Fastenzeit

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Blick nach Osten zum Seebuck am Feldberg am 7.1.2013

 

 3 mal Fasten

  • Fasten – viele Menschen tun es, um abzunehmen. Fasten wird hierbei gleichgesetzt mit Diät. Gleichgesinnte treffen sich, Seminare bieten Hilfestellung. Welche Ziele werden bei dieser Form des Fastens verfolgt? An welchen Vorbildern orientiert man sich dabei?
  • Fasten – für viele bedeutet das Verzicht. Auf was wird verzichtet und warum? Welche Inhalte verbindet man, verbinden Kinder mit der vorösterlichen Fastenzeit? Kann Fasten neue Blickwinkel eröffnen – Körper und Geist erneuern?
  • Fasten – ein religiöser Begriff. Fasten kann den Blick des Menschen öffnen für seine eigene Bedürftigkeit. Versuchungen zu widerstehen ist das Ziel. Wie kann Fasten helfen, stärker zu werden? Wie kann Fasten helfen, Gottes Gegenwart intensiver zu empfinden?

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Durch Fasten Zeit gewinnen – Lebenszeit als unsere kostbarste Ressource

Wieso ist Verzichten aus Ihrer Sicht aktuell in einer Gesellschaft, in der fast rund um die Uhr schneller Konsum und Erreichbarkeit herrschen? Hübl: In fast allen Religionen findet man das rituelle Fasten oder andere Formen von Enthaltsamkeit. Die Idee dahinter ist immer Triebkontrolle: Folge nicht deinen unmittelbaren Impulsen – Essen, Spaß, Feiern, Sex – sondern besinne dich auf dich selbst. Warenkonsum macht zwar kurzfristig euphorisch, aber langfristig unzufrieden, wie viele Studien zeigen. Diese Einsichten sind in die populären Medien gesickert und dann schnell von der Wellness- und Esoterikwelle mitgerissen worden. ….
Alles vom 18.2.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/panorama/lebenszeit-ist-unsere-kostbarste-ressource–100670819.html

Konsum macht unzufrieden – war es zunächst der Warenkonsum, ist es heute auch der Eventkonsum. Wie auch immer, der Konsum und damit verbunden der Besitz so vieler Dinge belastet:
– Man muss sich um all die Dinge kümmern.
– Der Aufforderungscharakter der Dinge: Das neue iPhone verführt zu noch mehr und noch mehr.
Verzicht auf Konsum bzw. Fasten sorgt dafür, dass wir mehr Zeit haben. Lebenszeit ist die kostbarste Resource, die wir haben, schließlich ist die Zeit im Gegensatz zum Geld begrenzt.

 

7 Wochen – 7 Orte: Veranstaltungsreihe zur Fastenzeit

„7 Wochen – 7 Orte“ unter diesem Motto laden Jürgen Hensing, Pastoralreferent der St. Barbara Gemeinde Littenweiler und Michael Bosch, Pastoralrefernt der Gemeine Dreifaltigkeit Waldsee, in den sieben Wochen der Fasenzeit zu einer Veranstaltungsreihe an alltäglichen, jedoch ungewöhnlichen Orte ein. „Bei der Elternabenden zur Kommunionvorbereitung und bei vielen weiteren Gelegenheiten ist uns immer wieder aufgefallen, dass die Menschen eine Möglichkeit suchen, sich über Lebens- und Glaubensfragen auszutauschen“, so Jürgen Hensing „und so kam uns die Idee in den sieben Wochen der Fastenzeit Interessierte zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Glauben einzuladen. Und dies nicht nur in Gemeinderäumen, sondern bewusst an ungewohnten Orten. Bei Brot und Wein möchten wir theologische und spirituelle Impulse setzen und uns gemeinsam auf die Suche machen. Dabei handelt es sich nicht um einen Kurs oder ein Seminarsystem sondern um ein offenes Forum um miteinander über Lebens- und Glaubensfragen nachzudenken.“

Zum Thema „Wer’s glaubt, wird . . . Ein Glaube der trägt oder fesselt?“ trifft man sich am Montag, dem 4. Februar, 20.00 Uhr in der Auferstehungskirche, Kappler Str.25 in Littenweiler, um gemeinsam über die Klärung des Glaubensbegriff und den Biblischen, dogmatischen und persönlichen Zugang zu sprechen.

