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Lindenberg bei St.Peter am 19.11.2014 - hoch über dem Nebel im Dreisamtal

Lindenberg bei St.Peter am 19.11.2014 – hoch über dem Nebel im Dreisamtal

 

 

alessio-nimz150816    Alessio Nimz – Todesanzeige zum 4. Geburtstag 17.8.2011 – 16.8.2015

Die Landratsamtsleitung hat total versagt
Der Kommentar von Wulf Rüskamp zeigt mir wieder einmal, wie ängstlich die BZ im Fall Alessio argumentiert. Tatsache ist doch, dass die Landratsamtsleitung Störr-Ritter total versagt hat und nicht entweder deutlich kritisiert wird oder aber zumindest durch eine neue Leitung ersetzt wird, was natürlich eine Ohrfeige für die CDU bedeuten würde. Denn gelernt hat Störr-Ritter ja aus dem Fall Alessio absolut nichts, sondern der neuerliche Fall “Mord an der Dreisam” zeigt, wie sorglos die Dame des Landratsamtes – sagen wir – ihr Regiment führt.
26.3.2018, Rainer Jäger, Freiburg, BZO
 

Ein Verfahren ist wichtig, weil es Chancen bietet
Der Tod des kleinen Alessio hat alle Beteiligten tief gezeichnet. In dieser Hinsicht braucht es weder einen Strafbefehl noch ein Gerichtsverfahren. Und dennoch ist ein Verfahren gegen Mitarbeiter des Jugendamtes wichtig und sinnvoll, weil es große Chancen birgt. Diese könnten sein: vorschnelle Urteile mit fatalen Unterlassungen zu vermeiden, Hintergründe, Maßnahmen und Strategien der über drei Generationen dauernden Jugendamtsbetreuung zu erfassen, Strukturen aufzudecken, die das Ereignis ermöglichten, die Wahrheit möglichst vollständig abzubilden und die Widersprüche zu klären.
Im Fall Alessio deckt sich die Täterschaft keinesfalls mit der Schuldfrage. Diese ist sehr komplex. Sie zu klären, eröffnet aber erst die tiefere Wahrheitsfindung und die daraus abzuleitenden Konsequenzen. Das gemeinsame Ziel sollte sein, aus dem schwierigen und nicht weniger lehrreichen Fall möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen. Der Abgleich mit ähnlichen Fällen im Bundesgebiet sollte dazu führen, die notwendigen strukturellen Veränderungen zu definieren, politisch zu sichern, zu finanzieren und umzusetzen, damit das Risiko für einen ähnlichen Fall gesenkt werden kann.
Alessio ist kein Einzelfall, aber kaum einer dürfte so viele Warnzeichen, Risikofaktoren, Gefahrenereignisse und Fallstricke gehabt haben. Sollten die Aktendeckel des Falles jetzt geschlossen werden, so ist zu befürchten, dass sich nichts ändern wird. Eine große Chance auf dauerhafte Verbesserung im Kinderschutz wäre vertan. Das Gutachten von Dr. Kindler hätte noch weniger Wirkung.Stärker denn je sind alle Einsichtigen aus Verwandtschaft, Jugendamt, Sozialpädagogik, Politik, Medizin, Medien und Öffentlichkeit gefordert, diese Akten offen zu halten und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Der begonnene Dialog ist bis zur Zufriedenheit aller fortzuführen. Der Kinderschutz würde gestärkt daraus hervorgehen und manches gefährdete Kind zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Dr. 26.4.2016, Dr. Christian Spitz, Bonndorf

 

Gutachter: Jugendamt hat Alessios Gefährdung falsch eingeschätzt
Inzwischen hat aber ein von der Behörde selbst beauftragter Gutachter, Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut, in einem Zwischenbericht auf mögliche Fehler des Jugendamts (des Landratsamts Breisgau-Hochschwarzwald) im Fall Alessio hingewiesen: Fachkräfte des Amtes hätten zu lange an ihrer Einschätzung festgehalten; das Amt habe geglaubt, dass die Familie befähigt werden könnte, das Kindeswohl doch noch zu gewährleisten ….
Alles vom 23.10.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/der-fall-alessio-und-das-jugendamt-landraetin-uebt-selbstkririk
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/fall-alessio-gutachter-sieht-fehler-in-der-arbeit-des-jugendamts–112799390.html

