Ruhe-Aktion in FR-Innenstadt

Über 100 Fahnen, Plakate und Tücher mit der Aufschrift “Ruhe” oder “Der Gemeinderat schläft – wir nicht” hängen an Häusern um Augustinerplatz, InselOberlinden, Sedanquartier und sonstwo in der Altstadt. Die Anwohner und der Lokalverein Innenstadt wehren sich gegen allnächtlichen Lärm und Musik im öffentlichen Raum, aber auch gegen die Untätigkeit der Gemeinderats..

Ordnungsdienst
Der Lokalverein will eine zonierte Sperrzeitenregelung: Kneipen in Wohnstraßen sollen deutlich früher schließen. Es brauche auch ein Gaststättenkonzept, einen verbesserten Nachtverkehr, einen Ordnungsdienst (“Egal, wie er heißt”) und ein Alkoholverbot auf Plätzen. …. Alles vom 1.10.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburger-altstadt-bewohner-zeigen-flagge-gegen-partylaerm

                   
(1) Herrenstrasse 1.10.2013              (2) Augustinerplatz 1.10.2013

(1) Fahnen in der Herrenstrasse: Ruhe – Der Gemeinderat schläft, wir nicht
(2) Fahnen am Augustinerplatz: Ruhe – Schlaflos in Freiburg

 

“Das Problem ist, dass sich die Feiergewohnheiten der jungen Menschen dramatisch geändert haben
und nicht mehr mit dem Ruhebedürfnis der arbeitenden Bevölkerung vereinbar sind.”

Martin Schulze-Werner, Leiter des Ordnungsamts der Universitätsstadt Münster
– Zeit-Änderung: 23 Uhr bis 5 Uhr
– Musik-Änderung: Laut dröhnende tiefe Bässe 30-100 Hertz , Bass-Boxen, Subwoofer

– Alkohol-Änderung: Vorglühen  privat

 

 

