Windräder Schauinsland – nein

Die Gemarkungen der im Südosten bzw. Südwesten von Freiburg gelegenden Vororte Kappel und Horben reichen bis hoch zum Kamm des Schauinsland-Massivs. Dort oben am Taubenkopf sind zwei 250 m hohe Windräder geplant, nur 480 m von der Wohnbebauung entfernt. Dagegen wehren sich die Bürger, die sich nun im Verein “Unser Schauinsland” zusammengetan haben. Zumindest 1000 m-Abstandsregelung müsse eingehalten werden. 22.12.2.2019

Willkommen beim Verein Unser Schauinsland e.V.
Wir, Bewohner des Kappler Tals in Freiburg und der Gemeinde Horben, haben uns im Dezember 2018 zusammengeschlossen, um die einzigartige Natur des Schauinslands zu schützen. Gern erzählen wir ihnen mehr über diese vielfältige Landschaft des Schauinslandes, die Geschichte, die Menschen und die Tiere die hier leben. Aktuell ist diese Landschaft akut gefährdet, da die Stadt Freiburg und das RP Freiburg eine Fläche am Taubenkopf unterhalb des Schauinslandgipfels als Vorrangfläche für Windräder ausgewiesen hat. .

kappel-windrad-leopoldstollen                                           kappel-windrad-molzhofsiedlung
Blick vom Leopoldstollen nach Kappel (U. Bielefeld)              Blick nach Süden über Kappel-Molzhofsiedlung
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Ja, zur 1000 m Abstandsreglung! (Nov. 2019)
Der Verein begrüßt den Vorstoß von Bundesminister Peter Altmaier einen Mindestabstand von 1000 m Meter zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen ab 5 Häusern einzuführen. Damit würde die Bundesregierung ein Zeichen setzen, dass die Energiewende nur mit den Bürgern geht und nicht zu Lasten der Landbevölkerung.
Die geplanten zwei 250 m hohen Anlagen am Taubenkopf hätten nur einen Abstand von 480 m zu den Häusern im Kappler Tal, denn diese werden nicht als reine Wohnsiedlung anerkannt, sondern als Dorf-, Mischgebiet.
Hier gilt momentan die Technische Anleitung zum Schutz vor Lärm, die eine Grenze von 45 Dezibel in der Nacht und 60 Dezibel am Tag vorschreibt. Reine Wohnsiedlungen müssen deutlich weniger Lärm ertragen (35 und 50 dB(A)). Nicht berücksichtigt wird in der TA Lärm der Infraschall (nicht hörbarer, aber fühlbarer Schall), der aber mit den immer größer werdenden Anlagen zunimmt. Aufgrund der Geländeform des oberen Kappler Tales ist es nur schwer abschätzbar, wie die Lärmausbreitung der Windenergieanlagen tatsächlich sein würde. Eine WHO-Studie von 2018 belegt, mehr als 45 dB(A) am Tag machen krank!
http://www.unser-schauinsland.de

 

 

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