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Der Reiter von Thomas Rees am Pfeiferberg - Kamelberg 6.4.2007

Der Reiter von Thomas Rees am Pfeiferberg – Kamelberg 6.4.2007

 

 

 

Die Geschichte vom Rüpel-Radler
Im Juli 2018 fasste der Tübinger Gemeinderat mit den Stimmen von knapp der Hälfte seiner Mitglieder auf Antrag der Fraktionen von SPD und Linken einen landesweit vermutlich einmaligen Beschluss:
„Oberbürgermeister Boris Palmer spricht in keiner Weise für die Stadt Tübingen, wenn er Menschen anderer Hautfarbe unter Generalverdacht stellt oder wenn er aus äußerlichen Merkmalen, dem Sozialverhalten oder dem Kleidungsstil Rückschlüsse auf Herkunft und Status von Menschen zieht. (…) Der Tübinger Gemeinderat erwartet vom Oberbürgermeister, dass er sein Handeln, Reden und Schreiben darauf ausrichtet, dass sich alle Menschen in unserer Stadt, gleich welcher Herkunft oder Hautfarbe sie sein mögen, wohl und willkommen fühlen können und er Fremdenfeindlichkeit entschieden entgegentritt, statt sie zu befördern und hoffähig zu machen. Der Tübinger Gemeinderat fordert den Oberbürgermeister auf, seine Äußerungen zurückzunehmen und sich dafür zu entschuldigen.“
Was war passiert?
Drei Monate zuvor, im April 2018, war ich als Gast zu einer Abendveranstaltung der „Südwestpresse“ in Ulm eingeladen. Auf dem Weg vom Bahnhof zum Ulmer Münster fuhr mich in der Fußgängerzone ein Rüpelradler beinahe über den Haufen. Der Radler war jung, männlich, schwarzer Hautfarbe, mit goldenen Kettchen behängt und trug seine nackte Brust mit einem bis zur Hose geöffneten Hemd zur Schau. Meine laut und mit gestikulierenden Armen vorgetragene Aufforderung, die Slalomfahrt zu stoppen, ignorierte der Radler. Es blieb unklar, ob wegen der Kopfhörer im Ohr oder aus Prinzip. Ich sagte spontan zu dem mich begleitenden Journalisten: „Wenn ich das nachher erzähle, bin ich wieder der Rassist.“
Ich habe es trotzdem getan. Weil mich die Szene bewegt und empört hat. Weil sie für mich exemplarisch steht für viele gleichartige Erlebnisse im öffentlichen Raum. Weil ich der Überzeugung bin, dass die Mehrheit der Menschen sich darüber genauso ärgert wie ich, wenn junge Männer derart über die Stränge schlagen. Und weil ich sicher bin, dass der Frust, darüber nicht reden zu können, ohne als Rassist gebrandmarkt zu werden, die Leute zur AfD treibt. An keiner anderen Stelle meines fast zweistündigen Auftritts in Ulm erhielt ich mehr sichtbare Zustimmung vom 350 Köpfe zählenden Publikum als bei der Schilderung dieser Szene und meiner Schlussfolgerung: Wer das Asylrecht erhalten will, der muss zulassen, dass Menschen sich über derartige Szenen ärgern, sich dazu auch äußern und denjenigen, die Respekt und Normakzeptanz so offensiv vermissen lassen, ganz entschieden auf die Füße treten.
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Das „Schwäbische Tagblatt“ druckte einige Tage später wegen dieser Begebenheit einen Leitartikel, der meine Äußerungen falsch, aber plakativ fünfmal mit dem Satz „Das ist rassistisch“ bewertete. Die nachfolgende Diskussion über den Rüpelradler füllte über ein Vierteljahr ganze Zeitungsseiten und Leserbriefspalten nicht nur im „Schwäbischen Tagblatt“, sondern auch in der „Frankfurter Allgemeinen“ oder der „Zeit“ und führte schließlich zum eingangs zitierten Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates mit erneutem Medienecho.
