SVK – Kohler Hexenwaeldle

Andreas Kohler übernimmt SVK-Vorsitz – Planung für Vereinszentrum vorgestellt – Bürgermeister Hall für  Mountainbike-Kurs am Hexenwäldle. Der Sportverein Kirchzarten (SVK) wählte auf seiner Jahreshauptversammlung Andreas Kohler (49)  zum neuen Vorsitzenden. Der kaufmännische Leiter eines pharmazeutischen Betriebs schaffte den Sprung an die Spitze des Vereins ohne Gegenstimme. Kohler tritt die Nachfolge von Rainer Müller an, der wegen einer Erkrankung seine Tätigkeit nicht mehr ausüben konnte.  Der frischgebackene Vorsitzende ist verheiratet und Vater dreier Töchter. Vor über 100 SVK- Mitgliedern im Kurhaus macht der frisch gebackene Vorsitzende bei seiner Bewerbung deutlich, dass ihm eine enge Zusammenarbeit mit dem Vorstandsteam um  Beate Müller, Jürgen Friedmann, Frank Rosenkranz, Anselm König und Christian Kaindl wichtig ist.  Nach der Wahl erläuterte Geschäftsführer Christian Kaindl in seinem Jahresbericht, dass die Radsportabteilung  auch  nach dem Giersberg- Bürgerentscheid bemüht sein werde, sowohl der Bikeschule  als auch den zahlreichen aktiven Mountainbikern im Verein ein attraktives Trainingsgelände  zur Verfügung zu stellen. Zum Start  der neuen Radsportsaison, hätten sich erneut über 200 Kinder und Jugendliche angemeldet. In einem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Andreas Hall  für das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Trainer und Helfer im Verein. Er wies darauf hin, dass durch 104.000 Euro staatlicher  Fördermittel der Kunstrasenplatz gebaut werden könne. Auch  eine Sanierung der Leichtathletik-Anlage sowie der  sanitären Anlagen seien auf den Weg gebracht. 
Zum Ausgang  des  Giersberg-Bürgerentscheid stellte Hall klar, dass dessen eindeutiges Ergebnis akzeptiert werde. Da Mountainbike-Training im Bereich des Giersbergs keine Zukunft mehr habe sei es  wichtig, alternative Trainingsmöglichkeiten zu schaffen. Wichtig sei, so Hall, dass für den Technik-Parcours ein neuer Standort gefunden wird. Darüber hinaus müsse es  möglich sein, auch Trainingsrunden  auf freier Strecke zu absolvieren. „Solange kein neuer Technik-Parcours steht, sollte der bestehende geduldet werden“, so Hall.  Als möglicher Standort würde sich das „Hexenwäldle“ anbieten.
Zum Jahreswechsel hatte der Sportverein  insgesamt  3032 Mitglieder. Davon waren 1384 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Den Grund für den Verlust von 93 Mitglieder im Jahr 2012 sieht der Vorstand sowohl im demografischen Wandel als auch in den Geschehnissen um das Entwicklungskonzept Giersberg, welches Spuren hinterlassen habe. Ausführlich berichteten Frank Rosenkranz und Christian Kaindl über die Planung  für ein  angestrebtes Sportvereinszentrum an der Oberrieder Straße. Der  an diesem Abend vorgestellte  Entwurf  sieht im Untergeschoss  eine teilbare Mehrfunktionshalle, einen Jugendkraftraum, Umkleiden sowie Räumlichkeiten für Lager, Technik und Archiv vor. Im Erdgeschoss sind  neben Rezeption, Bistro, Vereinsgeschäftsstelle  und einem Besprechungsraum auch eine acht Meter  hohe Kletterwand  sowie Flächen für Fitnessgeräte vorgesehen.  Ein Gymnastikraum,  Stellplätze  für weitere Fitnessgeräte sowie eine großzügiger  Wellnessbereich mit finnischer  und  Biosauna  ist  für das Obergeschoss angedacht. Für das Dachgeschoss ist  ein Terrasse mit überdachter Ruhezone im Gespräch, die über den  Wellnessbereich erreicht wird.  Die Höhe der  Gesamtinvestition bezifferte Rosenkranz auf 3,9 Millionen Euro. Eine Förderzusage des Badischen Sportbundes  in Höhe von knapp 400.000 Euro  liegt nach Auskunft des Vereins  vor. Finanziert werden soll das Projekt über Fremdkapital von Banken. Zu einer Ausfallbürgschaft müsste die Gemeinde Kirchzarten bereit sein. Eigenkapital des Sportvereins werde nicht eingesetzt. „Für die einzelnen Abteilungen wird das Projekt keine Nachteile haben“, versicherte Rosenkranz. Auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum wies er darauf hin, dass die Höhe des Monatsbeitrags für die  Nutzung der Räumlichkeiten „auf jeden Fall unter 50 Euro“ liegen werde. Die Entscheidung, ob das Projekt verwirklicht wird, soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung fallen.
Bernd Müller, 9.5.2013, www.dreisamtaeler.de

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