In der Lehrwerkstatt des Städtischen Forstreviers, Waldseestr. 90 (Einfahrt gegenüber Campingplatz Busse) trifft man sich am Montag, dem 18. Februar, 20.00 Uhr zum Thema „Ich bin der ich bin – Du sollt dir kein Bildnis machen. Warum das erste der zehn Gebote so wichtig ist“.

In der Buchhandlung Vogel, Kunzenweg 26 in Littenweiler trifft man sich – wie könnte es anders sein zu – „Bibel? Nix für mich! Die Bibel – ein Buch für’s Leben“ am Montag, 25. Februar, 20.00 Uhr.

Um das Thema „Heil und Heilung aus biblischer Perspektive“ geht es am Montag, 4. März, 20.00 Uhr. Treffpunkt ist hier sinnvoller Weise die Littenweiler Apotheke, Römerstraße 1 in Littenweiler.

„Hat Jesus die Kirche gewollt? Wenn ja, wie? Kirche im Wandel der Zeit“, wird am Montag, dem 11. März, 20.00 Uhr in der St. Barbara Kirche Littenweiler besprochen und in der Bäckerei Feger, Alemannenstr. 58 a heißt das Thema am Montag, 18. März, 20.00 Uhr „Essen gehen mit Jesus? Ein Mahl mit Konsequenzen?“

Den Abschluss findet die Reihe am Montag, 25. März, 20.00 Uhr unter dem Titel „… und ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Tod und dann? Theologische und religionsvergleichende Annäherungen“ in den Räumen des Bestattungsunternehmens Horizonte, Kunzenweg 5 in Littenweiler.

„Ich bin gespannt, wie diese Abende an den teils ungewöhnlichen Orten angenommen werden“, so Jürgen Hensing „aber wir hoffen, dass wir gerade dadurch auch Menschen außerhalb der Gemeindegrenzen erreichen und viele ermutigen können, sich gemeinsam mit uns in den Räumen der Apotheke, beim Bäcker oder in der Buchhandlung, ungezwungen, in gemütlicher Runde bei Brot und Wein über Lebens- und Glaubensfragen auszutauschen. Alle sind herzlich eingeladen!“

Nähere Infos bei den Pastoralreferenten Jürgen Hensing, Tel 0761 / 69 65 336 und Michael Bosch, Tel.: 0761 / 76 77 263. Flyer zu der Veranstaltungsreihe „7 Wochen – 7 Orte“ liegen in den Pfarrgemeinden, Kirchen und in allen teilnehmenden Geschäften aus.
31.1.2013, Gisela Heizler-Ries, www.dreisamtaeler.de

 

 

Detox

Detox steht für “Entfernung giftiger Substanzen” und wurde von der Ernährungs- und Schönheitsindustrie aufgebaut, um Tees, Lösungen, isotonische Getränke, Pulver, Nahrungsergänzungsmittel, Duschgels, Shampoos, Pflaster und Cremes zu verkaufen, die dem Körper angeblich bei der Entgiftung helfen sollen. Alles Unsinn: Die englische gemeinnützige Stiftung “Sense About Science” (Sinn für Wissenschaft) untersuchte Produkte mit “Detox”-Label und stufte alle als wirkungslos ein. Im besten Fall seien Detox-Produkte Geldverschwendung und im schlimmsten Fall gesundheitsschädlich. Gesunde Ernährung, Verzicht auf Alkohol, Bewegung und ausreichendem Schlaf bewir-ken mehr, so die Forscher.

Neben Detox boomen Heilfasten und Kuren zur Entgiftung, Entschlackung und Entsäuerung. Der Organismus wird als Endlager für die Abfallprodukte der Wohlstandsgesellschaft definiert und muss immer wieder einem Generalputz unterzogen werden, um ihn von den Giften des modernen Lebens mit Fastfood, Alkohol, Tabak, pestizidverseuchten Nahrungsmitteln, Medikamenten und  Umweltschadstoffen zu befreien.

Fasten – Du bist Dreck
Entgiften, entschlacken oder entsäuern: Die Pülverchen-Industrie denunziert den menschlichen Körper als eine Art Sondermülldeponie und immer mehr Menschen glauben, sie müssten ihren Körper reinigen. Doch besser geht es am Ende nur der Industrie. Ein Plädoyer gegen den Putzfimmel am eigenen Körper.
Alles vom 27.12.2011 auf http://www.sueddeutsche.de/leben/fasten-du-bist-dreck-1.1088563

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