Die „Stuttgarter Zeitung“ behauptete anschließend in einem Kommentar, der Gemeinderat habe mich aufgefordert, „fremdenfeindliche Hetze“ einzustellen, was erkennbar durch den Beschlusstext nicht gedeckt ist, und bedauerte, dass es keine Druckmittel gebe, um mir künftig Einhalt zu gebieten. Denn ich hatte mich gerade nicht entschuldigt, die Vorwürfe zurückgewiesen und angekündigt, dass ich kritische Aspekte im Zusammenleben mit Geflüchteten auch künftig unverblümt ansprechen werde.
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Sandra Kostners Theorie erklärt diese an sich kaum nachvollziehbare Empörungswelle überzeugend:
https://www.achgut.com/artikel/die_identitaetslinke_laeuterungsagenda
Als weißer Mann in einer machtvollen Position stehe ich exemplarisch für die Unterdrücker, die Asylbewerber hingegen für die Unterdrückten. Die moralisierende Bewertung, die sich im Beschluss des Gemeinderates gut ablesen lässt, dient der Selbstläuterung, nicht der Lösung von Problemen. Deshalb kommt ein Gespräch nicht zustande und die Polarisierung zwischen der Fraktion der Identitätslinken auf der einen Seite und den rechten Identitären auf der anderen Seite nimmt immer weiter zu.
Kostners These erklärt mir auch, warum ich mit meiner pragmatisch-nüchternen, auf reale Probleme und deren Lösung fokussierten Asylpolitik einschließlich direkter Ansprache der Missstände in meiner eigenen Partei in eine Außenseiterrolle geraten bin, während ich auf der Straße, in Buchhandlungen und Sälen der Republik nie so viel Zustimmung erfahren habe: Die Grünen sind noch vor der Linken diejenige Partei, in der die Identitätslinken die größte Mehrheit haben, während das in der Mehrheit der Gesellschaft und der anderen Parteien nicht der Fall ist.
Nach meiner Wahrnehmung bringen die Identitätslinken eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen sich auf – mit ihrer Mischung aus moralisierender Selbstgerechtigkeit, völliger Unduldsamkeit gegenüber anderen Haltungen und Perspektiven sowie der Verweigerung von Sanktionen für Fehlverhalten, kombiniert mit der Unterstützung oder Entschuldigung eines überzogenen Anspruchsdenkens von Asylbewerbern.
… Alles vom 16.10.2019 von Boris Palmer bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/die_geschichte_vom_ruepel-radler
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Auszug aus: Boris Palmer: „Erst die Fakten, dann die Moral. Warum Politik mit der Wirklichkeit beginnen muss“, Siedler, 240 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag, € 20,00 [D] / € 20,60 [A] / CHF 28,90* (*empf. VK-Preis). ISBN 978-3-8275-0124-0

Boris Palmer, geboren 1972, wuchs in Geradstetten bei Stuttgart auf. Er studierte Geschichte und Mathematik in Tübingen und Sydney. 2001 wurde er Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg, wo er sich als Umwelt- und Verkehrsexperte einen Namen machte. Mit 34 Jahren wurde er 2007 zum Oberbürgermeister von Tübingen gewählt – und 2014 mit 61,7 Prozent der Stimmen für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. 2017 erschien sein Buch „Wir können nicht allen helfen“, das zum Bestseller wurde.

Einige Kommentare:
Wahrer Rassist ist jener, der stärkere Pigmentierung für einen Indikator besserer Menschen hält.
