Trauer

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Herbst am Belchen im Oktober 2018

Herbst am Belchen im Oktober 2018

 

 

Frauenmorde: Gute Trauer, schlechte Trauer
Die Eltern einer ermordeten Studentin (Maria L. in Freiburg) werden von Zeitungsverlagen offiziell geehrt, weil sie keinen »Hass« an den Tag legten. Die Mutter der ermordeten Jüdin Susanna F. dagegen wird auf Facebook zensiert. Gibt es heute »gute« und »schlechte« Trauer?

Die Eltern gründeten eine Stiftung im Namen ihrer Tochter (maria-ladenburger-stiftung.de), die unter anderem behinderten Studenten beim Studium hilft; die Preisverleihung durch die Zeitungen scheint mir dagegen mindestens fragwürdig. Nicht nur wird durch den Preis der Tod der Tochter gefährlich nah in die Nähe von Märtyrertum gerückt, es wird auch eine Form der Trauer als extra gut deklariert, und damit alle anderen Formen von Trauer eben als weniger gut. Dass deutsche Zeitungen zum guten Teil parteiisch sind (Stichwort »Haltung«), das ist nun wirklich wenig kontrovers, doch indem sie elterliche Formen der Trauer implizit in gut vs. böse teilen, damit haben die Zeitungsleute ein ganz neues moralisches Glatteis entdeckt – das immerhin ist beeindruckend. Wer sagt denn, dass es eine langfristige schlechtere Reaktion von Eltern wäre, gegen die Ursachen des sinnlosen Todes ihres Kindes zu protestieren?

Nehmen wir, zum Vergleich, eine andere Trauernde. Die Mutter der ebenfalls von einem Flüchtling ermordeten Jüdin Susanna Feldmann (siehe z.B. http://www.juedische-allgemeine.de, 10.6.2018) nahm ihr Schicksal nicht ganz so gefasst hin. Sie schrieb etwa auf Facebook einen verzweifelten, anklagenden Brief an Merkel. Titel: »An Ihren Händen klebt Blut!« – Für diese Trauernde gab es keine Zeitungspreise. Ihr Brief wurde gesperrt. Eine Folge des Zensurgesetzes »NetzDG«? Man weiß es nicht. Es ist im Dunkeln. Es ist vieles recht merkwürdig, was in diesem Rechtsstaat passiert. Zum Glück gibt es nicht nur die organisierten Zeitungsverleger, sondern auch Freie Denker, und einer davon hat den Brief der Mutter dokumentiert und veröffentlicht. Der Anfang und ein Auszug daraus:
Sehr geehrte Frau Merkel,
nach dem grausamen Mord meiner geliebten Tochter Susanna vom 23.05.2018 ( ihre Leiche wurde erst 14 Tage später vergraben, neben den Bahngleisen gefunden, sie war gerade mal 14 Jahre alt!! ) fällt es mir immer noch sehr schwer die richtigen Worte zu finden. (…) Bedeutet Ihnen Ihr eigenes Volk denn gar nichts? Ist es Ihnen wirklich total egal, dass Ihre Gäste hier das Land langsam aber sicher zerstören, dass die Familien ihre Kinder, Mütter, Väter, Geschwister, Großeltern durch Ihre Gäste Frau Merkel verlieren müssen? (…)
(Der ganze Brief hier zu lesen)

Die Mutter von Susanna wird keine Preise von Zeitungsverlagen bekommen. Sie schreit ihren Schmerz auf Facebook heraus, und dort muss sie sich mit den Zensoren herumschlagen. ….
Ich verstehe beide elterliche Reaktionen. Ich verstehe die Wut und ich verstehe den Wunsch, ein moralisches »double down« zu fahren. Ich würde es nicht wagen, eines oder das andere zu werten.
….
Ich bin kein calvinistischer Preuße, am Mittwoch nicht und auch an keinem anderen Wochentag. Ich will nicht besonnen sterben, nicht für einen Kaiser und nicht für linksgrünen Wahn. Ich will die Trauernden trösten, ihre Hand halten, doch niemals stünde es mir zu, eine gute von einer anderen Trauer zu unterscheiden. Ich will leben, nichts ist wichtiger als das Leben. Ich will, dass meine Kinder leben, und ich will, dass deine Kinder leben. Ich habe es mir überlegt, ich will doch nicht von Treu und Redlichkeit bis an irgendein kühles Grab singen. Ich will andere Melodien singen, andere Melodien und bessere Texte. Etwa diesen:
Dieser Weg wird kein leichter sein
Dieser Weg wird steinig und schwer
Nicht mit vielen wirst du dir einig sein
Doch dieses Leben bietet so viel mehr
(Dieser Weg« von Xavier Naidoo)

