Ottilien

Home >Religion >Kapellen >Gasthaus >Ottilien

 

 

 

Waldrestaurant St.Ottilien

Ehemaliges Küsterhaus der Wallfahrtskapelle St.Odilia. Das Gasthaus ist am Wochenende nicht nur wegen seines leckeren Frühstücksbuffets oft überfüllt. Am Wochentagen traumhaft: Eine gemütliche Fußmarschstunde vom Schlossberg entfernt (etwas mehr von Littenweiler aus), unter Kastanien draussen sitzen, Kinder können spielen. Pkw-Zufahrt möglich von der Kartäuserstrasse aus.

Es gibt nicht wenige Freiburger (Bobbele und Zugeloffene), die minderstens zwei Mal im Jahr (bei Schnee und ohne) den Fußweg zwischen Kanonenplatz und St.Ottilien laufen müssen. Probieren Sie’s auch mal!

Inh. Klaus Miess + Maximilian Heidenreich
Kartäuserstrasse 135, 79094 Freiburg, Tel 0761/63230

Öffnungszeiten:
Oktober – März: Dienstag – Samstag 12-24 Uhr, Sonn- & Feiertags 10-24 Uhr
(Frühstücksbuffet von 10-14 Uhr), Montags Ruhetag
April – September: Montags – Samstags 12-24 Uhr, Sonn- & Feiertags 10-24 Uhr
(Fr-Buffet von 10-14 Uhr)

www.st-ottilien.com, eMail service@st-ottilien.com

 

ottilien1kreuzweg140416          ottilien2kapelle140416                       ottilien3kapelle-fresken140416
(1) Kreuzweg vom Dreisamtal hoch     (3) Kapelle St.Ottilien 16.4.2014            (3) Fresken in der Wallfahrtskapelle

ottilien4kapelle140416          ottilien5gasthaus140416                    ottilien5buchenwald140416
(4) Wasserbrunnen an Kapelle              (5) Gasthaus Ottilien                               (6) Weg im Buchenwald 16.4.2014

ottilien7buchenwald140416          ottilien8hirzberg140416          ottilien9lorettoberg-schoenberg140416
(7) Buchen am Wegesrand                     (8) Blick vom Hirzberg ins Dreisamtal   (9) FR-Wiehre und Schönberg

ottilien10siebenbuchen140416          ottilien11siebenbuchen140416           ottilien12siebenbuchen140416
(10) Buchen bei “Sieben Linden”          (11) Sieben Linden – Blick ostwärts        (12) Sieben Linden – Blick westwärts

ottilien13rote-huette140416          ottilien14rote-huette140416          ottilien15kleiner-kanonenplatz140416
(13) Rote Hütte am 16.4.2014                (14) Rote Hütte – Blick nordwärts           (15) Kleiner Kanonenplatz

ottilien16schlossberg140416          ottilien17wiehre140416          kanonenplatz18muenster140416
(16) Blick über FR-Wiehre 16.4.2014   (17) Wiehre, Loretto- und Schönberg    (18) Kanonenplatz > Münster

kanonenplatz19schoenberg140416         kanonenplatz20paerchen140416          kanonenplatz21paerchen140416
(19) Kanonenplatz > Schönberg           (20) Kanonenplatz – die Mauer                (21) Kanonenplatz am 16.4.2014

dattler-bergbahn140416           muenster-schwaentor140416          muenster-martinstor140416
(22) Bergbahn hoch zum Dattler             (23) Münster und Schwabentor               /24) Münster und Martinstor

Von St.Ottilien führt ein fast ebener Weg über den Hirzberg (2,5 km), Sieben Linden (0,5 km), Rote Hütte (0,2 km), Kleiner Kanonenplatz (0,9 km) zum Kanonenplatz (0,3 km). Ideal zum Wandern zu Fuß oder zum Radeln.

 