16.10.2019, R.M., AO (Achgut online)
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Die Altparteien sind verbrannt
R.D.: Ihrem Kommentar schließe ich mich voll und ganz an. Die Altparteien sind verbrannt, wollen es sich aber immer noch nicht eingestehen. Statt ihre Hausaufgaben zu erledigen und vor der eigenen Tür zu kehren, bekämpfen und diffamieren sie lieber gemeinsam ihren politischen Gegner. Soll ihr Wunsch, die AfD am liebsten zu verbieten, etwa die Lösung für die gewaltigen Probleme unserer Zeit sein? Mir scheint die Zeit reif für eine neue „Alternative Bürgerliche Bewegung“, die sich als oberste Zielsetzung setzt, Deutschlands Zukunft zu sichern. Es müsste doch möglich sein, dass sich dafür ambitionierte Politiker zusammenfinden, die sich in der CDU, SPD, FDP, AfD schon lange nicht mehr richtig aufgehoben fühlen. Wir brauchen Leute mit Mumm, denen unser Land am Herzen liegt, die Erfahrung und den Mut haben, mit einer neuen Partei durchzustarten. Macron hat es vorgemacht. (Keine politische Bewertung) Es ist genug geredet und geschrieben, jetzt ist Handeln angesagt. Die Zeit drängt, weil die Probleme immer mehr aus dem Ruder laufen. Bis zur nächsten Bundestagswahl ist es nicht mehr so lange hin.
16.10.2019, H.O.
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Lieber Herr Palmer,
1. die Identitätsdenke der Linken birgt in sich den neuen Faschismus. Neben dem Islamismus ist er die größte Gefahr. Hier wird gruppenmäßig sortiert und hierachisiert. Die Einordnung nach ethnischen, religiösen und sexuellen (Neigung wie Geschlechtszugehörigkeit) Merkmalen samt Ranking ist pervers. Man ist bspw. als dunkelhäutiger Mensch automatisch im Ranking weiter oben, weil per Genetik Opfer. Es gibt sogar den Glauben, dass nur ein Weißer Mensch ein Rassist sein kann. Das Indiviuum und die Persönlichkeit spielt in diesem systemischen und den Bürger und Menschen zergliedernden totalitärem Denken überhaupt keine Rolle.
2. Wenn sich ein Mensch zu einer gesellschaftlichen Untergruppe bekennt, die manchmal auch ein Bekenntnis ist, außerhalb der Gesellschaft zu stehen, ist es für jeden Bürger legitim Rückschlüsse auf sein Verhalten zu schließen. Kulturelle Codes sind ein Gruppending. Es ist die kulturelle Interaktion des Einzelnen in und außerhalb seiner Gruppe, die, wenn sie gesellschaftlich virulent wird, ihn beurteilbar macht. Deswegen ist es für mich heute ein anderes Gefühl, Afrikanern zu begegnen als vor 2015. Da ging ich in den Jazzclub und wusste, die Schwarzen sind coole Jungs. Das sind sie heute auch noch. Nur sind viele andere dazugekommen die dieses (mein) Bild konterkariert haben.
Ich begegne Schwarzen heute anders als früher (im öffentlichen Raum meide ich möglichst den Kontakt). Die ‘coolen’ Jazzfreunde, die ich zu Freunden und Bekannten zähle, leiden natürlich auch unter Frau Merkels Migrationspolitik, weil sie jetzt natürlich erst mal abgecheckt werden. In der Straßenbahn unterscheiden sie sich ja auch kaum von den Neuzugängen, außer dass sie niemanden durch ihr lautes Telefonieren nerven. – Es ist des Bürgers Recht, subjektiv Leute und Gruppen zu beurteilen. Linke Identitätspolitik ordnet allerdings von oben Individueen und Gruppen ein. Dabei tarnt sie ihren Totalitarismus als individuelle Selbstverwirklichung.
16.10.2019, M.B., O
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Wohin sollen wir denn auswandern?
