Armut

Home >Selbsthilfe >Soziales >Armut

Reiches Markgräflerland: Blick nach Nordwesten über Mauchen zum Himmelberg am 2.11.2006

 


Das Jammern über Armut in Deutschland muß endlich aufhören. Wer heute von Hartz IV lebt, hat meist einen höheren Lebensstandard als in meiner Jugend ein Facharbeiter mit Frau und Kindern.
Eine Unterschicht gibt es in jedem Land der Welt und zu jeder Zeit der Welt”
Gerhard Schröder, SPD, im Tagesspiegel, 9.12.2006

“Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein”
Guido Westerwelle, FDP, nach dem Karlsruher Hartz-IV-Urteil in der Welt, 11.2.2010

Hartz IV gegen die materielle Armut –  und was gegen die “Armut im Geiste”?

10% der deutschen Bevölkerung besitzen mehr als 65% (1983: ca. 48%) des Gesamtvermögens. Die restlichen 90% der Gesellschaft teilen sich die übrigen 35% des Gesamtvermögens.
23% aller Arbeitnehmer arbeiten heute im sogenannten Niedriglohnsektor
(zum Vergleich: Dänemark knapp 9%, USA 23%) – Tendenz steigend.

Armes Deutschland –
warum nur kommen so Viele nach Deutschland, um an unserer Armut teilzuhaben?

Die 85 reichsten Menschen der Welt besitzen genauso viel
wie die 3,5 Milliarden ärmsten Menschen

 

 

Reicher Mann und armer Mann, standen da und sah’n sich an. Und der Arme sagte bleich:
“Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich”

Reicher Mann und armer Mann, standen da und sahn sich an. Und der Reiche sagte bleich:
“Wär ich arm, wärest du nicht reicher”

 

Armut
Das beste Mittel gegen Armut unter jungen Leuten ist die Qualifizierung, die Teilhabe am Erwerbsleben möglich macht.
Sind unsere Gutmenschen denn bereit, ihren Wohlstand mit den Ärmsten dieser Welt zu teilen? Wenn wir unser Volkseinkommen und unsere Wohnungen mit 1,5 Milliarden anderen brüderlich teilen, bleibt für jeden 1,3 m” und 67,50 € Einkommen pro Monat übrig.
Da sollte man doch noch mal darüber nachdenken, ob man Armut nicht viel besser dadurch bekämpft, dass man für zusätzliche Arbeit und Einkommensmöglichkeiten dieser Menschen in ihrer Heimat sorgt. China ist der beste Beweis, dass ein Land mit der richtigen Politik eine halbe Milliarde Menschen aus bitterster Armut in die Mittelschicht aufsteigen lassen kann. Nur hat China dafür den Sozialismus aufgeben müssen.
16.12.2014

————————————————–

 

Da wir so reich sind, sind sie so arm
Natürlich kann man die deutsche Geschichte als eine mögliche Erklärung für die Euphorie der „Willkommenskultur“ betrachten. Die Verbrechen des Nationalsozialismus spielen hier sicher eine wichtige Rolle, ältere mentale Dispositionen sind darüber hinaus in den protestantischen Vorstellungen von Sünde und Erlösung angelegt, die eine exzessive Schuldethik hervorgebracht haben.
Anders als der Katholizismus kennt der Protestantismus kein Bußsakrament, das für persönliche Schuld formale Abbitten kennt. Es ist wohl kein Zufall, dass in den katholisch geprägten Ländern Europas wie Polen, Italien, Österreich oder Frankreich, der Widerstand gegen die Masseneinwanderung oder allgemein gegen die politische Korrektheit stärker ausgeprägt ist als in den protestantischen (siehe etwa Schweden).
Für die insbesondere jüngere Generation scheint mir der Verweis auf das protestantische Erbe oder den zeitlich näheren Nationalsozialismus bei aller Bedeutung als Erklärung der zeitweise schier grenzenlosen „Willkommenskultur“ unzureichend. Der entscheidende Auslöser dürfte die bei vielen Menschen psychisch tief verankerte und entsprechend weit verbreitete Vorstellung von Arm und Reich sein, das Gefühl also, auf Kosten anderer zu leben, zumeist auf die einfache und eingängige Formel gebracht: „Da wir so reich sind, sind sie so arm.“ …

Alles von Alexander Meschnig vom 11.4.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/willkommenskultur_die_eitelkeit_des_guten

.