St.-Ottilien-Kapelle : Ein Wasser, das die Augen öffnet
Am Donnerstag, 13. Dezember 2018, ist der Gedenktag der heiligen Odilia (Ottilie), der am darauffolgenden Sonntag um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Ottilien oberhalb der Kartaus gefeiert wird. Demnächst erscheint ein neuer Kirchenführer, der die gerade frisch renovierte Wallfahrtsstätte umfassend beschreibt.
Die Adelige Odilia gründete im Jahr 690 das Frauenkloster auf dem heutigen Odilienberg am Ostrand der Vogesen bei Obernai (Departement Bas-Rhin). Der Legende nach kam sie um 662 als Tochter des elsässischen Herzogs Etticho blind zur Welt. Vom Vater deshalb verstoßen, wuchs das Kind im Kloster auf und erhielt der Überlieferung zufolge bei der Taufe mit zwölf Jahren wundersamerweise das Augenlicht. Als junge Frau kehrte Odilia an den väterlichen Hof zurück und sollte nun verheiratet werden. Da sie aber Nonne bleiben wollte, musste sie vor dem wütenden Vater fliehen: Die Flucht führte Odilia ins Mußbachtal bei der viel später erst gegründeten Stadt Freiburg. Dort verbarg sie ein sich plötzlich öffnender Felsen vor den Verfolgern. Der Herzog sah ein, dass seine Tochter unter Gottes Schutz stand und schenkte ihr seinen Sitz Hohenburg zur Gründung des Klosters, dem Odilia bis zu ihrem Tod im Jahr 720 als Äbtissin vorstand. Aus dem Felsen im Mußbachtal, der sie einst verborgen hatte, so die Legende weiter, entsprang eine Quelle, deren Wasser als heilsam bei Augenkrankheiten gilt. Auf diese Legende wird die Wallfahrtsstätte zurückgeführt, die zusammen mit St. Valentin bei Günterstal und der Lorettokapelle auf dem Lorettoberg zu den Freiburger “Waldheiligtümern” gehört.
Tatsächlicher Ursprung und Alter der Wallfahrt sind unbekannt. Im Jahr 1503 stifteten der Obristzunftmeister Peter Sprung und seine Frau Elisabeth Zehenderin auf jeden Fall die bestehende, am 1. Dezember 1505 geweihte Kirche. Da die Stifter als “Wiederbringer”, das heißt: als Erneuerer der Wallfahrt, bezeichnet werden, muss sie schon längere Zeit vorher existiert haben.
In den Kriegen des 17. Jahrhunderts wurde der exponiert vor den Toren der Stadt gelegene Wallfahrtsort mehrfach geplündert. Nach 1648 errichtete man die drei noch vorhandenen Altäre, nach dem Spanischen Erbfolgekrieg 1714 wurde die Kirche erweitert und ein Stationenweg angelegt, 1728 wurde das Innere neu mit Stuck versehen und ausgemalt. Damals erhielt die Kapelle im Inneren das Aussehen, das die vor 1905 entstandene Aufnahme von Max Stork zeigt. Ab 1888 war der Bau erstmals umfassend restauriert worden. 1896 entstand nach einem Entwurf des damaligen Erzbischöflichen Baudirektors Max Meckel das neugotische Chorgitter, das heute nach Westen versetzt den Kirchenraum abschließt. Zwischen 1885 und 1888 waren auch das “Bruderhaus” für den Messner und seine Familie sowie das schon lange bestehende, beliebte Wirtshaus erneuert worden. Hier war schon am 26. April 1837 Felix Mendelssohn Bartholdy mit seiner jungen Frau Cécile eingekehrt, die auf ihrer Hochzeitsreise in Freiburg Station machten. Bei der nächsten Renovierung 1966 bis 1968 entdeckte man unter dem barocken Verputz fragmentarisch erhaltene spätgotische Wandmalereien, die in der Folge freigelegt wurden. Aus heutiger Sicht ist das damalige Vorgehen eher zu bedauern, denn die in der historischen Aufnahme dokumentierte hochbarocke Raumdekoration wurde im Langhaus komplett geopfert. Die beiden Seitenaltäre wanderten in den Chor, die zierliche barocke Kanzel verlor ihren Schalldeckel und wirkt zwischen den Malereien vom 1503 und unter der schlichten Holzdecke fast als Fremdkörper.
Die letzte Renovierung 2015/17 hat den vom Hausschwamm befallenen Dachstuhl instandgesetzt und dem Kirchenraum eine bessere Klimatisierung, ein neues Gestühl und eine moderne Beleuchtung verschafft. Die Freiburger Katholische Gesamtkirchengemeinde hat 1,3 Millionen Euro investiert, damit das stimmungsvolle Waldheiligtum auch weiterhin erhalten bleibt.
10.12.2018, Peter Kalchthaler. Mehr auf:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg-ost/ein-wasser-das-die-augen-oeffnet–161590945.html
Das Buch “Drittes Wiedersehen! Das Freiburger Stadtbild im Wandel der Zeit” mit 40 Beiträgen von Peter Kalchthaler (Herausgeber), Carola Schark, Joachim Scheck und Hans Sigmund ist gerade im Rombach-Verlag erschienen und kostet 18 Euro (ISBN: 978-3-7930-5179-4).

 

 

 

Landesregierung beschert St. Ottilien Geldsegen

Die Landesregierung hat zugesagt, die Arbeiten an der sanierungsbedürftigen Kirche mit gut 111 000 Euro zu fördern. Insgesamt soll die Renovierung rund 920 000 Euro kosten. St. Ottilien gilt als wundervoller Ort im Freiburger Stadtwald. Doch das Wiehremer Waldheiligtum, das bei Augenleiden helfen soll, braucht selbst Hilfe: Die Wallfahrtskirche muss grundlegend saniert werden……
Die barocke Kirche wurde 1503 erbaut. An der Stelle soll der Legende nach die blind geborene Odilia, die seit ihrer Taufe sehen konnte (erstes Wunder), einst auf der Flucht vor einer eingefädelten Heirat gerettet worden sein (zweites Wunder): Ein Felsen öffnete sich, in dem sie sich vor Verfolgern verstecken konnte. Ihr Vater lenkte ein und aus dem Fels entsprang eine Quelle. Das Wasser soll Augenleiden heilen. Es entspringt heute noch in der Grotte St. Ottiliens. Es ist einer der ältesten deutschen Wallfahrtsorte und ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur wegen des Lokals direkt nebenan. Die letzte große Renovierung der idyllischen Kirche fand in den 60er Jahren statt, damals wurden Wandmalereien aus der Entstehungszeit freigelegt. Die Kirche gehört der Dompfarrei. “Das Geld vom Land hilft natürlich”, sagte am Freitag Markus Kaupp von der Gesamtkirchengemeinde, die Bauherrin ist. “Wir müssen was tun. Zuerst das, was akut und statisch wichtig ist.” Am Dachstuhl, an Elektrik, Fresken, Stuck und Bildern stehen Arbeiten an, hieß es im Erzbischöflichen Bauamt. Wann sie beginnen, steht noch nicht fest. Nur soviel: Es soll eine behutsame Restaurierung werden. …..
Alles vom 31.8.2013 auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/landesregierung-beschert-st-ottilien-geldsegen–74829621.html

Hinterlasse eine Antwort