Corona-Regiment

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Schweigende Mehrheit – Sophie Scholl am 11.1.2022

 

NDR verschweigt Kritik an Coronamaßnahmen
„Ich verstehe die Massnahmen nicht“, sagte Martin Blumentritt einer Reporterin des NDR m Dezember 2021. Daraus entwickelte sich ein langes Gespräch, vom NDR aber nie gesendet. Aber online ging es viral uns verbreitete sich rasant! Er schaffte es, Millionen von Menschen aus der Seele zu sprechen: Die Coronapolitik hat viele Probleme in der Gesellschaft aufgezeigt, aber auch Chancen aufgetan.
https://youtu.be/wZl9vkogyJM vom 10.12.2021

Im Interview mit „NightTalk Berlin“ berichtet Martin Blumentritt von seinem Interview und der großen Resonanz im Internet, die so viel bewirkt hat.
3.4.2022, https://youtu.be/GBuW0kne7_s

 

Dr. Thomas Külken – Warum stehen Ärzte auf?
Ärzte stehen auf ….weil Menschenwürde und Nächstenliebe ihnen heiliger sind als das Infektionsschutzgesetz.
Ärzte stehen auf weil…. dieses auf Infektionsschutzgesetz manipuliert wurde – umfunktioniert wurde – zu einem willkürlich einsetzbaren Terror Instrument…
Ärzte stehe auf weil …..der Kern des Übels keine außergewöhnliche Seuche ist, sondern der systematische und betrügerische Missbrauch des PCR-Testes…
Ärzte stehen auf weil …..alle politischen Maßnahmen die Isolierung und Maskierung keiner medizinischen Evidenz folgen, sondern die Prinzipien, der weißen Folter…
Ärzte stehen auf weil …..Menschen dazu verführt uns genötigt werden höchst fragwürdige lebensgefährliche Zellgifte sich wieder und wieder spritzen zu lassen…
Ärzte stehen auf weil…..unmaskierte ungetestete, ungenesenen und ungespritze Menschen behandelt werden, wie minderwertiges biologisches Material …
Ärzte stehen auf weil …..die Medizin keinen Spielball der Interessen und Mächte sein soll, sondern ein Freiraum für Wissenschaftlichkeit für Empathie und für gewissenhafte Entscheidungen ….
Ärzte stehen auf weil…..Medizin ein Freiraum für Wissenschaftlichkeit, Empathie und die individuelle Gewissenhaftigkeit, im Dienst der Menschlichkeit sein muss
Dr. Thomas Külken, Staufen, am 12.3.2022 auf der Freiburg-Demo bitte lesen auf
https://nichtohneuns-freiburg.de/dr-thomas-kuelken-warum-stehen-aerzte-auf/

 

Einschränkungen der Musikkultur durch Corona beenden
Redebeitrag von Christian Nagel auf der Grundrechte-Demo am 26.2.2022 in Freiburg

Mein Name ist Christian Nagel. Ich bin Pianist, Hochschullehrer, Chorleiter, und
noch einiges mehr. Aber ich möchte hier nicht von mir reden, sondern von meiner
Branche: der Kultur – die wie kaum eine andere unter den Maßnahmen zur
Pandemiebekämpfung gelitten hat.
Wir alle haben in den vergangenen zwei Jahren erlebt, was es bedeutet, wenn gerade
jene Orte geschlossen werden, in denen wir gemeinsam unseren liebsten Tätigkeiten
nachgehen: Singen, Musizieren, Tanzen, dem Austausch von Ideen etc. Eine
Gesellschaft, die ihre gemeinsame Kultur nicht mehr öffentlich leben kann, ist ihrer
Seelenkräfte beraubt.
Wer von uns hätte sich vor zwei Jahren auch nur im Entferntesten ausmalen können,
dass Singen mal als gefährlich gelten könnte – und eine Bundesregierung auf die Idee
kommt, Singen nur für Geimpfte und Genesene zu erlauben, mit tagesaktuellem Test
– und mit Maske …?
Genau dies ist geschehen – in diesem Winter, betroffen sind alle Chöre bundesweit,
und damit etwa 2,3 Mio aktive SängerInnen. Die allermeisten sind daraufhin in eine
Art „freiwilligen Lockdown“ gegangen. Denn unter solchen Auflagen ist Singen nicht
nur keine Freude, es geht einfach nicht. Dabei sollten die Maßnahmen ja ein „Singen
ohne Abstand“ ermöglichen…
Ist es nicht merkwürdig, dass immer dann, wenn von Öffnungen und Lockerungen
geredet wird, gleichzeitig andere und schärfere Maßnahmen eingeführt werden?
Die im vergangenen Herbst eingeführte „2G“-Regel stellt für mich den Höhepunkt
dar, und einen Dammbruch: Mit ihr wurden wir und unsere Vereine und Institutionen
faktisch dazu gezwungen, unsere eigenen Mitglieder auszugrenzen. Dies ist nicht nur
mit dem Selbstverständnis von Kultur unvereinbar. Es widerspricht auch allem, wofür
ich als Musiker und Mensch stehe.

Mit „2G“ hat die Regierung alle Kulturschaffenden zu Erfüllungsgehilfen der
Ausgrenzung nicht geimpfter Menschen gemacht. Man hat uns in ein moralisches
Dilemma gezwungen: Entweder ihr sorgt dafür, dass diese Leute nicht mehr
reinkommen, oder wir machen euch den Laden dicht. Diese Form von Erpressung –
anders kann man es wohl nicht bezeichnen – traf eine bereits verwundete Branche, die
nur hoffte, wieder spielen zu dürfen, und bereit war, jeden Preis dafür zu zahlen.
Dem hätten wir niemals zustimmen dürfen. Wir haben damit Verrat an unseren
grundlegendsten Werten begangen: dass niemand von kultureller Teilhabe
ausgeschlossen werden darf. Und es betrübt mich, dass dies unter Künstlern und
Kulturschaffenden so wenig Widerspruch hervorgerufen hat.
Jetzt wird es darauf ankommen, dass die „2G“-Politik nicht nur vollständig
zurückgefahren wird, sondern auch niemals je wiederkommt.

Wie kommen wir aus der Nummer wieder heraus? Ich finde, dass Dänemark einen
vorbildlichen Weg gegangen ist: Dort hat man zum 1.2. sämtliche Maßnahmen
aufgehoben, und erklärt, dass „Corona“ keine „gesellschaftliche Bedrohung“ mehr
darstellt. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat in einer Rede die
Dinge benannt, die wir jetzt, nach der Krise, am meisten benötigen: Umarmungen,
Feiern und Festivals.
Ist das nicht ein wunderbares Ziel? Nein, es ist nicht nur ein Ziel, sondern der Weg
zurück ins Leben: Indem wir uns umarmen, lernen wir, uns nach langer Distanz
wieder zu spüren. Indem wir feiern, kommen wir einander wieder näher und können
Spaltungen überwinden – durch Leichtigkeit und Freude. Und Festivals können ein
Weg sein, das Leben zu feiern, und, ganz nebenbei, die alles entscheidende Frage zu
beantworten: Wie wollen wir eigentlich leben?
In den vergangenen zwei Jahren ist mir aufgefallen, dass alle Vorschläge zur
Beantwortung der Krise rein technischer Natur waren: Impfen, Testen, Tracken. Soll
das alles sein? Geht da nicht mehr? Wo bleibt die Antwort der Seele und des Geistes?
Sieht so unsere Zukunft aus? Ich hoffe nicht.

