UKS-Fabrik – Kunsttherapie

Die Kunsttherapeutinnen Tanja Kräutle und Cornelia Roth in der UKS-Fabrik in Freiburg-Littenweiler – Blumen, Ton und Erde, ein Ausgleich für die Seele: Etwas Erde ist noch auf dem kleinen Tisch, der Tee dampft warm in dem ansonsten noch kühlen Raum. Tanja Kräutle und Cornelia Roth sitzen in ihrem gemeinsamen Atelier vor Re­galen mit Farben, Ton, Bast, Papier, Kleber, Stiften, Kartons und vielem mehr. Sie teilen sich den Raum und die Ma­terialien. Vorne ist ein großer freier Tisch, der zum Wer­ken einlädt. Tanja Kräutle hat durch ihre erste Ausbildung als Floristin viel handwerkliche Erfahrung und das ent­sprech­ende Geschick, was sie nun in ihrer Arbeit als Psychologin und Kunsttherapeutin gut anwenden kann. Seit zehn Jahren ist sie schon Mieterin in der UKS-Fabrik. In der Kunsttherapie Ausbildung hat sie Cornelia Roth kenn­en gelernt, mit der sie sich seit vier Jahren das Atelier teilt. Die beiden verstehen und ergänzen sich gut, die Ab­sprache mit dem Raum ist unproblematisch.
Tanja Kräutle arbeitet als Verhaltenstherapeutin  mit krebs­kran­ken Patienten im Kreiskrankenhaus Lörrach. In ihrem Atelier schöpft sie neue Kraft, bindet Blumen und manch­mal findet man sie auf Kunsthandwerkermärkten z.B. in Emmendingen, wo sie ihre floralen Arbeiten verkauft. „Die Arbeit mit Naturmaterialien ist ein Ausgleich und eine Kraft­quelle für mich“, so Tanja Kräutle. Bei schönem Wetter arbeitet sie draußen im Innenhof. „Die Atmosphäre in der Fabrik ist sehr schön, manchmal kommt jemand vor­bei und lädt einen zum Kaffee ein. Die meisten arbeiten für sich, aber in den Pausen entstehen gute Gespräche. Ich habe hier auch schon richtig gute Freundschaften ge­schloss­en.“ In Zukunft möchte sie in den Räumen verstärkt kunst­therapeutisch arbeiten, das auch in Gruppen bis maxi­mal vier Personen. Ihre Angebote richten sich  an Er­wach­sene, die etwas für sich tun wollen, die einen Ausgleich zum All­tag wünschen, einen kreativen Raum brauchen, um neue Kraft zu schöpfen. Tanja Kräutle wohnt mit ihrem Mann in Herdern und genießt den Weg ins schöne Littenweiler oft auf dem Fahrrad.

Tanja Kräutle (links) und Cornelia Roth. Foto: Anja Lusch

Cornelia Roth lebt mit ihrem Sohn im Stühlinger. Auch ihr gefällt Littenweiler durch die Lage inmitten der Natur und durch die Nähe zu Kirchzarten und dem Dreisamtal. Sie ar­bei­tet als Heilpädagogin und Kunsttherapeutin in Kirch­zar­ten in der Kinder- und Jugendpsychologischen Ambulanz (KID), im Bereich Psychologische Diagnostik, Beratung, Heilpädagogische Therapie und Kunsttherapie. Einige der Kinder kommen zur Kunsttherapie zu ihr ins Atelier, über die Arbeit haben sich Kontakte aus dem Dreisamtal er­ge­ben. Mit den Kindern arbeitet sie mit vielen verschiedenen Materialien, auch mit Ton, die fertigen Kunstwerke können in der Töpferei nebenan gebrannt werden. „Die Kinder können sich mit Materialien oder in Bildern ausleben, sie lernen mit Krisen umzugehen, wenn zum Beispiel ein Bild nicht so schön wird, wie gewünscht oder wenn etwas ka­putt geht. Sie freuen sich an den gelungenen Ergebnissen und lernen in den Gruppen, wie man miteinander umgeht, all das nebenher, beim künstlerischen Schaffen“, meint Cor­nelia Roth. Manchmal geht sie auch mit den Kindern raus in die Natur. Die freiberufliche Arbeit möchte sie noch aus­bauen. Im Rahmen ihres Master Studiums Supervision, welches sie nächstes Jahr abschließen wird, bietet sie jetzt schon Beratungen (praxisorientierte Beratung für berufliche Zusammenhänge) an oder Familiencoaching.

Dipl.-Psychologin Tanja Kräutle Psychologische Psy­cho­­­therapeutin, kraeutle.tanja@gmx.de; Tel 0761/29 21 238
Dipl.-Heilpädagogin, Heilpraktikerin für Psy­cho­thera­pie Cornelia Roth, Tel.: 47 63 086; coro11@gmx.de
Am Kreuzsteinacker 2-4. UKS-Fabrik

1.2.2013, Anja Lusch, Littenweiler Dorfblatt

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Kunst, Littenweiler abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort