Tibi: Laicité Citoyenneté in EU

Die andauernde Migration des Islam verlangt laut Bassam Tibi eine Stärkung der Laicité und Citoyenneté als Pfeiler der europäischen Identität: Eine strenge Trennung von Kirche (rk, ev., islam, …) und Staat nach Vorbild des franz Laizismus. Sowie einen Bürger als “säkularen Citoyen”, der sich als vernunftbegabtes Individuum keinem Kollektiv (auch nicht der islam. Umma) unterzuordnen hat.
Leider ist der aus Syrien stammende Prof Tibi mit dem ‘Euro-Islam‘ gescheitert; leider ist Tibi aus den deutschen Medien (Talkshows, Print) verbannt und publiziert vornehmlich in der Schweiz.
29.4.2018

Tibi: Laicité und Citoyenneté gilt auch für den Islam
Jährlich kommen Millionen von Muslimen aus Nahost und Afrika nach Europa. Die EU, darunter auch Deutschland, sowie andere europäische Staaten stehen nackt da, ohne ein Politikkonzept im Sinn von Policy zu haben, um damit umzugehen. Das ist keine These, sondern die Realität. Meine Empfehlung lautet: Europa soll mit selbstbewusster Identität einen Ausweg aus diesem Dilemma finden und dabei an den Grundlagen dieser Identität festhalten.

Hierzu gehören erstens das „Laicité”-Prinzip der Trennung zwischen Religion und Politik und zweitens das „Subjektivitäts“-Prinzip, wonach der Mensch als vernunftbegabtes Individuum, also als säkularer Citoyen, von ethnischen und religiösen Kollektiven befreit in einem Gemeinwesen agiert. Der Mensch ist Rechtssubjekt, nicht Teil eines Minderheitenkollektivs. Genau das Gegenteil davon verlangen die organisierten Islam-Verbände, nämlich erstens Bindung der Religion an die Politik sowie zweitens Einordnung der zugewanderten Muslime in Kollektive, die von Salafisten, schriftgläubigem Islam und von Islamisten dominiert werden.

Die Zukunft Europas und die Bewahrung seiner durch die Aufklärung – nicht durch das Christentum – bestimmten zivilisatorischen Identität hängen davon ab, wie europäische Politiker auf die zitierten islamischen und islamistischen Forderungen reagieren. Geben sie nach, dann ist Europa verloren. Bestehen sie dagegen auf säkular-europäischen Standards bei der Suche nach einer Lösung, dann öffnen sie eine Option für die Integration der Muslime eindeutig auf europäischer Grundlage. Dieser Text ist ein politisch-journalistischer Beitrag, keine wissenschaftliche Abhandlung. Deswegen veranschauliche ich die soeben allgemein vorgetragenen Ideen tagespolitisch an einem Beispiel aus dem größten Land Europas: Deutschland. ….
… Alles vom 27.4.2018 zu “Wie geht Deutschland mit mehr Islam um?” von Bassam Tibi bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/wie_geht_deutschland_mit_mehr_islam_um
(zuerst erschienen in der Basler Zeitung)

