Zucker

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Feigen in Freiburg am 1.8.2012

 

 

Wenn Zucker, dann Fructose aus Obst
Zucker liegt vor als kristalliner Haushaltszucker sowie als Sirup aus Fruchtzucker oder Traubenzucker.
Ist der in Fruchtsäften und Fertiggerichten zu findende Fruchtzucker Fructose weniger problematisch als der klassische Zucker Glucose (Traubenzucker)? Hier gilt es zu differenzieren:
– Die industriell aus Maisstärke hergestellte und hochkonzentrierte Fructose ist nicht weniger gefährlich als Glucose – im Gegenteil. In Limonaden oder Softdrinks ist Fructose in freier Form vorhanden, so dass sie vergleichsweise schnell ins Blut übergeht und Blutzuckerpeaks verursacht, d.h. uns in kürzester Zeit regelrecht mit Zucker überschwemmt.
– Bei Obst ist hingegen ist die Fructose in eine Matrix eingebunden und wird erst nach und nach herausgelöst. Deshalb gelangt natürlicher Fruchtzucker nur langsam dosiert ins Blut und ist nicht schädlich. Allerdings sollte man sich auch nicht einseitig nur von Obst ernähren.
23.5.2016

 

 

abgespeist.de von Foodwatch kritisiert Kinderfrühstücksflocken

Oliver Huizinga von abgespeist.de bei Foodwatch: “Frühstücksflocken für Kinder sind in der Regel schlicht Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich”.  Aus dem Müsli als einem “eigentlich ausgewogenen Produkt” habe die Industrie “ein billiges Gemisch aus Mehlpampe und Zucker gemacht”: 15 Prozent der Kinder als zu dick, sechs Prozent sogar als fettleibig.
www.abgespeist.de

 

 

Fettzellen können sich in fast allen Körperteilen bilden und dort auf das 200-fache ihrer ursprünglichen Größe aufpumpen, etwa zum Fettdepot am Bauch. Normalerweise schmelzen diese Fettreserven, sobald weniger Energie zugeführt wird, als der Stoffwechsel verbraucht. Isst man aber Zucker, der bremst man diesen natürlichen Fettabbau drastisch: Die Bauchspeicheldrüse schüttet das Hormon Insulin aus, das der Körper braucht, um den Zucker in die Zellen der Organe zu schleusen. Gleichzeitig wird der Fettabbau blockiert – das Insulin verhindert also, dass der Stoffwechsel das Fett verarbeitet und es wandert direkt in die Depots. Die Zucker-Fett-Falle schnappt zu.

 

Wasser statt Softdrinks
Allein durch das Trinken von Limonade nehmen 6-jährige Kinder 5 kg Zucker im Jahr zu sich, das sind 1700 Zuckerwürfel. Im Teenager-Alter sind es dann schon rund 30 kg – das entspricht 10.000 Würfeln Zucker. Folge sind Fettleibigkeit und Zuckerkrankheit. Ein Verkaufs-Verbot an Schulen fordern deshalb die Grünen.

In Deutschland gelten 40% aller Menschen als Übergewichtig und sogar 20 Prozent kann man als hochgradig Fettleibig ansehen

 

