Corona-Kinder

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Märzenbecher im Ibental bei Freiburg am 22-2-2021 – Frühling

 

Video: Kinder leiden in Kölns Brennpunkt Chorweiler unter Lockdowns
Der Kölner Stadtteil Chorweiler war schon vor Corona ein sozialer Brennpunkt. Die Arbeitslosigkeit und Ausländeranteil sind mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Stadt. Hinzu kommt, dass sehr viele Menschen auf engem Raum in kleinen Wohnungen zusammenleben. Rund 80 Prozent der Wohnungen werden staatlich bezuschusst. Die AfD-Landtagsabgeordnete Iris Dworeck-Danielowski wollte mit den Menschen hinter den bloßen Zahlen sprechen. Denn bei allen Problemen, die Chorweiler hat: Corona schlug hier so schlimm zu wie kaum woanders.
https://youtu.be/kaNLbWOZnEE
4.6.2021

 

Verzeihung, liebe Kinder für anderthalb Jahre Coronapolitik
„Millionen Kindern in diesem Land, für die wir als Gesellschaft alle miteinander verantwortlich sind, möchte ich sagen, was unsere Bundesregierung und unsere Kanzlerin bisher nicht wagen zu sagen:
Wir bitten Euch um Verzeihung. Wir bitten Euch um Verzeihung für anderthalb Jahre einer Politik, die Euch zu Opfern gemacht hat. Zu Opfern von Gewalt, Vernachlässigung, Isolation, seelischer Einsamkeit. Für eine Politik und eine mediale Berichterstattung, die Euch bis heute wie Gift das Gefühl einflößt, Ihr wäret eine tödliche Gefahr für unsere Gesellschaft. Das seid Ihr nicht, lasst Euch das nicht einreden. Wir haben Euch zu schützen, nicht Ihr uns.
Ich möchte es so deutlich wie möglich sagen: Was Euch Kindern angetan wurde von einer Regierung, die wir als Eltern auch und vor allem für Euch gewählt haben, die wir offenbar nicht scharf genug kritisiert haben für geschlossene Schulen und gesperrte Fußballplätze, beschämt uns als Gesellschaft.“ – so Julian Reichelt in der Bild-Zeitung unter der Überschrift
„BILD bittet alle Kinder um Verzeihung! – weil es die Bundesregierung nicht macht.
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„Die Schulen als letztes schließen und als erstes öffnen“ – dieses Versprechen brechen unsere Regierungen in Berlin und in den Ländern täglich. … Die Schweden haben ihre Schulen nie geschlossen. Sie sind ihrer Verantwortung den Kindern gegenüber gerecht geworden. Wir nicht.
… Alles vom 27.52021 von Julian Reichelt bitte lesen auf
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/weil-die-bundesregierung-es-nicht-macht-bild-bittet-kinder-um-verzeihung-76535200.bild.html

 

Corona: „Vielen Kindern geht es schlecht“
Die Corona-Pandemie stellt besonders für Kinder und Jugendliche eine enorme Belastung dar. Ärzte und Psychiater berichten von einer Zunahme von Depressionen, Angststörungen und Zwangserkrankungen. Sigrun Rehm sprach mit Christian Fleischhaker, kommissarischer Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter der Universitätsklinik Freiburg, über die aktuelle Situation.

BZ: Es sind ja viele Zahlen im Umlauf, wie viele Kinder durch Corona psychisch belastet und wie viele tatsächlich psychisch krank sind. Welche sind denn verlässlich?
Fleischhaker: Genaue Zahlen und kausale Zusammenhänge werden wir erst in einem Jahr haben. Doch die meines Erachtens beste Untersuchung dazu ist die COPSY-Studie der Kollegen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Das Besondere dabei ist, dass eine repräsentative Stichprobe mehrfach erhoben wurde, was Rückschlüsse auf die Entwicklung der Belastungen erlaubt. Nach dem ersten Lockdown 2020 gaben dort 71 Prozent der befragten 11- bis 17-Jährigen an, dass sie sich durch die Pandemie seelisch belastet fühlen. Als sie um die Jahreswende erneut befragt wurden, war dieser Wert auf über 80 Prozent gestiegen. Die Zunahme seelischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen beobachten wir europaweit seit zehn Jahren. Unter den Pandemiebedingungen hat sich diese Entwicklung nochmal deutlich verstärkt.

