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Buchenbach bei Freiburg im Schwarzwald im März 2019 - Kreuzberg

Buchenbach bei Freiburg im Schwarzwald im März 2019 – Kreuzberg

 

  • Nahöstliche Weihnachten in Berlin bei der Rum-Orthodoxen Kirche (20.12.2019)
  • 2019 war ein blutiges Jahr für Christen (20.12.2019)
  • Iran: Todesurteil wegen Übertritt zum Christentum (2.12.2019)
  • Reise nach Syrien – Erzbischof Stephan Burger (19.10.2019)
  • In der Ortenau: Christen (Hartune Dogan) und Muslime (Ditib-Moschee) (23.5.2019)
  • Die erstaunliche Entdeckung der Christenverfolgung (9.5.2019)
  • Hatune Dogan spricht auf Berliner Frauenmarsch am 9.6.2018 (18.5.2018)
  • La fin des chrétiens dans l’orient – Das Ende der Christen im Orient (9.1.2018)
  • Flüchtlinge: Christen mehr gefährdet als Muslime (13.10.2017)
  • Willkommenskultur für Muslime, nicht für Christen (11.4.2017)
  • Orientchristen werden als 5. Kolonne des Westens betrachtet (24.6.2016)

 

Nahöstliche Weihnachten in Berlin bei der Rum-Orthodoxen Kirche
Besuch bei christlichen Exil-Syrern: In einer orthodoxen Gemeinde in Berlin finden wir ein halbes Dorf wieder und wahre Musterbeispiele von Integration
Christian Rudolf
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An den schweren Eingangstüren zur Kirche hängen außen Tannenkränze und Plastikglöckchen, mit Reißzwecken angepinnt. Den Altarraum der neoromanischen, ehemals evangelischen Kirche trennt eine massive halbhohe Wand aus Holz, die mit Ikonen geschmückt ist – die Ikonostase. Unter den obligatorischen Ikonen Jesu Christi und Johannes’ des Täufers steht auf einem Tischchen ein Adventskranz. Drei Kerzen brennen. Es ist dritter Adventssonntag. Auch die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde St. Georgios in Berlin geht auf das Weihnachtsfest zu, als Rum-Orthodoxe verwenden sie wie die Westkirche den gregorianischen Kalender, mit Ausnahme von Ostern. Der Liturgie nach wird heute das Gedächtnis der Vorväter der Herrn gefeiert. Gottesdienstsprache ist Arabisch und Deutsch, und das „Kyrie eleison“ ein griechisches Überbleibsel.
Unter der geöffneten Pforte zum Altarraum steht Bischof Hanna Haikal und predigt über das Sonntagsevangelium nach Lukas, Kapitel 14. Ein Mann lädt zum Festmahl ein – und alle haben nichtige Ausreden, die Einladung auszuschlagen, obwohl das Essen dampft und sie den Gastgeber schwer brüskieren. „Es ist wichtig, daß dieses Gleichnis gerade jetzt vor Weihnachten kommt“, erklärt der Bischof und wechselt mühelos zwischen Arabisch und Deutsch, drei Sätze arabisch und gleich anschließend die Übersetzung. „Zur Kirche zu gehen, das ist oberste Priorität! Denn der, der einlädt, ist der Herr Jesus Christus selbst.“ Mit einem goldfarbenen Meßgewand angetan, in der rechten Hand ein Kreuz, unterstreicht der 52jährige ruhig, aber bestimmt die Predigt. „20 Jahre bin ich jetzt in dieser Gemeinde. Es gibt Gläubige, die ich am Weihnachtstag noch niemals hier gesehen habe. ‘Ja, denn wir haben jedesmal bis spät gegessen und gefeiert. Die ganze Familie war zusammen’, sagen sie. Oder wenn du fragst: Hast du gefastet? Manche beachten das Fastengebot nicht. ‘Gut, ja, wir machen es nächstes Jahr.’“ Die lange Bank ist des Teufels liebstes Möbelstück, heißt es. Auch die orthodox Getauften kennen sie. Bischof Haikal, der aus dem Libanon stammt und in Thessaloniki Theologie studierte, zitiert eine Umfrage aus den Medien: „Zur Kirche zu gehen, das hatten die Leute als Priorität auf dem letzten Platz! Aber wie können wir von Jesus erwarten, daß er unsere Gebete erhört, wenn uns alles andere wichtiger ist als er?“

Eine Predigt, in der es nicht um Politik oder Klima geht, sondern voll und ganz um die Beziehung des Menschen zu Gott: in deutschen Gemeinden unserer Tage keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Kirche in Berlin-Mitte ist gut gefüllt, auffallend viele junge Leute und Kinder sind gekommen. Sie bekreuzigen sich häufig und verbeugen sich ehrfürchtig vor den Ikonen, die nach ostkirchlicher Anschauung wirkliche Fenster zum Himmel sind. Besonders küssen sie zur Begrüßung die Muttergottes. Die zehnköpfige Choralschola begleitet die göttliche Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomos mit arabischen Melodien und kräftigen „Amin! Amin!“-Ausrufen. Mitsingende Schülerinnen beten dann das Vaterunser – in akzentfreiem Deutsch.

„So etwa 200 Familien gehören fest zur Gemeinde, um die 500 Gläubige kommen“, erläutert Bischof Haikal im Gespräch mit der JUNGEN FREIHEIT. „Die meisten stammen aus Syrien und der Türkei, dem Libanon und auch dem Irak. Doch auch Deutsche kommen.“ Der Unterhalt und sämtliches Inventar werden einzig aus Spenden der Gemeinde bezahlt, die durch den Flüchtlingsstrom zuletzt stark angewachsen ist. Kirchensteuern gibt es nicht, denn die Rum-Orthodoxen haben nicht den Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die römisch-katholische Kirche oder die EKD.

Viele nehmen einen weiten Weg zur Kirche auf sich
Die Politik hält er aus den Predigten heraus. „Wissen Sie, das soll man nicht vermischen. Der Priester ist für die Seelen da, für den Glauben. Wenn er sich zum Politiker macht, besteht auch die Gefahr, einige Gläubige vor den Kopf zu stoßen, die anderer Ansichten sind. Das ist nicht gut.“ Nein, der Priester müsse über den weltlichen Dingen stehen und im besten Sinne neutral sein. Der Bischof lobt die Gemeinschaft unter den Gemeindemitgliedern, die sich gerade jetzt vor Weihnachten verstärkt umeinander kümmern. Für Kranke wird gesammelt. „Wir machen viel für die Jugend, haben Bibelgruppen und bieten Deutschunterricht. Die Gläubigen können immer kommen und finden hier Halt und Stärkung und Gemeinschaft.“
Am Eingang zum Kirchenschiff sind links und rechts des Mittelgangs provisorisch Gemeinderäume eingerichtet, aus Holzlatten errichtet und mit Vorhängen abgetrennt. Nach der Liturgie sitzen und stehen die Besucher bei Gespräch und Austausch zusammen, Kleinkinder wuseln unter den Tischen. „Möchten Sie Kaffee, Tee? Nehmen Sie, bitte!“ Junge Männer um die dreißig stehen als Gruppe zusammen, sie erzählen und sehen entspannt aus.