Wir müssen wachsam sein. Wenn jetzt wieder davon gesprochen wird, zu öffnen und
zu lockern, ist höchste Vorsicht geboten. Denn die Regierung möchte einen
„niedrigschwelligen Basisschutz“ aufrecht erhalten, und gleichzeitig werden im
Hintergrund neue Verschärfungen vorbereitet. Es steht zu befürchten, dass unsere
Kultur unter einen dauerhaften Pandemievorbehalt gestellt wird.
Vor wenigen Tagen war zu lesen, dass SAP und T-Systems daran arbeiten, die
„Corona-Warn-App“ mit „zusätzlichen Funktionalitäten“ auszustatten i. Gemeint ist
damit wohl die „Bürger-ID mit integriertem Impf-Zertifikat“, die auf EU-Ebene
schon seit Jahren geplant ist ii. Kürzlich wurde von der WHO ein entsprechender
Auftrag an T-Systems (das ist die Deutsche Telekom) erteilt iii.
Auch mit der „luca app“ könnte es im Herbst ein Wiedersehen geben, wenn diese, um
eine Ausweisfunktion erweitert, in allen Gastronomien und Kulturbetrieben zur
Einlasskontrolle genutzt wird iv. Dann hätten die Pharma- und Tech-Konzerne bei
allen unseren Institutionen dauerhaft ihren Fuß in der Tür.
Wenn wir das nicht wollen – sondern wenn wir wollen, dass Kunst und Kultur frei
bleiben – , dann lasst uns weiter hier draußen sein, sichtbar sein, die Kultur auf die
Straße hinaus tragen und das Leben feiern, das wir uns wünschen. Lasst uns mutig
bleiben und unseren Herzen folgen.
Und ehrlich gesagt: ich spiele viel lieber hier draußen, als drüben im Theater, unter
2G….
i https://www.welt.de/politik/deutschland/plus236998943/Die-180-Millionen-Euro-App-der-Bundesregierung.html
ii https://norberthaering.de/wp-content/uploads/2020/05/2019-2022_roadmap_en.pdf
iii https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/netzwelt/article237091853/T-Systems-Auftrag-Digitale-Impfzertifikate-fuer-WHO-Laender.html
iv https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/netzwelt/article236638163/Luca-App-soll-kuenftig-Bezahlenim-Restaurant-ermoeglichen.html

26.2.2022, Christian Nagel, https://www.nagelmusic.de

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Das Corona-Regiment und die gesellschaftlichen Folgen
Kontrollierte neue Wirklichkeit
von Thorsten Hinz

Das Corona-Regiment hat die Verschuldung von der monetären auf die moralische Ebene erweitert. Es hat den schuldbewußten, unter ständigen Rechtfertigungs- und Anpassungsdruck stehenden Menschen erzeugt, der meint, bei Nichtbefolgung der staatlichen Anweisungen sich und andere Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Durch das pandemische Regelwerk in seinem Handeln und seiner Bewegungsfreiheit gelähmt, nimmt er den weniger Folgsamen noch die geringste Regelübertretung übel, weil sie ihm die eigene Beschränkung schmerzhaft bewußt macht. Um sein Defizit zu kompensieren, weitet er die Selbstkontrolle auf die Kontrolle anderer aus und macht die Regeln – statt nach ihrer Sinnhaltigkeit zu fragen – zu seiner persönlichen Angelegenheit.

Das beginnt bei Schulkindern, die fürchten, ihre Großeltern tödlich zu infizieren und sie deshalb nicht mehr besuchen. Es gibt den typischen Fahrgast, der im leeren Zugabteil den in sicherer Entfernung sitzenden Mitreisenden lautstark an die geltende Maskenpflicht erinnert. Brave Bürger, die sich bis dato stets im Rahmen der Politischen Korrektheit bewegt, sich nun aber gegen eine Corona-Impfung entschieden haben, werden von Familienmitgliedern und Freunden plötzlich als „Nazis“ beschimpft. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sich aufgrund der blockierten Historisierung der NS-Zeit der „Nazi“-Signifikant vom Signifikat abgelöst hat und zum beliebig verwendbaren Zeichen für ein halluziniertes Böses geworden ist.

