Uli Fuehre singt Hebel

Neuvertonungen von Johann Peter Hebels Gedichten auf CD und in der Rainhof-Scheune: Normalerweise sind Preise eine Anerkennung für eine geleistete Arbeit. Als Uli Führe 2010 zum 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel den „Hebel Dank“ in Lörrach bekam, nahm er das zum Anlass, dessen Gedichte neu zu vertonen. So wurde die Auszeichnung zu einem Impuls, Neues zu schaffen. Es entstand ein Liederzyklus mit bekannten und unbekannteren Hebelgedichten. „Hans und Verene“ bekamen das Gewand einer Bluesballade. Der allzeit vergnügte „Tabakraucher“ kommt als Swing-Nummer daher und „Trost“ erklingt als melancholische Ballade. Natürlich darf der „Mann im Mond“ nicht fehlen, aber auch „Der Käfer“ und „Das Spinnlein“ haben eine songhafte Form gefunden. Hebels Texte wirken auf den ersten Blick volkstümlich, weisen aber in ihrer Komplexität weit über das Regionale hinaus. Zwischen den Liedern liest Führe immer wieder Geschichten aus dem rheinischen Hausfreund. Uli Führe wird u.a. von der Cellistin Monika Ecker begleitet, die mit ihrem warmen Celloton die Zuhörer in andere Welten spielt. Die CD ist zum Preis von 16,80 Euro im Handel erhältlich. Und am 7. Dezember ist Uli Führe mit „Dank Hebel“ um 20 Uhr in der Rainhof-Scheune live zu erleben.
28.11.2012, Gerhard Lück, www.dreisamtaeler.de

 

Uli Führe, 1957 in Lörrach geboren, Musikstudium, lebt als Kursleiter, Komponist und alemannischer Kleinkünstler in Buchenbach. Foto: Hellmuth Wolff

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