Einer von ihnen ist Rabby aus Zentralsyrien. An einer Halskette trägt er ein größeres goldfarbenes Kreuz gut sichtbar über dem Pullover. Zur Kirche geht er zur Zeit weniger regelmäßig, er trifft hier aber Freunde. Vor knapp fünf Jahren ist er über die Balkanroute eingewandert, mitten im Winter. „Unterwegs war es furchtbar kalt.“ Rabby lacht einen aus rehbraunen Augen sehr offen an. Im roten Daunenanorak mit Fellkapuze friert er im Berliner Winter garantiert nicht. Dabei hatte er damals eigentlich nach Schweden weitergewollt, zu seinem Bruder. Doch die deutsche Polizei griff ihn auf und ließ ihn nicht weiterziehen. So kam alles anders, und er blieb in Berlin. Heute studiert der 31jährige Bauingenieurwesen und muß auch jetzt am Sonntag noch etwas für die Uni lernen.

Wie viele seiner Freunde und Bekannten aus der Gruppe stammt auch der Zahnarzt Bahjat aus Kafr Buhum, einer von Christen besiedelten Kleinstadt in Zentralsyrien. Jedermann nennt sie nur mit Kurzform „Kfarbou“. Der Ort blieb vom Krieg weitgehend verschont, genau wie die acht Kilometer nördlich gelegene Provinzhauptstadt Hama, etwa auf halbem Weg zwischen Damaskus und Aleppo gelegen. Vor drei Jahren gelangte Bahjat mit damals 25 Jahren nach Deutschland, das Visum einer christlichen Hilfsorganisation machte es möglich. Hinter runden Brillengläsern im schwarzen Gestell schauen freundliche, wache Augen hervor – Bahjat ist ein Mensch, dem man beim ersten Kennenlernen schon vertraut.
„Unterscheiden sich deutsche Zähne von syrischen Zähnen?“ will ich wissen. Nach anfangs herzhaftem Lachen antwortet Bahjat schon ernster: „In Deutschland kommen die Patienten meist nur zur Kontrolle, in meiner Heimat dagegen gehen sie zum Zahnart nur, wenn es gar nicht anders mehr auszuhalten ist.“ Der Krieg hat auch das funktionierende Gesundheitssystem zerrüttet, die Krankenversicherung ist kaputt. Den Arzt muß man in bar bezahlen, und der ist teuer.
In exzellentem Deutsch berichtet der junge Arzt von seinem neuen Leben: Unter der Woche arbeitet Bahjat in seinem Beruf in einer Praxis in Kaltenkirchen bei Hamburg, am Wochenende fährt er meist nach Berlin, um Freunde zu treffen, aber vor allem, um zur Kirche zu kommen. „Denn in Quickborn gibt es nur eine ganz kleine rum-orthodoxe Gemeinde.“ Was denkt er über die Predigt vorhin? „Hmm, also wir sind alle ledig“, und er deutet mit dem Arm auf seine Freunde, „doch bei unserer Jugendgruppe, die sich einmal im Monat trifft zum Bibellesen und so, lassen sich die jungen Frauen kaum blicken. Es scheint, sie stellen Gott auch nur an die letzte Stelle.“ Man merkt ihm an, daß er das bedauert.

Nachher, beim gemeinsamen Essen in einem arabischen Restaurant, fehlt Fleisch auf Bahjats Teller. Er beachtet die vierzigtägige vorweihnachtliche Fastenzeit, die bei den Orthodoxen am 15. November beginnt. Auch an Sonntagen nimmt er keine Fleischspeisen und kein Fett zu sich. „Weil Jesus auch 40 Tage in der Wüste ununterbrochen gefastet hat.“ Aber nein, das sei keine Schwierigkeit, winkt Bahjat ab, im Gegenteil: „Es macht Freude, und es ist nötig als geistliche Vorbereitung auf das Fest der Geburt Christi.“ Und jetzt verwendet er in deutscher Rede das arabische Wort „Dschihad“, das nahezu zu einem Synonym für islamischen Terror geworden ist. Aber im Mund des syrischen Christen Bahjat hat es einen vollständig anderen Klang: „Dschihad ist ein inneres, geistliches Ringen um das Gute, das ist Fasten und Überwinden der Bequemlichkeit – wenn man zum Beispiel betet, obwohl man eigentlich müde ist.“

„Alle Christen bei uns teilen Freuden und Sorgen“
„Gurke ist gut fürs Herz“, wirft jemand Johnny zu beim Blick auf den Teller. Und als Anspielung auf dessen Kardiologiestudium. Der 28 Jahre alte gemütliche Dicke hat Arbeit als Assistenzarzt auf der Station für Inneres in einem Krankenhaus in Forst/Lausitz gefunden. „Frauen sind gut fürs Herz!“ gibt er zurück. „Aber sie sind schlecht für die Kreditkarte“, pariert Alex von gegenüber und hat die Lacher auf seiner Seite. Student Alex stammt aus Maaloula (JF 44/18), einem christlichen Bergdorf im Qalamun-Gebirge etwa 50 Kilometer nördlich von Damaskus. Seine Muttersprache ist Aramäisch, die Sprache Jesu. Ein Teil der Christen seines Ortes gehört der griechisch-orthodoxen Kirche von Antiochien an – die Berliner Gemeinde ist für ihn also ein Stück religiöse Heimat. „Wir sind schon immer Christen gewesen und wollen es bleiben, auch hier in Deutschland.“ Aus tiefdunklen Augen schaut er einen ernst an.

In unseren Breiten wenden sich jährlich Hunderttausende von der Kirche ab. Gibt es das Phänomen auch in Syrien? „Ja, schon, ein bißchen“, antwortet Bahjat. „Ich habe auch Bekannte in Kfarbou, die gehen gar nicht mehr zur Kirche. Warum, ist schwer zu sagen, sie wollen nicht reden. Aber das sind wenige.“
Zur Berliner St.-Georgios-Gemeinde scheint eine halbe Poliklinik zu gehören, denn auch Wardeh Nader ist studierte Ärztin, spezialisiert auf Hämatologie und Immunologie. In der Provinzstadt Hama betrieb sie vor dem Krieg ein Labor zusammen mit ihrem Mann, arbeitete auch im Krankenhaus. Die Mutter dreier Kinder lädt die JUNGE FREIHEIT zu sich nach Hause ein. Auf einer Kommode stehen zwei Ikonen, am Fenstergriff hängt ein Rosenkranz. Bei arabischem Mokka, Zitronenkuchen und Datteln zeigt die heute 57jährige Familienfotos von früher.

