Schuelerbusse im Muenstertal

Je mehr kleine Schulen schließen, umso wichtiger wird die Schülerbeförderung, so auch im weitläufigen Münstertal, dessen Schüler das Faust-Gymnasium in Staufen und die Realschule in Heitersheim besuchen. Die Probleme sind vielfältig. Fahrzeit:  “Eine Stunde für 10 km” (siehe Recherche eines Schülers unten). Organisation: Schülerbus um 12.30 leer, um 13 Uhr überfüllt. Recht:  Realschulbus darf Gymnasiasten nicht mitnehmen. Fahrplan: Busunter-nehmer Sutter im Auftrag der SWEG. Frage: Warum nicht Schülerbusse in den ‘normalen’ ÖPNV integrieren?

Eine Stunde für zehn Kilometer
BZ-Interview: Wie der elfjährige Kolja Schumann aus Münstertal die Schülerbeförderung kritisch unter die Lupe genommen hat. … vom 19.11.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/eine-stunde-fuer-zehn-kilometer 

Schülerbus in ÖPNV umwandeln?
Diese Recherche wurde nicht von den Eltern, sondern von dem Schüler selbst durchgeführt, sogar in Zusammenarbeit mit Freunden aus der Heitersheimer Schule. Es waren die Kinder selbst, die die gängige Praxis hinterfragten und Eigeninitiative zeigten. Dafür bekommen sie erst einmal ein großes Lob von meiner Seite! Oftmals wird einiges hingenommen, hier wurden konkrete und einfache Verbesserungsvorschläge gemacht. Dass diese nicht so einfach umgesetzt werden können, ist natürlich der Bürokratie geschuldet, was jemand mit Logik und Sachverstand nur mit Kopfschütteln hinnehmen kann. Aber so ist es nun einmal geregelt, ich kenne auch kurze Strecken, auf denen ein Busfahrer einer bestimmten Linie keinen mitnehmen darf, weil es die Konzession nicht erlaube und sein Fahrplan eben erst ab der nächsten Haltestelle gilt. Noch toller wird so etwas im Einzugsbereich der Müllheimer und Neuenburger Schulen auf Lörracher Kreisgebiet, wenn auch noch verschiedene Tarifverbünde herumbasteln und Schüler und Pendler getrennt behandeln.
Vielleicht liesen sich die Schulbusstrecken auch in gewöhnliche ÖPNV Strecken umwandeln. Hätte den Vorteil einer Verbesserung des ÖPNVs und man könnte evtl. je nach Bedarf mehr Kapazität stellen.
19.11.2012, Michael Berner

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