Wohnungsnot FR Studierende

Wie immer zu Beginn des Wintersemesters, in diesem Jahr besonders schlimm: Die Wohnungsnot für Studierende in Freiburg. Da hilft auch Ironie kaum weiter: “Im Osten gibt es Gemeinden, da stehen seit Jahren tolle Häuser leer, keiner will sie. Man könnte doch die Unis dort bauen, würde den Osten verjüngen, vielleicht würde dann dort der eine oder andere wohnen bleiben, statt in den überfüllten Städten. Auch würden die Studenten dort sicher für Peace und gute Laune sorgen und die dortige Bevölkerung vielleicht umerziehen zu solidarischen Grünen (wie man es in Freiburg gemacht hat). Ah, und Häuser könnte man dort zuhauf besetzen. Dann wär auch wieder mehr Ruhe nachts für geplagte Stadtbewohner und es gäbe auch nicht mehr so laute Grillfeten, die den studierten Juristen ärgern” (Brigitte Müller in der BZ, s.u.).
Was tun gegen die studentische Wohnungsnot?
1) Bauen fördern: Neubau, Umbau, Sanierung.
2) Vermietung erleichtern (in der Heidelberger Weststadt – das Pendant in Freiburg ist die Wiehre – stehen über 700 Zimmer leer, da die privaten Vermieter sich wegen der vielen Vorschriften nicht mehr getrauen, diese an Studenten zu vermieten). In Freiburg dürfte es nicht anders sein.
3) Neue Wohnformen wie “Wohnen für Hilfe”, “WGs mit Behinderten”

Wohnungsnot für Studenten spitzt sich zu
“Der Bedarf ist riesig”, sagte die Vize-Geschäftsführerin des Studierendenwerkes Freiburg, Renate Heyberger. In Freiburg sind rund 33 000 Studenten eingeschrieben; Wohnheimplätze gibt es 3860. Wartelisten führt das Studentenwerk nicht – wenn alle Wohnungen vergeben und danach unerwartet doch eine frei wird, “wird verlost”, sagte Heyberger. Schlimmstenfalls gibt es Notunterkünfte mit Stockbetten für acht Euro pro Nacht. Die einzige Lösung wäre “bauen, bauen, bauen”, sagt sie. Preise für WG-Zimmer erhöhen sich auf durchschnittlich 436 Euro. …. Alles vom 26.9.2016 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/bleibe-dringend-gesucht-wohnungsnot-fuer-studenten-spitzt-sich-zu

Wohnungsnot bei Studenten und Einheimischen
Verstehe ich nicht. Hier werden doch massenhaft “Luxuswohnungen” für Studenten gebaut. In Zähringen 3 Gebäude, in der Habsburgerstraße 1 großes Gebäude … Ach, den Luxus können sich nicht alle leisten? Eure Armut kotzt mich an. Es ist beschämend, dass Deutschland es nicht schafft bezahlbaren Wohnraum bereit zu stellen. Eine Gruppe scheint davon ausgeklammert zu sein (legale und illegale Flüchtlingen). Und dann wird sich über Wahlergebnisse gewundert. Auf der einen Seite wird Toleranz und Nächstenliebe Fremden gegenüber in übertriebener Art und Weise gezeigt und oft auch nur aus Profilierungssucht vorgetäuscht und auf der anderen Seite (bestehende Probleme der deutschen Bevölkerung) wird die sozialkalte Schulter gezeigt. Das finde ich pervers und zutiefst asozial.
26.9.2016, Uwe Hahn, BO

Multi-Kulti-Student in Flüchtlingserstaufnahme – gelebte Integration
Als Multi-Kulti Student sollte man doch in die Erstaufnahme Einrichtungen des Landratsamtes einziehen können. Es wird doch schon geklagt, daß die vorhandenen Container leer stehen. Das nenne ich gelebte Intergration und Empatie.
,26.9.2016, olfgang Rothmann

Wohnungen für 3500 Flüchtlinge gibt es
Wenn man aus dem Stand heraus wie in Freiburg geschehen Wohnungen für 3500 Flüchtlinge bauen oder bereitstellen kann – wieso ist das nicht für finanziell ebenso schwache Studenten möglich? Warum haben die nicht ebenso Anspruch auf Hilfe vom Staat beim Wohnen, Herr Salomon?
26.9.2016, Fabio Rossi