Seit fast fünf Jahren lebt die Familie in Deutschland. Aber die Gedanken weilen viel in der Heimat. An Heiligabend gibt es traditionell kräftige und fette Speisen und Rakia zum Trinken. „Alle Christen bei uns teilen Freuden und Sorgen! Wir haben ein gutes Verhältnis bei uns im Dorf, Orthodoxe, Katholiken, Evangelische, ganz egal!“ Ebenso mit der moslemischen Bevölkerung: „Als mein Bruder starb, kamen meine Freundinnen aus Hama und haben mitgetrauert, natürlich, selbstverständlich!“ Sie vermißt ihren Beruf sehr. „Ich habe alles verloren, meine Arbeit, mein Labor! Vor dem Krieg hatten wir ein glückliches Leben.“ In solchen Momenten wirkt sie überaus traurig. Hama ist eine schöne Stadt, ihr Wahrzeichen sind die riesigen antiken Wasserräder. Schon Jahrhunderte vor Christus schöpften sie Flußwasser in höhergelegene Aquädukte. Für die Aufnahme in Deutschland empfindet Frau Nader indessen große Dankbarkeit. „Danke, daß Deutschland die Grenzen geöffnet hat“ pflichten auch die Söhne Farah und Dschamil bei.

Auf dem Handy zeigt Farah Videos von der Einweihung des künstlichen Weihnachtsbaums in Kfarbou. Unter dem Jubel der Bevölkerung wird dort die Beleuchtung eingeschaltet, dann geht ein richtiges Feuerwerk los. „Vor dem Krieg haben wir nicht darüber nachgedacht, wer Christ ist und wer Moslem. Wir haben alles zusammen gemacht“, sagt Farah. Und heute, wie ist es da? Sein Bruder verzieht das Gesicht und macht eine abwiegelnde Handbewegung. Kein gutes Thema. Der Krieg hat viel zu viel kaputtgemacht.
Farah trägt einen Rosenkranz mit weichen Lederkugeln um das rechte Handgelenk, „zum Schutz“, wie er erklärt. In der Heimat hatte er bereits Wirtschaft studiert, in Berlin fand er nach einigen Anlaufschwierigkeiten eine feste Stelle in einer großen Lebensmitteleinzelhandelskette. „Acht bis 16 Uhr im Schichtdienst.“ Er ist eigentlich überqualifiziert, doch froh, niemandem zur Last zu fallen. Anders als seine Mutter geht Farah selten zur Kirche, „keine Zeit“, denn am Wochenende ist meist „Chillen“ angesagt. Über die Feiertage wird seine Schwester Schaghaf aus Freiburg zu Besuch kommen, sie ist 20 und studiert Pharmazeutik. Ihrer Mutter Stolz und Freude. „Bitte beten Sie für Frieden und Segen für Syrien!“ wird dem Mann von der Zeitung mitgegeben. Und: „Kommen Sie bitte an Weihnachten zu uns in die Gemeinde!“

Rum-orthodoxe Kirche
Die Antiochenisch-Orthodoxe Kirche führt ihre Gründung bis auf die Apostel Petrus und Paulus zurück. Nach der Apostelgeschichte war es in Antiochia (dem heutigen Antakya in der Südosttürkei), daß „die Jünger zuerst Christen genannt“ wurden (Apg. 11, 26). Der Patriarchensitz liegt seit dem 14. Jahrhundert in Damaskus. Die Antiochische Kirche wird auch rum-orthodox genannt: „Rum“ steht für arabisch Rom (gemeint ist Ost-Rom, also Konstantinopel). Erst seit den siebziger Jahren gibt es deutsche Gemeinden.
https://rum-orthodox.de
… Alles vom 20.12.2019 bitte lesen
in der Jungen Freiheit, 52/19, Seite 9
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2019 war ein blutiges Jahr für Christen
Das Jahr 2019 war eines der blutigsten für Christen. Das sagte der Deutschlandgeschäftsführer des weltweit tätigen katholischen Hilfswerkes „Kirche in Not“, Florian Ripka, gegenüber der Wochenzeitung Welt am Sonntag. Auf der ganzen Welt sähen Extremisten in Angriffen auf Christen eine „legitime Alternative für direkte Schläge gegen den Westen“. Ripka verwies auf Morde in Syrien sowie auf Anschläge auf den Philippinen, in Sri Lanka und in Burkina Faso. In dem westafrikanischen Land wurden am ersten Advent (1. Dezember) bei einem Anschlag auf eine Kirche 14 Menschen getötet. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, erklärte gegenüber der Welt am Sonntag: „Angesichts der Intoleranz, die weltweit aktuell von Regimen ausgeht, die den Islam politisch mißbrauchen, ist der Islam hier derzeit sicherlich am stärksten herausgefordert.“ Die Bekämpfung und Verdrängung anderer Bekenntnisse dürfe „in keiner Religion einen Platz haben“. Der Ratsvorsitzende forderte, Deutschland dürfe grundsätzlich keine Christen in die islamischen Länder Afghanistan und Iran abschieben, in denen „insbesondere konvertierte Christen ihre Religion nicht gefahrlos leben können“. Der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, sagte der Zeitung, die Situation von Christen sei in vielen Regionen der Welt besorgniserregend. Neben dem Nahen Osten nannte der Politiker die Sahel-Region in Afrika und Asien. Nach den Worten des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), haben Christen „von Pakistan bis Nigeria“ Probleme. „Der fruchtbare Halbmond ist zu einem furchtbaren Halbmond geworden“, so Grübel.
… Alles vom 20.12.2019 bitte lesen in der Jungen Freiheit, 52/19, Seite 18

 

