Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 9. Februar bis Sonntag, den 22. Februar 1998.
Es ist die 380. Ansage.
Auch Halbwahrheiten sind Lügen! Das bleibt festzustellen angesichts der optimistischen Äußerungen von Oberbürgermeister Böhme zum Thema Stadttunnel. Der Besuch von Landesverkehrsminister Schaufler am 14. Januar im Freiburger Rathaus veranlasste Böhme, nur die - aus seiner Sicht - “gute Nachricht” zu verkünden. Das Land, so ließ Böhme verlauten, werde die Höherstufung des Freiburger Stadttunnels in Bonn unterstützen. Vergessen hat Böhme die “schlechte Nachricht”! Die stand einige Tage später in der Badischen Zeitung in einem Interview, das Schaufler dort gegeben hatte. Und da klang alles ganz anders als zuvor: Die Landesregierung nämlich werde nicht die Bergmännische Manier des Tunnelbaus unterstützen, vielmehr erwarte man die billigere Lösung einer “offenen” Bauweise, die aber im Zentrum Freiburgs ohne das Risiko des jahrelangen totalen Verkehrschaos`undurchführbar ist. Schaufler machte auch klar, daß man bei Privatfinzierungsmodellen nur noch an das Betreibermodell denke, wie es nach dem Bundesfernstraßenprivatfinanzierunggesetz vorgesehen ist. In diesem Gesetz steht nicht nur, daß die Benutzer eines so finanzierten Bauwerkes - also die Autofahrer - direkt Maut an die privaten Betreiber zu zahlen haben; es ist auch festgelegt, daß solche Projekte ausschließlich außerhalb geschlossener Ortsdurchfahrten zulässig sind. Damit ist eine Mautfinanzierung für diesen eindeutig innerstädtischen Tunnel von Gesetzes wegen ausgeschlossen. Beide Fakten sind Belege für eine insgesamt klägliche, unehrliche Informationspolitik des Rathauses in Sachen B 31 und Stadttunnel. Statt den Bürgern reinen Wein einzuschenken, wird wieder kräftig verschleiert. Hoffnungen auf den baldigen Bau des Stadttunnels werden geweckt, die Wahrheit - wie Schaufler sie der BZ erklärte - verschwiegen. Zum Schluß noch ein wichtiger Hinweis: Die Aktionsbündnisse werden demnächst zu einem Frühjahrs -Plenum einladen. Bitte beobachten Sie entsprechende Zeitungsnotizen und bleiben Sie dem Info-Telefon treu.
Dies war das B-31-Info-Telefon für die Zeit vom 9. bis zum 22. Februar 1998. Sie hören eine neue Bandansage ab Montag, dem 23. Februar.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544.
Zurück zum Infotelefon
Zurück zu Pressemitteilungen /
Flugis
Letzte Änderung: 9.Februar 1998