigen Schönwetterpolitiker werden das nicht überstehen.
… Alles von Johannes Eisleben vom 23.4.2020 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/oel_zu_verschenken_lasset_uns_beten
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Kommentare:
Milliardär effizienter als Beamnenapparat
Der Artikel ist typisch deutsch. Der Vermögenszuwachs der “Reichen” ist ein Kollateralschaden bei der Besitzstandswahrung der aufgeblähten, unproduktiven Staatssektoren infolge der inflationären Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken (in Wirklichkeit behalten die Aktien ihren realen Wert, während der kleine Mann durch die Inflation abgezockt wird). In Deutschland besteht der Staatssektor aus mindestens 25% der Erwerbsbevölkerung (25% ist der Schweizer Wert laut NZZ), also mindestens 11 Millionen Menschen. Pro Kopf und Jahr mindestens 40.000 Euro Gehalt plus 20.000 Euro für die Infrastruktur (Miete, Heizung, IT, …), ergibt gerundet 700 Milliarden Euro pro Jahr nur für Deutschland. Für die Euro-Zone das Ganze grob mal 4, also 2800 Milliarden pro Jahr. Dagegen sind ein paar Milliardäre eine Nullmenge. Im Vergleich mit einem Beamtenapparat ist ein Milliardär effizient: Er will nämlich reich bleiben, ergo arbeitet sein Kapital produktiv. Einem Beamtenapparat ist es vollkommen egal wenn er Milliarden sinnlos verplempert. Moral ist eine Fiktion, real ist die Effizienz – es zählt der reale Output eines Systems.
Ich will die Milliardäre hier nicht in Schutz nehmen, Kartelle sind etwas übles – aber auch hier versagt der “Staat”. Außerdem kann man große Firmen wie IBM, Microsoft, Exxon, … nicht als mittelständischen Laden betreiben, da müssen Milliarden investiert werden.
23.4.2020, Th.B.
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“Die heutigen Schönwetterpolitiker werden das nicht überstehen.” Echt jetzt?
Dann müsste aber mal irgend jemand anfangen, dem Wahlvolk, das die Weltrettung als oberstes Ziel ansieht, zu erklären, dass Deutschland kein “reiches”, sondern ein leistungsfähiges Land ist (oder war). Und dass diese Leistungsfähigkeit verloren gehen kann. Und dass Corona nicht die Ursache, sondern nur der Auslöser, der im Artikel beschriebenen Folgen ist.
Eine gesunde Wirtschaft übersteht eine Krise und geht gestärkt aus dieser hervor. Aber einem Wahlvolk, dass sich mit Freude Politikern unterwirft, denen außer Verboten, Geld drucken und Steuererhöhungen für die letzten Idioten, die noch hart arbeiten, nichts einfällt, wird das nicht beizubringen sein, fürchte ich. Ein Land, das seine Grenzen nicht mehr schützen kann, das keinen Flughafen mehr bauen kann, das keine Schutzmasken in industrielller Massenproduktion mehr fertigen kann, das seine letzte Schlüsselindustrie ( die Autoindustrie) im Kamikaze-Modus selbst zerstört, aber die ganze Welt retten und belehren will, hat eben fertig.
23.4.2020, M.ST.,
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“Wie reagiert der Bürger? Zweierlei: – die einen schreien nach Sozialismus
und wollen “den Reichen” an den Kragen. Damit meinen sie aber nicht Bill G, Jeff B. & Co, damit meinen sie in Deutschland hauptsächlich diejenigen, die sich in jahrelanger, harter Arbeit etwas aufgebaut haben und von den Früchten ihrer Arbeit leben können. – die anderen, eine kleine Minderheit, überlegt verzweifelt, wie sie diesem Wahnsinn noch entgehen kann und finden keine Lösung. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! – eine der ersten Amtshandlungen von Olav Scholz war es, seine Spezel von Goldman Sachs ins Finanzministerium zu holen – die größte Amtshandlung war die Schuldenbremse auszuhebeln (war ja alternativlos), und die “versäumten” Schulden der letzten Jahre auf einen Schlag aufzunehmen. Merke: die Schulden des einen, sind immer das Guthaben eines anderen. – Merkel, die Staatsratsvorsitzende und Vorsitzende der sizialistischen Einheitspartei Deutschlands (CDUCSUSPDGrüne) bricht ein ums andere mal das Grundgesetz und niemand interessiert sich dafür – Kritiker werden mundtot gemacht, Stimmen, die hinterfragen werden mundtotgemacht. Die Presse ist gleichgeschaltet (bis auf ein paar “gallische Dörfer”, die energisch Widerstand leisten), der Staatsfunkt verbreitet Propaganda, wie einst in der DDR. Wir werden von den herrschenden Eliten ausgeplündert, unsere Zukunft wird vernichtet. Es JETZT an der Zeit aufzustehen und dagegen vorzugehen, sonst finden wir uns 2021 in einer orwellschen Dystopie wieder.
23.4.2020, M.B.
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Sehr geehrter Herr Eisleben, das Narrativ,
daß Aktienbesitzer per se reich, gemein und böse sind und hier wieder einmal durch den Staat noch reicher gemacht werden, erzeugt bei mir wahlweise resigniertes Abwinken oder Brechreiz. Ein solches Feindbild ist doch arg simpel und der Sozialneid scheint unverkennbar durch. Wie reich darf…
23-4-2020, U.W.
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Oh nein, Herr Eisleben , es sind keine “Schönwetterpolitiker” !
Es sind brutale Machtpolitiker, die das Schönwetter der letzten 15 Jahre genutzt haben, um eine erneute Diktatur zu installieren, aber es muß demokratisch aussehen ! Es wird so kommen, wie Sie beschrieben haben. Und wie 1945 wird der größte Teil des Volkes denen da oben zujubeln, bis zum Endsieg ! Die Namen sind austauschbar, es ist das System, stupid !
23.4.2020 O.N.
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Die Corona-Folgen mögen ungeheuer sein. Trotzdem wird “die Welt”
mit den Folgen leben und sie überwinden können. Sie hat schon ganz andere, größere, wirtschaftliche Katastrophen überstanden. ++ Die hausgemachten Folgen für Deutschland müssen die heutigen Schönwetterpolitiker gar nicht überstehen. Sowenig wie sie die Alimentation und deren langfristigen Folgen aufgrund der Zuwanderung Millionen prekärer Invasoren verantworten müssen. Sie werden sich bis zu ihrer Abdankung im Wohlfühlklima der Paniker und der Bärchenwerfer suhlen können. Der Hammer wird erst fallen, wenn Merkel und Kumpane längst Geschichte sind. ++ Ob sich die dann auch selbst betroffenen Willkommensrufer noch werden daran entsinnen können, welch entscheidende Rolle sie bei der Demontage des Sozialstaates gespielt haben? Oder werden sie, wie meine Eltern und Großeltern im Jahr 1945, schlagartig von einer kollektiven Amnesie befallen?
23.4.2020, B.F.
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Eigentümerbasierten Mittelstand ruinieren
Zustimmung, wobei der “Witz” ist, dass das kriminelle Regime dann wieder den Kapitalismus dafuer verantwortlich macht, im Einverständnis der dummen Bürger, und noch mehr an der Staatsschraube dreht usw., bis 80 %oder mehr endgültig verelendet sind. Selbst dann wird der Deutsche, aehnlich wie der Franzose, den Sozialismus loben.
Eines der besten Mittel, eine Gesellschaft sozial und wirtschaftlich zu ruinieren, ist die Eliminierung des Mittelstandes, der, ich wiederhole es, fuer Merkel der Stachel im sozialistischen Fleisch ist. Wie fuer jeden Sozialisten gilt es, den eigentuemerbasierten Mittelstand zu beseitigen, weil er die groessten Probleme fuer deren Ziele bereitet und im Unterschied zu den kollusiv mitarbeitenden Multis (mit gleichen Interessen) bzw. deren angestellte, aeusserst willfaehrige Vorstände (“Jo” und Co. lassen gruessen) am wenigsten zu kontrollieren ist. Corona liefert auch hier eine Steilvorlage fuer die Systemaenderung. Dass die bundesdeutsche Wirtschaft vor allem durch den Mittelstand erfolgreich wurde, stellt fuer die sozialistische Autokratin kein Hindernis dar, im Gegenteil. Es laeuft.
23.4.2020, R.N.
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Wirtschaft: Das böse Erwachen nach der Pandemie-Narkose
Selbst nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) kann man inzwischen festhalten: Der Lockdown war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unnötig. Für den „Lockdown-Wahn“, wie das Professor Stefan Homburg nennt, der als Leiter des Instituts für Öffentliche Finanzen der Uni Hannover einen Ruf zu verlieren hätte, wurden immer zwei Zahlen angeführt.
Das eine war die Verdoppelungsrate, also wie viel Zeit vergeht, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppelt hat. Da wurde postuliert, dass eine Rate von weniger als 10 Tagen für das Gesundheitssystem fatal sei. Als diese erreicht wurde, wurde sie auf 14 Tage heraufgesetzt.
Als auch diese Zahl erreicht war, wurde sie durch die Kennziffer Reproduktionsrate (R) ersetzt. Also wie viele Menschen steckt ein Infizierter an. Sinkt diese Zahl unter eins, das ist jedem verständlich, ist die Pandemie besiegt. Nur: R lag schon vor dem Lockdown unter eins. Seither hat sich diese Zahl, trotz der Paralyse der Gesellschaft, kaum weiter nach unten bewegt.

Noch nie, einfach noch nie wurden in Europa von so Wenigen so drastische Massnahmen beschlossen. Aufgrund einer mehr als wackeligen Fakten- und Zahlenlage. Im Gleichschritt folgten sich arrogante Ignoranz, hysterische Überforderung und schließlich kostspielige Paralyse.
… Alles vom 20.4.2020 von Rene Zeyer bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wirtschaft_das_boese_erwachen_nach_der_pandemie_narkose
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Kommentare:
Die deutschen Oberlehrer
Was ich am deutschen Kommentator so schätze: Keiner zu klein, Oberlehrer zu sein.
Einer belehrt mich über den Unterschied zwischen Papierfaltung und mathematischer Faltung, als ob ich was Gegenteiliges behauptet hätte. Besonders belustigend sind Kommentatoren, die mit dem Zeigefinger in Richtung Schweiz fuchteln, als ob ich behauptet hätte, hierzulande sei es viel besser. Um einen weiteren Rechthaber einzutopfen: Pro Kopf gerechnet ist die Schweiz der Exportweltmeister, nicht Deutschland oder China. Einer entleert seine sinnentleerte Bemerkung in die Kommentare, dass er davon träume, dass ein grosser Arsch die Schweiz einfach zuscheisse. Meine Güte, welche Medikamente mal wieder nicht genommen wurden … Ein andere verweist auf den seriösen Journalismus in der NZZ. Das freut mich als NZZ-Autor natürlich sehr. Einer will wissen, dass die Reproduktionszahl vor dem Shutdown nicht unter eins lag, und einer beckmessert, dass die Entwicklung eines Ist-Zustands grundsätzlich “ex ante” und nicht “ex post” zu erfolgen habe. Da schlage ich doch mit “post hoc ergo propter hoc” zurück, damit es sich mal richtig lateinert hat und die Frage “haben Sie das grosse Latinum?” auch beantwortet wäre. War da noch was? Ach ja, die Blondine. Die wird vielleicht noch merken, was für eine Pfeife Trump ist, wenn die Ära der USA durch die Ära Chinas abgelöst wird. Aber vorher noch: Das nennt der Fachmann Helikoptergeld, nach einem Scherz von Friedman, der mal gedanklich durchspielte, was eigentlich geschehen würde, wenn man Geld direkt aus dem Helikopter abwerfen würde. Sozusagen als letzter Notnagel, um den Konsum anzukurbeln. Allerdings meinte Friedman auch, dass es ein stabiles Niveau von Geldmenge und Preisen gebe. Eine Ausweitung der Geldmenge habe keinen Einfluss auf die Realwirtschaft. Wie seine Chicago-Boys dann in Pinochet Chile zeigten, führen auch seine Rezepte in den Staatsbankrott. Daher biete ich keine an. Nur Diagnosen, therapieren sollen andere.
21.4.2020 Rene Zeyer, NZZO
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Target2 finanziert auch Immobilienkauf von EU-Südländern in D
Target 2 finanziert u.a. deutsche Exportüberschüsse, aber auch den Kauf einer deutschen Immobilie durch einen Italiener oder anderen ausländischen EU-Bürger. Mit den Exportüberschüssen ist das so eine Sache. Gern wird Deutschland dafür beschimpft, weil nur auf die Geldseite geblickt wird. Schaut man auf die Warenseite, sieht es anders aus. Dann haben nämlich die Anderen die Güter, und wir haben nichts. Außer uneinbringliche Forderungen. Dafür werden wir dann auch noch beschimpft. Klingt für mich nicht nach einem guten Ergebnis. Eher nach einer Art Sklaverei.
20.4.2020, A.P.

Target2: Wir finanzieren (verschenken) unsere Exporte
“Der Exportweltmeister finanziert schon eine ganze Weile seine Exporte in den Euroraum selbst. Eigentlich ein lustiges Prinzip. Ich räume dir den Kredit ein, den du brauchst, um mir meine Waren abzukaufen. Und weil wir doch alle Freunde und Brüder sind, ist der Kredit zinslos, nicht rückforderbar und auch an keinerlei Tilgung gebunden. Target2 heißt das.”
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Leider haben viele Deutsche dieses Prinzip immer noch nicht verstanden – und vermutlich haben es die Verfechter von EU, Euro sowie Transferunion genau darauf angelegt. Genauso wie viele Deutsche nicht verstehen, was mit der “offiziellen” Inflationsrate eigentlich genau (nicht!) gemessen wird oder warum die “offizielle” deutsche Arbeitslosenquote so beeindruckend niedrig erscheint. Und so freut sich mancher deutsche Wähler weiterhin über die schönen Exporterfolge und die gute EU, die eben jene fördert. Und wird zu spät bemerken, dass damit zeitgleich deutsches Volkseinkommen und -vermögen im Billionenwert munter ins sonstige EU-/Euro-Umland verschoben wurde…
20.4.2020, R.M.

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War Deutschlands Lockdown falsch? Schweden macht es anders
Unter der Überschrift „Warum Deutschlands Lockdown falsch ist – und Schweden vieles besser macht“ schafft die „Welt“ Platz für eine Darstellung abseits der RKI-Vorgaben. Ein Hamburger Professor schließt sich dem an, was auf der Achse bereits zu lesen war (zum Beispiel hier): https://www.achgut.com/artikel/der_lockdown_ist_nahezu_wirkungslos_eine_beweisschrift
Neuinfektionen und Sterbefälle hatten ihren Höhepunkt überschritten, bevor der Bevölkerung strikte Abschottung verordnet wurde. Zentrale Aussage des „Welt“-Beitrags: „Unsere Strategie beruht auf einem riesigen Vorhersagefehler des RKI – mit riskanten Nebenwirkunge
15.4.2020, https://www.achgut.com/artikel/fundstueck_der_lockdown_war_falsch

Warum Deutschlands Lockdown falsch ist – und Schweden vieles besser macht
In Europa konnten an Ostern nur die Schweden in die Kirche oder zu einer größeren Trauerfeier gehen. Dort sind die Nachtclubs voll, die Geschäfte geöffnet und die Kinder gehen zur Schule. Obweohles keinen Lockdown gibt, ist die Zahl der registrierten neuen Corona-Infektionen auch in Schweden rückläufig. Wie ist das zu erklären?
… Alles vom 15.4.2020 bitte lesen auf
https://www.welt.de/wirtschaft/plus207258427/Schweden-als-Vorbild-Finanzwissenschaftler-gegen-Corona-Lockdown.html

 

Meinungsfreiheit auch für Kritiker von Lockdown bzw. Shutdown
Philosophin Sabine Döring: «Wir haben in der deutschen Öffentlichkeit einen diskursfeindlichen Hang zur Übersensibilität und zum Moralisieren»
Hat, wer den gesellschaftlichen «Shutdown» ablehnt und stattdessen für die «kontrollierte Herdenimmunität» eintritt, kein Herz? Unsinn, sagt Sabine Döring. Die Philosophin plädiert für mehr Meinungsfreiheit in der Krise. Es komme jetzt auf gute Argumente an – und nicht auf die vermeintlich richtige Haltung.

Ich plädiere in der jetzigen Lage vor allem für Meinungsfreiheit. Befürworter einer geordneten Herdenimmunisierung haben es verdient, gehört zu werden, ohne als Idioten und Zyniker beschimpft zu werden. Wir haben in der deutschen Öffentlichkeit einen diskursfeindlichen Hang zur Übersensibilität und zum Moralisieren – was mit Ethik übrigens nichts zu tun hat.
Argumente werden weniger auf ihre Überzeugungskraft abgeklopft als vielmehr auf die vermeintlich richtige Haltung des Sprechers oder der Sprecherin reduziert und in Abhängigkeit davon heroisiert oder verteufelt. Es kann doch aber sein, dass gute Vorschläge für den Umgang mit oder den Exit aus dieser Krise aus einer Ecke kommen, die meiner – ich betone das jetzt noch einmal – Haltung nicht entspricht.
… Alles vom 3.4.2020 bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/international/coronakrise-philosophin-sabine-doering-wirbt-fuer-meinungsfreiheit-ld.1549963?mktcid=nled&mktcval=124&kid=nma_2020-4-4&trco=
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Sabine Döring ist seit 2008 Lehrstuhlinhaberin für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie (Ethik) an der Universität Tübingen.

 

Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
Bericht zur Coronalage 22.03.2020
von Dr. Gunter Frank

Beendet die gesellschaftliche Blockade allerspätestens ab Ostern,
sie ist gefährlicher als das Covid-19 Virus selbst.
Seit 29 Jahren bin ich Arzt und begleite seitdem sterbende, meist ältere Menschen. Anfangs in Krankenhäusern später als Hausarzt. Viele kannte ich seit Jahren. Bitte bedenken Sie dies, falls sie im ersten Moment die folgenden Zeilen als herzlos empfinden. Sie sind es nicht. Wenn man nur die Wahl zwischen zwei unschönen Möglichkeiten hat, dann ist Emotionalität oder Moralismus ein schlechter Ratgeber. Vernunft dagegen hilft bei einer solch scheußlichen Wahl, die zu treffen, die am wenigsten Schaden anrichten wird. Das nennt man auch Verantwortungsethik.

