Symbolische Beschneidung als Kompromiss

Kennzeichen der Demokratie ist der Kompromiß – allgemein anerkannt und gut so. Also sollte doch auch hier in der so kontrovers diskutierten Frage der männlichen Beschneidung ein solcher Kompromiß  möglich sein: Im Alter von 8 Tagen (Juden) oder später (Muslime) wird eine symbolische Beschneidung vorgenommen, zur Freude aller und als großer Festtag. Später dann, wenn das Kind zum jungen Mann herangereift ist, kann dieser die tatsächliche und somit nicht mehr rückgängig zu machende Beschneidung vornehmen lassen – nach seinem Willen, nach seiner freien Entscheidung, und wiederum zur Freude aller. 

Ethikrat-Mitglied: Beschneidungen ohne Anästhesie ist eine Folterqual
Beschneidungen ohne Narkose sind für den Juristen Reinhard Merkel barbarisch und nach deutschem Recht nicht akzeptabel. Merkel berät die Regierung als Mitglied des Ethikrates, der sich am 23.8.2012 trifft.
Bei der Beschneidung kollidiert das Recht der Eltern, ihre Kinder religiös zu erziehen, mit deren Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit. Aber das Grundrecht auf elterliche Erziehungsfreiheit ist kein autonomes Freiheitsrecht der Eltern; es ist ein treuhänderisches Mandat: ein Recht im vorrangigen Interesse der Kinder. Daher endet es zwingend am Kindeswohl. …. Alles vom 22.8.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/ethikrat-mitglied-beschneidungen-ohne-anaesthesie-ist-eine-folterqual–63255547.html 
Reinhard Merkel (62) ist Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg.

Es ist skandalös ….
Alle Mitglieder des Bundestags und des Bundesrats sollten sich erst mal dieses Video ansehen:
http://video.google.com/videoplay?docid=8212662920114237112
Es zeigt die Beschneidung eines festgeschnallten Säuglings, der schreit wie am Spieß. Es ist skandalös, dass anno 2012 überhaupt noch über die rechtliche Zulässigkeit einer solchen Barbarei diskutiert werden muss.
22.8.2012, Wolfgang Berger

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