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Reise nach Syrien – Erzbischof Stephan Burger
Was mich bei einer Reise in dieses vom Krieg gebeutelte Land erwarten würde, konnte ich mir nicht vorstellen. Natürlich habe ich die Medienberichte verfolgt, ist Deutschland doch ein Land, das viele geflüchtete Menschen aus Syrien aufgenommen hat. Aber dann an der Grenze vom Libanon nach Syrien zu stehen und zu registrieren, dass wir die Einzigen sind, die tatsächlich in dieses Land einreisen wollen, erzeugt schon ein mulmiges Gefühl. Werden wir gefilzt werden? Was wollen die Grenzposten von uns wissen? Ich weiß, dass man hier auch einer gewissen Willkür ausgesetzt sein kann. Wir füllen die Formulare aus und können nach einigen Stunden passieren. Die ständigen Überprüfungen durch Polizeiposten begleiten uns während unserer ganzen Fahrt durch das Land.
Die kleinen Militärposten, die zerstörten Militärfahrzeuge in den Straßengräben, die zerbombten und ausgestorbenen Dörfer, an denen wir vorbeikommen – einst war dies fruchtbares Land. Einst haben hier Menschen in Dörfern und kleinen Städten gelebt, die jetzt verwaist und stumm daliegen. Ich fühle mich nicht bedroht, aber ich bin betroffen von diesem Bild, das sich vor unseren Augen abzeichnet. Und ich bin dankbar für die Einheimischen, die uns während dieser Reise begleiten. Ich lege gewissermaßen meine Sicherheit in ihre Hände, denn allein sie wissen, wo wir lang müssen. Sie wissen, welche Gefahrenzonen wir meiden müssen. Sie leiten uns, damit wir in einem großen Umweg um das Rebellengebiet herum auf Regierungsgebiet bleiben, um schließlich nach Aleppo zu kommen.
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Ausgebombtes Aleppo
Über Aleppo hatte ich viel gelesen. Ich wusste, dass es in dieser Stadt einen zerstörten, einst von den Rebellen besetzten Teil und einen weniger zerstörten Teil gibt. Als wir aber in die Stadt hineinfahren, vergesse ich diese Unterscheidung. Ich sehe nur riesige Betonbauten, wie es sie auch in vielen Städten in Deutschland gibt. Auf den zweiten Blick erkenne ich aber, dass nur noch die Skelette dieser Hochhäuser stehen – sie sind ausgebombt, ausgebrannt. Leben ist hier kaum mehr möglich, scheint es. Und doch: Da und dort versuchen Leute, sich wieder ein Zimmer einzurichten, einen Keller bewohnbar zu machen, irgendwie wieder Fuß zu fassen und ihre kleinen Geschäfte wiederaufzubauen. All diejenigen, die nicht geflohen sind, versuchen in das Chaos, das der Krieg hinterlassen hat, wieder eine gewisse Ordnung, einen Alltag hereinzubringen.
Man kann nicht immer nur in diesem extremen Krieg leben, deswegen versuchen die Menschen, Normalität zu leben, selbst wenn es keine ist. Allerdings sind die Bemühungen unterschiedlich: In Ost-Aleppo, dort, wo die Rebellen waren, ist die ganze Infrastruktur zerstört. Der Stadtteil war schon vor dem Krieg arm. Dort konnte sich der sogenannte “Islamische Staat” am besten niederlassen, um die Menschen für seine Sache zu gewinnen. Gerade die armen Menschen haben hier das wenige, was sie besaßen, verloren und sind auf Hilfe angewiesen – Hilfe, die in Aleppo und in Syrien von Muslimen und Christen gemeinsam organisiert wird. In Ost-Aleppo gibt es beispielsweise eine gemeinsame Essensausgabe, unter Rotem Halbmond und unter dem Caritas-Kreuz: gemeinsam organisierte, konkrete humanitäre Hilfe.
Und auch im Westen der Stadt, wo wir bei den Franziskanern unterkommen, erkennt man deutlich die Folgen des Kriegs. Sehr viele Häuser blieben von der Bombardierung verschont, aber die Rollläden zeigen, dass die Menschen weggezogen sind. Sie sind geflohen, aus Angst und weil die Infrastruktur nicht mehr funktioniert. Es gibt keine Geschäfte, keine Arbeitsplätze – wie soll man da seine Familie ernähren? Es ist deutlich wahrzunehmen, dass die Bevölkerung ausgedünnt ist und dass Caritas und andere Hilfswerke hier existenzielle Hilfestellung leisten. Gleich am ersten Tag treffen wir uns daher mit Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern – darunter viele jüngere Leute –, für die ganz klar ist: Wir bleiben in dieser Stadt und wir helfen unseren Landsleuten mit unseren Mitteln, so gut wir können. Sie sind dankbar, dass da Menschen aus einem fremden Land anreisen, die sich für ihre Arbeit interessieren und die sie unterstützen wollen. Wir sind beeindruckt von ihrem Engagement. Es gibt einen regen Austausch. Das war eine wichtige Erfahrung – für beide Seiten, würde ich sagen.
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Verfolgt: Christen und Muslime
Am Abend treffen wir uns mit Antoine Audo SJ, dem Bischof der chaldäisch-katholischen Kirche, zum Essen. Wie bei allen offiziellen Zusammentreffen mit den Bischöfen wird auch hier, im zerstörten Aleppo, groß aufgetischt. Da wird geboten, was man bieten kann, trotz der schwierigen Verhältnisse. Die Tische sind reich gedeckt – orientalische Gastfreundschaft vom Feinsten, das ist keine Frage. Aber es geht auch um Würde: Da kommen Gäste, und denen wollen wir etwas bieten mit den Möglichkeiten, die wir haben.
Die Gespräche kreisen um ähnliche Themen. So hören wir immer wieder die Frage, warum wir die christlichen Flüchtlinge nicht nach Syrien zurückschicken. Die Bischöfe sorgen sich um die christliche Religion im Land, gerade weil Christen dort schon immer eine Minderheit waren. Deswegen hoffen sie, dass die Menschen zurückkehren, dass die Gemeinden wieder größer werden, damit die christliche Religion in Syrien nicht vollends ausstirbt.
Christen waren in Syrien schon viele Jahre unter Druck. Aber unter dem Assad-Regime hatten sie sich als Minderheit arrangiert und genossen sogar einen gewissen Schutz. Die “Rebellen” des IS hingegen haben regelrecht Jagd auf die Christen gemacht. Da blieb oft nur die Flucht, wenn man überleben wollte. Aber jetzt, wo die IS-Strukturen zerschlagen und die meisten Gebiete wieder in der Hand der Regierung sind, wünschen sich einige, dass der ursprüngliche Status einkehrt. Sprich: Die Christen sollen zurückkommen, damit man – wenn auch als Minderheit – unter dem Schutz des Assad-Regimes weiterleben kann.