Extremmeinungen dominieren
Die Corona-Diskussion wird derzeit von Extremen bestimmt. Einerseits von frühen Warnern, wie die inzwischen bekannten Virologen oder auch in dieser Sache gut recherchierende Blogs wie sciencefiles.org. Sie haben, vollkommen richtig, früh auf die gefährliche Pandemie hingewiesen und darauf, dass wir dafür schlecht gerüstet sind. Andererseits von Stimmen wie die des Lungenarztes und Politikers Wolfgang Wodarg, es handele sich um eine rein ökonomisch motivierte Täuschung.
Nun weiß ich, und ich habe das in einem Buch 2012 publiziert,
https://www.gunterfrank.de/buecher/schlechte-medizin
dass die Schweinegrippe Pandemie 2009 tatsächlich so etwas wie eine rein ökonomisch motivierte Aufführung war, bei der auch das Robert-Koch-Institut keine rühmliche Rolle spielte. Doch Wodarg kann die jetzige Situation in Italien und jetzt im Elsass damit nicht schlüssig erklären. Wir müssen davon ausgehen, dass das Coronavirus, oder genauer Covid-19, eine neue gefährliche Erkrankung ist und keine Erfindung.
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Die Warner lagen also richtig in der Voraussage der Pandemie. Sie schlugen frühzeitig auch Maßnahmen vor, die Ausbreitung des neuen Virus zu verhindern. Singapur gelang dies beispielsweise durch frühe Testung und Kontaktortung. Wie erfolgreich solche Maßnahmen bei einem, von einem Wildtier übertragenen, hochansteckenden Virus auf lange Sicht tatsächlich sind und ob sich solche Maßnahmen mit einer freiheitlichen Demokratie vertragen, ist sicher Gegenstand einer späteren Diskussion, wenn die Krise überstanden ist. Doch diese Fragen sind im Moment nicht relevant, denn das Virus hat sich verbreitet und ist nicht mehr zu stoppen.
Die Warner liegen aber aller Voraussicht nach falsch mit der Forderung nach einer umfassenden sozialen Eindämmung, welches der Blockierung des öffentlichen Lebens gleichkommt. Durch Horrorszenarien und hochemotionale Berichte, die nicht in einem faktenbasierten Gesamtkontext eingebettet sind, treiben sie, in Verbund mit den dankbaren Medien, Politiker zu irrationalen Handlungen, die wahrscheinlich in der Nachbetrachtung mehr Schaden angerichtet haben werden als Covid-19 selbst.
Wie komme ich zu dieser Behauptung? Drei Veröffentlichungen der letzten Tage machen diese Aussage plausibel:
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1) Die inzwischen schon oft zitierte Modellrechnung der Arbeitsgruppe COVID-19 am Londoner Imperial College
https://spiral.imperial.ac.uk:8443/bitstream/10044/1/77482/5/Imperial%20College%20COVID19%20NPI%20modelling%2016-03-2020.pdf
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2) Ein Text des für mich besten Epidemiologen, den es zurzeit gibt: John P.A. Iaonnidis von der Stanford University vom 17.3.2020
https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/
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3) Und den besten deutschsprachigen Text zum Thema Covid-19, den Sie derzeit lesen können. Er stammt vom Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/nachrichten/covid-19-wo-ist-die-evidenz
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1) Was sagt die Modellrechnung aus dem Imperial College?
Die folgenden Berechnungen basieren auf Daten, die höchst unsicher sind. Wir kommen gleich darauf zu sprechen. Dennoch sind sie hilfreich, Grundsätzliches zu verstehen. Dazu sollten wir uns zwei im folgenden erklärte Grafiken ansehen. Klicken Sie dazu auf diesem Link und betrachten Figure 2 auf Seite 8.
https://www.imperial.ac.uk/media/imperial-college/medicine/sph/ide/gida-fellowships/Imperial-College-COVID19-NPI-modelling-16-03-2020.pdf
Diese Grafik bezieht sich auf verschiedene Stufen der sozialen Eindämmung – der Fachbegriff lautet: nicht-pharmakologische Interventionen (NPI) – und ihre Beeinflussung der Covid-19 Epidemie. Die untere Linie steht für die Anzahl der zu Verfügungen stehenden Intensivbetten. Sie sehen verschiedene Kurven, die exponentiell ansteigen, aber auch wieder rasch abfallen. Diese Kurven repräsentieren die Folgen von Nichtstun bis hin zu verschiedenen Quarantäne-Maßnahmen.
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Daraus ergeben sich folgende Erkenntnisse:
1. Jede exponentiell anwachsende Infektion, sinkt auch exponentiell, also sehr schnell. Irgendwann findet das Virus nur noch wenige Menschen, die es anstecken kann, weil die Immunität sich ausgebreitet hat, um nur einen Grund für den rapiden Infektionsabfall zu nennen. Wann bei Covid-19 dieser Umkehrpunkt erreicht wird, kann im Moment niemand voraussagen.
2. Jede Abflachung der Kurve zieht auch eine Verlängerung des zeitlichen Absinkens nach sich.
3. Jede Abflachung bedeutet eine weniger ausgeprägte Überlastung der Intensivabteilungen, dafür aber eine längere. Nun zur zweiten Grafik. Klicken Sie dazu nochmal auf diesen Link und betrachten Sie Figure 3 (A) auf Seite 10.
4. Jede erfolgreiche Massenabschottung hat den Nachteil, dass die Zahl der immunisierten Menschen, die die Krankheit überlebt haben, niedrig bleibt (Herdenimmunität). In dem Moment, in dem die Quarantäne aufgehoben wird, grüne und orange Kurve, wird wieder der Vorgang wie in Grafik 1 ausgelöst, nur später. Eine Gesellschaft, die, wie in Singapur, die Ausbreitung erfolgreich gestoppt hat, hat deshalb im Rahmen einer Pandemie keine Sicherheit, nicht doch noch vom Virus befallen zu werden. Allerdings besteht die Hoffnung, dass bis dahin ein Impfstoff entwickelt wurde.
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2) John P. A. Iaonnidis
Lassen wir zwei Beiträge daraus ihre Schlüsse ziehen. Fangen wir an mit John Iaonnidis, den ich überaus schätze. Er ist einer der meist zitierten Wissenschaftler weltweit. Er weiß wie niemand anders, was Zahlen tatsächlich bedeuten und was nicht. Sein Artikel trägt die Überschrift: „A fiasco in the making? As the coronavirus pandemic takes hold, we are making decisions without reliable data.“ (Vergleichen Sie dazu auch den Beitrag von Carl Christian Jancke vorgestern auf Achgut.) Es lohnt sich sehr, den gesamten Text zu lesen. Hier eine kurze Zusammenfassung seiner Kernaussagen:
Sterblichkeit
Das riesige Problem ist, dass wir nichts wissen. Die einzige geschlossene Population, in der sich die Zahl der wirklich Infizierten mit den Todesfällen vergleichen ließ, war die auf dem Kreuzfahrschiff Diamond Princess. Hier war die Sterberate 1.0%. Einer von hundert starb. Aber die Population war sehr alt und hatte Vorerkrankungen. Würde man diese Daten auf die USA übertragen, wäre die Sterberate 0,125%, etwas mehr als eine Person auf 1.000. Es gibt jedoch so viele Unsicherheiten bei dieser Berechnung, dass man eine Bandbreite von 0,05 bis 1% annehmen muss. Bei 0,05% läge sie niedriger als bei einer normalen Grippe, und das Blockieren des weltweiten öffentlichen Lebens wäre komplett irrational. Es wäre, wie wenn ein frustrierter Elefant aus Angst, auf eine Hauskatze zu treffen, die Klippen hinunterspringt und stirbt.

Hohe Sterberaten wie 8% für andere „milde“ Coronaviren sind bereits seit Jahren bekannt, wenn sie sich in einem Seniorenheim ausbreiten. Millionen stecken sich jedes Jahr an „milden“ Coronaviren an. Dabei sterben zwischen 3–11% derer, die wegen eines Ateminfektes im Krankenhaus behandelt werden müssen, jeden Winter. Tausende Tote, die in der Gesamtstatistik nicht auffallen.

Wenn das neue Covid-19 Virus 1 Million Amerikaner ansteckt, würden bei einer mittleren Sterblichkeit, bezogen auf die Diamond Princess, ca. 10.000 Tote resultieren. Eine normale jährliche Anzahl an jährlichen Grippetoten.

Wir wissen aber nicht, ob diese Schätzungen zutreffen. Es fehlt an belastbaren Daten, die vor allem gute Bevölkerungsstichproben liefern könnten, die dann getestet und gemessen würden. Solche Daten gibt es jedoch nicht.

Soziale Eindämmung
Wir wissen auch nicht, was Schulschließungen bringen. Schüler verbringen dann vielleicht mehr Zeit mit Älteren, und die Herdenimmunität in der ungefährdeten Gruppe der Jüngeren kann sich schlechter ausbreiten. Niemand weiß, ob die Strategie, deshalb die Schulen eine Weile eben nicht zu schließen wie in Großbritannien, brillant oder katastrophal ist.