BZ: Ein Kennzeichen der Corona-Krise ist ja das Lebensgefühl der permanenten Bedrohung. Was löst das bei Kindern aus?
Fleischhaker: Dieses unklare Gefühl der Bedrohung ist vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene verunsichernd, die gerade zuhause ausgezogen sind und eigentlich ins Studierendenleben starten wollten. Hier kann es sein, dass jemand mit Angststörungen und Panikattacken reagiert oder eine Essstörung entwickelt. So kann eine negative Spirale in Gang kommen. Im Moment bleibt uns nur die Hoffnung auf einen möglichst normalen Sommer mit Treffen unter Freunden, Sport und Schwimmen und gemeinsamen Erlebnissen, damit die Resilienz der Kinder und Jugendlichen gestärkt wird. Aber ich fürchte, dass uns in den Kinder- und Jugendpsychiatrien noch eine Welle bevorsteht.
… Alles vom 22.5.2021 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/vielen-kindern-geht-es-schlecht–202058101.html
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Christian Fleischhaker (Jahrgang 1964) ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, studiert hat er in Marburg. Seit 1998 arbeitet er an der Universitätsklinik Freiburg, 2007 wurde er habilitiert.

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Corona: Angstsymptome bei Kindern nehmen zu
Psychiater Martin Feichtinger über Belastungen von Heranwachsenden im Dauerlockdown: „Kindern ein so normales Leben ermöglichen, wie es die Umstände zulassen“
Interview von Christian Rudolf

Herr Dr. Feichtinger, seit November ist Dauerlockdown. Schule, Sport, Musikunterricht: alles reduziert bis gar nicht. Was macht es mit den Kindern und Jugendlichen, wenn deren gewohntes Leben nicht mehr erlaubt ist?
Dr. med. Martin Feichtinger: Viele Kinder sind durch die Lockdowns sozial isoliert, vor allem solche aus Kleinfamilien.Viele verbringen den Großteil des Tages mit digitalen Medien. Längsschnittuntersuchungen, aktuell die Hamburger Copsy-Studie mit über 1.500 Kindern und Jugendlichen, zeigen eine Zunahme verschiedener Auffälligkeiten wie psychosomatischen Beschwerden, Depressionen, Angstsymptomen, Auffälligkeiten des Sozialverhaltens und Hyperaktivität. Kinder und Jugendliche wollen die Welt entdecken und für sich erobern. Ich empfehle Eltern deshalb immer wieder, ihren Kindern ein so normales Leben zu ermöglichen, wie es die Umstände zulassen und Treffen mit einzelnen Freunden zu fördern, am besten draußen.

Nehmen Sie seitdem eine Häufung von Terminwünschen in Ihrer Praxis wahr?
Feichtinger: Ja, eindeutig. Und auch aus den Kliniken wird mir ähnliches berichtet.

Die Teenagerzeit gilt als Schlüsselperiode für die Selbstfindung. Die Heranwachsenden nabeln sich ab. Wie verändert es deren Selbstwahrnehmung, wenn sie in dieser Phase die Erwachsenen als verunsichert und ängstlich erleben?
Feichtinger: Adoleszente Jugendliche vergleiche ich gerne mit Schiffen, die für das weite Meer geschaffen sind, aber für stürmische Zeiten unbedingt den sicheren Hafen der Familie brauchen. Bindungsforscher sprechen vom Wechselspiel zwischen Bindung und Exploration, also dem Wunsch, die Welt zu entdecken, und dem Bedürfnis nach vertrauter Sicherheit. Wenn der elterliche Hafen nun unsicher und brüchig wird, erzeugt das Ängste. Dazu kommt, daß seit März 2020 die Hafenausfahrt immer wieder über Monate versperrt ist, um im Bild zu bleiben. Kindern und Jugendlichen wird dadurch weitgehend die Möglichkeit genommen, durch neue Erfahrungen innerlich zu wachsen. Durch Schulschließungen wird das erheblich verstärkt.

