STEP-Anleihen als Notenpresse

STEP für “Short Term European Papers Market” ist ein unregulierter Handelsplatz, auf dem Banken und Unterneh-men ihre kurzfristigen Anleihen mit Laufzeiten zwischen wenigen Tagen und einem Jahr hin- und herschieben – ausserhalb einer offiziellen Börse und deshalb unkontrolliert. Selbst die EZB in Frankfurt als Zentrale des EU-Finanzsystems hat kaum Infos zu den STEP-Papieren.

  
Notenpresse außer Kontrolle
Schaltstelle für den Umgang mit den meisten STEP-Papieren ist allein die französische Zentralbank, die Banque de France BdF. … Das ist besonders deshalb gravierend, weil es um den entscheidenden Kanal der EZB-Politik geht: die Kreditgeschäfte mit den Banken. Zum Vergleich: In die heiß umstrittenen Staatsanleihenkäufe hat die EZB bislang gut 200 Milliarden Euro gesteckt, die europäischen Banken dagegen stehen beim Eurosystem mit mehr als 1300 Milliarden Euro in der Kreide. Ein großer Teil dieser Kredite entfällt auf Geldhäuser im krisengeschüttelten Süden Europas. Es ist die größte Kreditmaschinerie der Welt. Doch es gibt keinen, der sie wirklich kontrolliert. Und womöglich gibt es auch längst keinen mehr, der sie überhaupt noch kontrollieren könnte – zumal sich die EZB bald auch noch zur zentralen Bankenaufsicht in Europa aufschwingt…..
Alles vom 6.1.2013 bitte lesen auf
http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article112422292/Notenpresse-ausser-Kontrolle.html

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