Die Abflachung der Ansteckungskurve vermindert zwar die punktuelle Überlastung des Gesundheitswesens. Aber in diesem Zeitraum werden auch vermehrt Tote aufgrund anderer Krankheit zu beklagen sein, weil die Behandlungsplätze fehlen. Das Abflachen verlängert diese Phase. Keiner weiß, ob dies nicht sogar die schlechtere Strategie ist.
Was wir jedoch wissen, ist, dass die Strategie der sozialen Eindämmung das Funktionieren der Gesellschaft massiv belastet. Wie lange dies durchgehalten werden kann, kann jedoch auch niemand sagen.
Covid-19 kann zu einem Jahrhundertfiasko der falschen Entscheidungen auf mangelhafter Datengrundlage werden. “If we decide to jump off the cliff, we need some data to inform us about the rationale of such an action and the chances of landing somewhere safe.”
Soweit Iaonnidis. Im Moment kann man schöne Szenen der Solidarität beobachten. Doch wie lange noch. Je nachdem, wo man hinschaut, sieht man verzweifelte Menschen, die jetzt schon nicht mehr wissen, wie sie die nächsten Raten bezahlen sollen.
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3) Das evidenzbasierte Netzwerk Deutschland e.V.
Der dritte Beitrag stammt vom evidenzbasierten Netzwerk Deutschland, einer Vereinigung von Wissenschaftlern, die daraufhin hinwirkt, Entscheidungen in der Medizin auf der Basis wirklich belastbarer Daten zu treffen (der Begriff Evidenz hat in der Medizin die Bedeutung eines wissenschaftlichen Nachweises). Die Stellungnahme „COVID-19: Wo ist die Evidenz?“ wurde gestern auf deren Homepage veröffentlicht. Sie ist für eine wissenschaftliche Leserschaft geschrieben, aber mit ein wenig Vorkenntnis gut zu verstehen. Auch hier empfehle ich, das Original zu lesen.
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19
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Eine kurze Zusammenfassung, teilweise wörtlich: Keine Evidenz
Weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen gibt es bisher belastbare Evidenz. Kein Epidemiologe glaubt noch daran, dass es gelingen kann, das Virus durch Isolierung und Quarantäne vollständig zu eliminieren. Die Frage, die sich angesichts der heutigen Situation vordringlich stellt, ist, wie es gelingt, dass das Virus möglichst wenig Schaden anrichtet. Hier gilt es, direkten Schaden durch Todesfälle, Arbeitsausfall oder Überlastung des Gesundheitssystems gegen indirekte Schäden wie die Folgen von sozialer Isolierung und Wirtschaftsstillstand abzuwägen.
Dabei prognostizieren Hochrechnungen, dass die Kapazitäten der Kliniken und Spitäler für die Versorgung der Erkrankten im deutschsprachigen Raum spätestens Anfang April erschöpft sein werden. Man kann aber sicher davon ausgehen, dass u.a. aufgrund der Dunkelziffer wirklich infizierter die angenommen Letalität als zu hoch angesehen wird. Die Todesfälle werden drastisch ansteigen, aber die derzeit für Deutschland gemessene Sterblichkeit 0,2% liegt jedoch unter den Daten des RKI errechneten für Influenza der Jahre 2017/18 von 0,5% und von 2018/19 von 0,4%. Aber es fehlen Messungen an repräsentativen Stichproben, um derzeit eine belastbare Schätzung vornehmen zu können.

Effektivität von sozialer Eindämmung (NPI)
Derzeit setzen sich Maßnahmen der sozialen Eindämmung durch (nicht-pharmakologischen Interventionen (NPI). Als historisches Beispiel wird stets die spanische Grippe 1918 und ihre Auswirkung in den Städten Philadelphia und St. Louis herangezogen. St. Louis hatte wesentlich weniger Todesopfer, weil dort viel konsequenter die soziale Eindämmung umgesetzt wurde. Doch die Tatsachen, dass damals hinsichtlich der Todesfälle vor allem junge Leute betroffen waren und dass weder Hygienestandards noch medizinische Versorgung 1918/19 mit heute vergleichbar sind, spricht eher gegen eine Übertragbarkeit.
Es gibt wenig Evidenz, dass NPIs bei COVID-19 tatsächlich zu einer Verringerung der Gesamtmortalität führen. Frühere, allerdings mangelhafte, Studien zur Wirksamkeit waren eher ernüchternd. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 findet moderate Evidenz für Schulschließungen, um die Ausbreitung einer Influenza-Epidemie zu verzögern, allerdings verbunden mit hohen Kosten. Isolation im Haushalt verlangsamt zwar die Ausbreitung, führt aber zur vermehrten Infektion von Familienangehörigen. Bei all diesen Erkenntnissen stellt sich die Frage nach der Übertragbarkeit von der Influenza auf COVID-19.
Es ist gänzlich unklar, wie lange die NPIs aufrechterhalten werden müssen und welche Effekte in Anhängigkeit von Zeit und Intensität damit erzielt werden könnten. Möglicherweise wird die Zahl der Toten nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, ohne dass sich an der Gesamtzahl etwas ändert.

Schädlichkeit der sozialen Eindämmung
Andererseits haben die derzeit ergriffenen NPIs massive Auswirkungen, die weit über den wirtschaftlichen Einbruch und das Abstürzen der Aktienkurse hinausgehen. Welche psychischen und gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Isolierung? Wie viele ausländische Betreuungskräfte wollen oder können aufgrund der Grenzschließung und der Auflagen zum Coronavirusschutz, wie der 14-tägigen Quarantäne, nach Heimkehr, nicht mehr ihren Dienst bei unseren pflegebedürftigen älteren Menschen antreten und welche Auswirkungen hat das? Wie viele Arbeitsplätze werden verlorengehen, wie viele Unternehmen werden kollabieren? Wen werden die wirtschaftlichen Folgen am härtesten treffen? Werden die NPIs dazu beitragen, soziale Unterschiede zu vergrößern?

Das Schließen der Schulen mag die Ansteckungsraten unter Kindern reduzieren, aber wird es wirklich helfen, die Pandemie zu stoppen und – das ist ja das wichtigste Ziel – die Todesraten zu senken? Werden die Kinder sich nicht außerhalb der Schule treffen, die Eltern in Ermangelung von Betreuung von der Arbeit abhalten und dann die Großeltern besuchen – und damit genau die Personengruppe einem Risiko aussetzen, die am meisten geschützt werden muss?
Es ist unmöglich, zum jetzigen Zeitpunkt abzuschätzen, ob durch unbeeinflusste rasche Ausbreitung der Erkrankung oder durch ein Hinauszögern der Ausbreitung und eine dadurch bedingte Verlängerung des gesamten Erkrankungszeitraums der größere Schaden angerichtet wird, der dann auch wieder indirekte Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und Lebenserwartung haben kann.

Mediale Verzerrung
Viele Fragen bleiben offen. Wir sind einerseits mit den nackten Zahlen einer exponentiell steigenden Anzahl von Erkrankten und Toten weltweit konfrontiert, die uns die Medien tagtäglich in beängstigender Form vor Augen halten. Doch die Frage, inwieweit es aus ethischer Sicht gerechtfertigt ist, nun in den Medien exemplarisch schwer verlaufende Einzelfälle zu berichten, ohne Einordnung in das Gesamtspektrum von Krankheit und Tod, sollte diskutiert werden. Die mediale Berichterstattung berücksichtigt in keiner Weise die von uns geforderten Kriterien einer evidenzbasierten Risikokommunikation, vor allem auf welche Gesamtzahl und zeitlicher Rahmen sich Opferzahlen beziehen sollten. Die Nennung von Rohdaten ohne Bezug zu anderen Todesursachen führt zur Überschätzung des Risikos. In Deutschland versterben etwa 2.500 Personen pro Tag. Die Angaben zu den Todesfällen durch Covid-19 sollten daher entweder die täglich oder wöchentlich verstorbenen Personen mit Angabe der Gesamttodesfälle in Deutschland berichten. Auch ein Bezug zu Todesfällen durch andere akute respiratorische Infektionen wäre angemessen.

Hier stoppe ich. Es steht noch vieles, sehr Aufschlussreiches in dieser Stellungnahme, zur Influenza, zu China und vor allem dazu, welche Forschungen notwendig sind, Licht ins Dunkel zu bringen.

