Weisse Elefanten unsichtbar

Die ungeregelten Fragen der Migration und des Zuzugs kulturfremder Wirtschaftsmigranten und Kriegsflüchtlinge, der fortgesetzte Missbrauch des Asylrechts, die langfristigen Folgen für den Arbeitsmarkt, die öffentlichen Kassen und den sozialen Zusammenhalt in Deutschland stehen (bei der Groko) weiterhin als weiße Elefanten im Raum der Politik. Diese Elefantenherde wird so behandelt, als ob sie unsichtbar wäre.
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Dabei ist sie das zentrale Thema für die Zukunft unserer Gesellschaft. Die sogenannten kleinen Leute spüren das sehr genau. Sie möchten von der Politik Schutz und Perspektive, und wenn sie die nicht bekommen, wenden sie sich ab. Karl Marx hatte Recht: Das Sein bestimmt das Bewusstsein, deshalb nehmen mehr und mehr Arbeiter die SPD nicht mehr als ihre Partei wahr. ….
Beim Familiennachzug subsidiär schutzbedürftiger Flüchtlinge soll es eine Härtefallregelung für bis zu 1.000 Fälle im Monat geben. Das offene Scheunentor Asylrecht bleibt aber weiter unverändert, und keiner Erwähnung wert ist die Tatsache, dass die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland fällt und nicht steigt.
… Alles von Thilo Sarrazin vom 12.2.2018 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/die_afd_loest_die_spd_ab

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Sarrazin, Broder, Buschkowsky, Bosbach sind Teil des Problems!
Lieber Herr Sarrazin, ich schätze Ihre Ausführungen in der Regel sehr. Aber eines verstehe ich nicht: Sie sehen den Eisberg, sie warnen vor ihm, aber dennoch bleiben Sie in der gemütlichen Gemeinschaft der Genossen auf Kurs und helfen so indirekt den Kessel weiter anzuheizen, damit die Titanic noch schneller zerschellt und helfen nicht denjenigen, die versuchen irgendwie das Ruder herumzureißen.
Was bringt ihnen das? Eine Erneuerung der SPD von Innen ist schwer vorstellbar, da selbst der redegewaltige Nachwuchs – wie Kevin Kühnert – die Grenzen ja noch weiter öffnen will. Für mich sind Leute wie Sie, wie Herr Broder, Herr Buschkowsky oder Herr Bosbach ein gravierender Teil des Problems, denn aus den klugen Worten folgen keine klugen Taten!
Man stelle sich einmal vor, wenn Sie und die anderen genannten Personen die AfD mit Ihrer Mitgliedschaft adeln würden. Was würde passieren? Richtig, es würden Ihnen mehr normale Leute folgen und diese normalen Leute würden die wenigen (aber lauten) Spinner in dieser Partei zurückdrängen. Nichts von dem passiert, weil die öffentlich rechtliche Gehirnwäsche selbst dem wütendsten Wutbürger eingebläut hat, dass man mit der AfD Adolf persönlich wählen würde.
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Und selbst wenn man sich von der Indoktrination befreien konnte, muss man sich als aktives AfD Mitglied den realen Konsequenzen stellen: Bespitzelung, Autos werden zerstört, Wohnungen beschmiert, man kann nur unter Polizeischutz zu Kundgebungen gehen, man bekommt sofort den Höcke Stempel aufgedrückt, Der Fußballverein will einen auch nicht mehr, bei Selbständigen bleiben Aufträge aus, die Gewerkschaft mobbt einen aus dem Job, die Kirchen erklären einen zum lebendigen Satan.
Ich persönlich bin kein AfD Mitlied, weil ich die Konsequenzen für mein Unternehmen fürchte. Aber Sie könnten mir und vielen anderen diese Angst nehmen. Welche andere Chance haben wir denn noch? Auf Herrn Lindner würde ich nicht unbedingt setzen, weil auch er noch nie von einer radikalen Kurswende gesprochen hat und weil er den versprochenen Untersuchungsauschuss zu den Fällen Merkel und NetzDG nicht wie angekündigt in Angriff genommen hat. Wenn in diesen Zeiten etwas alternativlos ist, dann die AfD. Sorgen Sie und die anderen Multiplikatoren doch bitte dafür, dass sich mehr normale Leute in diese Partei trauen oder nennen Sie eine andere Alternative! Vielen Dank!
12.2.2018, Frank Müller, AO