In Deutschland gibt es keine Armen, sondern nur relativ Arme

In Deutschland gibt es keine Armen. Es gibt nur relativ Arme. Wer nur 60% des Durchschnittseinkommens verdient, ist relativ arm. Wenn es in Deutschland mehr Milliardäre und mehr Millionäre gibt, steigt dadurch das Durchschnittseinkommen. Deshalb steigt automatisch die Zahl der relativ Armen, wobei es völlig egal ist, ob diese relativ Armen auch mehr Lohn bekommen,weil z. B. die Milliardäre ihren Putzfrauen sehr hohe Löhne bezahlen, weil sie nur bei den teuren Luxusfriseuren die Haare schneiden lassen, weil sie gut bezahlte Gärtner anstellen, sich in 3-Sterne-Restaurants von gut bezahlten Kellnern bedienen lassen etc. Wenn die Milliardäre ihr Einkommen noch schneller steigern als die dadurch viel besser Verdienenden Normalsterblichen, dann werden letztere trotzdem automatisch relativ arm. Das hat einen großen Vorteil. In Deutschland gibt es eine florierende Armutsindustrie. Das sind Organisationen, die ihr eigenes Einkommen mit der Verwaltung anderer Leute Armut verdienen. Bei steigender Armut (wobei die Verbände das Wort “relativ” wegen der Länge einfach weglassen) braucht es auch mehr Steuergeld, um diese Armut zu verwalten Dieses Geld fließt in die Armutsindustrie, so dass sie wächst und gedeiht. Welche Industrie würde dafür sorgen, dass der eigene Markt schrumpft? Keine, auch die Armutsindustrie nicht.
……
Leute wie Sie, denen es um möglichst große Armut geht, bevorzugen in der Regel meine Berechnungsweise. Das Problem an Ihrer Berechnung ist nämlich, dass damit die Armutsgrenze unterhalb des Existenzminimums fällt. Dieses wird in Deutschland aber von Hartz IV gedeckt. Daher gibt es außer Nichtseßhaften und anderen Menschen, die keinen vollständigen Anspruch auf Hartz IV Leistungen (einschließlich Wohnkosten) haben wie illegal hier lebende Ausländer, überhaupt keine relative Armut. Relative Armut besteht in Deutschland daher nur beim Vorliegen von psychosozialen Gründen, die eine Teilhabe am staatlichen Wohlfahrtssystem verhindern. Sie beträgt gerade mal 3,5% der Bevölkerung. Um die Tatsache zu vertuschen, dass es auf Grundlage der EU-Definition noch nicht einmal nennenswerte relative Armut in Deutschland gibt, hat man den Begriff der Armutsgefährdung erfunden. Diese Grenze liegt bei 60% des Äquivalenzeinkommens. Nur veschweigt dieser Begriff, dass ein Abrutschen in relative Armut aufgrund des Anrechts auf Hartz IV wegen mangelndem Einkommen gar nicht drohen kann. Es können daher nur Menschen gefährdet sein, in relative Armut abzudriften, die aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sind, von Hartz IV zu partizipieren. Der Grund einer solchen Gefährdung liegt nicht in einem geringen Einkommen sondern in der Gefahr einer psychischen Instabilität. Armutsgefährdung mit einem Prozentsatz des Äquivalenzeinkommens zu definieren, ist daher Humbug, und deint nur der Armutsindustrie, um möglichst viel staatliche Zuschüsse auf ihre Mühlen zu leiten.

Absolute Armut wird als Kampf um’s Überleben definiert. Einen solchen Kampf führt aus wirtschaftlichen Gründen in Deutschland niemand.
19.1.2014, Rainer Brombach

 

Definition Armut – Einkommen liegt unter 60% der Durchschnitsseinkommens
Statistik: Deutschland hat geringes Armutsrisiko – Im europäischen Vergleich gehört Deutschland heute nach Dänemark und Schweden zu den Ländern mit dem geringsten Armutsrisiko.Die Einschätzung der Bevölkerung
Zwar kennen 62 Prozent niemanden, den sie als arm bezeichnen würden. 15 Prozent kennen zumindest einen Haushalt, 16 Prozent mehrere Familien, die nach ihrem Eindruck arm sind. Trotzdem ist die überwältigende Mehrheit überzeugt, dass Armut in Deutschland nicht nur ein großes Problem ist – sondern immer mehr zunimmt. Konstant glauben seit Jahren 82 Prozent der Bevölkerung, dass es immer mehr Bedürftige gibt, nur elf Prozent sind vom Gegenteil überzeugt.