Mein persönliches Fazit:
1) Derzeit erkaufen wir uns mit einer wochen-, vielleicht monatelangen Politik der sozialen Eindämmung das wahrscheinlich nur geringfügige Abfedern von Covid-19 Folgen mit dem wachsenden Risiko eines Systemcrashs.
2) Politiker, angefeuert von Experten, die nicht den Gesamtkontext bedenken, überbieten sich mit wahrscheinlich nur begrenzt sinnvollen Maßnahmen, die jedoch die Handlungsfähigkeit unserer Gesellschaft gefährden. Was für das Thema Klima, Energie oder Einwanderung gilt, gilt erst recht bei einer Pandemie wie Covid-19. Nicht Panik und Moralismus wird eine Herausforderung meistern, sondern Sachverstand und Vernunft auf der Basis belastbarer Daten, die am zuverlässigsten eine freie und nicht gegängelte Wissenschaft liefern kann.
3) Speziell Medien müssen endlich, ganz besonders angesichts einer derartigen Krise, aufhören, die Wahrnehmung ihrer Zuhörer und Zuschauer zu verzerren, weil sie rein emotional über schreckliche Einzelsituationen berichten, ohne den Gesamtkontext zu beachten. Sie verkleinern auf diese Weise den Spielraum für vernünftige Entscheidungen.
4) Die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft fußt auf einem funktionierenden Wirtschaftsleben. Es ist kein Zynismus, sondern Verantwortungsethik, wenn man festzustellt, dass Covid-19 nicht die Potenz hat, das Erwerbsleben selbst lahmzulegen, weil es vor allem eine Gefahr für Ältere und Kranke darstellt. Andererseits, sollten sich selbst die schlimmsten Berechnungen bewahrheiten, lässt sich die beste Versorgung der Betroffenen langfristig nur durch eine stabile Versorgungslage meistern. Und diese wird zunehmend durch die Politik der sozialen Eindämmung gefährdet.
5) Deshalb müssen derzeit Alte und schwerkranke Menschen so optimal wie möglich und so human wie möglich noch in Quarantäne verbleiben (siehe dazu auch Bericht zur Coronalage 15.03.2020), um dann die Politik der sozialen Eindämmung spätestens ab Ostern zu beenden.
… Alles vom 22.3.3030 von Dr. Gunter Frank bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wenn_der_elefant_aus_angst_vor_der_katze_die_klippe_hinunterspringt
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Wenn Sie diesen Beitrag überzeugend finden, dann sorgen Sie für seine weitere Verbreitung.
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Dr. med. Gunter Frank, geb. 1963 in Buchen im Odenwald, ist niedergelassener Allgemeinarzt in Heidelberg und Dozent an der Business School St. Gallen.
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Einige Kommentare:
Welt retten
“Vermutlich sollte man 1% Tote hinnehmen, statt den Zusammenbruch der Weltwirtschaft mit viel drastischeren Folgen und letztlich mehr Toten zu riskieren.” Concedo!
Jedoch, es sind Gutmenschen erbarmungslos an der Arbeit, es gilt, koste es was es wolle, die Welt zu retten, sei es Klima, Stromversorgung oder die Alterspyramide. Sie mussten eben nur die Welt zerstören, um sie zu retten.
22.3.3030, G.K. AO
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Ich stimme dem Artikel uneingeschränkt zu und der JahresRückblick 2020 wird den Mahnern recht geben.
Die wirtschaftlichen Folgen werden katastrophal sein; die linksgrüne Umverteilungsmaschinerie mag es befeuern. Wer etwas Ahnung von humaner Biochemie hat, sollte sich mal folgende Gleichung vergegenwärtigen: Niedriger Vitamin D Status nach dem Winter + Mangel an Gemüse mit Mineralien und Vitaminen durch erschwerten Zugang + wochenlange Ausgangssperre/-Beschränkung + Fehlende Herdenimmunität + Virus bleibt (laut Dorsten) + Virus fühlt sich im Warmen wohl (siehe Italien/Spanien) + alle werden in ein paar Wochen wieder auf einander losgelassen = Katastrophe. Die riskieren mit den repressiven Maßnahmen einen noch viel größeren Exodus. Wie sagte meine uralte Oma im Pflegeheim vor Wochen schon: Ob das Ding hier überhaupt her kommt; keine Ahnung; und wenn schon, ich bin eh übrig; aber dir und deinen Kindern zerstören die I***** die Existenzgrundlage und alles, was wir seit dem Krieg aufgebaut haben.“ Darauf einen Underberg.
22.3.2020, M.H.
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Es sollte hier nicht drum gehen, andere zu beschimpfen,
weil diese eine von der eigenen Vermutung abweichende Einschätzung vortragen, wie es sich in der von Konsens getriebenen Klima- Problematik durchgesetzt hat. Auf unzureichender Datenbasis beruhende Evidenz gleicht dem wissenschaftlichen Konsens der Klimastrategen. Beides stellt jedoch keinen naturwissenschaftlich herbeigeführten Beweis dar. Wenigstens haben wir es in der Beurteilung einer Virus Strategie noch nicht mit Ideologie zu tun. ….
Verschaffen wir dem Elefanten noch etwas Zeit, bevor er die Klippe runterspringt. Versuchen wir die Zeit zu nutzen, um an der Stelle, an der er aufschlagen wird ein Netz aufzuspannen. (Nicht vorhandene) Zahlen sind das eine. Psychologie ist etwas anderes. Diese spielt sich nicht in naturwissenschaftlich herleitbaren Kategorien ab..
22.3.2020, E.E.,
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Der Systemcrash übrigens stand ohnehin vor der Türe,
verursacht durch den globalen Unsinn, EU und Euro, Niedrigzinspolitik und Gelddruckpolitik der EZB usw usw. Davor hatten natürlich alle Regierungen große Panik, deshalb kommt ihnen das Virus gerade recht: jetzt kann man wirtschftasschädlichste Maßnahmen ergreifen, obwohl sie kontraproduktiv und sinnlos sind, hat aber einen schönen Sündenbock für den Crash: das Corona-Virus. Fehlt noch der Querschluss zur AfD, aber der fällt der Merkeldiktatur sicher auch noch ein… Prinzipiell ist ein Neustart des Systmes mit den nötigen Korrekturen ja nichts Schlechtes, da aber, wie immer nach Crashs, die gleichen Ratten wie vor dem Crash wieder aus den Löchern kriechen und nach der Macht greifen, ist auch der Zusammenbruch leider keine Lösung des Problems.
22.3.2020, H-J.W.
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„unschöne Bilder“ – 2020 wie 2015?
Sehr guter Artikel! Danke! Ich bin nicht vom Fach und möchte mir daher noch nicht einmal ansatzweise anmaßen zu beurteilen, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie nun richtig wären. Bei mir schrillen immer nur die Alarmglocken, wenn es schon wieder darum geht „unschöne Bilder“ zu vermeiden. Das hatten wir schon einmal im Spätsommer 2015. Die Folgen, das politische Handeln damals an dieser Prämisse zu orientieren, sind hinlänglich bekannt.
22.3.2020, C.D.
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Klingt, als hätten wir, um es mit einem bekannten Satz auszudrücken, nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
22.3.2020, R.M.
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Die Risiken eines “Systemcrashs” und der “Handlungsunfähigkeit der Gesellschaft”
sind bereits jetzt, in den Anfängen, erkennbar und nachvollziehbar. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass z.B. mit den Zusagen des krisenbedingt bereitgestellten Geldsegen in Billionenhöhe seitens der Regierung der Zusammenbruch des Wirtschaftssystems bei anhaltender “sozialer Eindämmung” und volkswirtschaftlicher Isolationen nicht nur nicht aufzuhalten sein sondern sogar gefördert wird. Und der in der Vergangenheit von offizieller Seite stets mit Informationen zu angeblich nur knapp oder gar nicht zur Verfügung stehenden staatlichen Mitteln zur öffentlichen Daseinsvorsorge “verwöhnte” Otto Normalverbraucher fragt sich, wo denn das ganze Geld, das jetzt allenthalben für alles und jeden zugesagt wird, letzten Endes herkommen soll. Im Übrigen tragen in der Tat insbesondere die regierungsnahen Medien und der einschlägige Haltungsjournalismus durch deren Berichterstattung nicht unerheblich zur Verschärfung 1. der Corona-Krise und 2. der sich bereits abzeichnenden Versorgungskrise mit Gütern des täglichen Bedarfs wesentlich bei. Anfang der 70ziger Jahre, auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges, war es etwa in den USA gang und gäbe, beim täglichen Abendessen seitens der US-Nachrichtensender mit den Zahlen der “Body-counts”, also der gefallenen US-Soldaten und des Vietcong etc., beglückt zu werden. Gleichsam verhält es sich neuerdings hierzulande mit der täglichen Fütterung der Landsleute mit den Verlustzahlen der Corona-Epidemie hier und anderswo. Von “keine Panik”, der allgegenwärtigen Beruhigungsfloskel der Politik, kann mit Blick darauf natürlich keine Rede sein. Und in der Tat: “Speziell Medien müssen endlich, ganz besonders angesichts einer derartigen Krise, aufhören, die Wahrnehmung ihrer Zuhörer und Zuschauer zu verzerren”. Und nicht nur das !
22.3.2020, H.O.