Offene Gesprächskultur im öffentlichen Raum
In den vergangenen 10 Jahren habe ich in Oberlinden gewohnt und am Siegesdenkmal. Als Student. Ich habe es sehr genossen, abends auf dem Augustinerplatz zu sitzen, ein Sammelpunkt, wie es in der Stadt keinen zweiten gibt. Dort trifft man sich bei entsprechenden Temperaturen und genießt, “öffentlich” zu sein. Es ist ein großes Miteinander, man teilt, was man hat: Wein aus dem Discounter, selbstgedrehte Zigaretten, musikalische Begabungen – vor allem aber Bekanntschaften. Der Augustinerplatz bietet den “besetzenden” jungen Menschen primär eine offene Gesprächskultur – etwas, woran unser deutscher öffentlicher Raum einen trübtraurigen Mangel aufweist. Hier kann man sich mit etwas Charme in jede Kleingruppe einbringen, seinen Horizont erweitern – Unterschiede bemerken, Gemeinsamkeiten suchen. Ich finde, dass solche Plätze gerade für die jungen Menschen aus Milieus nahe der Mitte der Gesellschaft Plattformen darstellen, um überhaupt gesellschaftsfähig zu werden; soll heißen, offenes Interesse für den oder die Anderen zu entwickeln und auch tatsächlich zu kommunizieren. Eine Fähigkeit, die den Grundstein legt für ein gesundes öffentliches Miteinander in so vielen Hinsichten! Eine Fähigkeit, die in der Leistungsdoktrin der Elterngeneration, die sich sattgefressen und vervorruhestandet hat, schleichend untergegangen ist. Eine, die auch medial torpediert wird von Seiten der Werbeagenturen, ihrer Auftraggeber allerorten: Status, Prestige, Anerkennung, Respekt, ja Unantastbarkeit – mittels Konsum. Merken SIE was? Auf dem Augustinerplatz duzen sich auch einander fremde Menschen.
Nun werden Sie mir Schönfärberei vorwerfen, eine Romantisierung häßlicher Realitäten – und ja, es gibt auch das Gegröhle der Besoffenen, Pöbeleien, Schlägereien, Glasbruch, Fäkalien, Sachbeschädigung. Auf dem Augustinerplatz finden Sie nunmal eine heterogene Masse vor. Und nicht jeder ist derart humanistisch gewachsen privilegiert, sich einigermaßen benehmen zu können – oder gar andere zu mäßigen! Und nicht jeder hat die Kohle, die Muttersprache / Hautfarbe, das legitime Alter, um irgendwann gegen 01:00 in einen der zahlreichen Clubs umzuziehen. Oder eine nette WG, in die man geht. Machen Sie mal eine Sozialstudie unter den Menschen, die Sie ab einer bestimmten Uhrzeit dort noch vorfinden: Meiner Erfahrung nach größtenteils Gescheiterte, Obdachlose, unterprivilegierte Jugendliche, Reisende auch – berauscht, frustriert, heimatlos – “freie Bürger”? Der Augustinerplatz spiegelt unsere Gesellschaft. Sie können Lärm, Chaos, Aggressionen durch Erlassung entsprechender Verordnungen, Implementierung eines Kommunalen Ordnungsdienstes, erhöhte Polizeipräsenz vielleicht von dort wegtransportieren, doch wohin? Lösen werden Sie den Konflikt nicht. Diese Gruppen werden ausweichen und an anderen Orten in der Innenstadt Anwohner stören. Viele kleine Brennpunkte, die für die Behörden, vor allem die Polizei, noch schwerer zu regulieren sind. Darum denke ich, so traurig und hart das auch klingt, dass am Augustinerplatz, vielleicht im ganzen sog. “Bermuda-Dreieck”, einfach niemand mehr wohnen sollte, der auf seine Nachtruhe nicht verzichten kann bzw. welcher mit Ohropax nicht klarkommt. Stattdessen sollte man in diesem Teil der Altstadt mehr und mehr junge Menschen einquartieren, die sich mit den Bedingungen nicht nur arrangieren können, die daran sogar Gefallen finden! Ich habe mich dort die längste Zeit sehr wohl gefühlt. Mit dem Examen hat sich das schließlich verändert, Nacht für Nacht habe ich mich plötzlich geärgert, von Gegacker, Gegröhle, Beziehungsstreitigkeiten und Schlägereien aus dem Schlaf gerissen zu werden. Also bin ich nach St. Georgen umgezogen. Zum Feiern fahre ich mit der Straßenbahn in die Altstadt, wie alle anderen auch. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit?
1.10.2013, Peter Paul Marie

Sich arrangieren oder umziehen
Als ich jung war und in die Stadt zum feiern gefahren bin, dachte ich in Freiburg ist viel zu wenig los. Zu wenig Discos, zu wenig Buden wo man auch spät noch was zum Essen bekommt. Seit den 90er wohne ich im Altstadtring. Ich hatte immer Verständnis für die Feiernden, ich habe am Wochenende den Unrat, die Pipi und Kackhaufen vor dem Haus weggemacht ohne zu murren. Jetzt gibt es das Karma, Discos im Bahnhof, das Cinemaxx, Essbuden und die Laubbläser mit Besenfahrzeug jeden Morgen 365 Tage im Jahr. Der Lärm an Wochenenden – und damit meine ich ausschließlich gröhlende Besoffene die durch die Straßen ziehen – bringt mich um den Schlaf. Oft denke ich, ich wüßte gerne wo die wohnen, um bei denen mal den Krach vorm Haus zu machen, ich dachte auch mal eine Woche lang jeden frühen Morgen vor Hrn. Salomons Haus mit einem Laubbläser zu hantieren, aber ich lasse es lieber. Das Cinemaxx hat das Problem erst möglich gemacht, es ist so hoch und dicht an der Strasse gebaut, das der Lärm doppelt so laut schallt als vorher, da denkt wohl kein Bauplaner dran, ob ein Bau Windschneisen oder verstärkten Lärm verursacht. Mir würde ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit nichts bringen. Die Jungen Leute trinken in der lauten Disco, sind alkoholisiert, sind hörgeschädigt und gröhlen und singen in den höchsten Tönen, sie ziehen durch die Strassen zur nächsten Disco, das Cräsh z.B. hat noch lange auf, wenn andere noch zu haben, das war schon zu meiner Zeit so.
Trotzdem, ich möchte auf keinen Fall einen Ordnungsdienst, wo sich irgendwelche “Möchtegernscheriffs” profeliernen wollen. Das Cinemaxx steht, abgerissen wird es wohl nicht. Ich habe viele Vorteile, so Zentral zu wohnen, ich habe fast alle Geschäfte in der Nähe, ich brauche kein Auto, ich habe fast keinen motorisierten Lärm vor der Türe. Mein Fazit, sich mit den gegebenen Umständen arrangieren oder in eine ruhigere Gegend umziehen.
1.10.2013, Tana Busse

