Baldenwegerhof

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Blick nach Nordwesten zum Baldenwegerhof in Stegen-Wittental am 5.10.2008

 

 

 

Baldenweger Hof

Der Baldenweger Hof liegt am Dreisamtal am Eingang zum Wittental.
Zwei Doppelzimmer, Einzelzimmer, Hofladen, Reithalle

Im Hofladen wird direkt vermarktet, was der Stall und die Anbauflächen hergeben: Kürbis, Ammenhuhhaltung, Fleischrinderzucht, 30 Mastschweine, 350 freilaufende Hühner, Hug’sches Brot (erkennbar am Stempel „H“), Beerenobst, Gemüsepalette (Tomaten, Zucchini, Gartenkräuter, Karotten, Bohnen,), Obstanbau.
Pensionspferdehaltung mit 15 Boxen

Die besonders im Winter zugekauften regionalen Produkte z.B. aus Mengen, Bötzingen, Glottertal sind exakt gekennzeichnet (Hersteller, Ort).

Öffnungszeiten des Hofladens: Montag bis Freitag 9.00 – 13.00 Uhr und 14.30 – 18.30 Uhr,
Samstag 8.00 – 16.00 Uhr, Tel 07661 / 90 35 71,
Bernd Hug, Tel 07661/61219, www.baldenwegerhof.de , info@baldenwegerhof.de

 

                   
(1) Schwein am 19.8.2013                      (2) Rinder – Blick nach Westen               (3) Wo ist wer?
                    
(4) Schweine bürsten am 19.8.2013     (5) Muttersau                                              (6) Tomaten am 19.8.2013
          baldenwegerhof1karotten140122                        baldenwegerhof2karotten140122
(7) Gurken 19.8.2013                               (8) Karotten eig. Anbau 22.1.2014        (9) Karotten Schmelzer 22.1.2014
baldenwegerhof3spinat140122                         baldenwegerhof4rosenkohl140122                       baldenwegerhof5rotebeete140122
(10) Spinat Schmelzer 22.1.2014          (11) Rosenkohl  aus Bötzingen            (12) Rote Beete aus Mengen
baldenwegerhof6aepfel140122          baldenwegerhof-kartoffeln140129          baldenwegerhof-backwaren140129
(13) Äpfel aus der Region 22.1.2014    (14) Eigene Kartoffeln 29.1.2014           (15) Backwaren 29.1.2014
baldenwegerhof-pferde140129          baldenwegerhof-rinder140129          baldenwegerhof-schweine140129
(16) Pferdestall und Kybfelsen               (17) Rinder am 29.1.2014                       (18) Ferkel 20.1.2014
mutterschwein140213          baldenweger-schweine140413          baldenweger-truthaehne140413
(19) Mutterschwein 13.2.2014                (20) Faule Säue am 13.4.2013              (21) Truthähne/hennen am 13.4.2014

(22) Kürbisse am 15.10.2023 – hinten der Baldenweger Hof

 

Sojafeld bei der Annakapelle im Dreisamtal zwischen FR-Ebnet und Zarten am 31.8.2016

Sojafeld bei der Annakapelle im Dreisamtal zwischen FR-Ebnet und Zarten am 31.8.2016

 

Betreiber des Baldenweger Hofs in Stegen: „Vor allem Hasen und Hühner werden geklaut“
„Konzept vom offenen Hof“ in Gefahr

BZ: Auf dem Baldenweger Hof ist im Grunde täglich „Tag der offen Tür“. Da gewähren Sie den Besucherinnen und Besuchern ja ganz schön tiefe Einblicke … Wie kam es zu dieser Offenheit?
Damals als junger Kerl auf dem Hof meines Vaters wurde ich häufig ruppig auf meinen Beruf, auf die Landwirtschaft, angesprochen. Warum ich hier auf einem öffentlichen Weg mit dem Trecker fahre, wo auch noch Fußgänger und Radfahrer durchwollen. Wenn ich mit dem Güllefass oder dem Düngerstreuer angefahren kam, haben die Leute damit ein Problem gehabt. Sie wollten mir nicht Platz machen und hatten kein Verständnis. Ich habe unzählige Diskussionen geführt und da war ich oft ganz schön frustriert. Ich dachte mir, ich produziere doch Lebensmittel, Fleisch und Gemüse für die Leute – gesunde, leckere Produkte. Und ich werde hier nur dumm angemacht.

BZ: Also dachten Sie sich: Ich erkläre den Menschen meine Arbeit und zeige Ihnen die Landwirtschaft?
Ja genau! Ich hatte keine Lust mehr, jeden Tag dieselbe Diskussion zu führen. So bin ich auf das Konzept mit dem offenen Hof gekommen. Ich habe an sechs Tagen die Woche von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Leute können kommen, sich anschauen, wie ich die Tiere halte, was ich auf dem Feld pflanze und worin meine Arbeit besteht. Und gefällt es Ihnen, dann gehen sie in den Hofladen und kaufen dort ein. Ganz einfach. Zum einen zeige ich den Leuten, wie Landwirtschaft funktioniert, zum anderen spare ich mir viele Werbekosten, vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda.

BZ: Sie betreiben den Hof in dieser Form schon 25 Jahre. Haben Sie das Gefühl, Sie können auf diesem Weg tatsächlich ein besseres Verständnis von der Landwirtschaft vermitteln?
Ja, definitiv! Wenn ich nur alles zu Papier bringe und den Leuten in die Hand drücke und sage, so funktioniert Landwirtschaft, bleibt da nicht viel hängen. Aber wenn sie hier die Landwirtschaft mit Augen, Nase und Mund aufnehmen und erleben können, sehen, wie Landwirtschaft läuft, dann bringe ich Ihnen meine Arbeit definitiv näher und gewinne auch wieder Kunden für den Hofladen. Manche von Ihnen begleiten uns schon seit Jahrzehnten.