Ich kann das verstehen. Das Christentum in Syrien ist uralt, diese Tradition, diese Religion muss im Land bewahrt und geschützt werden. Zu sehen, wie diese Ursprünge wegbrechen, tut weh. Andererseits sage ich mir bereits nach dem ersten Tag, den Bildern und Szenen in Stadt und Land: Hierher kann man die Menschen nicht so einfach zurückschicken. Wovon sollen sie leben? Womit ihr Geld verdienen? Wie will man sie medizinisch versorgen? Wo sollen sie wohnen?
Auch die Frage “Warum helft Ihr auch den Muslimen? Helft doch uns Christen zuallererst” hören wir immer wieder. Da versuche ich zu erklären, dass wir den Christen helfen, aber auch all den anderen – da geht es um den Grundsatz der menschlichen Würde, die allen gleichermaßen zukommt. Ich kann und will nicht in einer Notsituation unterscheiden, wer mehr und wer weniger wert ist. Ich will nicht anhand religiöser Zugehörigkeit entscheiden, wenn es letztlich um die universelle Menschenwürde geht. Mit diesem Denken tun sich manche schwer, gerade in dieser extremen Lage, in der es um die blanke Existenz geht.
Die Kämpfe in Syrien haben das Zusammenspiel der Religionen im Land stark ins Ungleichgewicht gebracht und provozieren weiterhin Konflikte. Da sind so viele schreckliche Dinge geschehen. Da wurden Menschen vertrieben und getötet, nicht nur Christen, genauso Muslime und andere. Auch Heimat und Identität wurden zerstört. So wie der IS die Bauten in Palmyra vernichtet hat, so hat er auch die christliche Identität in vielen Regionen schwer beschädigt.
In Homs haben wir eine Bischofskirche angeschaut. Geistliche haben berichtet, wie die IS-Kämpfer den Heiligenfiguren gezielt die Augen ausgeschossen haben. Das Christliche sollte zerstört, ihm sollte die Seele genommen werden, indem man die Gesichter, die etwas ausstrahlen, verunstaltet. Damit haben die Rebellen ganz bewusst das Zentrum der Christen, die Kathedrale, das Gotteshaus angegriffen, um den religiösen Rückhalt der Menschen vor Ort zu zerbrechen.
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Am zweiten Tag in Aleppo besuchen wir Projekte der Caritas vor Ort und machen Hausbesuche. Das ist aktuell eine dringende Aufgabe der humanitären Hilfe: Häuser wiederaufbauen, Wohnraum schaffen. Die Menschen können erst wieder zurückkommen in diese Stadt und sich eine Existenz aufbauen, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben. Und dieses Dach fällt hier in Aleppo meist noch sehr provisorisch aus. So besichtigen wir eine Wohnung, die mit Hilfe der Caritas wieder einigermaßen hergerichtet werden soll. Eine Granate hat hier eingeschlagen und trotzdem: In dieser Wohnung soll wieder Leben einkehren. Ich habe keine Vorstellung davon, wie die Menschen inmitten der Trümmer mit Strom und Wasser versorgt werden. Aber ich bin beeindruckt, mit welchem Mut die Menschen vor Ort anpacken, um eine Form der Normalität zu gewinnen. Dieser Mut imponiert.
Aber ich erlebe dadurch natürlich auch eine ganz andere Realität. Deutschland hat seit gut 70 Jahren keinen Krieg gesehen. Und dann sieht man in einer zerbombten Stadt Menschen, die in einer provisorischen Wohnung leben, wo die Decke zum Teil eingestürzt ist, der Backstein bröckelt, Tücher den Wind abhalten und Kabel aus den Wänden hängen. In manchen Wohnungen hausen alte oder kranke Menschen. Ich treffe auf eine Frau, die nicht mehr gut auf den Beinen ist und daher ihre Wohnung kaum verlassen kann. Die Wohnung ist in einem desaströsen Zustand, aber die Frau hat eigentlich keine andere Möglichkeit. Sie sitzt also den ganzen Tag in ihrem Sessel und wartet, bis jemand zu ihr kommt. Da ist die Arbeit von Caritas international sehr wichtig, um die Versorgung der Menschen in ihren Wohnungen zu gewährleisten. Ich begegne in all diesem Chaos aber auch immer wieder Hoffnungsschimmern und Mutmachern. Ich treffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Caritas international und von anderen Hilfsorganisationen, die Seite an Seite helfen, unabhängig von Religion oder Herkunft. Ich sehe, wie sich die Menschen über Kleinigkeiten freuen, wie die Augen leuchten, wenn warmes Fladenbrot mit Joghurt ausgeteilt wird. Ich sehe, wie die Menschen Hoffnung schöpfen, weil sie Lebensmittel und Kleidung erhalten oder nach und nach Wohnraum wiederaufgebaut wird. Inmitten der Zerstörung wächst also wieder neues Leben.
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In Homs
Der letzte Ort, den wir vor der Abreise in den Libanon noch besuchen wollen, ist die ebenfalls stark zerstörte Stadt Homs. Erneut steigt unsere kleine Delegation ins Auto, um die knapp 200 Kilometer Richtung Süden zurückzulegen. Dafür brauchen wir fast fünf Stunden; wir fahren Umwege, die Straßen sind in schlechtem Zustand. Zerstörte und verlassene Dörfer tauchen wieder vor unseren Augen auf. Die vielen Kontrollen kennen wir schon. Trotzdem kann und will ich mich an diesen Anblick nicht gewöhnen. Immer wieder denke ich, dass die Diskussionen über “Abschiebung” der Flüchtlinge sofort verstummen würden, wenn man um die Realität in Ländern wie Syrien wüsste.
Besonders beeindruckt war ich von einer Kunstinstallation. Da hat ein Künstler vor einem zerbombten Haus an einem Zaun Bilder eines selbstgemalten Kreuzwegs angebracht. Nach und nach wurde der Kreuzweg mit Plastikblumen und anderem Schmuck versehen, um den Ausblick auf Ostern, auf Hoffnung und Auferstehung zum Ausdruck zu bringen. Diese bunten Tupfer zwischen dem Geröll berühren mich: Mitten in den Trümmern geben die Menschen ihre Hoffnung nicht auf! Angesichts der Zerstörung sind der Wille zum Leben, zum Überleben und auch der Glaube stärker und größer. Das ist für mich die gelebte Osterbotschaft mitten im kriegszerstörten Homs: österliche Hoffnung trotz Zerstörung, trotz Karfreitag.
Und so kommt mir auf dieser Reise immer wieder eine Bibelstelle in den Sinn, die das Engagement, die Nächstenliebe und Fürsorge, die Hoffnung angesichts des Leids zusammenfasst. “Ich war hungrig, und Ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und Ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd, und Ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und Ihr habt mir Kleidung gegeben (…) Was Ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.” (Matthäus 25,35–36.40)
19.1.2019