Von wegen Einsicht. Das ist Wegschieben der Verantwortung auf untergeordnete Chargen. Nachdem aufgrund der Arbeit von verantwortungsbewussten Journalisten wie Herr Rüskamp der Behördensumpf in seiner ganzen miefigen Tiefe an die Öffentlichkeit gezerrt wurde, schiebt die Dame jetzt zum Zwecke der eigenen Karrieresicherung die Verantwortung auf die untergeordneten Behörden ab. Damit sie selbst Vollkasko versorgt bleiben kann, müssen andere jetzt bluten. Ekelhaft.
24.10.2015, Rainer Ehlert

Stiefvater von Alessio zu 6 Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt
Fall Alessio: Stiefvater zu 6 Jahren Haft verurteilt
Seine Faustschläge in den Bauch von Alessio haben den Dreijährigen getötet. Jetzt hat das Landgericht Freiburg den Stiefvater des Kindes zu sechs Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. … Alles vom 14.10.2015 auf
http://www.badische-zeitung.de/fall-alessio-stiefvater-zu-6-jahren-haft-verurteilt

Unsere Rechtssprechung verharmlost Kinderschändung
In diesem Urteil kommt die Geringschätzung des Lebens eines Kindes durch staatliche Institutionen zum Ausdruck. Eine Rechtsprechung, die bei einem Kinderschänder Milde walten läßt und verharmlost, wirkt abstrakt und autistisch, und läuft Gefahr ihre Legitimation zu verlieren, wenn sie sich vom ethischen Gemeinsinn entkoppelt, weil sie das Leid der Opfer ungesühnt läßt. Kinder sind Schutzbefohlene. Wo die Eltern versagen, geht die Fürsorgepflicht an den Staat über. Offensichtlich werden die jährlich ca. 150 Tötungen von Kindern unter 6 Jahren, durch ihre nächsten Angehörigen aber lediglich als Kollateralschäden behördlicherseits in Kauf genommen?
Unerträglich ist es, wenn Jugendamtsmitarbeiter, oder manchmal auch Justizbeamte noch dazu beitragen, daß es zu derartigen Tragödien kommt, wie im Fall des fünfjährigen Marcel A. geschehen, der im November 2011 in Herbolzheim auf grausamste Weise aus dem Leben gerissen wurde, als er an den Folgen eines Verbrennungsschocks und Erfrierungen starb, der vom Vater -anstatt Hilfe zu rufen- schwerverletzt liegen gelassen wurde. Auch dieses Kind wurde zuvor von seinen Eltern mißhandelt und das Jugendamt hatte versucht, den Eltern das Sorgerecht zu entziehen. Der Familienrichter lehnte dies jedoch ab, und trägt so eine Mitschuld am furchtbaren Tod des Kindes. Auch das ist unterlassene Hilfeleistung! Da Fehlentscheidungen von Mitarbeitern sozialer Dienste, Gutachtern oder Richtern aber im schlimmsten Fall nur für die Opfer fatale Konsequenzen haben, für die verantwortlichen Entscheider aber kaum, sind weitere derartige Tragödien schon vorprogrammiert. Ausser von den Ärzten, wurde Alessio von allen im Stich gelassen! Das Rettungs-System funktioniert nicht. Sehr traurig.
14.10.2015, Michael Fiedler
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Fall Alessio: Anklage gegen Stiefvater bringt Gewaltexzesse ans Licht
Wenige Tage vor Beginn des Prozesses gegen den Stiefvater des getöteten Alessio in Lenzkirch werden neue Details zur Anklage bekannt. Dem 33-Jährigen werden folterähnliche Misshandlungen vorgeworfen. ….. 8.9.2015
http://www.badische-zeitung.de/fall-alessio-anklage-gegen-stiefvater-bringt-gewaltexzesse-ans-licht