BZ: Besonders beliebt ist bei Ihnen ja das Schweinebürsten. Da sind anscheinend viele Besucherinnen und Besucher begeistert bei der Sache …
Richtig. Viele Leute kommen zu den Schweinen, manchmal auch nur kurz in der Mittagspause. Da kam sogar mal ein Polizeiauto. Fährt hier vor – ich habe mir schon gedacht: Was hab‘ ich denn verbrochen – aber die Polizisten stiegen aus und gingen die Schweine bürsten. Oder auch die Mitarbeiter von der Badenova habe ich schon gesehen. In der einen Hand das Vesperbrot, mit der anderen Hand beim Schweinebürsten. Die Schweine genießen das auch! Ich kann ja nicht den ganzen Tag meine ganzen Tiere bürsten und schmusen. Die Leute nehmen mir da definitiv Arbeit ab. Das ist auch ganz wichtig, um den Tieren den Stress und die Angst beim Kontakt mit Menschen zu nehmen. So habe ich nicht nur gesunde und stressfreie Tiere, sondern am Ende auch noch ein gutes Produkt. Mit Hilfe der Besucher. Ganz klar.
BZ: Würden Sie sagen, das Konzept bleibt die nächsten Jahrzehnte so weiterhin tragbar?
Also das Modell mit dem offenen Hof ist schon sehr schwierig geworden. Früher hat alles schon mit drei Hinweisschildern prima funktioniert, aber heute reichen noch so viele Schilder nicht aus. Die Leute haben sich verändert. Die nehmen alles als selbstverständlich hin und meinen, sie könnten sich auf dem Hof genauso austoben wie zu Hause. Ohne Rücksicht zu nehmen. Da kann man manchmal nur mit dem Kopf schütteln und ich muss schauen, wie lange ich dieses Konzept noch so tragen kann.

BZ: Also denken Sie daran, es einzustellen?
Das könnte durchaus sein, ja. Unter anderem ist ein Grund dafür, dass hier leider viel geklaut und auch eingebrochen wird. Offenbar kommen die tagsüber zum Auskundschaften und fahren nachts mit dem Lkw vor und laden Kartoffeln, Erdbeeren oder Saatgut auf. Oder sie räumen die Werkstatt aus, klauen Kleingeräte. Das war vor 25 Jahren noch nicht so schlimm. Aber das sind zum Glück noch immer Ausnahmefälle.

Wurden Ihnen auch schon einmal Tiere geklaut?
Ja, das passiert auch. Vor allem Hühner und Hasen wurden schon geklaut, also Tiere, die leicht zu tragen sind. Auch in diesem Jahr sind leider wieder zwei Hasenbabys weggekommen.

Würden Sie anderen Landwirten denn raten, ein offenes Hofkonzept in ihren Betrieben zu etablieren?
Raten vielleicht schon, aber das kann halt nicht jeder. Ich habe hier auch eine wirklich gute Lage – direkt vor den Toren von Freiburg. Die Freiburger Familien setzen sich auf ihre Räder und machen einen Ausflug zu uns auf den Hof. Zu meinen Kollegen im tiefen Schwarzwald fährt kein Mensch mit dem Fahrrad und es kommt auch keine Straßenbahn. Selbst mit dem Auto ist es im Winter eine Herausforderung. Ich sage immer, jeder Betrieb muss seinen Weg für die Zukunft finden und am besten noch für die nächste Generation. Man kann nichts kopieren. Man muss seinen Weg finden, für seinen Betrieb und seine Stadt.
… Alles vom 14.11.2025 von Inga Niese bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/betreiber-des-baldenweger-hofs-in-stegen-vor-allem-hasen-und-huehner-werden-geklaut

Bernd Hug (55) wuchs auf dem elterlichen Hof im Dreisamtal auf und kaufte 1999 den Baldenweger Hof in Stegen, den er als landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb führt. Mit seiner Familie und 25 Mitarbeitenden kümmert er sich um den Hofladen, 110 Hektar Land und mehr als 1000 Tiere. https://www.baldenwegerhof.de/
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Einige Kommentare:
Das zu lesen ist wirklich traurig und zum Fremdschämen. Wir haben vor nunmehr 10 Jahren mit den Kindern immer wieder tolle Ausflüge gehabt und war damals schon etwas betrübt, wenn fehlende Sensibilität oder schlicht Missachtung der Regeln zu beobachten war.
Liebe Familie Hug, nicht umsonst wurde Ihr Betrieb unter die Top-10 der Hofläden gewählt und es wäre schade, wenn Sie Ihr Konzept der offenen Landwirtschaft beenden müssten.
Wenn der Respekt vor dem Eigentum und der Leistung anderer derart abgenommen hat, bleibt eben nichts anderes übrig als Zäune, Kameras und Schlösser. Kurt Baumgärtner
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Ich bewundere die Geduld von Herrn Hug. Im September 2016 musste er sein Soja-Versuchsfeld bei der Annakapelle Ebnet mühsam absuchen nach dem, was die landwirtschaftsfreundlichen Städter so alles ins Feld werfen: Wir fanden Müll, Fahrradteile, Dachpappenrolle, Kinder-Buggy, Eisenstangen usw. https://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/soja . Erst danach konnte er das Soja mit dem Mähdrescher ernten, ohne das Schneidwerk zu beschädigen. Mir wäre damals der Kragen geplatzt, aber Herr Hug schímpfte nicht einmal. E.K.
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