Der 57-Jährige stammt aus Löffingen und ist seit 2014 Erzbischof von Freiburg. In der Bischofskonferenz leitet er in der Kommission Weltkirche die Unterkommission für Entwicklungsfragen und seit 2016 auch die Caritaskommission.
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Der Text ist ein gekürztes Kapitel aus Burgers erstem Buch, das am Dienstag erscheint. Andere Kapitel handeln von Reisen u.a. nach Brasilien, Peru und Indien.
Stephan Burger: Weltbegegnungen. Herder, Freiburg 2019. 144 S., 18 Euro.

 

 

In der Ortenau: Christen (Hartune Dogan) und Muslime (Ditib-Moschee)
Während die katholische Ordensschwester Hatune Dogan im südbadischen Ortenau über den Stand ihrer 38 Hilfsprojekte berichtete, platze ganz in der Nähe die neue Groß-Moschee bei einem der vielen „Fastenbrechen“ unter Beteiligung prominenter Bürger aus allen Nähten. Ein Gastbeitrag von Albrecht Künstle
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Die gnadenlosen Terminpläne wollten es, dass zwei Veranstaltungen mit religiösem Hintergrund in der südbadischen Ortenau gleichzeitig stattfanden. In der einen berichtete die syrisch-orthodoxe Ordensschwester aus einem Kloster mit Sitz in Warburg von ihrem weltweiten Wirken im Namen Jesu Christi.
Im anderen Aufgebot in der Lahrer Ulu-Camii-Moschee des türkischen DiTiB ging es um das pressewirksame Zelebrieren des Fastenbrechens zum Auftakt des Ramadan. Zur ersteren Veranstaltung kamen ganze 20 Interessierte und folgten einem erschütternden Bericht. In der anderen Veranstaltung wurde nicht etwa gefastet, wie man es bei einem Fastenmonat vermuten sollte, sondern im Gegenteil geschlemmt.
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SCHWESTER HATUNE KENNT FLUCHT UND VERFOLGUNG AUS EIGENER ERFAHRUNG
Als junges Mädchen musste sie aus ihrer Heimat in der südöstlichen Türkei flüchten, da sie und ihre aramäische Familie dort als gläubige Christen diskriminiert und verfolgt wurden. Es fing damit an, dass sie und andere christliche Schüler am Koranunterricht teilnehmen mussten, wie neuerdings auch in deutschen Schulen christliche Kinder gezwungen werden, Moscheen zu besuchen und sogar das muslimische Glaubensbekenntnis zu lernen. Nicht erst seit Hatune Ordensfrau wurde, spürte sie von ihrem Glauben her eine innere Verpflichtung für notleidende und verfolgte Menschen in aller Welt zu sorgen, ohne dass sie nach Religion und Rasse fragt.
Sie gründete die „Hatune-Stiftung“ mit einem Netzwerk von bisher 38 Hilfsvereinen in 13 Ländern. Seit einigen Jahren liegen ihr besonders die Opfer des IS und anderer islamischer Staaten am Herzen. Wichtig ist ihr die persönliche Begegnung mit traumatisierten und vergewaltigten Frauen. Sie trägt das Leid mit, von welchem Christen, Jesiden und Muslime ihr berichten. Sie organisiert vielfache Hilfe und ist gleichzeitig deren Vertraute, Mutter und Schwester. In Äthiopien schafft sie gerade ein neues Projekt für Kinder in entlegenen Gebieten.
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IS: ERSCHRECKENDE DETAILS ÜBER DIE MISSHANDLUNG KLEINER MÄDCHEN
Bereits 2010 erhielt sie für ihr persönliches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Am 28.11.2018 durfte sie im Bundestag eine bewegende Rede halten „Verdrängte Ethnien, bedrohte Völker“. SPIEGEL-online nannte sie einmal „eine humanitäre Großmacht“. Schwester Hatune gilt Vielen als neue „Mutter Theresa“ (Bericht zur Veranstaltung aus einer Regionalzeitung).
Erschreckend schilderte Hatune Dogan über den IS, der muslimische Mädchen im Alter von neun (!) Jahren mit Hormonen vollpumpt, damit sie – im gleichen Alter wie Muhammad seine Aisha begattete – das erste Kind bekommen können. Eines dieser Kinder-Mütter wurde im Bild gezeigt. Hier in Warburg hat ihr Kloster 90 jesidische und christliche Frauen aufgenommen, alle Opfer von Strenggläubigen aus islamischen Ländern. Sie arbeitet auch mit christlichen Hilfsorganisationen, wie OpenDoors und anderen zusammen.
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ALLES IM KORAN GRUNDGELEGT
Auch berichtete sie (Foto l.: Mit Islamkritiker Michael Stürzenberger) über die Situation in einigen islamischen Ländern, in denen Christen bedrängt und getötet werden, die aber in unseren Nachrichten keine Rolle spielen. Auch wo keine reguläre staatliche Verfolgung vorliegt, führen islamische Organisationen wie die Muslimbrüder in Ägypten ihr schlimmes Regiment.
Als sie in der anschließenden Aussprache gefragt wurde, warum so viele Menschen in muslimisch dominierten Ländern so drangsaliert werden, bis hin zur Vertreibung oder Tötung, holte Sie den Koran aus dem Gepäck und zitierte daraus bestimmte Verse – und dankte Gott, dass die wenigsten Muslime den Koran kennen. Leider waren in die Veranstaltung nur etwa 20 Interessierte gekommen.

HUNDERTE „FASTETEN“ AN EINEM ÜPPIGEN BUFFET FÜR DEN RAMADAN
Ganz anders in der nur wenige Kilometer entfernten Moschee, in der zeitgleich Hunderte an einem üppigen Buffet für den Ramadan „fasteten“. Der Einladung des türkisch-islamischen Vereines des Lahrer DiTiB von Erdogans Diyanet Gnaden war ein Großteil des Gemeinderats gefolgt, allen voran Obermeister Dr. Wolfgang G. Müller, der sich stolz gab, was für eine schöne, große neue Mosche „wir“ gebaut haben.
Sie trägt den Namen Ulu Camii, übersetzt „Große Moschee“ nach dem Vorbild der Freitagsmoschee der türkischen Stadt Bursi. Sultans Bayezid I. ließ sie nach der siegreichen Schlacht bei Nikopolis im Jahr 1396 bauen. Dem islamischen Eroberer fielen ca. 2.000 Christen zum Opfer, die sich dem Vordringen der Osmanen an der ungarischen Grenze entgegenstellten. Was kein Hinderungsgrund für die christliche Geistlichkeit und den örtlichen CDU-Abgeordneten war, Solidarität auch mit dieser muslimischen Tradition zu zeigen.