 

Keine Aufklärung im Fall Alessio – trotz Kreistag, trotz Störr-Ritter
Der Behördenirrsinn im Falle Alessio verschlägt einem die Sprache. Ein solcher Eiertanz um Kompetenzen, Datenschutz und Zuständigkeiten ist derart grotesk und abenteuerlich, dass man sich nur mit Grausen abwenden kann. Auch die scheinheilige Empörung des Kreistages ist nur widerlich, hat doch dieses Gremium in vorauseilendem Gehorsam unmittelbar nach Eintreten der Tragödie einmütig ein Fehlverhalten der verantwortlichen Stellen als nicht gegeben festgestellt.
Wie lange soll dieses unfassbare, tieftraurige Drama noch fortgeführt werden bis endlich etwas geschieht. Ebenso ist es unglaublich, dass das Hauptverfahren gegen den Totschläger immer noch nicht eröffnet worden ist. Aber das ist ja alles nicht so wichtig, Hauptsache ist, dass der Frau Landrat Stör-Ritter die Möglichkeit einer weiteren Amtszeit eröffnet wird. Denk ich an Deutschland in der …………
“Das schwerste Jahr meiner Amtszeit” ! Was waren die schwersten Jahre des kleinen Alessio in seinem kurzen Leben ? Frau Landrat und die Verantwortlichen in ihrem Amt fragen sich unaufhörlich wie das geschehen konnte. Was für ein Zynismus. Ein Blick über den Tellerrand hinaus wäre vielleicht hilfreich. ” In jeder Frage der Sorge für die Person eines Kindes … hat das Wohl des Kindes dem Gericht als oberste Richtschnur zu dienen.” Abschnitt 1 (a) des britischen Children Act 1989.  Das setzt natürlich voraus, ein Gericht zu Rate zu ziehen, was das Jugendamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald leider für nicht nötig erachtet hat. Die dramatischen Folgen sind bekannt.
31.6.2015, Kurz Egle
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Fall Alessio: Aufklärung verzögert sich – Kreistag spricht von Skandal
Die Empörung im Kreistag ist groß, von einem Skandal ist die Rede: Im Fall Alessio hat der Gutachter noch immer keine Akteneinsicht. Er soll den Tod des Dreijährigen aus Lenzkirch aufarbeiten. Wo hakt’s? ….
Alles vom 31.6.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/fall-alessio-aufklaerung-verzoegert-sich-kreistag-spricht-von-skandal

 