Tja Herr Palmer danke erstmal, aber es geht noch weiter, die ausländische Krankenschwester bekommt hierzulande ein Zimmer,. eine Wohnung gestellt, und das zu echt günstigen Konditionen, und verdient das gleiche wie die einheimische Krankenschwester, die sehen muss, wo sie bleibt. Das gleiche gilt für die Schüler in der Pflege, früher gab es noch die Schwesternwohnheime, aber die haben wir nur noch für die FSJ’ler, und für siehe oben, einheimische Menschen, die müssen sehen wo sie bleiben. Manchmal denke ich, ich sollte MILP wählen, die fordern offen, dass Migranten die gleichen Rechte haben sollen wie die Einheimischen, so steht da zu hoffen, dass die dann genauso streng kontrolliert werden, wie die Einheimischen. Dazu kommt noch ein zweites, jede Muslimin signalisiert mit ihrem Kopftuch “Ich bin was besseres als du”, dagegen hat keiner was, aber wenn ich sage, ich halte die christlich-abendländische Kultur für die beste, dann bin ich ein ganz böser Mensch. Auch hier sollte man endlich alle gleich behandeln, und dass genau das nicht geschieht, auch das bringt die Leute auf die Palme. Schlussendlich frage ich mich in welcher Welt diese Idenditätlinken leben? Oder anders gefragt haben die eine Idee, in welches Land wir gehen sollen, wenn es uns hierzulande nicht mehr gefällt? Schließlich ist, nach der Diktion dieser Leute, es ein Menschenrecht, überall durchgefüttert und gut versorgt zu werden, gleichzeitig ist für diese Leute der gemein Deutsche das allerschlimmste, Daher die Frage. Wo sollen wir hin?
16.10.2019, T.K.
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Die umfassende Würdigung des Buchauszugs passt nicht in die hier erlaubten tausendfünfhundert Zeichen. Logisch: “nachfolgende Diskussion … füllte über ein Vierteljahr ganze Zeitungsseiten”. Dieser “Einzelfall” beginnt mit mutualer Personenwahrnehmung von Geschlecht, Hautfarbe, Größe … innert Sekundenbruchteilen, was evolutionsbiologisch Überleben sichernd im Genotyp verankert ist: Opfer oder Jäger? Hinzu kommt die Konkurrenz unter männlichen Jungtieren unserer Gattung, die von den gleichen linken Weibchen, die sich permanent als Opfer “toxischer Männlichkeit” inszenieren, sexuell interessant ist: Das typische Verbrechensopfer ist eben nicht weiblich, sondern jung, männlich. Palmer, schlank, sportliche Figur, volles Haar, ist durchaus noch gefährdeter als andere seiner AWM-Kohorte. Die Soz-Psych weiß, dass unsere Weibchen zur Begattung den Männertyp “verrucht” attraktiver finden, was evolutionsbiologisch wiederum erklärt wird mit der Aussicht, eigener Brut lebensfähigere Gene zu er-gatte-rn. Dunkle Hautfarbe macht paarungswillige Weibchen stärker an, ist als Zeichen von Durchsetzungsfähigkeit und Dominanz gesucht. Männer dagegen bevorzugen “pflegeleichte” Partnerinnen, Typ “Fee”: blond, hell, lichte. In Folge sind “Flüchtlings”-Ehrenamtliche mehrheitlich Frauen, exemplarisch Carola Rackete. Palmer wurde hier repräsentative Zielscheibe von Banalem. Dem allgegenwärtigen, ebenso in den Genen linker Weibchen tiefverwurzeltem natürlichen “Rassismus”, aka Darwins “Zuchtwahl”!
16.10.2019, H-P.D.
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Warum sollte Palmer die Partei wechseln?
Es ist doch gut, solche Leute mischen die jeweiligen Parteien etwas auf. Wie Sarrazin bei der SPD, oder Maassen bei der CDU. Und überhaupt: Wo soll er denn hin, in welche Partei? Was Palmer macht, finde ich vorbildlich für jeden Politiker: Er ist praxisbezogen, läuft nicht der Parteiideologie hinterher und bringt öfters unkonventionelle Lösungen. Das könnte er nicht, würde er nicht parteiübergreifend gestützt. Also, lasst den guten Mann machen! Wir sollten froh sein, dass es noch vernünftige Politiker gibt, egal in welcher Partei sie grade sind!