KATHOLISCHE PFARRER BOYKOTTIERTE DIE VERANSTALTUNG MIT SR. HATUNE AUSDRÜCKLICH
Wie wurde für die beiden „Events“ geworben? Im Fall der Hatune-Veranstaltung erschien ein Hinweis in der örtlichen Presse und die Veranstalter verteilten 3.000 Handzettel in Briefkästen und Geschäften in der Nähe des Veranstaltungsortes. Die evangelische Pfarrerin unterstützte sie in zwei Gottesdiensten und ihre Konfirmanden verteilten weitere Einladungen. Der katholische Pfarrer boykottierte die Veranstaltung mit der islamkritischen Christin Hatune ausdrücklich – was nicht mehr verwundert, zumal sein Papst an Gründonnerstag schon wie selbstverständlich muslimischen Migranten die Füße küsste.
Für die Teilnahme an muslimischen Veranstaltungen muss in der Zeitung schon nicht mehr geworben werden. Die Teilnahme staatstragender Politiker am „Fastenbrechen“ schon zu Beginn des Ramadan scheint selbstverständlicher geworden zu sein, als der Besuch des christlichen Auftakts der Fastenzeit in Form der Entgegennahme des Blasiussegens am Aschermittwoch.

WEDER SARAZENENKLINGEN NOCH OSMANISCHE REITERHEERE NÖTIG
Was lehrt uns die unterschiedliche Begeisterung für diese beiden Veranstaltungen? Der Vormarsch des Islam scheint unaufhaltsam zu sein. Dessen Etablierung bedarf in Europa und besonders in Deutschland weder Sarazenenklingen noch osmanischer Reiterheere. Unsere Islamisierung vollzieht sich schleichend – von ein paar hundert Messerattacken auf „Ungläubige“ abgesehen.
Auch der Allahu-akbar-Täter in der gleichen Woche im benachbarten Offenburg, gehört in Deutschland inzwischen zum Alltag. Der Islam ist inzwischen „in“, er muss nicht mehr missionieren, weder mit einem gewaltbereiten Dschihad, noch durch eine rhetorische Propaganda. Der Einfluss des Islam in Deutschland geht bereits weit über seinen zahlenmäßigen Anteil hinaus. Sein Gewicht braucht sich nicht mehr zu verdoppeln, um unumkehrbar zu werden. Das zeigt die Erfahrung in anderen Ländern.
Die gleichen Medien, die dem Islam heute noch den grünen Teppich des Islam ausrollen, werden dasselbe Schicksal erleiden wie in allen islamischen Ländern. Es gilt dann das islamische Recht, das weder allgemeine Menschenrechte, noch Demokratie und Pressefreiheit kennt. (Bild: Joseph Winterhalder, Sieg des heiligen Jakob von Compostela über die Sarazenen in der Schlacht von Clavigo)
Jesus würde heute wahrscheinlich nicht mehr das vorausgeahnte Schicksal der Zerstörung der Stadt Jerusalem mit seinem jüdischen Tempel beweinen – Israel wird sich seine Hauptstadt nicht mehr nehmen lassen. Jesus würde weinen über sein jahrhunderte lang christliches Europa, das wie einst Troja den Invasoren seine Tore öffnete und schließlich unterging
22.5.2019, Albrecht Künstle

 

Die erstaunliche Entdeckung der Christenverfolgung
Wer hat das Thema Christenverfolgung eigentlich so lange unter den Teppich gekehrt? Anders ausgedrückt: Wer waren die Hempels, die die unangenehme Wahrheit unter ihrem Möbel nicht sehen und lieber an die Fata Morgana eines harmonischen Religionsfriedens glauben wollten? Es müssen diejenigen Christen und all die Glaubensfernen gewesen sein, die jeden kritischen Blick auf den real existierenden Islam als politisch unkorrekt und als fremdenfeindlich vermieden und verdammt haben. …
Nun aber, auf einmal, legt der eine oder andere Christ und christliche Politiker seine schmucke Mutlosigkeit ab und deutet mit bitteren Worten auf die mörderische Christenverfolgung hin. Was hat das zu bedeuten? Handelt es sich nur um einen kurzen Blick auf die schlimme Wirklichkeit, ehe man sich von ihr wieder erschrocken abwendet und alles zudeckt? Werden Kirchenfürsten nach einer Phase der Empörung dann wieder ihr Kreuz von der Brust nehmen, um die sensiblen Augen überfrommer Moslems nicht zu beleidigen? Oder wird man endlich Auge in Auge, von Mann zu Mann (Frauen sind in diesem Dialog kaum vorgesehen) und mit klaren Worten den harten aber ehrlichen Dialog führen, der allein auf Dauer selig machen kann?
… Alles vom 9.5.2019 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/die_erstaunliche_entdeckung_der_christenverfolgung