Armutsbericht: Das Armutsrisiko hat sich in den vergangenen 10 Jahren halbiert
Über den Armutsbericht, den die Bundesregierung jüngst vorgelegt hat, ist viel geschrieben und diskutiert worden. In der hitzigen Debatte, wie viel Armut es in Deutschland gibt, ging nahezu unter, dass der Bericht insgesamt zu einer überwiegend positiven Bilanz kommt. Danach hat sich das Armutsrisiko in den vergangenen zehn Jahren trotz wachsender sozialer Unterschiede praktisch halbiert; noch stärker verringerte sich das Armutsrisiko für Kinder…..
Renate Köcher, Institut für Demoskope Allensbach
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/denkfabrik-wer-definiert-armut-/5445936.html

EU-Definition der Armut
Gemäß Definition der EU ist arm oder von Armut bedroht, dessen Einkommen ber weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Bevölkerung eines Landes liegt – wobei staatliche Transferleistungen inbegriffen sind. Die so definierte Armut beginnt in Deutschland für einen Single bei 952 Euro Einkommen im Monat. Spitzenreiter ist Luxemburg mit 1626 Euro. Bei Schlusslicht Rumänien liegt diese Armutsschwelle bei 105 Euro im Monat.

Jeder sechste Einwohner Deutschlands bzw. exakt 15,8 % galt im Jahr 2010 als arm – 1.1 Prozentpunkte weniger als der EU-Mittelwert. Zum Vergleich: Die niedrigste Armutsgefährdungsquote innerhalb der EU hatte Tschechien (9,8 Prozent). Niederlande 11,0 Prozent, Österreich 12,6 Prozent, Dänemark 13,0 Prozent, Frankreich 14,0 Prozent  und Polen 17,7 Prozent von Armut bedroht.

Das Einkommen der obersten 20 % der Deutschen war “4.5 mal” so hoch wie die Einkommen der untersten 20% – im EU-Mittel betrug diese Einkommensschere “5,1 mal”.

 

Armuts- und Reichtumsbericht 2012/2013

Das Bundeskabinett billigte am 6.3.2013 den Armuts- und Reichtumgsbericht nach monatelanger Diskussion. Dem Bericht nach verfügen die reichsten zehn % der Haushalte über 53 % des gesamten Nettovermögens (Stand: 2008) – gegen+ber 49 % in 2003. Die gesamte untere Hälfte der Haushalte besitzt dagegen nur gut 1 % – nach 3 % im Jahr 2003.

Bildung und Ausbildung gegen Armut
Versuchen Sie einfach mal einen Nagel mit Ihrem Daumen in die Wand zu drücken. Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie mit Ihrer Arbeitskraft das Werk vollendet. Sollte es Ihnen erwartungsgemäß nicht gelingen, gehen Sie bitte in den Baumarkt und kaufen mit Ihrem Kapital einen Hammer. Mit diesem Kapital unternehmen Sie dann einen zweiten Versuch. Danach können Sie sich die Antwort selbst geben, ob der Arbeiter Zins- und Zinseszins alleine erwirtschaftet, oder ob das Kapital auch einen Anteil an einem erfolgreich gefertigten Werk hat. Würden wir durch Steuern das Kapital von den Unternehmen zu den Erwerbslosen umverteilen, würde das dazu führen, dass die in den Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter ihre Arbeit mit weniger Kapitalunterstützung ausführen müssten. Sie würden dadurch weniger produzieren, und ihre bisherigen Löhne nicht mehr erwirtschaften können. Dadurch würde das Armutsproblem vergrößert und nicht verkleinert werden.
Um Armut zu bekämpfen müssen wir mehr Arbeitnehmer befähigen, komplexe Arbeiten mit hoher Wertschöpfung ausüben zu können. Dazu gehört einerseits eine gute Ausbildung und andererseits genügend Kapital in den Unternehmen, um die hochwertigen Maschinen zu beschaffen, die diese hochqualifizierten Arbeitnehmer dann bedienen können.
Planen tun SPD und Grüne mit Vermögenssteuern und -abgaben für Unternehmen und Unternehmer gerade das Gegenteil. Aus ihrer Sicht sinnvoll, denn wenn die Armut abgeschafft würde, wären sie ihre Wähler los. Das gilt es ganz eigennützig zu verhindern
7.3.2013, Rainer Brombach

