Waldschutz am Amazonas

Dienstag, 18. Juni 2013, 20.30 Uhr, Jos Fritz Café, Wilhelmstraße 15 in Freiburg; “Das Erbe von Chico Mendes – Politischer Kampf um Waldschutz und Menschenrechte am brasilianischen Amazonas”. Vortrag von Edel Moraes(Vize-Präsidentin des CNS) und Ivanildo Brilhante (Bildungsabteilung des CNS), AktivistInnen des Conselho Nacional das Populações Extrati vistas (CNS) aus Belém/Brasilien mit anschließender Diskussion

Dr. Benno Pokorny (Waldbau-Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) wird eine kurze wissenschaftliche Einleitung des Vortrags geben und den Abend  moderieren.
Vortrag in portugiesischer Sprache mit deutscher Übersetzung. Edel Moraes und Ivanildo Brilhante sind führende Mitglieder des CNS, einer brasilianischen Non Profit Organisation, die sich vor Ort für die Anliegen und Rechte der im brasilianischen Amazonasgebiet lebenden über 2 Millionen Menschen einsetzt, deren Lebensgrundlage die schonende Nutzung des Regenwaldes ist. Die soziale Bewegung repräsentiert Sammler- und NutzerInnen der
nachhaltigen Waldnutzung und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Gesundheitsvorsorge, Bürgerrechte und Umweltschutz. Sie setzt sich besonders gegen das zunehmende Eindringen von transnationalen Unternehmen in Amazonien ein.
‘Se floresta é riqueza, queremos nosso povo sem pobreza’ – ‘Wenn der Wald so reich ist, wollen wir ohne Armut leben’. Im brasilianischen Amazonasgebiet leben über zwei Millionen Menschen von den Früchten und Gütern des Regenwalds, ohne diesen dabei zu zerstören. Ihre nachhaltige Lebensweise ist wichtiger Bestandteil für den Erhalt des Regenwalds. Die kommerzielle Waldrodung, der Bau von Staudämmen und die illegale Abholzung bedrohen ihren Lebensraum massiv. Der Vortrag will über die Thematik informieren und auf Missstände aufmerksam machen – die Nichtgewährung von Land- und Bürgerrechten, Bildung, Umweltschutz und die massive Bedrohung derjenigen, die sich für eine Verbesserung der Zustände einsetzen. Der Umweltaktivist, Gewerkschafter und Gummizapfer Chico Mendes wurde vor 25 Jahren von Großgrundbesitzern ermordet. Er ist bis heute Symbol für den Kampf der Waldbevölkerung um ihre Rechte.
Die Veranstaltung wird hauptverantwortlich getragen von ASA Nord-Süd-Programm in Kooperation mit der Professur für Waldbau und der Professur für Wald und Umweltpolitik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie mit Unterstützung vom
Regenwaldinstitut e.V., KoBra — Kooperation Brasilien e.V.,
Brasilieninitiative Freiburg e.V., Dona Flor — deutsch
brasilianischer Kulturverein e.V., FIAN — Regionalgruppe
Freiburg, Menschenrechte 3000 und Eine Welt Forum Freiburg e.V.
Sie wird ermöglicht durch die finanzielle Förderung von ASA Nord-Süd-Programm, Projektefonds und Agenda 21-Büro der Stadt Freiburg, Kath. Fonds sowie EED / Brot für die Welt. 

Eine Welt Forum Freiburg e.V. ,www.ewf-freiburg.de

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