Toleranz statt Ruhe
Ich habe auch ein Tuch hängen, aber ich hätte lieber „Toleranz“ statt „Ruhe“ darauf stehen. Es geht mir als Innenstadtbewohner um Toleranz, das ist und bleibt mein Ziel – ein Konsens im Zusammenleben.
Gegröle nach Mitternacht, Gekotze ins die Haustüre, Klingelorgien nach Mitternacht, voll aufgedrehte Gettoblaster, vorzugsweise nach Mitternacht, abgefackelte Palmen, Graffiti ohne Ende, Ratten durch Müllberge oder umgeworfene Mülltonnen, Rollstuhlfahrer, die nicht ins Haus oder gar raus kommen (zumindest nicht im Hochsommer am Augustiner –mein ist ein Rollstuhlfahrer), Scherben wo Menschen barfus im Bächle laufen, zerkratze Autos, umgeworfene Blumen, Fahrradklingeldeckeln, die man sportlich gegen Wohnungsfensterscheiben wirft, eine Polizei die erst beim dritten Anruf kommt und dann frohgemut aus dem Fenster ruft und wegfährt, eine Stadtverwaltung die gefühlt nichts tut – das ist es. Alltag.
Wieviel Toleranz wird uns Innenstadtbewohnern noch abverlangt bis akzeptiert wird, daß wir hier auch wohnen und leben wollen? Wo kommt der Punkt wo es heißt: ja wir nehmen auch auf die Innenstadtbewohner Rücksicht. Wir sind toleranzfähig?! Wir Innenstädtler sind zur reich, sind zu prevelegiert, wir sind Spießer, wir sind Spaßbremsen, wir gehören ins Altersheim, wir sollen endlich wegziehen. Ist das tolerant?
Niemand will Freiburgs Innenstadt zum Altenheim machen. Wir sind auch gerne draußen auf der Piste. Aber kann man nicht gegenseitig Grenzen respektieren?
1.10.2013, Daniela Lanig

Jedesmal kommt bei dieser Diskussion das “Zieh doch weg” Argument. Toller Lösungsansatz! …….Toleranz predigen aber null Toleranz leben. Ich glaube jeder einzelne hier würde sich aufregen, wenn mitten in der Woche nachts um 2 jemand gröhlend vor der eigenen Hütte steht. Innerhalb von wahrscheinlich 5 Minuten würde die herbeigerufene Polizei Anzeigen wegen Ruhestörung schreiben. Aber klar in der Innenstadt muß man das aushalten können, da keiner sich das Recht auf Kultur und Biergartenatmo nehmen lassen will. Leider hat die Situation nichts mehr damit zu tun. Leider! Ich denke die meisten Anwohner sind einfach hilflos und verzweifelt! Ich wohne auch in der Altstadt und bin betroffen. Ich habe nichts gegen Kultur und möchte auch keine Sperrzeitverkürzung, ich gehe gerne feiern und trinke auch ein paar Bier zu viel. Ich kann ich mich aber benehmen und muß nicht laut gröhlend meinen Nachhauseweg in Angriff nehmen!
…..
ich wohne in der altstadt und bin ein stinknormaler krankenpfleger. (nix millionenerbe)
wenn ich mal wieder unter der woche nicht richtig schlafen konnte, dann komme du mal in das krankenhaus in dem ich arbeite. ich gebe dir in meiner “schlafmangelunkonzentriertheit” die falschen medikamente und du nippelst ab. dann sage ich auch oh pech gehabt, suchst dir nächste mal ein anderes krankenhaus oder wenns dir nicht passt dann zieh doch einfach weg.
genau solche idioten wie du versauen ne konstruktive diskussion über das thema.
wenn man hier einmal nur ein ein bischen ruhe einfordert, muss man schon das gefühl haben den ganzen menschen die luft zum atmen zu nehmen.
ihr geht wählen, kauft bio, fährt weniger auto, achtet auf die umwelt und übernehmt noch ne patenschaft von einem kind irgendwo in der 3. welt. aus welchem grund? um die lebensqualität von euch und anderen zu verbessern. aber geht es einmal um ein thema in der eigenen stadt. ein thema in dem es wirklich um verbessern einer lebensqualität geht, da gehört auch ein guter schlaf dazu. damit man den nächsten tag konzentriert und ausgeruht in angriff nehmen kann. dann herrscht hier unterstes niveau und kommt solch eine geqirlte scheisse in den kommentaren.
ich denke hier will keiner irgendjemand etwas wegnehmen, aber es geht einfach auch mal um rücksicht. rücksicht vor seinen mitmenschen! muss man am sonntag nacht um 23:30 mit dem ghettoblaster und voller lautstärke an der oberlinde stehen, muss man dienstg nachts um 2:30 Uhr das Badnerlied schreiend nach hause torkeln? das am wochenende hier halligalli ist, ist ja wohl auch klar und daran kann man sich gewöhnen. aber was hier unter der woche teilweise abgeht, ist eine absolute frechheit!
…..
das problem wird sich wahrscheinlich nie lösen, weil einfach keine bereitschaft dazu besteht. das spiegelt sich in den ganzen kommentaren hier.
ich denke du hast nicht verstanden was ich mit meinem post aussagen will. ich habe zugegebenermaßen aus einer emotion heraus geschrieben, aber ich würde nie jemanden schaden. (bzw. könnte es). ich wohne weiterhin sehr gerne in der altstadt und habe gelernt mit oropax meinen wecker morgens zu hören.
ich denke einfach, dass die fähnchen ein friedlicher und stiller protest sind. leider wird es von den meisten ins lächerliche gezogen und verunglimpft. genau das ist das erschreckende!
dabei hätte es auch ein chance sein können, dass von mir aus 50 menschen umdenken und beim nächsten nachhauseweg sich überlegen ein bischen leiser zu sein. so was nennt man dann rücksicht und wenn da jeder dazu beiträgt kanns auch etwa werden. du wirfst ja auch nicht deinem nachbarn den müll vor tür. denn eins kannst mir glauben, die krawallmacher die hier nachts heim gehen sind nicht nur irgendwelche prolls und assis.
1.10.2013,
   
  

Briefschreiber ist Schwiegersohn des Betreibers der Diskothek
Am 30. September 2013 hat der Lokalverein Innenstadt in einer Pressekonferenz über die “Fahnenaktion” gegen Nachtlärm und für Nachtruhe in Teilen der Innenstadt informiert. Anschließend wurden von Ihrem Fotografen, Michael Bamberger, Fotos von einigen Vorstandsmitgliedern und Häusern mit Fahnen gemacht. Selbstverständlich war die BZ nur autorisiert, diese Fotos im Zusammenhang mit einem Bericht über diese Aktion zu benutzen. Warum Sie dann eines dieser Fotos im Zusammenhang mit einem Leserbrief mit den Titelworten “Spießer und Schildbürger” unter Angabe der entsprechenden Namen verwenden, ist nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern stößt auf erhebliches Befremden. Eine derartige Zusammensetzung von Bild und Text stellt eine erhebliche Diskreditierung von engagierten Bürgervereinsvorständen dar, die nicht akzeptiert werden kann. Im übrigen hätte man von der Badischen Zeitung bei einem derart strittigen Thema schon etwas mehr Umsicht beziehungsweise Nachforschung erwarten können. Wäre die BZ dieser Verpflichtung nachgekommen, hätte sie sehr schnell feststellen müssen, dass es sich bei dem Briefschreiber um den Schwiegersohn des Betreibers derjenigen Diskothek handelt, deren Besucher in der Vergangenheit häufig aufgefallen sind und die gerade neu vermietet werden soll. Gänzlich inakzeptabel finden wir die Tatsache, dass in der BZ vom 18. Oktober 2013 das Foto eines Hauses eines Mitgliedes in Oberlinden veröffentlicht wird, das zwar ein Banner für Nachtruhe trägt, das aber aufgrund einer Fotomontage (“Montage BZ”) nunmehr plötzlich eine Werbung für die Initiative “pro Nachtleben” darstellt.
23.10.2013, Michael Fleiner, Vorsitzender Lokalverein Innenstadt Freiburg 
    
