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Feigen in Freiburg am 27. April 2016 - der Frühling kommt nach lauem Winter

Feigen in Freiburg am 27. April 2016 – der Frühling kommt nach lauem Winter

 

 

 

Man kann nichts beweisen, nur glauben
Ich gehöre keiner Religionsgemeinschaft an; ich bin vor einem halben Jahrhundert aus der Kirche ausgetreten. Ich bin auch nicht gewillt, den in diesem Artikel genannten Gruppen beizutreten, denn sie sind im Grunde auch nur Gläubige. Der BZ-Artikel nennt sie “ungläubig”, in Wirklichkeit sind sie gläubig. Selbst wenn man das Wort “ungläubig” durch das treffendere “un-” oder “areligiös” ersetzt (ungläubige Menschen gibt es nicht), ändert sich daran nichts. Dass es Gott nicht gibt, ist ebenso wenig zu beweisen wie, dass es ihn gibt. Man kann beides nur glauben. Die dargestellten Leute verhalten sich auch sonst nicht so viel anders als die, die sie bekämpfen: Sie bilden Gemeinden, Glaubensgemeinschaften, haben Priester (Wortführer) und heilige Schriften (Gernot-Berger-Bücher), betreiben Glaubensverkündigung und Missionierung (Presseveröffentlichung und Plakate an Ortsschildern), es gibt Pilger, die zum Wallfahrtsort (Stammtisch in Münster) anreisen, und es gibt die Inhaber sicherer Glaubenswahrheiten, die auch über das Wissen vom “richtigen Schritt” ihrer Mitmenschen verfügen. Selbst mit einem Märtyrer kann der Verein schon aufwarten: Einem Jünger wurde seine Autotür zerkratzt. Man kann sich fragen, ob diese Vereinigung mehr ist als das Auftreten einer weiteren Pseudoreligion neben zahlreich vorhandenen Sekten, die sich guten Zulaufs erfreuen. Im Zentrum ihrer Anschauungen steht die Negation, das Nein. Es fragt sich jedoch, ob es nicht auch wohltuend sein könnte, auf der Habenseite der Gemütsbilanz ein Kapitälchen liegen zu haben. Nicht jeder Glaube muss zwangsläufig in eine Religion münden.
7-9-2016. Diethard Köster, Staufen, BO

Zu: “Eine gemütliche Ecke für Atheisten”, Harald Biskup, 24.8.2016:
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/alle-zwei-monate-treffen-sich-die-atheisten–126467577.html

 

Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn
Einer der charmantesten Atheisten, der britische Schriftsteller Julian Barnes, sagte einmal: “Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.” Da hat er das Glaubensproblem unserer Zeit, die Ambivalenz vieler Nichtgläubiger, auf den Punkt gebracht.
Denn die wenigsten sind heute echte Religionsfeinde, auch wenn Kirchenfromme das behaupten. Tatsächlich ist der europäische Säkularismus selbstbewusst, aber auch melancholisch. Er hasst die Kirchen nicht, sondern pflegt zum Christentum als Tradition, zu Gott als Idee ein fast sentimentales Verhältnis. …
Alles zu “Wer vermisst Gott?” von Evelyn Finger vom 23.5.2016 bitte lesen auf http://www.zeit.de/2016/23/katholikentag-sachsen-pegida-kirche-glaube-religion

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