„atmende“ Grenze für die Zeit bis zum Impfstoff 
Lieber Herr Kollege, ich stelle mir viele der Fragen auch, auch sind die epidemiologischen Betrachtungen in Kombination mit den Erfahrungswerten der Grippe-Pandemie 1918 bekannt. Auch ich gehörte zu den „hysterischen Warnern“, die sich nicht zuletzt aus eigenen Fachkreisen angreifen lassen mussten. Auch mir macht das Virus selbst etwas weniger Angst, als die Menschen und deren Verhalten selber. Als Psychotherapeut kann ich momentan sagen, dass meine Patienten, die ein wenig Selbstreflexion gelernt haben, bis jetzt erstaunlich stabil und sogar für „Gesunde“ tröstend reagieren, worauf ich sehr stolz bin. Mir machen die anderen Menschen Sorge, die nach Verdrängung und aggressiver Einforderung von Recht auf Corona-Party plötzlich „realisieren“ und dekompensieren. Auch glaube ich, dass die psychischen Kollateralschäden bis hin zu Anstieg der Mord- und Selbstmordraten eklatant sein werden und vielleicht sogar im Vergleich zu Corona mehr Tote bedeuten.
Daher glaube ich, dass eine „atmende“ Grenze für die Zeit bis zum Impfstoff oder Therapie kommen muss, in der wir zwischen Ausgangsbeschränkungen und teilweisen Wiederaufnahme des Alltags pendeln müssen. Die von Ihnen vorgeschlagene Alternative, nach Ostern einfach zum Normalfall überzugehen bedeutet in Ermangelung der Behandlungsmöglichkeiten jedoch ein finalistisches Durchlaufen-Lassen a la Merkel, dann hätten wir uns die jetzigen Maßnahmen sparen können, oder? Ich bringe die Zahlen der Diamond Princess nicht mit den Zahlen aus Italien überein, daher finde ich Angst und Verwirrung völlig okay. Auch die Tatsache, dass man in China mit Menschen auf engstem Raum einen Stopp nach kurzer Zeit bewirkt haben will und nun Krankenhäuser wieder abbaut kann ich nicht verstehen, zumal die Gefahr ja nicht im Ansatz bewältigt wurde. Verstehbar ist das nicht, weshalb leider die Emotionen das Heft des Handelns übernehmen und da sind mir die lieber, die beizeiten etwas Angst haben und sich innerlich wappnen.
22,3,2020, M.TH, AO
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Dr. Frank ist zuzustimmen, wenn er eine zeitliche Begrenzung der Maßnahmen fordert.
Aber genau das ist Beschlusslage in den Ländern Europas (ich schreibe aus Spanien). Dem Kern seiner Argumentation vermag ich allerdings nicht zu folgen, politische Entscheidungen müssten auf Basis von Informationen (Daten) erfolgen. Wäre dem so, wir könnten sie Computern überlassen, nur führen deren Berechnungen, die tatsächlich immer Hochrechnungen, also Spekulationen sind, zumindest mittelfristig immer in Szenarien jenseits jeder vernünftigen Kontrolle. Es ist gerade das Wesen politischer Entscheidungen, dass sie auf Informationsmangel über zukünftige Entwicklungen beruhen und es keinen one best way – der unstrittig ist – in der Demokratie geben kann. Viel interessanter wäre also ein Vergleich verschiedener Länder und deren politischen Entscheidungen, also etwa Taiwan und Italien.
22.3.2020, R.B.
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Dieser Artikel ist eine Einzelmeinung,
genauso wie die eingangs als Beleg genannten. Er wird rasche Verbreitung finden, weil er ein gewisses Weltbild zementiert. Ich bin sonst gerne kritischer Achse-Leser, aber dieser Artikel ist “schmonzes“, basiert auf selektiver Datensicht und besagt letztendlich, dass wir nicht genug wissen, um etwas zu wissen. Mit meinem Menschenbild, zunächst einmal jedes Menschenleben als wertvoll und rettbar zu erachten, ist das nicht vereinbar. Ironisch gesagt, müssten alle, die hier Beifall klatschen, sich dann auch wissentlich infizieren, immerhin ist das Sterberisiko ja nicht datenmäßig belegt. Denken Sie bitte daran, dass sie dann im Zweifel auch denjenigen einen Platz wegnehmen, die beruflich sich dem Risiko aussetzen müssen, die ungewollt angesteckt wurden. Wenn Sie damit, auch der Autor, gut leben können, nur zu. Ich wünsche dennoch Gesundheit, MfG Wilde.
22.3.2020, B.W.
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Corona als Ausrede?
Der erste wahrhaft vernünftige Artikel. Aber es geht gar nicht um Corona. Die Leute glauben an Corona, weil sie an Corona glauben wollen und sind durch keine Tatsache und keine Logik davon abzubringen. Corona ist der kleinste gemeinsame Nenner, der Methapher, der Götze, der fiktive Feind um eine Transformation zu vollziehen. So dumm ist Frau Merkel gar nicht. Hier wirkt Massenpsychologie erster Güte. Die Ausrufung von sinnlosen Notständen wegen Luft und Fiktivnazis hat den Weg geplastert, für die unterbewußte Bereitschaft zur einem handfesteren Notstand, welche nun durch die Zerstörung bisherigen Wirtschaftsgefüges eintreten wird. Corona ist bloß die Ausrede, was kollektiv nun gewünscht wird. Man kann dem Geschehen nur staunend zuschauen, Historische Vergleiche biete sich an. Was hätte man als Zeitzeuge zu Bilderstürmen gesagt? Zu Progromen an Juden? Zum Durchzug der Flagellanten? Zu den Tanzwütigen. Zur Tulpenmanie? Zum blumenreichen Triumpfgeschrei bei Ausbruch des ersten Weltkrieges. Beim Fakelzug zur Machtergreifung 1933? Corona ist das Klimahüpfen der Erwachsenen.
22.3.2020, P.H.
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Vorbild: Die ostasiatischen Staaten
Die ostasiatischen Staaten waren viel früher betroffen als wir. Die sind uns also immer um einige Zeit voraus. Außerdem scheinen sie die Krankheit selbst derzeit im Griff zu haben. Ich würde abwarten, was sie in nächster Zeit so tun und mir überlegen, wie wir das übernehmen können. Und das alles vollkommen IDEOLOGIE-FREI. Aber genau letzteres wird nicht geschehen. Wenn sich z.B. rausstellt, dass Überwachung der Grenzen samt Temperaturkontrolle an den Grenzen ein wichtiger Baustein ist, wird er hier sicherlich nicht angewendet werden, weil er komplett der linken herrschenden Ideologie entspricht. Im 19. Jahrhundert haben die Japaner geschaut, was sie von den die Europäern übernehmen können. Heute sollten wir allgemein die Länder ansehen, die bei der Bekämpfung von Corona erfolgreich sind, und übernehmen, was sie machen.
