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November-Herbst 12.11.2018

November-Herbst 12.11.2018

 

Eine soziale Zeitbombe – Rente in Gefahr – Migrantenrente
Dieter Stein
Helle Aufregung löst die Nachricht aus, die Bundesbank sehe in einer Analyse die gesetzliche Rente in Gefahr – und plädiere langfristig für die Anhebung des Rentenalters auf 69 Jahre. Doch überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Seit Jahrzehnten sehen wir die Folgen des demographischen Niedergangs auf uns zukommen. Teilweise wurde deshalb auch schon darauf reagiert – unter anderem ist das Renteneintrittsalter bereits in den vergangenen Jahren angehoben worden. Eine wachsende Zahl von Rentnern wird in den kommenden Jahren in die „Grundsicherung im Alter“ (Hartz- IV-Niveau) rutschen, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Diese Tatsache ist nicht nur materiell schwierig, sie ist auch demoralisierend, weil die Betroffenen das Gefühl haben können, sie hätten das Arbeiten auch bleiben lassen können – schließlich bekommen diejenigen, die ihr Leben lang nicht gearbeitet haben, am Schluß ebenfalls Grundsicherung. Hinzu kommt der zusätzlich entwürdigende Effekt, daß die Grundsicherung erst bezogen werden kann, wenn Ersparnisse aufgebraucht sind.
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Als besonders empörend empfinden nicht wenige Bürger, daß Migranten, die vielleicht erst mit den jüngsten Einwanderungswellen nach Deutschland kamen, in gleichem Maße anspruchsberechtigt sind. Neben den kulturell-sozialen Veränderungen, die Masseneinwanderung mit sich bringt, löst dies zusätzlich ein Gefühl der Entsolidarisierung, quasi einer sozialen „Ausbürgerung“ aus
… Alles von Dieter Stein vom 25.10.2019 in: Junge Freiheit, Seite 1

 

Raffelhüschen: Für Grundrente kein Bedarf
Das fängt mit dem Lebensleistungsprinzip bei der Rentenversicherung an. Wer gearbeitet hat und für 900 Euro Rentenanspruch eingezahlt hat, bekommt 900 Euro Rente. Werden Heils Pläne umgesetzt, bekommen aber auch Leute, die nur für 800 Euro eingezahlt haben, 900 Euro Rente. Das ist nicht zu verstehen.
Das zweite ist das Grundsicherungsprinzip. In der Grundsicherung, dem letzten sozialen Netz in Deutschland, werden alle Menschen gleich behandelt. Der arme Junge so wie der arme Alte, die arme Frau wie der arme Mann, der arme Ostdeutsche wie der arme Westdeutsche. Wenn ich nun die armen Alten anders behandele als die armen Jungen, werden sofort andere Gruppen ebenfalls eine Sonderbehandlung fordern. Das dritte, was Hubertus Heil bricht, ist wahrscheinlich das Schlimmste: Das, was er gerecht nennt, ist schlicht ungerecht. …
Den Verzicht auf eine Bedürftigkeitsprüfung. Hubertus Heil rechnet mit bis zu vier Millionen Menschen, die von seiner Grundrente profitieren. Bei einer bedürftigkeitsgeprüften Grundsicherung wären es nur 300 000. Und zwar nur jene, die über kein Vermögen, keine anderen Einkünfte und keinen Ehepartner mit auskömmlichen Rentenansprüchen verfügen. Das bedeutet, dass bei Hubertus Heil 3,7 Millionen Menschen eine aufgestockte Rente bekommen, obwohl sie gar nicht arm sind. Die Zahnarztgattin braucht wirklich keine Aufstockung.

Die Altersarmut in Deutschland beträgt drei Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, einen armen Alten zu treffen, liegt also bei drei Prozent. Bei einem armen Normalbürger liegt die Wahrscheinlichkeit bei über sieben Prozent. Es gibt keine Altersgruppe, die weniger von Armut bedroht ist, als die Alten. …
… Komplettes Interview mit Prof Raffelhüschen vom 5.2.2019 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/alter-ist-kein-verdienst

Bernd Raffelhüschen (61) ist Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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