Toepferei Elzach – Kleine Mayerei

Was verbirgt sich wohl hinter einer “kleinen Mayerei”? Auf dem Plakat, auf dem diese Worte stehen, ist jedenfalls Keramik zu sehen. Und tatsächlich verbirgt sich hinter “Die kleine Mayerei” eine Töpferei, welche die Elzacherin Lena Mayer vor etwas mehr als einem Jahr in ihrem Wohnhaus in der Wittenbachstraße eingerichtet hat. Was sie in ihrer Werkstatt herstellt, ist nun am Sonntag auf dem Martinimarkt zu sehen.

“Dem Töpfern gehört mein Herzblut”, erzählt Mayer, die ursprünglich den Beruf der Ergotherapeutin erlernt hatte und diesen neben der Töpferei und der Hausarbeit immer noch ausübt. Schon vor der Ausbildung zur Ergotherapeutin hatte sie das Töpfern fasziniert, so dass sie zunächst bei Töpfer Markus Klausmann in Siensbach ein Praktikum absolvierte. “Dort habe ich alle Basics gelernt – wie man dreht, glasiert, und auch wie man einen Ofen setzt”, erzählt sie weiter. Auch wenn sie heute eine Frage habe, wende sie sich immer noch gern an ihren Lehrmeister oder dessen damaligen Gesellen Peter Wriest.
Nachdem sie im Keller eine kleine Werkstatt eingerichtet hatte, wurde “geübt, geübt und nochmal geübt”, erzählt Mayer mit einem Schmunzeln. Als ihre Zwillinge zur Welt kamen, nutzte sie die Elternzeit, um sich weiter zu entwickeln. Mittlerweile hat sie die Resultate ihrer schöpferischen Tätigkeit bereits auf einigen Märkten präsentiert. Für die anderen Dinge, die sie dabei zum Verkauf anbot, etwa Puppenmöbel, bleibt ihr heute allerdings keine Zeit mehr. Die Arbeit in der Werkstatt erfordert jede Menge Zeit und Energie. Mit Erfolg, wie sich zeigt: Ihre Keramik kommt bei Kunden gut an. “Es macht mich glücklich, dass ich nun schon einen gewissen Bekanntheitsgrad habe”, freut sie sich. Sie lege Wert darauf, dass ihre Tonwaren nicht nur angeguckt, sondern auch gebraucht werden. “Ich finde es schön, wenn es benutzt wird und eine Tischkultur gepflegt wird”, erklärt Mayer. Um den Tonwaren die notwendige Robustheit und Hochwertigkeit zu geben, werden sie im eigenen Ofen bei 1260 Grad Celsius gebrannt. Im Gegensatz zu anderen Kollegen und Kolleginnen will sie sich nicht auf eine Farbe festlegen, sondern setzt auf den Einsatz vieler verschiedener Farbtöne. “Ich mag gerne Farben, deshalb habe ich viele Glasuren. Es ist einfach faszinierend, damit zu arbeiten”, schwärmt Mayer. Allerdings gibt es immer wieder Farben, die sie gerade bevorzugt. “Vor einem Jahr war es Hellblau, heute finde ich Grün und Grau sehr schön. So etwas entwickelt sich”, erzählt Lena Mayer. Nun stellt sie ihre Produkte erstmals auf dem Martinimarkt aus.
9.11.2012, Silke Nitz aus Siensbach

 

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