16.10.2019, R.G.
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Es werden Männer gesucht wie Hr. Kurz
Guten Morgen Herr Palmer, hören Sie doch auf mit Floskeln wie “… die Leute zur AfD treibt …”. Ihre Partei und der ganze verbliebene Rest hat bis heute nicht verstanden, dass es nicht um die AfD geht. Es geht um die THEMEN ! Und diese Themen wollt Ihr – oder noch schlimmer – seid Ihr nicht in der Lage anzugehen. Eine Nebelkerze nach der anderen zünden (Grüße an Greta). Die Themen haben zwischenzeitlich eine Bandbreite die meilenweit über das Thema “Migration” und deren Folgen hinausgeht. Der Zuspruch zur AfD ist lediglich ein Gradmesser des Versagens der Altparteien – auch Ihrer. Ein Totalversagen. Nebenbei: Heute stellt ein irrlichternder Onlineautor auf T-Online die geniale Frage: “Was läuft hier eigentlich falsch”. Hintergrund ist die Shell-Jugendstudie, wonach wohl 24% der Jugendlichen zu “Populismus” neigen ? Oh Gott ! Keine alten weißen Männer ? Also nochmal nachdenken: “Was läuft falsch” ? Seid Ihr wirklich so weit weg um das zu erkennen? Ihr seid es – die Altparteien – die unsere Demokratie unsere Ordnung und unsere einstige Stärke zerstören. Nicht die AfD. Ich würde mir wünschen, dass Menschen wie Sie und Hr. Maaßen einfach konsequent handeln. In Ihren Parteien haben Sie keine Perspektive. Es werden Männer gesucht wie Hr. Kurz ! Oder ist das Ganze nur ein Vorwort zu Ihrer Buchwerbung ?
16.10.2019, R.D.
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Identitätslinke = Links-Grüne
Genau diese Denkweise dieser „Identitätslinken“, oder anders ausgedrückt, der „Links-Grünen“ (genau aus diesem Grund entstand der Begriff „Links-Grün“, weil diese Denkweise bei den Grünen am allerhäufigsten anzutreffen ist) spaltet, meiner Ansicht nach, in ihrer Unerbittlichkeit, Ausschließlichkeit, Kompromisslosigkeit und ideologischer Verbohrtheit unsere Gesellschaft.
Dass diese Denkweise derart dominant und federführend auftreten kann, liegt an unseren Medien. In diesen ist sie überproportional vertreten, wird von diesen in Umlauf gebracht und wirkt sich prägend auf Debatten und Berichterstattung aus. Politiker sämtlicher Parteien unterwerfen sich ihr. Merkel muss vor ihrer folgenreichen Entscheidung aus 2015 genau dieses Verhalten der Medien mehr als nur vorausgeahnt haben. Sie muss es vorausgesetzt haben, denn ansonsten würde ihre Politik wohl auf erhebliches Unverständnis und auf Widerstand seitens der Bevölkerung gestoßen sein. Sie setzt alle „feuchten Träume“der Grünen tatsächlich um.
Das wäre den Grünen in einer Regierung kaum gelungen. Sie würden es nicht gewagt haben. Doch nun haben die Ideologen bei den Grünen Rückenwind. Vermeintlich steht die Gesellschaft hinter ihnen. Vermeintlich setzen sie den Bürgerwillen um. In Wirklichkeit handelt es sich vermutlich um eine riesige Medieninszenierung, die bei den ersten Schwierigkeiten, die die Realität zwangsläufig präsentieren wird, wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen wird. Es ist fast so, als würde man 1968 den studentischen Revolutionären die Regierungsverantwortung überlassen haben. Weltfremde Gruppierungen erhalten Aufmerksamkeit.
Tatsächlich zu bewältigende Probleme bleiben unbearbeitet. Augen werden angesichts der Wirklichkeit fest geschlossen. Hysterie ersetzt verantwortliches, alle zu beachtenden Umstände einbeziehendes Handeln. Der Fokus wird auf Utopien gelegt unter Vernachlässigung des Naheliegenden. Der Realpolitiker christlich-demokratischer oder sozialdemokratischer Prägung hat ausgedient.
16.10.2019, W.A.
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Ach, der pigmentierte Rüpelradler bringt ihn also auf den Plan?
Wissen Sie was Herr Palmer, in mancherlei Straße und Stadtteil dieses Landes kann man mittlerweile froh sein, wenn sich der Spießrutenlauf auf dem Weg zum einkaufen auf “ey babybaby fickificki” beschränkt und keine Handgreiflichkeiten hinzukommen. Seltsamerweise ist das erst seit 09/2015 in diesem Ausmaß so. Berichte ich das irgendwem aus Ihrem geistigen Dunstkreis, ernte ich keinerlei Unterstützung sondern soll “meine Privilegien checken”. Kännten Sie Ihr Buch bitte woanders bewerben?
16.10.2019, S.L.
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Sehr cool, ein Artikel eines Grünen auf der Achse des Guten
So geht Meinungsvielfalt, was man von anderen Leitmedien nicht mehr gewohnt ist. Gut, der intellektuell und politisch brillante Boris Palmer hat auf der Waldorfschule Querdenken “out of the box” gelernt, das kann man von den durchschnittlichen Kreis und Pletis nicht erwarten. Bitte mehr davon, sein Buch werde ich auf jeden Fall bestellen, Weihnachten steht vor der Tür!
16.10.2019, D.K.
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Grüne sollen Migranten selbst aufnehmen!
Aus dem Beschluss des Tübinger Gemeinderats vom Juli 2018: “Der Tübinger Gemeinderat erwartet vom Oberbürgermeister, dass er sein Handeln, Reden und Schreiben darauf ausrichtet, dass sich alle Menschen in unserer Stadt, gleich welcher Herkunft oder Hautfarbe sie sein mögen, wohl und willkommen fühlen können und er Fremdenfeindlichkeit entschieden entgegentritt, statt sie zu befördern und hoffähig zu machen. Der Tübinger Gemeinderat fordert den Oberbürgermeister auf, seine Äußerungen zurückzunehmen und sich dafür zu entschuldigen.“ – –
Die passende Antwort von Herrn Palmer wäre gewesen: “Ich werde meine Äußerungen gerne noch einmal überdenken und sie gegebenenfalls revidieren, wenn der Gemeinderat oder zumindest diejenigen Ratsmitglieder, die für den Beschluss gestimmt haben, erklären, dass sie in ihrer Wohnung jeden Menschen, ungeachtet seiner Herkunft, Hautfarbe, sozialer Stellung und äußerlicher Erscheinung willkommen heißen – mit anderen Worten: dass der Einbrecher genauso viel Gastfreundschaft genießt wie der bestellte Klempner (in Tübingen vielleicht: Spengler oder Flaschner), dass der von der Straße hereingeschneite Schnorrer ebenso herzlich aufgenommen wird wie der langjährige Freund…”
16.10.2019, B.W., AO
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Positiver Rassismus
Durch seine Familiengeschichte hat Boris Palmer ein besonders waches Gespür für Diskriminierung. Sein Seismograph schlägt auch bei positivem Rassismus an, wenn Schwarze, Frauen oder Queers für jede Art von Kritik tabu sein sollen, weil sie a priori zu den Guten gehören. Das ist weder aufgeklärt noch abgeklärt, sondern schlicht ein Feldzug der Unbeteiligten gegen den IQ.