Welche Faktoren sind es, die manche Schüler stark bleiben und gut zurechtkommen lassen, wogegen andere auffällig werden und mit Gewalt oder selbstverletzendem Verhalten reagieren?
Feichtinger: Sowohl die Ergebnisse der Copsy-Studie als auch meine Erfahrungen in der Praxis zeigen, daß ein stabiles, unterstützendes Familienleben ein hervorragender Schutzfaktor ist. Das trifft nicht nur für die derzeitige Situation zu, sondern für praktisch alle Krisen. Wirklich prekär ist die Situation alleinerziehender, erwerbstätiger Eltern. Ich erlebe Kinder, die monatelang nichts gelernt haben, weil die Mütter abends erschöpft nach Hause kommen, das Kind sich nicht für Schulaufgaben motivieren läßt und nicht für die Notbetreuung qualifiziert ist. Sehr schwer ist auch die Situation der Kinder mit Migrationshintergrund, deren Eltern Deutsch nicht hinreichend beherrschen. Auch beengte Wohnverhältnisse wirken sich negativ aus.

Corona-Infektionen stellen für Kinder kaum ein Risiko dar. Was denken Sie als Kinder- und Jugendpsychiater darüber, daß Schulkinder auf Schulhöfen und beim Sport Maske tragen müssen?
Feichtinger: Die Maske verdeckt den größten Teil der Mimik, behindert dadurch soziale Interaktionen und stört den unmittelbaren Zugang zueinander. Die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu Klassenkameraden, die ja gerade in den Pausen stattfindet, leidet darunter, wodurch die Isolation und Vereinsamung der Kinder noch weiter zunimmt. Die Gefahr einer Ansteckung an der frischen Luft ist sehr gering, nehmen Sie die Übersicht bei Tommaso C. Bulfone (siehe Nachweis unten). Man könnte also mit einem sehr geringen Zusatzrisiko Kindern in den Hofpausen eine maskenfreie Insel der Normalität schaffen, wo sie unbeschwert miteinander umgehen und in jeder Hinsicht frei durchatmen könnten.

Man liest, daß Kinder sogar beim Schulsport eine Maske tragen müssen.
Feichtinger: Das Tragen einer Maske beim Sport halte ich für eine besondere Zumutung. Das schnellere und tiefere Atmen unter körperlicher Belastung wird durch die bremsende Maske für viele zur Qual. Da ist es besser, den Sportunterricht in weitläufige Außengelände zu verlegen. Was hingegen Masken in Innenräumen betrifft, finde ich die Abwägung schwierig: Auf der einen Seite sehe ich die bereits erwähnten Risiken, das „Angstsignal“, welches die Maske aussendet, das spärliche Wissen darüber, welche medizinischen Effekte Masken bei Kindern haben, das geringe Risiko für eine schwere Erkrankung bei Kindern. Auf der anderen Seite konnten Masken in einigen Untersuchungen die Ausbreitung des Virus reduzieren.

Testpositive Kinder werden in Schulen vor aller Augen weggeführt und abgesondert. Die UN-Kinderrechtskonvention bestimmt, daß bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, deren Wohl vorrangig zu berücksichtigen sei. Paßt das zusammen?
Feichtinger: Dem Wohl der Kinder und der Familien dient ein ungehinderter Zugang zu den Schulen eindeutig am meisten. In Schweden führte dies zu keinem nennenswerten Anstieg der Infektionen unter den Schülern, übrigens trotz normaler Klassenstärken und spärlichem Maskengebrauch. Allerdings verdoppelten sich die Infektionen der Lehrer, verglichen mit den oberen Klassen, in denen der Unterricht online stattfand. In Abwägung von Nutzen und Risiken finde ich das Angebot von Antigen-Schnelltests einen interessanten Ansatz. Ebenso wie für Arbeitnehmer sollten die aber auch für Schüler freiwillig sein und zu Hause erfolgen. Damit würde man einer Stigmatisierung vorbeugen. Es gibt hier und da besonders pandemiebewußte Klassenkameraden, die ihren armen positiv getesteten Mitschülern vorwerfen, das Virus in die Schule eingeschleppt und alle in Gefahr gebracht zu haben. Auch ist der Nutzen der Tests zu Hause größer, weil Kinder mit Infektionsverdacht gar nicht erst in die Schule kommen.
… Alles vom 7.5.2021 bitte lesen in der JF 19/21, Seite 7
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Dr. med. Martin Feichtinger praktiziert seit 2012 als niedergelassener Kinder- und Jugendpsychiater in Erfurt. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.
Tommaso C. Bulfone et al.: „Outdoor Transmission of Sars-CoV-2 and Other Respira-tory Viruses: A Systematic Review“

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„Kinderseelen-Mord“: Zwei Wochen Zimmer-Quarantäne für Merle 
Zwei Wochen Quarantäne-Horror für die kleine Merle (6): Jetzt ist amtlich verordneten Isolierung endlich vorbei. Eine Familie atmet auf

Rückblick: Weil Merle in der Schule mit einem Corona-positiv getesteten Mädchen in Kontakt war, ordnete das Ansbacher Gesundheitsamt zwei Wochen Hausarrest an – so schreibt es das Bayerische Infektionsschutzgesetz vor. Trotz zwei Negativ-Tests: während der Quarantäne durfte Merle nicht aus dem Zimmer.
„Eine vorzeitige Freitestung ist nicht möglich“, schreibt das Gesundheitsamt. „Die häusliche Quarantäne endet, wenn die der Inkubationszeit der Erkrankung entsprechende Zeit verstrichen ist.“
Für die Großfamilie mit sieben Kindern begann ein riesen Problem! Vater Michael Kozany (48) zu BILD: „Ich kann meine Tochter doch nicht zwei Wochen im acht Quadratmeter großen Kinderzimmer einsperren, nicht mal zum Essen rauslassen. Ihre Geschwister lebten wie gewohnt weiter und sie nicht. Das konnte ich ihr nicht vermitteln.“
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Eine schlimme Zeit für Merle: Die Erstklässlerin dachte, sie sei gefährlich für andere Menschen. „Jedes Mal, wenn jemand in ihre Nähe kam, rannte sie weg, versteckt sich.“
Eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin erklärt: „Kinder unter elf Jahren können so komplexe Situationen wie Pandemien und damit verbundene Regelungen nicht abschätzen, beziehen alles auf sich persönlich. So eine Abschirmung greift massiv in die kognitive Entwicklung der Kinder ein.“
Gestern wurde Merle negativ getestet, darf endlich wieder aus dem Haus. Ihr Vater zieht ein bitteres Fazit: „Die Politik betreibt Kinderseelen-Mord!“
… Alles vom 10.4.2021 bitte lesen auf
https://www.bild.de/regional/nuernberg/nuernberg-news/das-ist-kinderseelen-mord-zwei-wochen-zimmer-quarantaene-fuer-merle-76013014.bild.html

 

Generation Maske: Geraubte Kindheit
Von den verordneten Masken geht vor allem für Kinder und Jugendliche eine höchst gefährliche Symbolwirkung aus. Was macht die Pandemie mit Kindern und Jugendlichen? Der Immunologe und Toxikologe Stefan Hockertz setzt sich mit einem Problem auseinander, das in der Flut von Informationen über Corona zu oft untergeht. Hockertz beschäftigen insbesondere die Folgen der nicht mehr nachvollziehbaren Maßnahmen der Regierung und der einseitigen medialen Berichterstattung, bei der Fakten manipuliert und Gefahren aufgebauscht werden. Um Antworten auf die zentrale Frage zu bekommen, wertet er wissenschaftliche Studien aus, befragt Eltern und Lehrer und analysiert Bilder sowie Texte von Kindern. Die Erkenntnisse des Autors sind erschreckend: Die Maßnahmen der Regierung und die Corona-Berichterstattung zerstören die für Kinder so wichtige Institution der Familie. Kinder werden überfrachtet mit Todeszahlen, Bildern von Särgen und Berichten über Arbeitslosigkeit, die auch ihren Eltern drohen kann. Zudem werden sie — völlig zu Unrecht — als „Superspreader“ stigmatisiert. Exklusivabdruck aus „Generation Maske — Wie unsere Kinder unter den Corona-Maßnahmen leiden und was wir dagegen tun können“.

Und dann kam die Maske, der sogenannte Mund-Nase-Schutz. Am Anfang herrschte noch große Kreativität bei Form, Farbe und Design. Auch trugen viele das Emblem ihres Fußballvereins im Gesicht, einen coolen Spruch, Tierfratzen oder schräge Muster. Es war fast wie ein Wettbewerb um die auffälligste Vermummung. Mütter nähten im Akkord. Witze wurden gemacht. Corona? Maske, Toilettenpapier, Backhefe.

Maske tragen — das kannte man bislang nur von asiatischen Touristen sowie Chirurgen im OP — und es kam einem immer irgendwie befremdlich vor. Aber schnell nahmen die Alltagsmasken ihren Platz im Alltag ein. Sie sollen offenbar selbst vor Viren schützen, obwohl die Hersteller dies auf der Verpackung ausschließen. Wer keine Maske trägt, gefährdet nicht nur sich, sondern besonders auch die anderen. So wird es immer wieder gebetsmühlenartig postuliert vonseiten der Regierung. Ob dies tatsächlich so ist, werde ich im nächsten Kapitel genauer betrachten.

Zurück in die Schule. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Unterricht, in der Pause, an der Bushaltestelle, im Schulbus stellt für viele Kinder und Jugendliche eine echte Belastung dar. So ist es fast unmöglich, Befindlichkeiten, Gesichtsausdruck, Stimmung, Botschaften und Mimik zu erkennen.
Der Kabarettist Bülent Ceylan antwortet in einem Interview: „Früher hat man sich angelächelt, heute sieht man nur noch die Augen!“
Dazu kommen die gesundheitlichen Bedenken hinsichtlich der stundenlangen Gesichtsbedeckung: Infektionsanfälligkeit, Bakterien, Atemnot, Kurzatmigkeit, Kohlendioxid.
Wenn Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert werden, andere zu „melden“, die keine Maske tragen, dann bewegen wir uns auf gefährlichem Terrain. Nicht das kritische Nachfragen, die gesunde Skepsis und der berechtigte Zweifel an der Maßnahme „Maske“ sind anrüchig, sondern die Aufforderung zur Denunziation. Dazu der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann: „Melden von Corona-Verstößen ist sinnvoll.“
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Ich plädiere für eine sorgfältige Schaden-Nutzen-Abwägung. Was kann die Mund-Nase-Bedeckung wirklich leisten? Ist die Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme gerechtfertigt? Ich erhebe den Anspruch auf evidenzbasierte, wissenschaftlich-sachliche Betrachtung und Untersuchung, fern von Lobbyismus, Rechthaberei oder parteipolitischem Geklüngel.
Abstand, Maske, Lüften: Das sind die „drei Eckpfeiler“ schulischer Maßnahmen zur Eindämmung beziehungsweise Verhinderung von Ansteckung. Es nimmt zuweilen schon fast groteske Züge an, wenn die Schüler mit Wolldecken, Wärmflaschen, Kissen und Teekannen im Klassenraum sitzen, weil den ganzen Vormittag die Fenster weit offenstehen. Erkältungskrankheiten sind somit vorprogrammiert. Lüften ist wichtig, ohne Frage. Aber im Winter stundenlanges Ausharren in kalten Räumen — wie soll da ein effektives Lernen möglich sein? Auch hier muss man feststellen, dass die aus Angst und Unsicherheit geborenen Maßnahmen überzogen sind. Grotesk mutet in diesem Zusammenhang auch der wohl gut gemeinte, jedoch lebensfremde Rat von Kanzlerin Angela Merkel an, frierende Kinder sollten Kälte in den Klassenräumen durch Kniebeugen und Händeklatschen entgegenwirken.
Und so sieht der Schulalltag aus: grüne und rote Pfeile auf dem Boden, vorgegebene Marschrichtungen, auseinandergezogene Stuhl- und Tischreihen und maßbandgetreues 1,50-Meter-Abstand-Anstehen beim Pausenverkauf. Aber dann ab in die überfüllten Busse — da hat man maximal 15 Zentimeter Abstand. Das ist absurd!