Gezuckerte Fertiglebensmittel prägen den westlichen Ernährungsstil

Der US-Kinderarzt Robert Lustig: “Es geht um den Zucker, den die Lebensmittelindustrie ihren Produkten bewusst zusetzt. Vorgeblich, damit sie besser schmecken. Tatsächlich aber, damit sie sich besser verkaufen. Hier liegt das Problem.”In letzten 50 Jahre hat sich der Konsum von Zucker auf der Welt verdreifacht. Heute sind mehr Menschen weltweit fettleibig als unterernährt. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa haben Fettsucht und Diabetes epidemieartig zugenommen.
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Der westliche Ernährungsstil ist geprägt durch die vielen gezuckerten Fertiglebensmittel, gesüsst mit fruktosereichen Kornsirup oder auch mit Saccharose, die beide Fruchtzucker bzw. Fruktose enthalten. Es sind nicht nur Softdrinks und Limonaden, die gesüsst werden, sondern Brot, Saucen, Ketchup.
Es geht dabei nicht um den Fruchtzucker im Obst, wie Robert Lustig begründet: “Wenn Sie Obst essen, dann nehmen Sie den Fruchtzucker immer zusammen mit pflanzlichen Fasern auf. Diese Ballaststoffe sorgen dafür, daß nicht so viel Zucker verstoffwechselt wird und ins Blut übergeht. Die Fasern sind wie ein Antidot: Sie verhindern eine Überdosierung von Fruktose im Körper. Wir haben sehr spezifische Daten, die zeigen: Wenn man Zucker zusammen mit Ballaststoffen einnimmt, dann ist das nicht schädlich.” Die Industrie jedoch setzt Fruktose den Lebensmitteln pur zu, also ohne regulierende Pflanzenfasern. In dieser Form und im Übermaß genossen ist kalorienreicher Fruchtzucker ein großes Risiko für die Gesundheit.,

Lustig: “Fruktose wird völlig anders im Körper umgesetzt als zum Beispiel Traubenzucker, nämlich eher wie Alkohol. Fruktose kann deshalb auch die gleichen Erkrankungen verursachen wie Alkohol. Das sind zum Beispiel Leber- oder Herz- und Kreislaufschäden. Fruchtzucker geht direkt in die Leber und kann sie überladen und vergiften. Wenn das passiert, kommt es zu verschiedensten Stoffwechsel-Störungen. Am Ende steht dann eine Erkrankung, die wir Metabolisches Syndrom nennen” – als Sammelbegriff für Leiden, die mit falscher Ernährung zu tun haben, von Fettleibigkeit über Diabetes bis hin zu Herzerkrankungen.

Fazit der US-Forscher: Den Zusatzstoff Fruktose auf eine Stufe stellen mit Tabak und Alkohol.
a) Zucker ist allgegenwärtig in Fertiglebensmitteln und sein Konsum praktisch unvermeidbar.
b) Fruchtzucker macht sogar abhängig: Zucker läßt die Zellen zur Appetitkontrolle im Gehirn schneller sterben. Die Folgen sind mehr Hunger und Übergewicht.
Deshalb müssen Regelungen her,die der Industrie verbieten, ihren Produkten beliebige Mengen Fruktose zuzusetzen.

 

Junk Food

“Junk Food” bezeichnet Essbares, das viele Kalorien, gesättigte Fettsäuren, Zucker, Salz und ungesunde Lebensmittelzusätzn wie Mononatriumglutamat enthält.
Junk Food-Nahrungsmittel sind, billig, lecker bequem (eat2go) und sehr süchtigmachend. Beispiele: Chips, Cola, Eis, Hamburger, Hot Dogs, Kekse, Kuchen, Limonade, Pommes, Riegel, Schokolade mit wenig Kakao und Süßigkeiten in jeder Form.

Junk Food führt leicht zum Zuckerrausch: Im Körper werden Wohlfühlhormone freigesetzt werden, wodurch man sich energiegeladen fühlt. Dieser Effekt ist von kurzer Dauer und endet bald in einem Zuckertief, wodurch man wieder Heißhunger nach mehr Essen mit viel Zucker bekommt.

Eine Sucht nach Junk Food beginnt in einem jungen Alter. Nur Fett und Zucker gilt, nährstoffreiche Nahrungsmittel werden kaum mehr gegessen. Nur der Verzicht auf Junk Food hilft, den Zuckerhoch-Zuckertief-Rhythmus zu brechen, bei dem Ihr Körper nach mehr Essen verlangt, weil ihm Nährstoffe fehlen.

 

Bewegung und Fettleibigkeit

Bei Kindern ist Bewegungsmangel weniger Ursache als Folge von Übergewicht (Terry Wilkin). Sport schützt Kinder weniger vor Übergewicht als das Vermeiden von Junk Food. Natürlich trägt Sport entscheidend zur körperlichen ud seelischen Gesundheit bei. Aber zum Abnehmen hat die Ernährung einen größeren Einfluss.

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