Die Stadt ist eine der Hauptverantwortlichen: Nach 22 Uhr maximal 45 dBA erlaubt, statt aktuell 80 dBA
Auf Veranlassung des Amtes für öffentliche Ordnung wurden vom TÜV Messungen über die Lärmbelastung in der Innenstadt von Freiburg durchgeführt. Die Messungen ergaben einen Wert zwischen 80 und 110 dBA. Dies entspricht der Belastung von einem Motorrasenmäher bis zu einem überfliegenden Flugzeug. Der gesetzliche Maximalwert beträgt ab 22 Uhr jedoch 45 dBA. Grundsätzlich macht Lärm krank. In einem Gewerbebetrieb müssen daher bei diesen Werten zwingend Kopfschutzhörer getragen werden, weil ansonsten eine strafrechtlich relevante Körperverletzung vorliegen würde, was im Grunde auch hier der Fall ist. Mit Meinungen, wie “in der Innenstadt muss man halt mit höherer Lärmbelästigung leben” ist es daher bei diesen Werten nicht mehr getan.
Die Stadt Freiburg hat ohne Rücksicht alle möglichen Flächen in der Innenstadt zur Außenbewirtschaftung, teilweise bis weit in die Morgenstunden, freigegeben und damit die Situation verschlimmert. Sie ist damit einer der Hauptverantwortlichen für diese Situation. Wenn die Verantwortlichen auch das Gegenteil behaupten, diese Entscheidungen sind einer der Hauptgründe für die extreme Belastung. Die Tatenlosigkeit und die Erklärungen der Stadt, dass die Außenbewirtschaftung damit nichts zu tun hätte, sind daher für die Anwohner eine Missachtung deren Gesundheitszustandes und eine Provokation, da die Anwohner diese Situation aus dem täglich Erlebten sehr wohl selbst beurteilen können. Sicher kann man die Verwaltung nicht für das Verhalten von Passanten verantwortlich machen, aber ein Gewerbebetrieb (etwas anderes ist ein Gastronomiebetrieb nicht), der nach 22 Uhr solche Daten liefert, muss eigentlich die Außenbewirtschaftung einstellen. Die Leitung der Stadt Freiburg hat nichts getan und wird auch nichts tun, es sei denn, die Anwohner wehren sich anwaltlich und das häufig mit Erfolg.
6.11.2013, Wolfram Fischer, Freiburg
   
Problem sind die Bassbeats
Nicht ein zunehmender Egoismus von Anwohnern, sondern die zum 1.1.2010 von der Landesregierung eingeführte Lockerung der Sperrzeiten ist das eigentliche Problem. Als Anwohner konnte man vielleicht vorher Lärm und bassbetonte Musik bis 1- oder 2 Uhr nachts noch tolerieren. Wenn es aber nun durchgängig bis 5 Uhr morgens lärmt, dann darf man schon mal meckern. Gerade sich wiederholende Lärmmuster wie Bassbeats nerven ungeheuerlich, auch dann, wenn sie sich innerhalb des gesetzlich zulässigen Grenzwerte bewegen. Man stelle sich nur mal vor, in einem Zimmer mit tropfendem Wasserhahn schlafen zu müssen. Dieses Geräusch ist sicherlich weit unterhalb der erlaubten 40 oder 45 Dezibel, aber es bringt einen trotzdem um den Schlaf. Nachtgaststätten sind Vergnügungsstätten und gehören nicht mehr in Gebiete, wo Menschen wohnen und schlafen sollen.
8.11.2013, Kristian Raue, Freiburg

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