Die B-31-Planung - ein einziges Desaster
B-31-Aktionsbündnisse: Regierungspräsidium ist hoffnunglos
überfordert
Als beispiellose Blamage bezeichnete heute der Sprecher der Aktionsbündnisse
gegen die
B 31 neu, Reiner Ehret, die jüngsten Meldungen zum B-31-Neubau.
Das Regierungspräsidium Freiburg beweise zum wiederholten Male, daß
es mit der Planung und der kosten- und termingerechten Durchführung
des Milliardenprojektes hoffnungslos überfordert sei. “Eine Firma,
die so handeln würde, wie das RP es sich hier leistet, wäre längst
pleite,” behauptete Ehret.
Beim geplanten Baubeginn im Herbst 1996 habe man festgestellt,
daß die Bauablaufpläne falsch sind. Sie mussten neu erstellt
werden. Bauverzögerung = mindestens 1 Jahr. Durch Änderungen
im Bauablauf seien auch die Baukosten nicht zu halten gewesen. Es gäbe
Nachforderungen des Baukonsortiums in bisher unbekannter Höhe. Im
Konrad-Guenther-Park habe man zuviel Bäume abgeholzt. Dafür müsse
das RP (aus Steuermitteln!) ein Bußgeld an die Stadt Freiburg bezahlen.
“Der tollste Streich ist aber jetzt in Döggingen passiert,” höhnte
Ehret. Man werde im nächsten Jahr den Dögginger Tunnel fertigstellen,
könne ihn aber noch jahrelang nicht in Betrieb nehmen, weil die dazugehörige
Brücke fehle.
“Die Baumeister von Schilda haben im Basler Hof würdige
Nachfolger!” Der Spott des Aktionsbündnis-Sprechers gilt dabei auch
den Ankündigungen von “Privatfinanzierungen” der Dögginger Brücken
und des Freiburger Stadttunnels. Es gebe, so Ehret, keine gesetzliche Grundlage
für Finanzierungsmodelle, wie sie z.B. die Firma Bilfinger & Berger
vorgeschlagen habe. Im übrigen lohne es sich, einmal nachzurechnen,
wie teuer z.B. der Stadttunnel tatsächlich käme, wenn man ihn
mit dem “Schattenmaut”-Modell finanzieren würde. “Aus 600 Millionen
Mark Baukosten würden bei 30 Jahren “Schattenmaut-Pflicht” insgesamt
mehr als 1,5 Milliarden Mark an Refinanzierungskosten entstehen. “Total
unwirtschaftlich,” folgerte Ehret, “und deshalb nach dem Spruch des Verfassungsgerichtshofes
Rheinland-Pfalz verfassungswidrig!” Sowohl OB Böhme als auch Regierungspräsident
Schroeder würfen “finanzpolitische Nebelkerzen,” schloß Ehret.
Das nehme er besonders Böhme übel, der als ehemaliger Staatssekretär
im Bundesfinanzministerium sehr genau wisse, daß das Bilfinger &
Berger-Angebot keine Chance habe. “ Das gleiche gelte übrigens auch
für den Vorschlag des Möbelhauses Mutschler, Teile der B 31 West
privat zu finanzieren. Mutschler wolle eine möglichst breite Zufahrt
zu einem Möbel-Supermarkt westlich Freiburgs, mehr nicht!
Purer Aktionismus sei auch die Ankündigung, man werde demnächst
die B 31 neu zwischen Kirchzarten und Buchenbach dreispurig ausbauen. “Das
wäre ein neuer, dummer und teurer Streich des RP,” kommentierte der
Aktionsbündnis-Sprecher die Meldung aus dem RP. Das Nadelöhr
Falkensteig bliebe dann trotzdem erhalten. Die B 31 würde nach Himmelreich
bis zur Löffeltalkurve hinter dem Hirschsprung zweispurig bleiben,
da mit dem Falkensteigtunnel in den nächsten Jahrzehnten überhaupt
nicht zu rechnen sei. RP Schroeder möge sich, so Ehret, stattdessen
dafür einsetzen, daß endlich das zweite Gleis der Höllentalbahn
und in Burg-Birkenhof und Kappel Bahnhaltepunkte gebaut würden.
V.i.S.d.P.: Reiner Ehret, Scheffelstraße 41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 980028
Zurück zu Pressemitteilungen
Zurück zu Pressemitteilungen / Flugis