Jugend

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Freiburg: Blick nach Norden vom Lorettoberg zu Münster, Schwabentor und Schloßberg am 15.1.2008

 

Unsere junge Generation ist erstaunlich:
Sie arbeitet für Rentner und Flüchtlinge und ist zudem noch froh, schaffen zu dürfen.

 


(1) Der erste eigene Limonadenstand 17.7.2013

 

In der Pubertät rebelliert die Jugend gegen die Erziehung. Das Entscheidende ist, was die Eltern vorgelebt haben, nicht aber das, was sie verbal-erzieherisch gepredigt haben.

 

Die Jugend war schon immer schlecht
„Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (ca. 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer).
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„Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“ (Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)
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„Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten“ (ca. 1000 v. Chr., Babylonische Tontafel).
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„Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider die Mutter, die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter“ (Micha 7, Altes Testament um 725 v. Chr.)
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„Nicht ist der Vater dem Kind, das Kind dem Vater gewogen – Nicht ist der Bruder lieb, wie er doch früher gewesen; bald versagen sie selbst den greisen Eltern die Ehrfurcht“ (Hesoid, vor 700 v. Chr.)
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„Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer“ (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
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„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
12..89.2016

 

94% der Zehnjährigen täglich online

Die JIM-Studie (Jugend, Information und Multimedia) und die Stide “Kinder und Jugendliche 3.0″ des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) haben in 8/2014 repräsentatiove Untersuchungen zur Mediennutzung der Jugend herausgebracht.
www.mpfs.de
www.bitkom.org

Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 19 täglich:
179 Minuten Online
111 Minuten Fernsehen
106 bzw. 44 Minuten Videospiele Jungens bzw. Mädchen
48 Minuten Computer in der Schule

Beliebteste Apps:
72 % WhatsApp
56 % Facebook
46 % Skype
19 % Google

Medien:
94 % sind täglich im Internet
84 % bzw. 88 % der 12-13-jährigen bzw. 18-jährigen benutzen ein Smartphone
15 % benutzen ein Tablet

 

Ich träume davon, dass der Geist von Stephane Hessel unter uns Jungen weiterlebt

Einem Bekannten, der das Vergnügen hatte, Monsieur Hessel kennenzulernen, schrieb ich vor kurzer Zeit: “Es ist für mich, als würde ein Traum in Erfüllung gehen. Die Möglichkeit diesen Mann, der für mich wohl so etwas wie ein Vorbild ist, vielleicht kennenlernen zu können.” Dieser Traum ist wohl geplatzt? Nein, das ist er überhaupt nicht. Stéphane Hessel hat mit seinem Lebenswerk eine Idee hinterlassen. Er hat sie vererbt, in sich zwar geschlossen, aber nicht zum Sterben bestimmt. Seine Ansätze verkörpern die Grundpfeiler einer gerechteren Welt. Sein Wille steht für die Kraft des Guten.
Eine Gefangenschaft in einem KZ zu überleben, das ist eigentlich schon genug des Guten. Sein Leben aber darüber hinaus, in den Dienst der Völkerverständigung zu stellen und nicht ruhig zu werden, das ist es, was ihn, zu einem Vorbild macht. Hessels Geist ist nie alt geworden und darf es, solange unsere Welt so ist, wie wir sie kennen, nie werden.
Viele junge Menschen, wie auch ich einer bin, sind heute nicht mit den Gegebenheiten konfrontiert, wie sie Stéphane Hessel erleben musste. Es war damals, wie Hessel selbst sagt, offensichtlicher, man wusste, die Nazis waren der Feind, das Böse, und sich gegen sie zu richten, war in der Schlussfolgerung gut.
Das ist heutzutage nicht mehr so. Es gibt doch bei uns viel Gutes, also wogegen sich empören? Gegen den Drang, noch mehr Schokolade zu essen oder noch mehr Playstation zu spielen? Vielleicht, doch dürfen wir jungen Menschen mit unserem heutigen Standard nicht vergessen, dass es immer noch viele gibt, die so ein Leben nicht haben. Die nicht jeden Morgen eine warme Dusche nehmen können, die nicht immer essen können, wann ihnen danach ist. Hessel spricht in dem Film “Der Diplomat” davon, dass er nach seiner Flucht immer wieder Gewissensbisse hatte. Warum gerade ich, warum durfte ich überleben und so viele andere Menschen nicht? Vielleicht sollten auch wir jungen Leute etwas mehr auf unser Gewissen hören und es nicht auf langen Partynächten mit Unmengen von Alkohol betäuben. Vor sich selbst kann man nicht wegrennen. Ich habe schon einen neuen Traum. Ich träume davon, dass es noch viele Hessels auf unserer Welt geben wird, dass sein Geist, besonders unter uns Jungen weiterlebt und wir aus unserem Gewissen die Kraft ziehen, etwas zu geben.
Empört euch!
23.3.2013, Jakob Reichel (19), Müllheim

Der französische Schriftsteller und Widerstandskämpfer Stephane Hessel ist mit 95 Jahren gestorben
Es kommt nicht oft vor, dass die aufbegehrende Jugend einen Greis auf den Schild hebt. Jemanden, der so gar nicht cool daherkommt. Jemanden, der seit mehr als einem halben Jahrhundert dasselbe predigt. Aber die Botschaft, die Stéphane Hessel seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts verkündet, war in Vergessenheit geraten. Als der knorrige ehemalige Résistance-Kämpfer sie 2010 unters Volk bringt und seine Streitschrift “Empört euch!” veröffentlicht, erweist sie sich als brandaktuell. ….
Alles zu “Empörende Liebe – Der französische Schriftsteller und Widerstandskämpfer Stéphane Hessel ist 95-jährig gestorben” von Axel Veiel vom 28.2.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/literatur-1/der-franzoesische-schriftsteller-st-phane-hessel-ist-mit-95-jahren-gestorben–69578010.html

 

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