Spaß, Geld un öffentlichi Ordnung sin ä heikles Trio

Mir hen z Friiburg viel z’ wenig Events. De Konviktstroße-Hock, s Wiifescht uff em Münschterplatz, s Schlossbergfescht, d Wilhelmstroß, Public Viewings, Opfinger Baggersee-Musik, d Fasnet un noch ä paar meh. Viel z wenig. Do sin eifach zu großi Lücke im Johr, wo in dere Stadt doch tatsächlich gar nix los isch, usser viellicht ä paar Schlägereie im Bermuda-Dreieck oder Gratis-Gröl-Competitions uff em Augustinerplatz. Demonstratione git s jo au allewiil weniger un jetz derf me nit ämol meh trommle debii. Me derf aafange gar nix meh. S Amt für Öffentlichi Ordnung würgt alles ab, was irgendwie Spass könnt mache. Kuum opfert sich do ä Handvoll Event-Veranstalter, für dass d Litt sich ä klei weng erhole könne vum Euro-Desaschter, wurd do bürokratemäßig Gegewind ’bloße. S wär alles z gfährlig: Alkohol, Droge, Gewalt, Sachbeschädigung. Un der Lärm uff d Naacht, hänai! Un d Event-Manager lamentiere, d Ufflage vum Amt wäre z hoch, des könnte si finanziell niemols stemme, soviel Uffsichts-Personal un Sicherheitsmaßnahme. Wie willsch jetze do vermittle zwische de Lit, wo ihr Vergnüge sueche, de Bürger, wo unbeläschtigt schlofe wotte, de Veranschtalter un ä paar Betriebe, wo ä paar Kohle scheffle könnte un de Ämter, wo im Vorfeld schun jedes Risiko usschließe welle. De kannsch alli verschtoh. Aber Spaß, Geld un öffentlichi Ordnung sin ä heikles Trio. Un des au z Friiburg, wo doch sunsch alles so sufer isch un glatt. Isch? Oder war?
Stefan Pflaum, Wunderfitz

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