16.10.2019, W.K.
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Es gab und gibt eben immer viele Leute welche wahlweise ihr heiles Weltbild, ihr Stadtbild, ihr Familienbild oder Selbstbild nicht zerstört sehen wollen, trotz größtem Unrecht, trotz unglaublicher Qualen, trotz gehäuften Einzelfällen, trotz singulärer Verbrechen, welche hinter dieser Fassade passieren. Man guckt weg, will es nicht sehen, und wendet sich vehement gegen den, der an der heilen Fassade kratzt und die Dinge benennt wie sie sind. Es kann Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte dauern bis die Fassade zerbröselt ist. Wenn SS-Schergen, Gottes-Krieger, Asylbewerber-Gruppen oder Klima-Retter die Städte terrorisieren können, und alle zucken nit den Schultern, hat die Gesellschaft, hat der Staat schon lange versagt, dann muss man mit dem schlimmsten oder ewiger Dunkelheit rechnen.
16.10.2019, F.R., AO
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Sehr geehrter Herr Palmer, Ihre bedauerliche Erfahrung gehört zum neuen Deutschland (sollte ich es Neues Deutschland nennen?). Auch gehört zum neuen Deutschland, daß Sie, und Jedermann*in, sich vor dem Versuch solch einen Rüpel zum Anhalten zu bewegen, die Konsequenz dessen durchdenken sollten, wenn der Mensch tatsächlich anhalten und sich Ihnen zur “Diskussion” zuwenden würde. Seien Sie doch froh wenigstens in dieser Hinsicht keinen weiteren Schaden davongetragen zu haben.
16.10.2019, A.P. AO
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Brain Drain – ab ins Ausland
Lieber Herr Palmer, Sie sind in der falschen Partei. Sie sollten zur AfD wechseln, denn nur dort gilt die Gleichheit vor dem Gesetz noch als selbstverständlich. Ich bin vor Jahren ausgewandert (in ein buddhistisches Land) und kann dieses Irrenhaus, zu dem Deutschland verkommen ist, nur noch mit großem Kopfschütteln und der Erleichterung des Weit-Weg-Seins ertragen. Alle, die noch dort und bei gesundem Menschenverstand sind, tun mir wirklich leid—Sie eingeschlossen. Im übrigen bin ich mit dieser “Abstimmung mit den Füßen” nicht allein: Der Brain-Drain hat sich m.W. im Jahre 2015 auf 200000 Auswanderer pro Jahr verdoppelt (natürlich alles Hochqualifizierte). Wenn nicht sehr bald ein Umdenken und eine politische Wende stattfindet, was ich übrigens bezweifle, dann hat Deutschland definitiv keine Zukunft mehr. Vielleicht ist der Point-Of-No-Return sogar schon längst überschritten. Als ich meinen Freunden in DE mal irgendwann 2016 schrieb, daß ich für das Verhalten, das die Gäste in DE allzuoft an den Tag legen, schon längst aus meiner Wahlheimat rausgeschmissen worden wäre, haben mir 2 sofort die Freundschaft gekündigt (andere hingegen bekräftigten, daß sie das genauso sehen). In DE gibt es inzwischen einen sehr tiefen Graben zwischen vernünftigen Menschen einerseits und hirngewaschenen, die überall nur Nazis sehen (wollen), andererseits. Interessanterweise scheinen die vernünftigen zwar (noch) die Mehrheit zu stellen, aber die Repression gegen sie nimmt zu (drohender Job-Verlust bei Meinungsäußerung) und viele fliehen da lieber als sich zu exponieren.
16.10.2019, M.N.
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Huch! Ein weisser Mann in einer machtvollen Position in einem (ehemals?) “weissen Land”.
Stellt euch vor, in asiatischen Laendern sind die machtvollen Positionen mehrheitlich von asiatischen Maennern besetzt, in arabischen von arabischen und in Afrika von afrikanischen. Sowas aber auch!