Die Kritik am Krisenmanagement der Bildungspolitiker wird immer lauter. Längst sehen nicht mehr nur ein paar „durchgeknallte“ Verschwörungstheoretiker und Endzeitpropheten massive Probleme auf uns zukommen.
Schier unüberschaubar sind inzwischen die Regelungen, Maßnahmen, Gebote, Gesetze, und täglich werden es mehr. Und immer der ängstliche Blick auf die Infektionszahlen: Wie ist es bei uns im Dorf, in der Stadt? Dazu kommt, dass jedes Bundesland andere Regelungen fährt: halbierte Klassen, Quarantäne, Homeschooling, Präsenzunterricht für alle, Maske im Unterricht für alle, Maske nur für weiterführende Schulen, Schulschließung, Wechsel- und Schichtbetrieb, Hybridunterricht. Welcher Weg ist der richtige? Dass Schulen keine Hotspots sind, dass das Ansteckungsrisiko von Kindern und Jugendlichen nicht so gravierend ist wie anfangs angenommen, hat sich inzwischen gezeigt.

Wir schauen jetzt also verstärkt auf die Kollateralschäden, die durch die Corona-Maßnahmen an Schulen drohen. Werden die Warnungen von Wissenschaftlern wirklich ernst genommen? Warum werden langfristige Schäden — vielleicht sogar irreversible — riskiert?

„Es droht eine Generation, die Corona ausbaden muss!“, so die Aussage von Thomas Krüger, Präsident des deutschen Kinderhilfswerks. Es entwickelt sich in unserer Gesellschaft eine „Generation Maske“!

In den Medien wird es oftmals so dargestellt, als ob die Kinder aus „sozial schwächeren“ Familien besonders unter Corona und den Folgen zu leiden hätten. Dem will ich widersprechen. Es gibt keine Klassifizierung von „Corona-Gewinnern“ und „Corona-Verlierern“.

Im Folgenden stelle ich eine Schülerin und einen Schüler vor — aus unterschiedlichen Kontexten und Altersstufen: Anna und Mario.

Anna ist 12 Jahre alt. Sie lebt in einem gut situierten Elternhaus, materielle Sorgen gibt es nicht. Anna ist ein sehr kreatives, sensibles Mädchen und äußert ihre Gefühle und Befindlichkeiten in feinen Zeichnungen. Seit ihrer frühen Kindheit leidet Anna unter Asthma. Das Mädchen hat die Erkrankung gut im Griff und steht unter regelmäßiger ärztlicher Beobachtung und Betreuung. Anna besucht eine Privatschule mit bester Ausstattung und differenziertem pädagogischen Angebot.

Wie an den Regelschulen gelten ebenso an Privatschulen die jeweiligen Corona-Verordnungen, so zum Beispiel auch die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Damit hat Anna große Probleme. Sie bekommt durch die Maske schlecht Luft, es wird ihr schwindelig, und sie gerät dann schnell in Panik. Anna will jedoch keine Extrabehandlung. Alle Klassenkameraden tragen Maske. Das Konzentrieren fällt ihr zunehmend schwer, sie ermüdet leicht. Erschwerend kommt hinzu, dass Anna privat nur eine Freundin treffen darf. So sind die aktuellen Kontaktgebote. Das Mädchen zieht sich zusehends in seine eigene Welt zurück.

Ein ärztliches Attest befreit Anna von der Maskenpflicht, und die Schule akzeptiert dies. Bei einer Lehrkraft soll das Mädchen jedoch in der letzten Sitzreihe Platz nehmen. Diese Maßnahme resultiert aus der Sorge des Lehrers, sich selbst anzustecken. Bei anderen Lehrern darf die Schülerin ihren angestammten Platz behalten. Das Kind fühlt sich angesichts dieser Behandlung stigmatisiert. Die Mutter sagt, die frühere Fröhlichkeit ihrer Tochter wäre Corona zum Opfer gefallen. Ob die Fröhlichkeit bald zurückkommt?

Mario ist 14 Jahre alt. Er lebt mit seiner Familie in einer Etagenwohnung. Mario spielt gerne Fußball im Verein oder ist mit seinen Freunden unterwegs. Beides ist derzeit nur bedingt möglich. Mario ist groß und kräftig, er braucht die Bewegung draußen. In der Wohnung wird es ihm schnell zu eng. Der Junge besucht die 8. Klasse der Hauptschule. Berufspraktika würden anstehen, aber die finden nicht statt. Für das Homeschooling hat er von der Schule ein Laptop ausgeliehen bekommen, denn sein Vater benötigt das familieneigene Gerät selbst. Mario erledigt die schulischen Aufgaben, aber ihm fehlt irgendwie die Motivation. Wenn er etwas nicht versteht, wen soll er denn in der Familie fragen?