Störr-Ritter bewirbt sich für zweite Amtszeit – um den Fall Alessio aufzuklären
Dorothea Störr-Ritter will Landrätin im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald bleiben. Ihre Kandidatur begründet die 59-Jährige mit der Verantwortung für die Aufarbeitung des Falls Alessio. …. Alles vom 30.6.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/stoerr-ritter-bewirbt-sich-fuer-zweite-amtszeit
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Frau Störr-Ritter ist keine Führungskraft
Eine Aufarbeitung macht ja wohl nur dann wirklich Sinn, wenn diese von einer unabhängigen Person oder Kommission geleitet wird und nicht von jemandem, der selbst stark in der Kritik steht. Der als erstes und sogleich die Verantwortung des Amtes verneinte, dem der Schutz der Mitarbeiter wichtiger war als das, was die ganz überwiegende Mehrheit der Bevölkerung erwartet hätte: In aller erster Linie Mitgefühl für Alessio, tiefe Betroffenheit und Trauer, Schweigen, die Betonung der eigenen Verantwortung, die sofortige Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission, die Aussage, dass man ohne Zögern von seinem Amt zurücktritt, sollte sich ein Aufsichtsversagen bei der unabhängigen Untersuchung auch nur ansatzweise herausstellen.
Diese Landrätin war mit dem Tod von Alessio und der Führung ihres Amtes in dieser sicher sehr schwierigen Situation ganz offensichtlich überfordert. Wie sie jetzt glauben kann, sie wäre die Lösung des Problems, grenzt an Realitätsverlust. Die Frage ist doch vielmehr, ob sie womöglich Teil desselben war und/oder ist.
Man soll Menschen nicht vorschnell verurteilen, das ist wahr. In diesem Fall aber wird doch überdeutlich, dass diese Frau offenbar kaum Gespür für die Meinung der Öffentlichkeit hat. Ich behaupte: Würde sie sich einer Wahl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis stellen müssen, wäre ihre Niederlage wohl garantiert.
Man kann nur hoffen, dass der Kreistag weise genug ist, dieser Landrätin die Verantwortung für den Kreis zu entziehen. Wirtschaftlich wird sie das nicht in Bedrängnis bringen. Es wäre menschlich auch eine Chance für sie, Abstand zu gewinnen und dann wirklich eine Aufarbeitung in eigener Sache zu beginnen.
Es fällt mir nicht leicht, dies so zu schreiben, denn man soll vorsichtig mit Menschen umgehen. Aber in Anbetracht dieser Tragödie und der wirklich unterirdischen Behandlung des Themas durch die zuständige Führungskraft, kann ich einfach nicht anders. Frau Störr-Ritter ist keine Führungskraft.
30.6.2015, Jürgen Steinke

Vertuschung?
“Ihre Kandidatur begründet die 59-Jährige mit der Verantwortung für die Aufarbeitung des Falls Alessio. ”
Nein, damit sie endgültig vertuschen kann!
30.6.2015, Volker Brecht

Anstand?
Das Landratsamt hat sich wider besseren Wissens sinngemäß geäussert, dass man den kleinen Alessio nicht wegen einer Ohrfeige aus der Familie hätte nehmen können. Zu diesem Zeitpunkt war der Landrätin längst bekannt, dass dem Kind weit Schlimmeres als eine Ohrfeige widerfahren war! In diesem Zusammenhang von Kommunikationsfehlern zu reden ist schlicht zynisch! Hätte Frau Störr-Ritter einen Funken Anstand, würde sie erst gar nicht mehr zur Wahl antreten!
0.6.2015, Fredo Zimmermann

 

Fall Alessio: Landratsamt, Störr-Ritter und Münzer entlasten sich selbst
Hätte der gewaltsame Tod des kleinen Alessio im Hochschwarzwald verhindert werden können? Das für den Kinderschutz zuständige Landratsamt betont einmal mehr, keine Fehler gemacht zu haben. …
Alles vom 29.4.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kreis-breisgau-hochschwarzwald/fall-alessio-landratsamt-entlastet-sich-selbst–104141326.html

Top-Juristen beauftragen
Kann irgendwer eine Initiative zum Sammeln von Geld starten, damit ein Top-Jurist beauftragt werden kann, diesen Fall im Sinne der Allgemeinheit zu übernehmen? Damit wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden können, die Hintergründe juristisch sauber aufzuarbeiten und für Gerechtigkeit zu kämpfen? Ich habe null Vertrauen in die Behörden in dieser Sache. Ich würde jedenfalls spenden, um diesen Juristen zu bezahlen. Und ja – danke an die Zuständigen bei der BZ für die Berichterstattung. Bitte weiter so engagiert berichten wie bisher.
29.4.2015, Jürgen Steinke