Die Vermieter von preiswerten Zimmern haben es immer schwerer
Wir vermieten in einem Wiehre-Altbau privaten Wohnraum an zehn Studierende. Preis deutlich unter dem im Artikel angegebenen Durchschnittspreis, alle Wohnungen sind in ordentlichem Zustand, Balkon, EBK etc.. Die Mieter sind glücklich, bleiben auch entsprechend lange. Aber leicht macht es uns der Staat dabei wahrlich nicht: Es beginnt mit Kleinigkeiten der Stadt Freiburg. Es gibt keinen Parkausweis für unsere sporadischen Aufenthalte, um die Verwaltung, Instandhaltung, Anlieferungen etc. durchführen zu können. Für die uns selbst verbliebenen Zimmer im Haus sollen wir Zweitwohnungssteuer zahlen oder sie besser noch ebenfalls vermieten, obwohl wir die Räume (nur) als Büro/Werkstatt für die Verwaltung im Haus benötigen; “gewohnt” wird da jedenfalls nicht.
Auch auf Bundesebene kamen tolle Änderungen, z.B. dürfen wir defekte Gasheizungen in den Altbauzimmern nicht mehr ersetzen, sonden müssen dann nach ENEV neue Etagenthermen einbauen, obwohl die aktuellen Heizungen durchaus effizient betrieben werden (nach Verbrauch Stufe C oder D; mein eigenes Haus von 2006 aus Ytong mit angeblich supereffizienter Gasheizung und Hauslüftung mit Wärmerückgewinnung etc. kommt bei realistischer Rechnung auch nur auf C). Dann noch die fast schon turnusmäßigen Änderungen im Mietrecht, die vor allem dem privaten Vermieter das Leben immer schwerer machen.
Hilfen vom Staat braucht der kleine Vermieter also nicht zu erwarten, nur immer feste druff. Die Größe vom Unmüssig haben wir halt auch nicht, da muss man dann halt zurückstecken (z.B. http://bit.ly/2d09z2o ./. http://bit.ly/2ddMSGb). Der Herr Mohlberg hat’s auch gemerkt und die privaten Vermieter offenbar schon abgeschrieben.
Warum genau machen wir den ganzen Käse also überhaupt noch mit? Entkernt, luxussaniert und verkauft hätten wir deutlich mehr von dem Haus und wären den Ärger mit Instandhaltung, Vermietung und Verwaltung obendrein endgültig los…
26.9.2016, Michael Keller

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Studenten wohnen mit Flüchtlingen - Integration
Jedes Jahr dasselbe Problem! Wenn bald wieder das Wintersemester beginnt, stellt man erstaunt und entsetzt fest, dass Wohnraum für die Studenten fehlt. Und, laut Bericht in der BZ, ist in keinem anderen Bundesland der Wohnungsmarkt so angespannt wie in Baden-Württemberg. Man werde wieder Notunterkünfte errichten, sagt Frau Heyberger, die stellvertretende Geschäftsführerin des Studierendenwerkes.
Wieso Notunterkünfte für Studenten? Warum bringt man die Studenten nicht gemeinsam mit den Flüchtlingen in den neuerbauten Flüchtlingshäusern in Kappel oder Merzhausen unter? Wäre mein Vorschlag und wurde doch auch schon mal in einem Artikel in der BZ sowie vom Studierendenwerk in Erwägung gezogen! Warum passiert nichts? Sind die bürokratischen Hürden oder die Brandschutzvorschriften wieder mal so hoch?
Dabei wäre das doch auch die Chance für die Integration der Flüchtlinge. Junge studierende Menschen, die ja oftmals auch offener und vorurteilsfreier sind, zusammen mit den Menschen, die durch den brutalen Krieg in Syrien gezwungen wurden zu flüchten, miteinander wohnen zu lassen. So wäre doch beiden Gruppen geholfen: den Flüchtlingen und den Studenten.
1.10.2016, Elisabeth Mauthe, Freiburg

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