16.10.2019, F.T.
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Tja, Herr Palmer, jetzt sind Sie endgültig moralisch ruiniert.
Sie haben sich in einem rechtsradikalen Blog geäußert. Dass es Ihnen dabei um die manichäischen Reflexe einer hypermoralischen Haltung weiter Teile der Politik und der veroeffentlichten Meinung ging, macht die Sache nur noch schlimmer. Rechtspopulistisch ist, wie wir aus der shellstudie und von Frau Barley seit gestern wissen, wer behauptet, man duerfe in Deutschland ueber Ausländer nicht schlecht reden oder Kritik ueben. Klar darf man das. Man wird nur abgestempelt. Und das mit Recht. Richtig wäre es gewesen, den ruepelfahrer für die Benutzung des Fahrrads zu loben. Ich war letzte Woche in ihrer schoenen alten Stadt, ein Eldorado fuer Fahrradfahrer und fuer Freunde der nationalen selbstgeiselung. Schoen, dass bei ihnen der Toten der Weltkriege nicht mehr oeffentlich gedacht wird, wenn sie deutsche Soldaten waren. Wer mit solcher penetranz öffentlich framing betreibt und geschichtsluegen verbreitet, darf sich nicht wundern, wenn der Ball auch mal in die eigene fresse fliegt. Gut, dass wir mal drueber gesprochen haben. Das Problem sitzt jedenfalls viel tiefer als ihr Beitrag vermuten laesst. Verlassen Sie endlich diese menschenverachtende und totalitaere Sektierer-Partei.
16.10.2019, A.R.,
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Partei der Unproduktiven
Für Umweltschutz, Tierwohl und eine offene Gesellschaft ist fast ausnnahmslos jeder. Dazu muß man nicht mehr in der grünen Partei sein, welche längst von Antidemokraten, Ideologen, Demagogen und Kommunisten unterwandert ist und soviel rot abbekommen hat, dass sie fast braun geworden ist. Was z. B. AfD-Wählern reflexartig vorgeworfen wird, dass sie abgehängte und nicht leistungsfähige Existenzen sind, welche um ihren Platz in der Gesellschaft fürchten, trifft wohl eherer auf das links-grüne Klinentel zu. Haltet den Dieb! Es existiert eine ganze Gesellschaftsschicht, welche sich ihrer Unproduktivität, ihres Nichtskönnen und ihrer latenten Nutzlosigkeit sehr wohl bewußt ist, und welche nur durch diverse Netzwerke ihre Dasein fristen können. Was nicht auschließt, dass es auch andere Schichten gibt, bei denen es im Grunde genauso ist.
Was wäre wohl aus Claudia Roth geworden, wenn sie kein Karriere bein den Grünen gemacht hätte? Wer sich immer in solchen Gefilden herumgetrieben hat, weis wie unehrlich, scheinheilig, gierig und heuchlerisch es dort zugeht. Übrigens ein Muster aller Ideolgien, besonders der Kommunisten. Wer nichts kann, muss etwas erfinden, mit dem er sich hervorhebt. Zum Beispiel eine fiktive höhere Moral und Einsicht. Dahinter steckt aber nur Vorteilsnahme. Man darf solchen Leuten nichts glauben, schon gar nichts ihren Worten Ich finde es bemerkenswert, das Herr Palmer auf einer Nazi-Rechten-Dreck-Seite (wurde mir so schon gesagt) veröffentlicht, aber im Grund ist er nur das schöne Gesicht einer verrottende Zerstörertruppe, welche in Trümmern Beute machen möchte, und er muß sich die Frage stellen, wessen Geschäft er da besorgt. Und übrigens, wer derzeit zum Kampf aufruft – gegen den Klimawandel, gegen Intoleranz usw. – beschwört den Krieg, denn kein Kampf ohne Krieg.
16.10.2019, P.H., AO

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