Das ganze hätte man mit diesen zwei Sätzen des Herrn Tibi auch kürzer fassen können: Die Zukunft Europas und die Bewahrung seiner durch die Aufklärung – nicht durch das Christentum – bestimmten zivilisatorischen Identität hängen davon ab, wie europäische Politiker auf die zitierten islamischen und islamistischen Forderungen reagieren. Geben sie nach, dann ist Europa verloren. Parallel zu dieser Entwicklung verlieren die Europäer mit einer Mentalität des kulturrelativistischen „anything goes“ jede Werteorientierung und somit die Fähigkeit, zugewanderte Fremde zu integrieren.
27-4-2018, Peter Michel, AO
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Kirche aus der Verflechtung mit dem Staat lösen
Der Bürger als “säkularer Citoyen”, wie Sie ihn beschreiben, ist meines Erachtens das, was wir anstreben müssen. Um die Ansprüche des Islam glaubhaft zurückzuweisen, müssen wir aber auch bereit sein, die heutige Verflechtung der Kirchen mit dem Staat (Religionsunterricht in Schulen, Inkassodienste für Kirchensteuer, etc.) aufzugeben. Ich halte die Äußerungen von Papst Benedikt zur Kirchensteuer und zum “etablierten und hochbezahlten Katholizismus” für wegweisend. Ich bin praktizierender Katholik, trete aber trotzdem dafür ein, die Kirche aus dieser Verflechtung mit dem Staat zu lösen – meine Kirchensteuer würde ich auch freiwillig leisten, damit u. a. Religionsunterricht weiterhin stattfinden kann (es könnte langfristig auch dazu führen, daß wir Kirchenführer bekommen, die sich weniger als Unterstützer der Regierenden sehen). Religion muß aus Sicht des Staates reine Privatsache sein, und ihre Ausübung muß selbstverständlich vom Rechtsstaat gewährleistet werden. Das heißt aber auch, daß der Staat allein die Regeln für das öffentliche Zusammenleben der Bürger setzt und überwacht. Der Islam, der für die Scharia auch eine weltliche Geltung erreichen will, ist damit eindeutig nicht vereinbar. Einen liberalen Islam ohne diesen Anspruch zu etablieren wäre Aufgabe der Muslime.
27.4.2018, P.Langer, AO
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Islam verlangt Unterwerfung – DAS Integrationshemnis
Verlagen wir von Zuwanderern, egal woher sie kommen, sich als Individuum in einer säkularen Gesellschaft mit auch für ihn gültigen laizistischen Prinzipien zu verstehen, oder gestatte ich ihnen, sich zuallererst als Teil einer religiös bestimmten Gemeinschaft zu verstehen? Und wie weit geht unsere Toleranz in dieser Frage? Denn wessen Gruppenzugehörigkeit über den Status als Individuum geht, stellt auch möglicherweise Gesetze der Gruppe über die geltenden Gesetze für das Individuum. Und der Islam verlangt die Unterwerfung unter die Gruppe, unter „seine“ Gesetze, auch wenn sie der offiziellen Gesetzgebung widersprechen. Dieser Anspruch des Islam deckt sich nicht mit dem des Christentum und steht völlig im Widerspruch mit einer säkularen, westlichen Gesellschaft. Wollen wir also den „Charakter“ unserer Gesellschaft erhalten, müssen wir uns angesichts der Verschiebung der Bevölkerungsanteile, dieser Diskussion stellen. Es geht nicht um die banale Frage der Religionsfreiheit, niemand würde sie infrage stellen wollen, es geht um das Zukunftsmodell unserer Gesellschaft.
27.4.2018, Werner Arning, AO

Islam als Minderheit derzeit: Taqiyya
Alle vom Islam ausgehenden Probleme sind im Koran begründet. Darin finden sich Allmachtsansprüche ebenso wie die Unterwerfungsidiologie. Sollte der Islam sich jemals reformieren (können) wollen, müßte das beim Koran beginnen. Wie soll das gelingen? Mir fällt dazu nur ein: der Islam müßte sich als „Privatangelegenheit“ erklären, von der Anwendung der Scharia lossagen, und eine demokratisch, ethisch-humanistische Grundordnung respektieren. Stattdessen wird mit dem Trick des „Haus des Vertrages“ durch die Hintertür versucht, den Islam in unsere Gesellschaft zu etablieren. Möglich durch „Taqiyya“, jene Taktik (Täuschen, Ablenken und Betrügen), die es dem Islam erlaubt – während der Minoritätsphase die „verdeckte Anpassung“ bis zum Erreichen der Majorität, stillzuhalten. Die verantwortliche Politik ist entweder dumm genug darauf hereinzufallen oder handelt wider besseren Wissens.
37.4.2018. dr- Liu Mei, AO

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