… Alles von Dushan Wegner vom 27.9.018 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/gute-trauer-schlechte-trauer/
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Tiefe Trauer um Maria, um Susanne, um Mia und um Sophia
Mich erfüllt tiefe Trauer um Maria, um Susanne, um Mia und um Sophia obwohl ich sie nicht kannte. Sie wurden aus dem Leben mit Gewalt gerissen bevor es richtig angefangen hatte.
Obwohl sie so jung waren, gab es niemand der sie vor der dunkelsten Stunde des gewaltsamen Todes schützen konnte. Es gab niemanden der sie vor der Angst, dem Schrecken gefolgt von Schmerz und Demütigung bewahrte. Sie werden uns allen als Gesellschaft endgültig fehlen. Sie werden nicht mehr lachen und dumme Sachen machen. Sie werden nie mehr einen Beruf ergreifen, sie werden keine Familien mehr gründen. Sie werden uns fehlen. Unsere Gesellschaft hat den Welpenschutz für seine Jugend verloren und keine politische Korrektheit wird den Verlust dieser jungen Frauen jemals besänftigen, sie sind unser dumpfer Schmerz unsere jungen Menschen nicht genügend geschützt zu haben.
27.89.2018, Boudicca, TO
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Lieber Herr Wegner, mit diesem aufrüttelnden Artikel haben Sie sich selbst übertroffen! Sie sprechen mir aus dem Herzen, indem Sie Verlogenheit und politische Instrumentalisierung (kein Hass nach Mord) schonungslos aufdecken. Sie haben so Recht, man kann nicht Trauer mit Trauer vergleichen und die eine als preiswürdig ansehen und die andere nicht. Dahinter steckt Erziehungsjournalismus, denn eine Preisvergabe zeigt das richtige Verhalten an: Wenn schon die Eltern von Maria keinen Hass hegen, dann solltest du es erst recht nicht tun! (Damit auch keine Zuwanderungskritik!) Nimm dir ein Beispiel!
27.9.2018, Gertraude Wenz, TO

Schöner Text. Ich denke oft an die toten Mädchen. An die „Kollateralschäden“ der Invasion. Ja, und natürlich ist man bestrebt, dies alles als „normal“ darzustellen – und uns eine „gute“ Trauer anzuerziehen. Ohne mich. Vielleicht gibt es auch noch eine dritte Form der Trauer: die „absolut perverse“ Trauer. Denken Sie an das Foto dieses (psychisch kranken?) „Aktivisten“, der die Refugee-Welcome-Flagge hisste – an dem Tatort in Chemnitz, an dem Daniel H. von Refugees abgestochen worden war. Das ist ein Foto, das ich nie vergessen werde.
27.9.2018, Mica, TO
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Noch etwas, falls Herr Ladenburger hier mitliest. Im Internet gibt es eine Seite, die heisst „1000 und eine Geschichte“. Dort gibt es tausende Geschichten deutscher junger Frauen, die auf afrikanische oder arabische Männer „hereingefallen“ sind, und ihre Naivität teuer bezahlt haben. In den seltensten Fällen ging es hier wirklich um Gewalt , körperlich oder sexuell. Fast immer ging es ums Geld, aber auch das sollte NICHT verharmlost werden, denn auch das ist so erniedrigend für die betroffenen Frauen. Wo bleibt „me too“, wenn es um die Ehre dieser Frauen geht? Von 10 islamisch/afrikanischen Lovestorys wird vielleicht eine gut ausgehen.
27.9.2018, Ruud, TO

Der Brief der Mutter hat mich bis ins Innerste erschüttert. Ich habe mir vorgestellt, daß dies meine Tochter gewesen wäre. Ich möchte dieser Mutter mein tiefstes Mitgefühl und Beileid aussprechen und ihr zu ihrem Mut und ihrer Zivilcourage gratulieren. Danke dafür. Denn Sie schreiben diesen Brief auch, um meine Tochter zu schützen. Wenn das DatenDG dazu führt, daß solche Briefe gelöscht werden, so befinden wir uns am Beginn des Endes der Meinungsfreiheit. Hier gilt dann doch die Devise „Wehret den Anfängen“. H. Maas steht hier in der Tradition seines saarländischen Landsmannes H. Honecker bezüglich Abschaffung der Meinungs-und Pressefreitheit. Zwei Grundrechte, die hier in Gefahr geraten.
27.9.2018, Butlerparker, TO
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„Gute oder schtechte Trauer“, das ist alles nur Fiktion! Schließlich gibt es kein Gut und kein Böse, und der Löwe hat keinen Fehler gemacht, nur weil er die Antilope gefressen hat. Wenn jemand vergeben will, dann ist es seine Sache, und wenn der Andere völlig ausrastet und Blut sehen will, dann ist das ebenso natürlich. Die Hinterbliebenen der Opfer sollten deutlich mehr Mitsprache bei der Rechtssprechung haben, schließlich ist ein Mord kein Kavaliersdelikt.
27.9.2018, BK, TO