Der Weisse Ring soll aktiv werden
Neben den internen Verfahren und der strafrechtlichen Prüfung gibt es noch einen Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruch des Alessio sowohl gegen den Peiniger wie auch gegen mitschuldigen Sachbearbeiter bzw. dessen Dienstherrn, sprich Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. Da beim Täter nix zu holen sein wird, kann sich Alessio bzw. sein Rechtsnachfolger an das Landratsamt halten, m. E. eine Millionenforderung. Rechtsnachfolger von Alessio dürfte seine Mutter sein. Diese wird vom Weissen Ring betreut. Der Weisse Ring müsste ihre Interessen auch diesbezüglich verfolgen. Ob es dies tut oder im Interesse eines guten Einvernehmens mit dem Landratsamt dieses unterlässt, weiß man nicht. Ein Unterlassen durch den Weissen Ring oder ein Beschwatzen der Mutter, sie solle dies nicht verfolgen, wäre m. E. strafbar. Ich selbst habe dem Weissen Ring gespendet, damit er die Ansprüche des Alession gegen das Landratsamt verfolgen kann ( und unter der Bedingung, dass das Geld hierfür verwendet wird ).
30.4.2015, Werner Barne

 

Fall Alessio wird von Münchner Gutachter untersucht
Das Deutsche Jugendinstitut in München wird für das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald den Fall Alessio aufarbeiten. Schuldige sollen dabei nicht gefunden werden, heißt es. ….
Alles vom 1.4.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/fall-alessio-wird-von-muenchner-gutachter-untersucht

Schuldige sollen nicht gefunden werden – widerlich
Es ist und bleibt widerlich, wie mit dem Tode dieses unschuldigen Kindes umgegangen wird. Als Mutter eines auch drei Jährigen bin ich gewiss zu emotional. Aber wenn der neue Gutachter vorher schon sagt, es geht nicht darum, Schuldige zu finden, dreht sich mir der Magen um. 
Es gibt gewiss Fehler, die juristisch trotzdem einwandfrei sind, aber wenn ein Kleinkind stribt trotzt der Begleitung des Jugendamtes, dann gibt es Schuldige. Und zwar nicht nur als vermutlichen Täter der Stiefvater. Sondern Beihilfe durch Unterlassung! Die Verantwortlichen beim Jugendamt sollten ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden. 
1.4.2015, Nathalie Dauber

Wut über Aussagen von Störr-Ritter und Münzer
Der vermeidbare Tod von Alessio hat viele Menschen betroffen gemacht. Doch die Aussagen der Leiterin des Jugendamts und der Landrätin, es lägen keine Versäumnisse der Behörden vor, führte dann zur absoluten Fassungslosigkeit und zur Wut vieler Bürger. Und dies zurecht. Diese Aussagen mussten empören und zum Verlangen führen, genau das jetzt mal zu prüfen.
Haben da alle alles richtig gemacht? Wäre das so, dann bliebe ja nur eine logische Schlussfolgerung: Das amtliche Verfahren oder aber die Gesetzeslage sind derart fehlerhaft, dass sogar tödliche Gefahr für Schutzbefohlene systemimmanent ist. Der Gesetzgeber hätte also ein fatales Gesetz erlassen. 
Ich bin für eine schonungslose Aufklärung ohne Beschränkung. Eine Kommission soll die Öffentlichkeit bitte unvoreingenommen darüber aufklären, was hier wirklich geschehen ist. Jedwede Versuche der Vertuschung, Verharmlosung oder Verdrängung darf es nicht mehr geben. Letztendlich haben die beiden Leiterinnen der Behörden genau diese Aufklärung mit ihrer unerhörten Behauptung heraufbeschworen. Sie hätten von sich aus sofort ein Aufklärungsinteresse zur Vorbeugung weiterer derartiger Tragödien bekunden müssen. Dass sie es nicht taten, sondern das ziemliche Gegenteil, dokumentiert, dass Sie mit einer Leitungsfunktion im Sinne der Allgemeinheit überfordert sind. 
Im übrigen kommt jetzt noch hinzu:
Einige fordern den Schutz von hilflosen oder überforderten Mitarbeitern. Einen Schutz, den der kleine Alessio so dringend vermisste. Und das Kind hat – wie die Uniklinik mehrfach klar dokumentierte – Schreckliches ertragen müssen. Da muss man sich doch fragen: Was muss für ein Geist in einem Amt herrschen, damit die Zuständigen dort nicht sofort alle Hebel in Bewegung setzen, um den Jungen zu schützen? Man liest den Bericht der Uniklinik und ist komplett konsterniert. Wie konnte man dieses Kind auch nur 1 weitere Minute diesen “Eltern” überlassen? Wurde denn die Möglichkeit eines Sorgerechtentzugs überhaupt und wenn ja ernsthaft geprüft? Ich will einfach wissen, ob das tatsächlich Standard in deutschen Jugendämtern ist. Oder ob da womöglich eine ganze Behörde oder aber einzelne Dienst nach Vorschrift gemacht haben und der Jugendschutz damit ad absurdum geführt wurde. Wer hat da welche Entscheidung getroffen? All diese Fragen gehören schonungslos auf den Tisch. Ohne Denkverbote und Beschränkungen. So bitter das im Zweifelsfall für einzelne werden kann. Mitarbeiter müssen besondere Verantwortung übernehmen wenn sie die letzte Hoffnung für misshandelte Kinder sind. Für leitende Mitarbeiter gilt das umso mehr. 
3.4.2015, Jürgen Steinke