Die Angst von den Elefenten totgetrampelt zu werden
Sehr schön beschrieben Herr Sarrazin! Den Vergleich, der nicht ausgesprochenen größten Probleme mit einer Elefantenherde ist Klasse. In all den oft hochgestochenen Diskussionen auf höherem Niveau, mit all den Politikprofessoren und Experten, unter anderem in Phoenix, wird immer diese Elefantenherde nicht erwähnt, aus Angst unseriös zu wirken und aus Angst in die braune Ecke gestellt zu werden. Anstatt Angst davor zu haben irgendwann von den Elefanten tot getrampelt zu werden, hat man mehr Angst vor den moralischen Totschlägern!
12.2.2018, Peter Neumeyer, AO

Wohlfahrtsstaat bei offenen Grenzen geht eben nicht
Herr Sarrazin hat völlig recht, wenn er die Migration als zentrales Problem für Deutschlands Zukunft sieht. Man kann nicht gleichzeitig einen Wohlfahrtsstaat und offene Grenzen haben. Angesichts des raschen Bevölkerungswachstums in Afrika und Teilen des Nahen und Mittleren Ostens sowie des Wohlstandsgefälles zu Europa ist klar, dass es noch viele Millionen Interessenten für eine Einwanderung in die Wohlstandszone geben wird. Dieser Migrationsdruck wird anhalten, bis sich die Lebensbedingungen angeglichen haben.
Und da mit einem Aufholen Afrikas auf europäisches Niveau in den nächsten Jahrzehnten nicht zu rechnen ist, bedeutet das vor allem Nivellierung nach unten, wenn die gewachsene Zahl der Leistungsempfänger einen weiteren Rückbau des Sozialstaats erzwingt. Zudem würde die Konkurrenz am Arbeitsmarkt durch den zahlreichen Zuzug von Geringqualifizierten steigen, mit der Folge sinkender Löhne. Die Arbeitslöhne stehen sowohl durch den Freihandel als auch durch die Migration unter Druck. Letztere betrifft auch Branchen, die sich nur bedingt auslagern lassen, wie Bau oder Dienstleistungen. An der Stellschraube Freihandel lässt sich nur sehr begrenzt drehen, weil sonst andere Länder ihre Märkte für deutsche Waren schließen würden.
An der Stellschraube Migration will die heutige SPD nicht drehen, weil die Funktionärsebene der ehemaligen Arbeiterpartei heute stark von einem linksakademische Milieu geprägt ist, das in seinem Universalismus im Grunde jede Bevorzugung des Eigenen gegenüber dem Fremden, auch auf Basis der Staatsbürgerschaft, als Rassismus ablehnt. Der Universalist kann nicht wirklich begründen, warum der deutsche Bedürftige mehr Geld vom deutschen Steuerzahler bekommen sollte, als der Arme aus den Slums von Lagos, zumal wenn er es nach Europa geschafft hat.
Diese Logik führt bei offenen Grenzen aber gerade bei den Armen und der unteren Mittelschicht hierzulande zu Wohlstandsverlusten, die sich auch durch eine höhere Besteuerung der Reichen, soweit die bei Standortkonkurrenz überhaupt durchsetzbar wäre, nicht auffangen ließen. Deshalb wählen viele Arbeiter auch dann rechts, wenn die Linken mehr Stütze versprechen. Denn erstens wollen sie nicht von der Stütze leben. Und zweitens sagt ihnen ihr gesunder Menschenverstand, dass den Sozen das Geld anderer Leute ausgehen wird, wenn sie jeden Migranten aufnehmen, der Asyl beantragt, und ihn auch nach Ablehnung nicht mehr außer Landes bringen können, schon der großen Zahl wegen.
12.2.2018, Ephraim Döhler, AO

Dänemark, Du hast es besser
Das eigentliche Drama ist, dass wir auf Jahre – Jahrzehnte vielleicht – nicht in der Lage sein werden, zurückzufinden zu einem vom gesunden Menschenverstand informierten Mittelweg. Große Teile der Führungseliten in Politik und Zivilgesellschaft sind grün durchtränkt. Sollte die Gegenbewegung sich durchsetzen, wird sie uns auf die andere Seite der Wippe führen – nicht zur Mitte – da sind fast schon Naturgesetze am Werk. Wie sonst sollte ein System, das grünen moralischen Absolutismus als alternativlose Erlösung für ankonditionierte Kollektivschuld anbietet, zu verändern sein? Der Blick auf Dänemark ist interessant.
Zwei Sachen sind anders gelaufen: Es gab viel früher eine sogenannte rechtspopulistische Partei die für parlamentarische Balance gesorgt hat und es hat nie eine grüne Partei Fuß gefasst. Unsere gesellschaftliche Spaltung ist dem Dänemark der Gegenwart bisher erspart geblieben.
12.2.2018, Udo Müller, AO

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