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Blick vom Schlossberg nach Nordwesten über das verschneite Freiburg am 14.2.2013

 

 
Hermann Hein: Heimatwohnmuseum im Holbeinviertel
81-Jähriger funktioniert Wohnung seiner Mutter zu Heimatmuseum um. 
In der früheren Wohnung seiner Mutter stellt der Freiburger Hermann Hein nun Möbel, Bilder und Fundstücke seiner Familie aus. Sein “Heimatwohnmuseum” könnte bald für Besichtigungen öffnen.
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Hermann Hein ist 81 Jahre alt und in Freiburg als Streiter für den Denkmalschutz und Vorsitzender der Arge Freiburger Stadtbild bekannt. Nun hat er im Holbeinviertel, in einer von drei Wohnungen eines klassischen Gründerzeithauses, ein privates “Heimatwohnmuseum” eingerichtet.
Wo einst seine Mutter und später sein Bruder im Erdgeschoss wohnten, präsentiert er nun Möbel, Bilder, Fotos, Briefe und Fundstücke seiner Familie. Warum das für andere Menschen interessant sein könnte? “Aus Interesse an Kulturgeschichte und weil man lernen kann, dass es früher nachhaltiger war”, sagt Hermann Hein. “Die Schränke sind bis zu 150 Jahre alt, mehrmals umgezogen und noch immer gut.”
Drei Zimmer voller Gegenstände aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert Ein Bücherschrank mit Goethes gesammelten Werken, rot eingebunden. Schallplatten vom Schallplatten-Volksverband mit der “Mondschein-Sonate”. Hohe Fenster mit Originalglas von 1910. Wuchtige Truhen, Schränke und Kommoden, die ohne Schrauben zusammengesetzt sind. Ein Grammophon aus den 1930er-Jahren. An den Wänden hängen Familienportraits. In der hohen und lichten Erdgeschoss-Wohnung steht, was die Familie von Hermann Hein erworben, bewohnt und gesammelt hat. Die drei Zimmer hat Hein dem 20., dem 19. und dem 18. Jahrhundert gewidmet.

Hein selbst wohnte hier von 1952 bis 1963, ging dann zum Studieren nach Hamburg und arbeitete ab 1968 wieder in seinem Zimmer im Souterrain an seiner Promotion. Der Großvater mütterlicherseits war Anteilseigner einer Isolatorenfabrik an der Talstraße, der Vater Diplom-Ingenieur. Die beiden Urgroßmütter Gertrude Jett und Helene Hein blicken von Bildern, auch die Mutter ist zu sehen.
Hermann Hein und seine zwei Geschwister hatten schon vor Jahren geplant, das Erbe nicht einfach zu verkaufen. Als der Bruder im Oktober 2017 starb, wurde die Wohnung an der Beethovenstraße frei. Hermann Hein gründete eine Stiftung, in die er das gesamte Haus mit Grundstück – auch die beiden vermieteten Wohnungen über dem Museum – einbrachte. Er selbst ist Vorstandsvorsitzender. Dann ließ er die Wohnung herrichten und stellte die Objekte auf – “aber wir haben mehr Bilder, als wir zeigen können”.
Um das Museum überhaupt einrichten zu können, musste er eine Gewerbeeinheit in einem anderen Haus zur Wohnung umbauen. Angedacht sind auch Sonderausstellungen mit Asiatika, Stereofotos, Bibeln, Kinderbüchern oder Briefen. Hein: “Was mir noch fehlt sind zum Beispiel Standpulte mit Touchscreen zum Betrachten der Schränke. Es bleibt noch viel zu tun.” Wer sich das “Heimatwohnmuseum” ansehen möchte, kann das ab kommenden Montag tun, falls dann Museen wieder öffnen dürfen – aber nur mit Mundschutz und mit genügend Abstand.

… Alles vom 29. April 2020 von Simone Lutz bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/wenn-die-wohnung-zum-museum-wird–185206273.html
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Führungen im “Heimatwohnmuseum” nur mit Terminabsprache
und einer Mail an hermann.hein@gmx.de

 

 

 

Arge Stadtbild – Abeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild

Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V.: Gemeinnützige Vereinigung
Gründung : 14.3.1967 durch Walter Vetter, Dr. Sigrid Lechner-Knecht, Prof. Dr. Noack, Eberhard Meckel, Franz Ruh und Prof. Dr. Ing. Josef Schlippe.

Die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild kümmert sich um die Gestaltung von Straßen, Plätzen und Häusern. Aus ihr ging hervor die “Denkmalpflege für Freiburg“, die sich insbesondere um den Denkmalschutz kümmert. Ein zentrales Anliegen ist, daß sich der Mensch wohlfühlt und sich mit seinem Wohnort identifiziert. Jeder Stadtteil sollte ein eigenes Begegnungszentrum besitzen, Die Arbeitsgemeinschaft arbeitet gerne mit anderen Bürgervereinen zum Wohle der Bevölkerung zusammen

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