… es gibt auch Vermögensrückgänge
Wie die Entwicklung nach 2008 weiter verlief, also während und nach der großen Finanzkrise, als auch viele Reiche ihr Vermögen einbüßten, darüber sagt der Bericht nichts. Einen Hinweis erlaubt der Blick in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Bundesbank, Abschnitt “Verteilung des Volkseinkommens”:
Die Statistik verzeichnet zwischen 2008 und 2012 einen Anstieg der gesamten Arbeitnehmerentgelte um 11,9 %,
während für Unternehmens- und Vermögenseinkommen im gleichen Zeitraum ein Minus von 1,4 % zu Buche steht.
Alles vom 7.3.2013 bitte lesen auf
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/faktencheck-zum-armuts-und-reichtumsbericht-der-bundesregierung-a-887422.html

 

Das untere Drittel hat die Sekundärtugenden verlernt
Der Staatsrechtler Udo Di Fabio erklärt die Bildungspolitik seit den 70er Jahren zur Hauptschuldigen dafür, dass es schlecht stehe um die Chancengerechtigkeit in der Republik. Autoritäten seien entzaubert und Sekundärtugenden verunglimpft worden, rügt der Staatsrechtler. Damit aber sei das obere Drittel ungleich besser zurecht gekommen als das untere Drittel der Gesellschaft. Gerade im Zeitalter der Globalisierung müsse deshalb die “Wiedergewinnung von Alltagsfähigkeiten” oben auf der Agenda stehen. Nur wenn die vermeintlich sozial schwachen und bildungsfernen Schichten ihre Leistungsfähigkeit wieder mit mit Fleiß und Pflichtgefühl zu entfalten lernten, lasse sich die freiheitliche Gesellschaft neu erschaffen.
2.10.2012

 

Arm = Einkommen unter 940 Euro
Als von Armut bedroht gilt laut den letzten verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2009, wessen Einkommen unter 940 Euro im Monat liegt. Je nach Datengrundlage gilt dies für 14 bis 16 Prozent der Bevölkerung. Hauptgrund für Armut ist Arbeitslosigkeit. Oft von Armut bedroht sind auch Alleinerziehende.
Alles vom 19.9.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/arm-und-reich-klaffen-weiter-auseinander–63864448.html

Die Reichen müssen die Armen finanzieren – Median versus Durchschnitt
Die Behauptung, relative Armut würde es immer geben, weil sie in Abhängigkeit vom mittleren Einkommen definiert ist, wird häufig als Argument gegen sozialpolitische Maßnahmen angeführt, die auf die Beseitigung der relativen Armut abzielen. Diese Behauptung ist jedoch falsch. Als Referenzwert wird nämlich nicht das Durchschnittseinkommen herangezogen, sondern der Median, das Einkommen einer (fiktiven) Person, aus deren Sicht die Hälfte der Bevölkerung mehr verdient und die andere Hälfte weniger. Dieser Wert liegt niedriger als das Durchschnittseinkommen, weil der Median nicht auf wenige starke “Ausreißer” reagiert. Wenn nun das Einkommen der laut Definition relativ armen Personen, die weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verdienen, auf 60 Prozent angehoben würde – durch einen Mindestlohn oder Sozialleistungen – änderte sich der Median nicht, aber die relative Armut wäre beseitigt. Unter zwei Voraussetzungen: Erstens dürfte diese Einkommensverbesserung nicht von den Personen finanziert werden, deren Einkommen gerade zwischen Armutsschwelle und Medianeinkommen liegt. Zweitens dürfte niemand, dessen Einkommen bisher über dem Medianeinkommen lag, unter die Schwelle rutschen. Mit anderen Worten: Diese Einkommensverbesserung der bisher relativ Armen müsste von den Beziehern der höchsten Einkommen finanziert werden.
10.10.2012, Dr. Patrick Thalacker, Freiburg

Der Median ist robuster gegen Ausreißer als der Mittelwert
Durchschnitt D = arithmetisches Mittel = Summe/Anzahl
Median M = Zahl, die eine sortierte Zahlenfolge in zwei Hälften teilt (gleiche Anzahl links wie rechts)

Beispiel 1: 100,200,400,450,800,900,950
Durchschnitt D = 3800/7 = 542.86
Median M = 450 als mittlere Zahl (3 kleiner und 3 größer)

Beispiel 1a: 100,240,400,410,800,900,950
Durchschnitt D = 3800/7 = 542.86 unverändert
Median M = 410 als mittlere Zahl (3 kleiner und 3 größer)

Hinterlasse eine Antwort