Ansage des B-31-Info-Telefons der Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu für die Zeit vom 28. September bis zum 11. Oktober 1998 und eine
P r e s s e i n f o r m a t i o n
Es ist die 395. Ansage.
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu
Die Ergebnisse zweier Volksabstimmungen am 27. September sind ein Fanal
für eine neue Verkehrspolitik: Das deutsche Volk hat jene Regierung
abgewählt, die seit 16 Jahren auf das Auto und den Straßenbau
setzt. Das Schweizer Volk hat die Verzehnfachung der Abgaben für den
Lkw-Verkehr beschlossen. Beide Wahlergebnisse haben direkten Bezug zum
Projekt B 31 neu. Der Schweizer Volksentscheid wird den kostenbewußten
internationalen Spediteur veranlassen, “preiswerte” Umwege um die Schweiz
herum zu suchen. Da bietet sich für den Verkehr aus dem Süden
Europas die Rhonetalstrecke an mit der Fortsetzung der A 5 ab Neuenburg.
Die erste leistungsfähige Ost-West-Verbindung nördlich der Schweiz
wäre eine vierspurig ausgebaute B 31 von Breisach quer durch Freiburg,
über Donaueschingen bis nach Ulm. Mit einer zusätzlichen Lkw-Flut
müsste also auch Freiburg rechnen.
Eine rot-grüne Bundesregierung hat nunmehr die Chance, eine echte
Verkehrswende einzuleiten. Der Begriff Mobilität für Menschen
und Güter kann neu definiert, die Verlagerung des Güterverkehrs
von der Straße auf die Schiene vorangetrieben werden. Die tatsächlichen
Kosten des Lkw-Verkehrs können diesem durch eine ökologisch-soziale
Steuerreform angelastet werden. Die Bahn wird wettbewerbsfähiger,
Natur und Umwelt werden geschont, Lohnnebenkosten gesenkt und damit
Arbeitsplätze geschaffen.
Ein solches Umdenken muß auch in den Köpfen der hiesigen
Verantwortlichen stattfinden: Freiburgs OB Böhme sollte erkennen,
daß der Sieg seines Parteifreundes Gernot Erler und das gute Ergebnis
der Grünen auch deutliche Kritik am B-31-Projekt bedeutet. Erler hat
die B 31 neu als “Verbrechen an Freiburg” bezeichnet und kurz vor der Wahl
die Verlagerung des Staus von Ebnet in die Wiehre prophezeit, da der Stadttunnel
wohl nie kommen wird. Die Grünen kämpfen geschlossen für
eine umweltverträglichere Verkehrspolitik.
Freiburgs Wählerinnen und Wähler haben statt der wohl vergeblichen
Hoffnung auf einen Sinneswandel Böhmes eine wirkungsvolle Alternative:
Sie können am 18. Oktober Böhme abwählen und an seine Stelle
Walter Witzel setzen. Er war der einzige Politiker, der sich von Anfang
an mit den Aktionsbündnissen zusammen gegen das Dinosaurier-Projekt
B 31 neu und für die jetzt endlich mögliche ökologische
Verkehrswende eingesetzt hat.
Dies war das B-31-Info-Telefon für die Zeit vom 28. September bis zum 11. Oktober 1998. Sie hören eine neue Ansage ab dem 12. Oktober.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.: Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret,
Scheffelstr. 41, 79199 Kirchzarten,
Tel. und Fax: 07661 980028
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Letzte Änderung: 30.September 1998