Stubenwiesenfest St. Georgen

Viele fröhliche Gesichter, ausgelassen spielende Kinder, engagierte Diskussionen und im Gebet vereinte Katholiken und Protestanten beim ökumenischen Gottesdienst: Das waren Eindrücke vom zweiten Stubenwiesenfest, wozu der Bürgerverein Freiburg-St. Georgen eingeladen hat.

Was im Vorjahr anlässlich des “Tags des offenen Denkmals” seinen Anfang an, setzte sich nun am Sonntag kombiniert mit einem Mitmach-Parcours der örtlichen Vereine und einem ökumenischen Gottesdienst fort. Die Idee, an diesem Ort einen Gottesdienst zu feiern, hatte Wolfgang Kiefer aus der katholischen Pfarrei St. Georg, der im ökumenischen Arbeitskreis engagiert ist. Aufgegeben haben damit die Christen im Stadtteil ihre 15-jährige Praxis bei der Berghauser Kapelle auf Gemarkung Ebringen gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern. “Die Entscheidung hat sich als richtig erwiesen”, meinte Andreas Bohnert, Pastoralreferent in der Gemeinde St. Georg. Denn an die 600 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder fühlten sich davon angesprochen. “Wir werden das sicher wiederholen”, sagte auch Pfarrer Martin Grüsser von der evangelischen Lukaskirche. Für die Katholiken war es zudem eine gute Gelegenheit, die Aktivitäten ihrer Jugendgruppen anlässlich der 72-Stunden-Aktion im Ort bekannt zu machen. Pfadfinder, Ministranten und Mitglieder der Katholischen Jungen Gemeinde sind engagiert, einige junge Erwachsene sind sogar nach Magdeburg aufgebrochen, um bei der Beseitigung der Hochwasserschäden zu helfen.
Dem Wirken von Caritas und Diakonie in den Katastrophengebieten galt auch die Kollekte; 1870 Euro waren zusammen gekommen.
“Dass sich viel erreichen lässt, wenn man zusammenhält und füreinander da ist, war auch die zentrale Aussage der Gottesdienstgestaltung”, sagte Wolfgang Kiefer. Sie folgte dem Leitwort für den diesjährigen evangelischen Kirchentag “So viel du brauchst”. Offenbar haben sich die Bürgerinnen und Bürger aus St. Georgen generell diesem Motto verschrieben. Denn mit dem Bürgerverein als Motor und Koordinator arbeiten sie daran, das frühere St. Georgener Rathaus, die “Stube”, das zugehörige Ökonomiegebäude, das einstige Spritzenhaus der Uffhauser Feuerwehr und auch die dahinter liegende Wiese, wo das aktuelle Fest stattgefunden hat, zu einem Kultur-, Vereins- und Begegnungszentrum zu entwickeln. Im Verlauf der Bürgerbeteiligung zu den Stadtteilleitlinien hatte sich dieses Vorhaben als Projekt mit erster Priorität herauskristallisiert. Weiter soll das Areal beim Gasthaus Schneeburg zu einem attraktiven Platz umgestaltet werden.
Mit einer großen Infotafel zeigten die Engagierten aus dem Bürgerverein denn auch beim Fest die “Stadtteilleitlinien St. Georgen”. “Wir wollen mit der Veranstaltung heute einen weiteren Akzent in der Diskussion setzen”, erklärte Peter Lenz, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins. Dass die Verwaltungsspitze die Interessen der St. Georgener wahrnimmt, zeigte die Präsenz von Baubürgermeister Martin Haag. Weiter informierte der Bürgerverein mit einer Bild- und Textausstellung über die Entwicklung des Stadtteils in den Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg anlässlich der 75. Wiederkehr der Eingemeindung im April.
Die Besucher waren zufrieden. Hildegard Cool und Maria Raach etwa sprachen von einer “schönen Idee”, ein solches Fest an diesem Platz zu veranstalten und mit einem Gottesdienst zu verbinden. Auch Monika Müller hat beides als gelungen erlebt. Einen Riesenspaß hatten auch die vielen Kinder. Für Merle Grüsser (5) etwa war das Schönste, dass sie auf einem Pony reiten konnte. Mitglieder des Malteser-Reitercorps führten Tiere und Kinder im Kreis herum. 18.6.2013, Silvia Faller

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