Trotzdem schlägt er sich tapfer und bekommt vom Lehrer via Padlet lobende Kommentare. Mit seinen Mitschülern chattet Mario über WhatsApp. Zwei Mädchen aus seiner Klasse schmeißen ihn unvermittelt aus der Klassengruppe. Einfach so, ohne Grund. Das macht Mario unglaublich wütend, und er schickt einem der Mädchen eine Sprachnachricht, die es in sich hat. Darin droht er ihr und kündigt an, sie umzubringen — „mit Werkzeugen von meinem Vater, der ist Metzger“. Die Familie des Mädchens erstattet Strafanzeige gegen Mario. Er weiß selbst nicht so genau, warum er das gemacht hat, sagt er später bei der Polizei. „Ich war einfach total wütend!

Einblicke in zwei Schüler-Realitäten zu Zeiten von Corona. Die Integration anders Denkender und anders Lernender, ja die Inklusion förderbedürftiger Schülerinnen und Schüler, ist erklärtes Bildungsziel und -recht. Dies im Schulalltag für alle Beteiligten optimal umzusetzen, gestaltete sich bereits vor Corona schwierig.
Ich habe es eingangs schon einmal zitiert: Corona schafft nichts Neues, Corona deckt nur auf.
… Alles vom 1.4.2021 von Stefan Hockertz bitte lesen auf
https://www.rubikon.news/artikel/geraubte-kindheit
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Stefan Hockertz:
Generation Maske – Corona: Angst und Herausforderung
„Wie unsere Kinder unter den Corona-Maßnahmen leiden
und was wir dagegen tun können“
192 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 19,99 Euro
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Stefan W. Hockertz
ist Immunologe, Toxikologe und Pharmakologe, an der Universität Hamburg habilitiert und war viele Jahre Hochschullehrer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Hockertz ist als Immuntoxikologe geschäftsführender Gesellschafter der tpi consult GmbH, in Europa einer der führenden Beratungsunternehmen für toxikologische und pharmakologische Technologien. Als European Registered Toxicologist ist er verantwortlich für die Zulassung von Arzneimitteln und Impfstoffen. Neben zahlreichen Fachpublikationen und Vorträgen widmet sich Hockertz auch der literarischen Schriftstellerei. Zum Thema Corona publizierte er zahlreiche Artikel in den Medien, immer motiviert aus der staatsbürgerlichen Verantwortung vor allem für Kinder und Jugendliche.
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Kommentare:
In Berlin/Brandenburg leiden fast 2 Drittel aller deutschen Schulkinder
unter schweren Depressionen. Kinder im Alter von bereits 10 Lebensjahren greifen immer öfter nach Tabletten, Tabak u. Alkoholika, das sogenannte Koma-Saufen kommt wieder in Mode.
Brandenburgs Witwenmacherin (Die Grünen) unterstützt die Forderungen des Brandenburgischen Muslimbeirates für eine flächendeckende Gesichtsverschleierung deutscher Schulmädchen ab 14 Lebensjahren. So sollen Mutanten des Corona-Virus weder in Mund oder Nase, noch in die Augenschlitze eindringen können.
2.4.2021, ger
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Die Kinder können keinen Vereinssport betreiben.
Sie sitzen zu Hause vor TV oder Videospiel. Auch können sie wie anfangs in der Coronakrise nicht ins Hallenbad um eventl. am Schwimmunterricht teilnehmen. Die Kinder, vor allem die Kindergartenkinder und Schulkinder, verkommen zu unsportlichen, freudlosen kleinen Menschen.
Aus meinem Bekanntenkreis weiss ich zu berichten, dass Kinder zum Schwimmunterricht und zum Vereinssport angemeldet waren, und alles derzeit nicht statt findet. Was machen wir mit unseren Kindern?
Naja, Angela hat ja keinen Nachwuchs und ist sowieso empathielos !
2.4.2021, Har
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