22.3.2020, M.L.
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Test bei Migranten bewusst unterlassen
Volle Zustimmung. Eine (westliche) Welt in der bereits vorher vorhandenen psychisch-neurotischen Verfasstheit (Klima und Co. lassen gruessen) , ohne jede Resilienz und Vernunft, chargierend zwischen Party und Hamstern, dazu eine voellig aus jedem Ruder gelaufene Medienwelt und politisch Verantwortliche, die ihr Handwerk nicht einmal kennen, geschweige denn beherrrschen und medial Getriebene sind, dürften – von systemischen Fragen abgesehen-keine idealen Bedingungen fuer den “Kampf” gegen einen schwarzen oder dunkelgrauen Schwan darstellen. Dass es medial getriggerte (politische) Nutznießer verschiedenster Couleur gibt, kann man bereits jetzt erkennen, unabhängig von deren Totalversagen. Merkel wird strahlender denn je daraus hervorgehen, was das fundamentale Problem hinter Corona deutlich macht. Jeden Tag werden durchaus auch massiv unterschiedliche Zahlen medial präsentiert, die bei nur etwas genauerem Hinsehen eine – bezogen auf 83 Mio- keineswegs rasante Zunahme bedeuten und bei denen die Anzahl der Todesfälle in Relation dazu sich immer noch im 0,00-Bereich bewegt, von der tatsaechlich höheren Zahl der Infizierten und der Frage der jeweiligen realen Todesursache ganz abgesehen. Tatsaechlich kann die Hoffnung der Verantwortlichen nur! auf einer sehr frühzeitigen, durchgängigen, wirksamen Impfung beruhen, denn die hinreichende Durchseuchung, sprich Immunisierung, auf bis zu 60 oder 70 % wird lange dauern, sich sehr wahrscheinlich weit in den nächsten Winter! hineinziehen. Die Frage, ob es wann auch immer einen “Neustart” der Infektionen geben wird, wozu es nicht allzuviel braucht, insbesondere nach einer Aufhebung der monatelangen? Kasernierungen, die im Januar, Anfang Februar, vielleicht sinnhaft gewesen waeren, ist aus naheliegenden Gruenden (ohne Impfung und ohne “ausreichende” Immunisierung durch “Durchseuchung” ) in jeder Hinsicht fundamental, wird aber wie einiges Andere auch, schlicht verdrängt, als ob es tatsaechlich kein Morgen gaebe.
22.3.2020, R.N.
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Herdenimmunität: Mehrfachinfektionen ausgeschlossen?
Nur ergänzend: das Konzept der Herdenimmunität kann überhaupt nur in Erwägung gezogen werden, wenn eine Erstinfektion die Immunität garantiert, Mehrfachinfektionen ausgeschlossen sind. Gerade das ist überhaupt noch nicht gesichert. Und richtig, die Logik ist amüsant: wir wissen nichts, und daraus schließen wir, dass die bisherigen Maßnahmen unzureichend oder falsch sind. Zur Ehre sei aber gesagt, dass auf fast jeden Halbsatz ein “aber” folgt und der Konjunktiv vorherrschend ist. Vielen Dank für Ihre Ausführungen!
22.3.2020, J.R. SELBST
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“…mit dem wachsenden Risiko eines Systemcrashs” – ja, sehr gut.
Den wird es nämlich sowieso geben. Die Politik weltfremder, bestversorgter Gutmenschen führt genau dahin. Nicht erst seit ein, zwei Wochen – das Ding ist schon länger am laufen… Aber bald werden die Verfehlungen allgemein spürbar werden und dann muß ganz, ganz dringend ein Sündenbock her. Da kommt Corona doch gerade recht 🙂 Aber wer weiß, vielleicht steckt in diesem Corona-Ding ja tatsächlich noch mehr, als bisher kommuniziert wird… 😉
22.3.2020, J.SCH.
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Politische Entscheidungen sollten auf der Basis der Verantwortungsethik entschieden werden.
Derzeit aber regieren vorwiegend Politiker die sich, wie alle Ideologen der Gesinnungsethik verschrieben haben. Von daher darf man auch von Journalisten, von denen die meisten sich einer Rot-Grünen Ideologie verpflichtet fühlen, keine allzu verantwortungsbewusste Berichterstattung erwarten. Noch ein Wort zu Herrn Wodarg. In dem YouTube Video ist mir nicht erinnerlich, dass er von einer ökonomisch motivierten Täuschung gesprochen hätte. Dass es sich bei Corona nicht um einen Fake handelt ist erkennbar, das Virus existiert. Erkennbar ist aber auch, dass Maßnahmen ergriffen werden und bevor diese überhaupt Wirkung zeigen können, werden schon die nächsten Maßnahmen ergriffen bzw. verkündet. Dies ist ein untrügliches Zeichen, dass die Politik die Krankheit instrumentalisiert. Dies wird auch von der Tatsache unterstrichen, dass selbstverständliche Maßnahmen, wie z.B. Einreisebeschränkungen bzw. Tests oder Quarantäne bei Einreisenden aus Hochrisiko-Gebieten, bewusst unterlassen wurden.
22.3.2020, M.ST
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Herr Dr. Frank, ich stimme Ihnen grundsätzlich zu, habe aber einen Einwand, der in ein Dilemma führt.
Man hat grob fahrlässig versäumt, frühzeitig die richtigen Maßnahmen zum Schutz vor Einschleppung des unbekannten Virus zu ergreifen, die vergleichsweise harmlos wären gegenüber dem jetzt verursachten Totalschaden. Der Käse ist gegessen, aber er hat schlimme Folgen und muss meiner Meinung nach später Folgen für die Verantwortlichen haben. Jetzt zur Lage: Was, wenn das Virus zu Zweitinfektionen führen kann, die viel schwerer verlaufen und auch Junge und Nichtvorbelastete treffen, wie aus China berichtet? Dann sehen die Zahlen und Opfergruppen bald ganz anders aus, wenn man auf Herdenimmunität gesetzt hat. Der Schaden wäre unermesslich und die medizinische Katastrophe unausweichlich. Vom menschlichen Leid ganz zu schweigen, wenn Patienten qualvoll ersticken oder “ertrinken”, wie es eine Medizinerin beschrieben hat. Vielleicht wird man nie erfahren, was gewesen wäre, wenn… Aber die Chance auf frühe Schadensbegrenzung wurde vertan, jetzt haben wir die Wahl zwischen Pest und Cholera, oder vielmehr zwischen Unbekannte 1 und Unbekannte 2, und da sollte man meiner Mng. nach nicht zu frühe Schlüsse ziehen.
22.3.2020, G.K.,

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