Patriarchat

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Patriarchat als islam-geprägte kulturelle Tradition
Im Patriarchat als islam-geprägte kulturelle Tradition hat der Mann als Oberhaupt die rechtliche und ökonomische Macht über die von ihm abhängigen Familienmitglieder.

In allen Staaten mit muslimischer Mehrheitbevölkerung weltweit herrscht das Patriarchat. Angesichts dieser Tatsache scheint die Aussage von Shirin Ebadi, das Patriarchat habe nichts mit dem Islam zu tun, wenig zielführend.
Leidtragende des Patriarchats sind Frauen und Kinder. Beispiel Irak mit einem Kinderanteil (bis 15 Jahre) von 40%: Hier herrschen gerade mal 30% der Bevölkerung (eben die Männer) die anderen 70%, also über 30% Frauen und 40% Kinder.
Shirin Ebadi betrachtet das Patriarchat als Krankheit der Männer, die von den Frauen an ihre Söhne übertragen wird. Heilung dieser Krankheit ist nur durch Bildung möglich.
Gemeinsam sind wir stark: Ein guter Patriarch vernetzt sich im Clan.
7.2.2018

 

Das Patriarchat als Problem
Ebadi: Nicht der Islam, sondern das Patriarchat ist das Problem
Zeit: Die Lage der Frauen in islamischen Ländern ist aus westlicher Sicht bedauernswert. Hat das mit der Religion zu tun oder mit Traditionen der ersten Muslime?
Ebadi: Unser Problem ist in keinsterweise der Islam, unser Problem ist vielmehr die patriarchale Kultur, die im Osten weit ausgeprägter ist als in den westlichen Ländern.
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Zeit: Wie kann man diese patriarchalische Struktur überwinden? Denn die Frauen leiden ja doch drunter.
Ebadi: Ich muss feststellen, dass Frauen, obwohl sie selber Opfer dieser Kultur sind, zugleich Überträgerinnen dieser Kultur sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass selbst gewalttätige Männer im Grunde genommen im Schoß ihrer Mütter erzogen worden sind. Ich habe immer diese patriarchalische Kultur mit Krankheit, Homophilia verglichen. Frauen sind von dieser Krankheit nicht (selbst direkt) betroffen, aber sie übertragen diese Krankheit auf ihre Söhne. Die Frauen müssen sich selber ändern in ihrem Wesen, sie müssen an sich selbst glauben können.
Zeit: Wo sind denn die Grenzen der Tradition, wo fängt das religiöse Erbe an, das zu so einer Kultur führt?
Ebadi: Dort, wo der Verstand zum Tragen kommt. Was nicht logisch ist, kann auch nicht akzeptiert werden.
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Gesamtes Interview mit Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin, iranische Frauenrechtlerin, vom 9.12.2004 bitte lesen auf
http://www.zeit.de/politik/dlf/interview_041213

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