SWV pro Giersberg-Kompromiss

Der Schwarzwaldverein steht hinter dem Giersberg-Kompromiss - Hoffen auf „Frieden im Dorf“: Der Vorstand des Schwarzwaldvereins Dreisamtal-Kirchzarten hat auf seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende im Gasthof „Löwen“ ein klares Bekenntnis zum Kompromiss des „Runden Tisches“ für das „Entwicklungskonzept Giersberg“ abgelegt. „Wir sind mit dem Ergebnis nicht unzufrieden“, meinte die Vorsitzende Lissy Rees. Und Uwe Matzeit, der als Vorstandsmitglied den Schwarzwaldverein am „Runden Tisch“ vertrat, war der Meinung, dass der Einsatz des Schwarzwaldvereins beispielhaft gewesen sei: „Wir haben großen Anteil am Kompromiss und dem Naherholungskonzept.“ Dem Schwarzwaldverein sei es darum gegangen, zu einem Ergebnis beizutragen, das die Verhältnisse am Giersberg ändere, aber auch für alle Interessensgruppen tragbar sei: „Wir wollen Frieden im Dorf haben.“ Und so stehe der Schwarzwaldverein klar zum Kompromiss, der beim Bürgerentscheid mit einem Ja umgesetzt werden könne. Um seinen Mitgliedern eine Entscheidungsgrundlage für den Bürgerentscheid zu geben, lud Matzeit sie zu einer „Wanderung vor Ort“ mit dem Experten Prof. Roth ein. Interessenten können sich noch bei Lissy Rees melden.
Zu Beginn der Versammlung hatte Lissy Rees neben der großen Zahl von Mitgliedern Bürgermeisterstellvertreter Walter Rombach, der kurzfristig für den erkrankten Andreas Hall eingesprungen war, Ehrenmitglied Walter Haas, Walter Sittig vom Hauptverband sowie Ulla Wingender und Manfred Metzger vom Bezirk Breisgau-Kaiserstuhl begrüßt. Von Oberrieds Bürgermeister Franz-Josef Winterhalter verlas sie eine Grußbotschaft, in der er sich für die ausgezeichnete Pflege der Wanderwege auf Oberrieder Gemarkung bedankte. In ihrem Bericht streifte sie Themen wie Energiewende und Windkraft, die auf der 143. Delegiertenversammlung in Karlsruhe eine Ruhe spielten. Sie freute sich über viele neue Mitglieder und die Unterstützung der Gemeinden Kirchzarten und Oberried in Höhe von 1.255 Euro für die Wegepflege: „Pflege und Markierung der Wanderweg ist schließlich unsere Hauptaufgabe. Und der Tourismus im Dreisamtal kann mit dem vorhandenen Wegenetz gut punkten.“ Skeptisch blickte sie angesichts der ungewissen Zukunft von Dorfhock und Weihnachtsmarkt in die Zukunft, da das tolle Ambiente der alten Scheune nicht mehr zur Verfügung stände.
Wolfgang Würmle, stellvertretender Vorsitzender, hatte nach dem Tod von Schriftführer Harald Vetter dessen Aufgabe übernommen und konnte berichten, dass die Mitgliederzahl nach 19 Austritten und 35 Neuanmeldungen jetzt bei 644 Personen liegt. Für Harald Vetter wählte die Versammlung einstimmig Dietmar Jobst zum Nachfolger. Die Kassenberichte von Ernie Oesterreich und Theo Kürner waren so zufriedenstellend, dass die Kassenprüfer Sibylle Kümmerle und Heidemarie Havenstein die dann einstimmig erteilte Entlastung vorschlagen konnten. Wegewart Lothar Pforte freute sich, dass das vor acht Jahren erneuerte Wanderwegeleitsystem in einem guten Zustand sei. Leider verärgerte der nicht immer angekündigte Holzeinschlag der Forstbehörde Wanderer und Wegewarte gleichermaßen. Während Naturschutzwart Franz Rees von oft kuriosen Einsätzen am Schauinslandgipfel berichtete, konnte der Fachwart für Heimatpflege Albert Schneider von begeisterten Kirchen-, Friedhofs- oder Dorfführungen erzählen. Franz Rees, der gemeinsam mit Schneider auch Wanderwart ist, bilanzierte im letzten Jahr 33 Wanderungen mit 823 Teilnehmern, die mit 25 Wanderführern insgesamt 428 Kilometer zurück gelegt hätten. Der vorgeschlagenen geringen Beitragserhöhung stimmten die Anwesend problemlos zu.

 

Bei den Ehrungen für die meisten Teilnahmen an Wanderungen waren auch vier Vorstandsmitglieder vertreten. Wanderwart Franz Rees ehrte sich und Ernie Oesterreich, Albert Schneider, Traudel Schnetzler, Erika Hermann und Lissy Rees (v.r.). – Neuer Schriftführer wurde Dietmar Jobst (r.). Foto: Gerhard Lück

Bürgermeisterstellvertreter Walter Rombach betonte in seinem Grußwort, dass die Gemeinde stolz auf den Schwarzwaldverein und sein ehrenamtliches Engagement sei. Schließlich komme gerade die Wegepflege ja auch den Feriengästen des Dreisamtals, die vor allem zum Wandern kämen, zugute. Er versprach, dass die Gemeinde bei der Suche nach einem geeigneten Domizil beim Dorfhock und Weihnachtserlebnis helfen werde. Walter Sittig, Hauptgeschäftsführer vom Schwarzwaldverein, und Ulla Wingender vom Bezirk gratulierten den Kirchzartener zu ihrer guten Arbeit in der Ortsgruppe. Die Ehrungen von langjährigen Vereinsmitgliedern rundeten eine harmonische Jahreshauptversammlung ab.

Ehrungen beim Schwarzwaldverein Dreisamtal-Kirchzarten
Langjährige Mitgliedschaft:
50 Jahre: Rudi Dahl, Rudi Dumbacher, Albert Rettich und Gerda Spieß
25 Jahre: Gaby Metzger, Jürgen Metzger, Rita Müller, Jürgen Müller, Sieglinde Müller, Inge Daumke und Viola Rombach

Beteiligungen an Wanderungen:
Traudel Schnetzler (24), Ernie Oesterreich (22), Franz Rees (22), Lissy Rees (20), Erika Hermann (18), Albert Schneider (18), Andrea Kohn (14), Gerhard Michowski (14), Gertrud und Fritz Struck (13), Roswitha Brocke (12) und Antonia Rohrer (12)

20.2.2013, Gerhard Lück, www.dreisamtaeler.de

 

 

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