Senioren-WG contra Heimgesetz

Das neue Heimgesetz für Senioren-WGs mit der Bezeichnung “Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG)” wurde im Juni 2013 vorgelegt und soll im Frühjahr 2014 im Stuttgarter Landtag verabschiedet werden. Ziel ist es älteren pflegebedürftigen Menschen abseits der Alters- und Pflegeheime vielfältige Wohnformen anzubieten, diesen einen gesetzlichen Rahmen zu geben und Missbrauch auszuschließen.
Zwei Typen von Pflege-Wohngemeinschaften sollen künftig unterschieden werden: “vollständig selbstorganisierte und selbstbestimmte Wohngruppen” und “ambulant betreute Wohngruppen“. Nur letztere fallen unter das neue WTPG mit all ihren strikten Auflagen, die viele bestehende WGs weder wirtschaftlich noch organisatorisch erfüllen können. Zwei Beispiele: Die Seniorenwohngruppe “WEGE e. V.” in Emmendingen mit 18 Senioren in zwei Wohnungen seit 2004. Der “Adlergarten” in Eichstetten. Beide gemäss dem “Freiburger Modell” unter Leitung von Prof Thomas Klie der Evangelischen Fachhochschule organisierte WGs fallen zukünftig als “ambulant betreute WGs” unter das neue Heimgesetz mit all ihren gesetzlichen Reglementierungen wie Mindestzimmergröße 25 qm und maximale Gruppengrößße 8 Personen. Diese und weitere Vorschriften würden das Aus bedeuten – das Aus für jahrelanges und überwiegend ehrenamtliches Engagement.
17.9.2013

http://www.freiburger-modell.de/partner/emmendingen.php
http://www.buergergemeinschaft-eichstetten.de/Adlergarten.html
http://www.domiziel-online.org
     
   
Heimgesetz-Entwurf bedroht Senioren-WGs
“Seit zehn Jahren hängen diese Wohnformen juristisch im luftleeren Raum. Ich war Gott froh, dass es nun eine Regelung geben sollte, an der sich alle Modelle orientieren können”, sagt Rausch. Umso größer ist die Enttäuschung über den Gesetzesentwurf, der vor rund drei Monaten vorgelegt wurde. “Der Gesetzesentwurf macht mich wütend und traurig. Alles was wir eingebracht haben, wurde offenbar ignoriert. Das lasse ich mir nicht bieten, und das lassen sich auch die Angehörigen nicht bieten”, sagt Rausch (von der WEGE) . ….
Alles vom 17.9.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kreis-breisgau-hochschwarzwald/wachsende-sorgen-in-senioren-wgs–75268587.html 

ZWTPG als Reglementierungsresetz
Zuerst mussten sich die vielen im Rahmen des “Freiburger Modells” entstandenen Dementen-WGs und Wohngruppen in juristisch unsicherem Terrain bewähren. Mit Erfolg. Dabei erwarteten sie fast sehnsüchtig eine gesetzliche Absicherung und beruhigende Grundlegung ihres Engagements. Nun aber soll ihnen mit dem WTPG ein gesetzliches Korsett übergestülpt werden, das rot-grüner Reglementierungs- und Bevormundungswut entsprechend jeden Freiraum verbietet, gute Erfahrungen ignoriert und ehrenamtliches Engagement tötet. Beispiel: Warum muß ein Einzelzimmer mindestens 25 qm groß sein? Warum wird schon bei 24 qm nicht mehr gefördert?
17.9.2013

 

Dieser Beitrag wurde unter Senioren, Wohnen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort