Wohnen statt Parken – Herdern

Wohnraum statt Auto-Parkplatz-Orgie im Behördenviertel in Freiburg-Herdern, Erschlossener zentrumsnaher Wohnraum für 1000 bis 1500 Menschen möglich. Der aktuelle „Bauboom“ in Freiburg-Herdern mit 5 Projekten für 270 Wohnungen und 350 Appartements für Studierende, also Wohnraum für über 1000 Menschen, plus 240 Hotelzimmer veranlasste den Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V., einen weiteren neuen innenstadtnahen „intelligenten Baustein“ vorzuschlagen, der zusammen mit einer ganzen Reihe anderer Maßnahmen die Freiburger Pläne für einen großen verlärmten Neubaustadtteil auf der fernen grünen Wiese ersetzen soll.
Zentrumsnahen neuen Wohnraum für 1000 bis 1500 Menschen zu schaffen anstelle von rund 500 oberirdischen PKW-Parkplätzen mit großzügigen asphaltierten Zufahrten, das schlägt der Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. vor für das Behördenviertel in Freiburg-Herdern zwischen Sautierstr. und Stefan-Meierstr. nördlich der Tennenbacherstr.. Weitere rund 150 Parkmöglichkeiten bestehen dort am zugewandten Straßenrand des Gevierts, außerdem zahlreiche Stellplätze für wenige dort bestehenden Wohngebäude.

parkplaetze-herdern1501 Vergeudeter Wohnraum: Parkplätze und Zufahrten im Behördenviertel Herdern

Die Parkplätze und Garagen des Geländes können in eine Tiefgarage gelegt werden, soweit sie bei den guten dortigen Verkehrsanbindungen mit Bahn, Straßenbahn, Bus und mit Park+Ride und Job-Tickets für die Behörden überhaupt noch notwendig seien, so der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser kürzlich in einem Schreiben an die Stadt-Spitzen Freiburgs und den Gemeinderat.
Damit werde viel Platz frei für den Bau von Wohnungen und sehr günstig gelegenen Wohnheimen für Studierende. Nach erster Einschätzung für ECOtrinova e.V. bietet das Geviert bei 4-stöckiger Bebauung plus ausgebauten Dächern für rund 1000 Menschen Platz in Wohnungen oder bis zu 1500 Wohnheimplätze, mehr noch bei Zusammenrücken der Behörden aufgrund von Digitalisierung und weiteren Maßnahmen. Das Gebiet ist anders als ein Neubaustadtteil bereits hohe Kosten sparend erschlossen. Viele Einkaufsmöglich­keiten bestehen u.a. in der Habsburgerstr. und mit nur 1 bis 2 Straßenbahnhalten in der nahen Innenstadt. Diese Stadtgebiete Freiburgs würden durch diesen „intelligenten Baustein“ gestärkt.
Der Verkauf eines großen Teils des Geländes an die Stadt oder Dritte brächte dem Land einen Teil der Mittel, um in einer optimalen Variante die Behördenbauten direkt an der Stefan-Meier-Str. modern neu zu errichten. So könnten die Altbauten im inneren Teil und an der ruhigen Sautierstr. zu Wohnungen und Studierendenheimen umgebaut werden. Das Land würde seinen eigenen Flächenschutz-Forderungen Raum geben, indem auch Freiburg den Flächenverbrauch im Außenbereich stoppen kann. Die Stadt wiederum könne dann ggf. auch hier Freiburger ökologische und soziale Bedingungen für ein weiteres Vorzeigeviertel durchzusetzen, so ECOtrinova weiter. Der Verein hofft, dass Vorplanungen dazu nun beschleunigt werden.
Solche Bausteine zum ökosozialen Stadtumbau seien unbedingt vorzuziehen gegenüber einem dreiseitig von Lärm und Autobahnen sowie Schnellstraßen versperrten entlegenen neuen Stadtteil Dietenbach, der mit der Vernichtung wichtigen landwirtschaftlichen Bodens einher ginge und von ECOtrinova entschieden abge­lehnt werde, betonte Löser.
12.1.2015
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