Zugvoegel bedroht in Aegypten

Seit Tagen pfeifen, piepsen, singen, jubilieren und zwitschern sie, die unzählbar vielen Stare, die sich in drei großen Fichten in Littenweiler versammelt haben. So auch am 9.10. um 12 Uhr. Die Stare scheinen den Spätsommertag mit Sonne und angenehmen 22 Grad zu genießen. Doch als ich um 14 Uhr wiederkomme, herrscht plötzlich Stille – das Vogelgezwitscher in den Fichten ist verstummt. Die Vögel sind auf ein geheimes Signal hin aufgebrochen gen Süden, um die kalte Jahreszeit in wärmere Gefilden zu verbringen. Gute Reise und guten Flug wünsche ich den Zugvögeln für ihren 1000ende Kilometer langen Weg. Und gute Rückkehr im nächsten Frühjahr!
Doch dann lese ich in der Zeitung: In Ägypten, Malta, Italien und Zypern wird den Zugvögeln in diesem Jahr noch extremer nachgestellt: Stare, Buchfinken, Baumpieper, Neuntöter, Grasmücke, Wachtelkönig, Wiedehopf, Nachtigallen und Pirol landen auf dem Grillteller statt im Winterquartier. Nach Angaben des Nabu verendet jeder 17. Zugvogel in ägyptischen Fangnetzen qualvoll. 140 Millionen Vögel allein in Ägypten.  85 in Deutschland bedrohte Vogelarten sind betroffen. Der von Korruption begünstigte Vogelmord habe in Ägypten nun mengenmäßig Dimensionen angenommen, die Vogelarten wie Nachtigall und Wachtelkönig ausrotten könnten – so der Nabu.

Nabu: Ägypter fangen 140 Millionen Zugvögel
Millionen Zugvögel sind derzeit auf dem Weg in ihr Winterquartier. Viele werden dort nie ankommen. Ägyptische Vogeljäger fangen die Tiere massenhaft, um sie als Delikatesse zu verkaufen. ….
Alles vom 10.10.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/neues-fuer-schueler/nabu-aegypter-fangen-140-millionen-zugvoegel-x1x–76027146.html

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