War das nicht schon immer so?
Daß Regierungen gerne bestimmen wollen, um was und wie getrauert wird ? Angehörige Gefallener mußten stolz sein – öffentliche Trauer und Wut waren gefährlich (s. Fallada „jeder stirbt für sich allein“). Jetzt sind es halt die im Namen von Multikulti Gefallenen.
27.9.2018, fischer, TO
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Gefallen im Krieg der Kulturen
Tatsächlich sind nun aber deutsche Zeitungsverleger angetreten, der Aversion gegen die Würdigung nationaler Helden den Kampf anzusagen. Mit dem „Bürgerpreis der deutschen Zeitungen“, der seit 2010 verliehen wird, ehren sie mit den Eltern der 2016 verstorbenen Maria Ladenburger erstmals die Hinterbliebenen einer im „Krieg der Kulturen“ gefallenen Frau. Die 19-Jährige war damals zunächst vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden, bevor sie vom Täter zum Sterben in die Dreisam gelegt wurde und ertrank. Der junge Mann, ein doch nicht ganz 17-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan, dessen Pflegeeltern 2.600 Euro monatlich für seine Unterbringung kassierten und der zuvor schon einmal in Griechenland eine Frau die Klippe hinunterwarf, begründete seine Tat damals mit den Worten: „Es war doch nur eine Frau“. ….
… Alles von Anabel Schunke vom 26.9.2018 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wir_gedenken_den_gefallenen_soldaten_im_kampf_der_kulturen
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Vor ein paar Jahren wäre der Artikel als eine Albträume verursachende absurde Dystopie verstanden worden. Jetzt erleben wir diese Groteske. Live und in Farbe. Zeitungen, „Kulturschaffende“ und „Journalisten“ mit Haltung, die sich selbst zu solchen inthronisieren, feiern sich in Selbstgerechtigkeit, indem sie Opfern einer falschen Politik Preise verleihen. Opfer der Politik, die sie willfährig hochgejubelt und hochgeschrieben haben. In ihrer arroganten Überheblichkeit suhlen sie sich im Moralin, dabei tragen sie Mitschuld am Leid der Opfer!
26.9.2018, Thomas Grote, AO

Wenn eine Haltung von Hinterbliebenen auszeichnungswürdig ist, dann doch die der Mutter der ermordeten Susanna, Diana Feldmann. Ich hoffe, Frau Feldmann bleibt stark und kämpft weiter dafür, dass die Ermordung ihrer Tochter im Bewusstsein der Öffentlichkeit bleibt. Die Eltern der ermordeten Maria Ladenburger mögen dagegen Trost in ihrer politischen Korrektheit suchen. Die Herabwertung des Lebens ihrer Tochter ist der Preis, den sie für diese Haltung zu entrichten bereit sind. Diesen entrichteten Preis können sie nun mit dem empfangenen Preis, der Auszeichnung, kompensieren. Anscheinend können sie es ja. Für mich sind solche Formen von Selbstentfremdung nicht nachvollziehbar und schon gar nicht erstrebenswert.
26.9.2018, Lutz Herzer, AO

Was würde es Vater L. in seinem beruflichen Umfeld, der europäischen Kommission, nützen, wenn er verständlicherweise äussern würde: Steigt mir auf den Buckel mit eurem Migrationsirrsinn. Davon würde seine Tochter nicht wieder lebendig werden. Bis zu Pensionierung sind es noch geschätzte 15 Jahre. Also ist es doch fast alternativlos weiterhin mit den linksgrünen Wölfen zu heulen. Was mich auf der Pulse of Europe – Website irritiert ist, dass von Europa die Rede ist aber ausschließlich EU-Symbole zu sehen sind, als ob es identisch wäre. Allerdings gibt es ja auch in der EU hoffnungsvolle Entwicklungen der Rückbesinnung auf zivilisatorische Werte.
26.9.2018, Gerd Koslowski, AO.

Sprachlos
“Eine Art Orden- und Flaggenersatz für den Dienst an der multikulturellen Gesellschaft. Eine Ideologie, deren quasi-religiöse Züge langsam ein Ausmaß an Perversion offenbaren, das sprachlos macht.” Sehr geehrte Frau Schunke, Sie haben Recht, manche Entwicklung macht nur noch sprachlos! Von dem Handeln der Eltern von Maria Ladenburger weiß ich zu wenig, und selbstverständlich unterstelle ich diesen aufrichtige Motive. Ich hoffe, dass Die Eltern den Preis noch ablehnen werden, denn auf dem Ereignis eines besonders grausamen Mordes der Tochter eine Ehrung aufzubauen, erscheint mir so etwas von pervers, dass mir das Atmen schwer fällt.
Leo Hohensee / 26.09.2018, AO

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