Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 23. März
bis Sonntag, den
5. April 1998.
Es ist die 383. Ansage.
Der Regierungswechsel in Bonn scheint sicher, glaubt man der Zunft der Volksbefrager. Ob dies auch eine Wendung hin zu einer nachhaltigen Umwelt- und Verkehrspolitik mit sich bringen würde, ist fraglich. Oft schon haben sich Umweltschützer - kaum waren sie an der Macht - den scheinbaren Zwängen der Ökonomie untergeordnet. Um Arbeitsplätze zu retten oder zu schaffen, meinten sie, der Steinzeit-Theorie folgen zu müssen, die Umweltschutz gleichsetzte mit Arbeitsplatzverlust. Mit der haben wir es auch bei der B 31 neu zu tun. Sie will glauben machen, durch den Bau der Straße würden neue Arbeitsplätze in unserer Region geschaffen. Das aber ist überholtes Denken! Es gehört zum heutigen Allgemeinwissen, daß die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands eine Zukunft der Dienst-und der geistigen Leistungen sein wird. In einer so wenig industrialisierten Region wie Südbaden ist die Entwicklung und Realisierung von Umwelttechnologie wichtiger als der Bau einer Fernstraße. Die Gotthard-Autobahn-Strecke in der Schweiz beweist: Mehr Straßen schaden einer vom Tourismus geprägten Wirtschaft. Beim Straßen-Transit-Güterverkehr wird nur an zwei Stellen Geld verdient: Dort wo be- und dort wo entladen wird. Dazwischen, in den Transitregionen, verbleiben die Nachteile: der Lärm, der Gestank, die Schadstoffe, der Verbrauch an Flächen, das Waldsterben, die Klimaschädigung. Und eine solche Region ist Freiburg und das Dreisamtal.
Die B 31 neu ist Relikt einer Vergangenheit, die glauben machen wollte, der wirtschaftliche Erfolg unserer Region sei nur möglich mit einer autobahngleichen Straße. Inzwischen weiß jeder: Neue Straßen erzeugen neuen Verkehr. Und autobahngleiche Fernstraßen wie die B 31 neu erzeugen Transitverkehr. Wenn Sie das wollen, dann sollten Sie weiter für den Bau der B 31 neu und des Stadttunnels kämpfen. Wenn Sie Ökonomie und Ökologie nicht für natürliche Feinede halten, dann sind Sie stattdessen Kandidat für das Treffen der Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu Donnerstag, den 23. April im Gasthaus Waldsee. Mehr darüber erfahren Sie rechtzeitig davor, unter anderem im B-31-Info-Telefon..
Die nächste Ansage hören Sie ab Montag, dem 6. April.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.: Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr. 41, 79199 Kirchzarten, Tel. und Fax: 07661 98 00 28
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Flugis
Letzte Änderung: 23.März 1998