Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Freitag, den 21.
bis Sonntag, den
30. November 1997.
Es ist die 371. Ansage.
Bei der Mitgliederversammlung von Bündnis 90 / Die Grünen
am 20. November in Freiburg wurde
der Europaabgeordnete Wilfried Telkämper mit eindeutiger Mehrheit
zum Kandidaten für die Bundestagswahl 1998 im Wahlkreis 185 gewählt.
Die Aktionsbündnisse begrüßen diese Entscheidung sehr,
war doch Wilfried Telkämper in all den Jahren des Widerstands gegen
den Bau der B 31 neu ein hilfreicher und zuverlässiger Mitkämpfer.
Er hat stets die B 31 neu und das dahinterstehende Verkehrskonzept im europaweiten
Kontext gesehen und uns in unserer Einschätzung über die wahre
Bedeutung der Straße bestätigt. Nicht eine Regionalstraße
war geplant und wird jetzt gebaut, stets war die Forderung der EU präsent,
das Netz der europäischen Fernstraßen kräftig auszubauen
und vor allem in der Ost-West-Richtung neue, leistungsfähige Verbindungen
- vor allem für den Lkw-Güterverkehr - zu schaffen. Mit uns zusammen
hat er auch immer die Meinung vertreten, daß der Bau der B 31 neu
für die regionale Wirtschaft und den regionalen Arbeitsmarkt eher
schädlich als nützlich ist. Das Ergebnis der EU-Studie “SLOW”,
die Telkämper in Gang setzte, wird inzwischen von anderen wissenschaftlichen
Gutachten bestätigt und findet auf die Region Südbaden und die
B 31 neu eindeutige Anwendung: Da wir hier keine transportintensive Industrie
haben, ist der Bau zusätzlicher Fernstraßen für die hiesige
Wirtschaft kontraproduktiv. Ein Gewinn aus schnelleren Straßenverbindungen
hat stets die Wirtschaft dort, wo be- und entladen wird. Das wird nicht
in unserer Region sein. Der Lkw-Güterverkehr mit seiner Steigerungsrate
um einhundert Prozent bis zum Jahr 2010 bringt uns nur Nachteile, vermeintliche
Vorteile werden anderswo eingeheimst.
Wir fordern deshalb - ebenso wie Wilfried Telkämper - endlich
die Internalisierung sämtlicher Kosten des Lkw-Verkehrs. Würde
alle Kosten, die der Lkw-Verkehr verursacht, in betriebswirtschaftlich
sauberer Manier diesem Verkehr angelastet, wir hätten weniger Lkw`s
auf unseren Straßen und mehr Güter auf der Schiene. Und dann
bräuchten wir auch keine neuen Monsterstraßen, wie die B 31
neu eine werden wird. Würde man dann noch einen Bruchteil der für
den Bau der neuen B 31 notwendigen Gelder in den Ausbau eines attraktiven
und leistungsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs stecken,
wäre allen geholfen, den Menschen, der Natur und unserer Umwelt. Die
Aktionsbündnisse werden diese Politik selbst weiterverfolgen und jeden
unterstützen, der - wie Wilfried Telkämper - dabei mithilft.
Dies war das B-31-Info-Telefon für die Zeit vom 21. bis zum 30. November 1997. Sie hören eine neue Ansage ab Montag, den 1. Dezember.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.:
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr.
41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 980028
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Letzte Änderung: 21.November 1997