Amtsversagen der Behörde
Wen soll ich ansprechen? Der Tod der kleinen Alessio beschäftigt mich jeden Tag. Es kann doch nicht sein, dass jetzt niemand die Verantwortung übernehmen will, dass der Junge nicht nur tot ist, sondern ein unsagbares Leid in seinem kurzen Leben mitmachen musste. Die Uniklinik Freiburg hat darauf hingewiesen, auch der Kinderarzt in Titisee-Neustadt. Welche Behörde hatte keine Augen und vor allem keine Ohren? Welche Verantwortlichen können da noch ruhig schlafen? Mit blutet das Herz, wenn ich an Alessio denke. Tragödie oder Amtsversagen – diese Frage stellt sich mir nicht, es wird nur zugegeben, was an die Öffentlichkeit kommt.
4.4.2015, Maria Kraus, Maulburg

Allein die BZ klärt diesen Fall Alessio auf
Nach allem, was man jetzt über die behördlichen Vorgänge zum Fall Alessio weiß, war es eine Fehlentscheidung, das Kind in die Obhut des Stiefvaters zurückzugeben. Diese Entscheidung ist mit Schuld behaftet. Und diese Schuld müssen die Verantwortlichen auf sich nehmen. Ein Zweites zeigt der Fall: Der Kreistag ist ein untaugliches Gremium, um die Arbeit des Landratsamtes zu kontrollieren. Es besteht zum großen Teil aus Bürgermeistern – hat auch die Landrätin gewählt und ist in vielen Fällen auf das Amt angewiesen. Es besteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Allein die BZ klärt diesen Fall auf. Da besteht ein Fehler im politischen System. Das Kontrollorgan Kreistag hat versagt.
4.4.2015, Walter Oberkirch, Glottertal

 

Alessio-Effekt: Inobhutnahmen nehmen zu
Der Stiefvater soll Alessio totgeprügelt haben, auch da das Landratsamt zu nachsichtig war. “Die Mitarbeiter des Kreisjugendamts sind deshalb vorsichtig, vielleicht übervorsichtig. Bei der Zahl der in Obhut genommenen Kinder zeigt sich der Alessio-Effekt’ bereits deutlich ab.” (Der Sonntag, 29.3.2015, Seite 3).
Seit dem Tod von Alessio am 16.1.2015 gab es in Freiburg 48 Inobhutnahmen, das sind pro Woche 17% mehr als im Vorjahr. In den zwei Monaten seit dem 16.1.2015 wurden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 11 Kinder von den Eltern getrennt, gegenüber 19 im gesamten Jahr 2014.
Eine ganz normale Schwankung der Fallzahlen? Oder die Überreaktion eines fachlich überforderten Jugendamts ohne adäquate Leitungsfunktion?
29.3.2015

 

