Sport gegen Krebs – SVK

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 490.000 Menschen neu an Krebs. Welche Möglichkeiten Betroffene haben, darüber informierte der SV Kirchzarten in einer im Rahmen des landesweiten Aktionstages „Sport gegen Krebs“ organisierten Veranstaltung. Der SV beteiligte sich als einer von über dreißig Sportvereinen an Aktionstag, der von den drei Sportbünden des Landes, dem Krebsverband Baden-Württemberg und dem Gesundheitsministerium initiiert wurde.

Für diesen Informationstag lud der SVK Dr. Ulrike Walz-Eschenlohr, Oberärztin in der Földi-Klinik, Fachklinik für Lymphologie in Hinterzarten, als Referentin ein. Ihr Vortrag war ein Plädoyer für Sport nach Krebs. Viele Studien belegen, dass gesundheitsorientierter Sport die Rezidivrate senkt, Nebenwirkungen der Therapien abmildert und die Leistungsfähigkeit steigert. Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs – Übergewicht oder ein erhöhter Insulinspiegel – können mit Sport verhindert werden.
Stephan Tappert, Küchenleiter der Fachklinik Tannenhof Todtnauberg, betonte, dass es keine spezielle Krebsdiät gebe und Nahrungsergänzungmittel, die meist teuer bezahlt würden, völlig überflüssig seien. Wer seine Nahrungsmittel sorgfältig und bewusst auswähle, brauche das nicht. So seien in Obst und Gemüse viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die entzündungshemmend, anti-bakteriell und als Freie-Radikale-Fänger wirkten. Er empfehle eine ausgewogene, ballaststroffreiche Ernährung bestehend aus möglichst wenig verarbeiteten und saisonalen Lebensmitteln. Von einer nahezu Kohlehydrat freien Ernährung riet er ab. Treibende Organisatorin dieses Aktionstages vor Ort war Astrid Tappert, die als lizensierte Trainerin für Rehabilitationssport mit dem Profil Sport in der Krebsnachsorge in Kirchzarten seit 2011 eine spezielle Rehabilitationsgruppe nach Krebs anbietet. Mit einer exemplarischen Übungsstunde wurde der Aktionstag abgerundet. Bestandteil jeder Stunde sind ein Aufwärmtraining, die Anregung des Herz-Kreislauf-Systems und Funktionsgymnastik zur Mobilisierung und Kräftigung der Muskulatur. Ganz wichtige Elemente sind für Tappert, die Fortbildungen in Bereichen Yoga und Qi Gong hat, auch Atemübungen und psycho-physische Entspannungsformen.
Die Teilnehmer kommen regelmäßig und gerne in die Gruppe, denn sie spüren, dass ihnen die Bewegung gut tut. Sie schätzen, dass das Belastungsniveau für sie angemessen ist und sie nicht überfordert werden. Wichtig ist ihnen auch, dass spielerische Bewegungsformen nicht zu kurz kommen und in der Gruppe auch gelacht werden darf!
Das Besondere an dem Reha-Sport nach Krebs ist, dass die Betroffenen von ihrem Arzt dafür ein Rezept ausgestellt bekommen und die Krankenkassen dies Kosten dafür übernehmen. In der Regel umfasst dieses Rezept 50 Übungsstunden für 18 Monate. Nähere Informationen:  info@svkirchzarten.de
6.2.2013, Dagmar Engesser, www.dreisamtaeler.de

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