Die ideologische Aufladung der Corona-Debatte wird von Politik und Medien gezielt betrieben. Sie können dabei die langfristige Konditionierung der Gesellschaft durch den „Kampf gegen Rechts“ voraussetzen. Auf dieser Grundlage lassen sich die Wut und Enttäuschung darüber, daß die Pandemie-Maßnahmen, die im Vertrauen auf die Weisheit der Politik mehrheitlich befolgt wurden, auch nach zwei Jahren kein Ende finden, erfolgreich auf die „Impfmuffel“, „Covidioten“, „Querdenker“ und „Rechtsextremisten“ gelenkt werden.

Während die Gegnerschaft zum Corona-Regiment im politisch-medialen Diskurs als „rechts“ verortet wird, will die sich antiautoritär gerierende Linke im Kontrollregime und im Absterben des öffentlichen Lebens die Geburt eines neuen Gemeinschaftssinns erkennen. Eine partielle Erklärung dafür liefert die Netzseite „Zusammen gegen Corona“ des Bundesgesundheitsministeriums. Schon in der Überschrift wird die „Solidarität in der Coronavirus-Pandemie“ beschworen. „Solidarität ist ein linkes Ideal, es grenzt sich zur konservativen und liberalen Eigenverantwortung und Eigenständigkeit ab“, so die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Die Linke habe solidarisch sein wollen mit dem Pflegepersonal, mit den Infizierten, mit Italien oder den besonders gefährdeten Gruppen. So habe es „berechtigte Freude in progressiven Milieus aus(gelöst), daß endlich einmal Leben über Geld gestellt wurde“.

Diese Haltung war anfangs – vielleicht – gerechtfertigt. Nach zwei Jahren Ausnahmezustand ist sie es nicht mehr. Indem sie starr daran festhält, zeigt die Linke, daß sie verloren hat, was in der Vergangenheit als ihre Stärke und Mission galt: den Zusammenhang von ökonomischen, sozialen und politischen Verhältnisse herzustellen und zu thematisieren. Sie ist blind dafür, daß die Corona-Maßnahmen eine Vermögensumschichtung von unten nach oben erlauben und internationalen Monopolisten wie Amazon Gelegenheit gegeben wird, dem deutschen Mittelstand das Wasser abzugraben.

Solidarität ist eine soziale, zwischenmenschliche, von positiven Gefühlen und Absichten grundierte Interaktion. Die Pandemie-Ordnung jedoch erzeugt eine Versuchsanordnung aus isolierten Individuen, die im Takt autoritärer Anordnungen marschieren sollen. Zu dem Zweck werden sie Tag für Tag medial mit Zahlen bombardiert, die ihnen keine Information liefern, aber Verunsicherung, Angst und autoritäre Einstellungen hervorrufen und sie veranlassen sollen, den Autoritarismus als normal anzusehen. Unabhängig vom aktuellen Befinden müssen die Menschen ihren medizinischen Status kontrollieren, sich kategorisieren und bewerten lassen: erst- und zweitgeimpft, einmal oder zweimal geboostert, genesen, getestet usw. Je nach Kategorie werden ihnen soziale Berechtigungen – von Grundrechten ist ohnehin kaum noch die Rede – zugestanden oder entzogen. Die Einteilung unterliegt politischer Willkür und kann abrupt und begründungslos geändert werden, wie die Halbierung des Genesenen-Zeitraums zeigte. Die Parallelen zum Sozialkredit-System in China, wo ein aus Sicht der herrschenden kommunistischen Partei nonkonformes Verhalten zu Reisebeschränkungen, zur Drosselung der Internetgeschwindigkeit, zum Ausschluß von Beförderung, öffentlichen Ausschreibungen und höheren zu zahlenden Steuern führt, liegen auf der Hand.
… Alles vom 18.2.2022 von Thorsten Hinz bitte lesen in der JF 8/22, Seite 18
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Thorsten Hinz, Jahrgang 1962, studierte in Leipzig Germanistik, war JF-Kulturredakteur und ist heute freier Publizist und Buchautor. Auf dem Forum schrieb er zuletzt über den langen Vorlauf des antiweißen Rassismus („Verblendung und Schuldkomplex“, JF 34/21).