Jugendamt hat Handeln im Fall Alessio schlecht dokumentiert
Am 16. Januar starb der dreijährige Alessio nach schweren Mißhandlungen. Jetzt verdichten sich die Hinweise, dass das Jugendamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald seinen Fall unzureichend dokumentiert und begründet hat.
…. Alles vom 28.3.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/jugendamt-hat-handeln-im-fall-alessio-schlecht-dokumentiert

 

Landratsamt, Jugendamt und Kreistag haben sich vom Bürger als ihrem Souverän entfernt
Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die politisch Verantwortlichen voll umfänglich begreifen, wie weit sie mit ihrem Handeln in diesem Fall von ihrem Souverän, den Bürgern, entfernt sind. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen war wohl von Beginn an vollkommen klar, dass die Behauptung, im Fall Allessio sei von Amtswegen her alles richtig gelaufen, grotesk ist. Insbesondere, nachdem die Uniklinik die Gefahr für das Kind so außergewöhnlich klar dokumentiert hatte. 
Dass die Führung des Landratsamtes, des Jugendamtes und des Kreistages so schlecht dastehen, ist nicht die Schuld der Presse oder notorisch verdrossener Bürger, sondern dem Versagen von Mandatsträger/innen geschuldet. Statt Betroffenheit und Aufklärungswillen zu zeigen, hat man sofort an sich selbst und seine Jobs gedacht. Und darin liegt der Zorn, der sich in den vielen öffentlichen Kommentaren zeigt, begründet. Auch der vermeintliche Wille, sich vor versagende Mitarbeiter zu stellen, kann nicht zur Entschuldigung beitragen. Hier steht der Tod eines zuvor schwer misshandelten Kindes gegen die Interessen einer Behörde und ihrer Mitarbeiter. Wer hier mehr schutzbedürftig war und ist, liegt auf der Hand.
Der kleine Allessio wurde vor einem brutalen Schläger trotz vorliegender Warnungen der Uniklinik seitens des Jugendamts nicht ausreichend geschützt. Diese Tatsache kann auch der begabteste Rhetoriker nicht wegdiskutieren. Dass das für manche(n) so schwer zu begreifen ist, macht beinah sprachlos.
28.3.2015, Jürgen Steinke

Schwerste Krise des Landkreises seit Jahrzehnten – hausgemacht
Herr Rein, Fraktionschef der CDU im Kreistag, disqualifiziert sich mit seinen Äusserungen im Fall “Alessio” selbst. Vor 3 Wochen ist alles noch Paletti und das Landratsamt bzw. Jugendamt hat alles richtig gemacht, was leider den Tod des bedauernswerten Kindes nicht verhindern konnte. Jetzt stellt er sich hin und faselt von der schwersten Krise des Landkreises seit Jahrzehnten. Diese Krise ist hausgemacht bei solch inkompetenten Führungskräften im Landratsamt und den gehorsamen Abnickern und Ja-Sagern im Kreistag, von wenigen Ausnahmen abgesehen.
27.3.2015, Kurt Egle

Erstens und Zweitens
1) 07/2014 “…Einblutungen ins Gehirn wie nach Schlägen vor den Kopf, das Kinn ein einziger Bluterguss,
Oberkörper, Arme, Beine und Po übersät mit blauen und gelben Flecken, auf den Schultern Hämatome in Form von Fingern, als hätte jemand zu hart zugegriffen,
der Hodensack ein kleiner gequetschter dunkelblauer Bluterguss….”
2) 10/2014 Ermittlungen eingestellt. “…die Beweislage reicht nicht aus, um ihn zu überführen, auch wenn bekannt ist, dass er den Buben hin und wieder schlägt. …”
28.3.2015, Korbinian Richter

Mißtrauen: Alessio kein Einzelfall?
Wer überprüft eigentlich die anderen “Fälle” beim Jugendamt? Sind noch andere Kinder weiterhin ihren misshandelten Eltern ausgesetzt, obwohl das Jugendamt Kenntnis von ihrem Leid hat? Leider kann ich den Aussagen der beiden Damen kein Glauben mehr schenken, dass Alessio ein Einzelfall sei….
28.3.2015, Veronika Wieler

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