Rassismus gegen Deutsche
Mal sehen, wie lange es dauert, dass man “entdeckt”, dass die Abwertung westlicher Gesellschaften als “Affen und Schweine”, die Aufrufe zu ihrer Auslöschung und die tatsächliche Umsetzung bei Bataclan, Manchester, Breitscheidplatz usw. auch irgendwie Verfolgung, Vorurteil & Rassismus sind – nur eben nicht gegenüber Christen und Juden, sondern ganz banal gegenüber Franzosen, Engländern und Deutschen.
9.5.2019, M.L., AO
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Keine Religion des Friedens
Auf meine Feststellung hin, dass der Islam mit dem Christentum nicht vergleichbar ist, wurde mir von einem Pfarrer brachial entgegnet, dass der “Islam eine Religion des Friedens” sei. Man kann im Islam alles erhalten wie in einem großen koranischen Warenhaus, vom Teppich bis zur Sprengstoffweste. Kein Wunder, denn der Erzeuger des Koran war nach seiner anfänglich spirituellen Phase ein brutaler Kriegsherr, der die “Ungläubigen” bis aufs Messer bekämpft, zwangsbekehrt und getötet hat. Welch ein Unterschied zu Jesus Christus. Das “Haus des Friedens” ist erst erreicht, wenn alles islamisch ist und das kann dauern und auch relativ schnell gehen. Bis dahin leben die Moslems im “Haus des Krieges” als “Gläubige” unter “Ungläubigen”. Und die “Ungläubigen” stehen eine Stufe unter den “Gläubigen” wie die Menschen des Buches (Juden und Christen), alle anderen sind wie die Tiere. Politiker kann man nicht überzeugen. Sie werden nur gewählt und richten sich bestenfalls nach den Wählern, die aber die Gefahr des Islam noch nicht ausreichend erkannt haben.
9.5.2019, R.ST, AO
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www.sabatina-ev.de informiert
Weitere Information zum Thema bei “sabatina-ev.de”. Das ist die website von Sabatina James, es gibt einiges von ihr zu hören auf youtube. James ist Pakistanerin, in Ö. aufgewachsen, lebt nach Konvertierung zum Katholizismus unter Polizeischutz irgendwo in DE oder CH.
9.5.2019, G.G.
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Danke für diesen Text! Es stimmt bitter, wie sich Christen weltweit allein auf Gottes Hilfe verlassen müssen, ohne die Unterstützung durch die weltweite Christenheit. Hoffentlich ändert sich etwas dran.
9.5.2019, M.L., AO
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Eigentlich springt man zu kurz, wenn man von der “Christenverfolgung” redet. Schon bei meinen ersten Geschäftsreisen durch Asien, speziell Indien im Jahre 1994 erfuhr ich staunend von den Progromen der Moslems gegen Hindu in Rajastan und Gujarat. Natürlich wehrten sich Letztere gegen das aggressive Vordringen eines fundamentalistischen Islam und auch dort sprach man immer von einem Religionskonflikt bei dem Ursache und Wirkung nur verschwommen wahrnehmbar seien. Es gab schon damals kaum ein buddhistisches Land, in dem nicht mit Sorge über das aggressive Vordringen des Islam gesprochen wurde. Die Entchristianisierung des Libanon scheint man auch vollkommen vergessen zu haben. Das ist bald 30 Jahre her und plötzlich fällt es einigen Kreisen auf. Man wundert sich über eine friedfertige buddhistische Nobelpreisträgerin, die hart gegen moslemische Volksgruppen in ihrem Land vorgeht. Möglicherweise einzig mit dem Ziel einen Schwelbrand auszutreten. Hier in Europa ist das alles ein wenig zivilisierter, aber genauso zielorientiert. Wer das nicht verstehen will, wird seine Urenkel in eine Urmensch Gesellschaft verdammen. Das ist dann mal im Gegensatz zum Klimawandel durch CO2 Geheule eine richtige Zerstörung der Zukunft der jungen Leute durch die Alten. Ich vermute mal, es wird sich trotzdem keine Greta finden.
9.5.2019, G.SCH
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Wenn man sich selber nicht dazu zählt (zum Christentum), geht es einem vielleicht wirklich am A… vorbei. Erst wenn es einen selber betrifft, sieht man es naturgemäss anders, will sagen, es läuft dann ab wie vor 80 Jahren, erst sieht man weg, dann ist zum Schluss keiner mehr da, der helfen könnte. Getreu dem Motto: Nicht mein Problem. Aber was will man von einer entkernten CDU und ihrer grossen Vorsitzenden auch verlangen? Mehr als Blockflöte spielen und mal wieder zum Gottesdienst gehen, fällt Ihr auch nicht ein. Deutschland hat fertig!
9.5.019, J.H.
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Die Bücher von Hatune Dogan und Sabatina James lesen
Jesus hat Nächstenliebe & Versöhnung gepredigt und sie vorgelebt, Mohammed hingegen Köpfe abgeschnitten und Kriege geführt. So einfach ist der Unterschied, beide Religionen trennen Himmel und Welten, ganze Universen und schwarze Löcher. Wer die Unterschiede begreifen will, lese die Bücher von Hatune Dogan oder Sabatina James. Die größte, nicht vergebbare Sünde im Islam ist der Glaube an die (christliche) Trinität Gottes, Muslime glauben fest, dass Christen und Juden weniger wert sind als das Vieh, die abscheulichsten aller Wesen, so festgezurrt im Koran, dem unveränderlichen Wort Allahs, mit direkter Anordnungsgewalt in alle Ewigkeit. Muslime glauben daran so inbrünstig und wahrhaftig wie sie ihre eigenen Hände sehen. Diese gewaltige Überzeugungssicherheit können sich moderne Menschen des Westens nicht vorstellen und die Tatsache ebensowenig, welch geringen Stellenwert das Leben eines Christen oder Juden im Vorstellungsbild eines Muslims hat. Die Verfolgung und Vertreibung, die Rechtlosigkeit von Christen in der heutigen Türkei hat Hatune Dogan erschreckend geschildert. Auch härteste, ahnungslose Gutmenschen wachen nach ihrem Buch auf. Was ihnen Priester und Lehrer nicht beigebracht haben, sie schafft es auf unvergleichliche Weise. Schenken Sie das Buch von Hatune Dogan “Ich glaube an die Tat” bitte allen Gutmenschen mit der meist peinlichen Nichtahnung über die Unterschiede von Religionen. Ich habe damit schon einige gute Erfolge erzielt.
9.5.2019, F.H., AO
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Lieber Herr Bonhorst, Sie bringen es auf den Punkt
Die Entdeckung der Christenverfolgung geht einher mit der Erkenntnis einer Scheinreinigung des öffentlichen Diskurses, indem man die hässliche Fratze des Islams, oder wie man es politisch eher korrekt formuliert, des Islamismus unter den Teppich kehrte. Und christliche Politiker wie Volker Kauder haben sich nicht erst jetzt gegen Christenverfolgung artikuliert, aber erst nachdem er den Fraktionsvorsitz verloren hatte, wird er deutlicher und hörbarer. Ein Schelm der da Schlechtes denkt.
Debatten zur Christenverfolgung, die gab es vor allem in der jüngsten Zeit schon, werden aber gerade auf der linken, ganz linken und grünen Seite, aber auch in Teilen der CDU, heruntergespielt und relativiert. Häufig hört man dort, dass die Religionsfreiheit gefälligst für hier lebende Muslime gegen eine “rechte” Bevölkerung zu verteidigen ist. Als ob es in D eine staatliche und gesellschaftliche Islamverfolgung gäbe. Was es gibt, neben wenigen rechtsextremen Spinnern, ist die Debatte über den politischen Islam, die durch die linke Seite des politische Spektrums auf diese Weise verhindert werden soll. Dass die Christenverfolgung auch hier in Achse des Guten manchen “am Allerwertesten” vorbei geht, kann man aus den Leserbriefen regelmäßig entnehmen. Häufig ist die Kritik an den Kirchen, die durchaus in manchen Dingen angebracht ist, verbunden mit Rundumschlägen besonders gegen den katholischen Glauben, verbunden mit einem antirömischen Reflex. Aber auch das werden wir überleben, zumindest in einem metaphysischen Sinne, denn Jesus hat uns gesagt, dass wir um seinetwillen verfolgt werden würden. Für Kritikaster: Hoffnung, kein Opfermodus.
9.5.2019, M.L., AO

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Deutsche Bischöfe interessieren die syrischen Katholiken nicht
„Früher hat es niemanden interessiert, welcher Religion du angehörtest, Shiiten, Sunniten, Drusen, Christen, Assad ist Alewit, er hat seine Hände über alle gehalten.“ ….
„Ihr Volk wird belogen über die Zustände hier“, sagt er, „die sogenannten moderaten Rebellen unterscheiden sich kaum von den Kopfabschneidern des IS.“ Er lässt Tee reichen. Auch er hat von dem Familienvater in Chemnitz gehört, der von einem Syrer erschlagen wurde. Und er kann nicht verstehen, dass die deutsche Regierung unterschiedslos jeden Syrer als Flüchtling über die Grenze lässt.
„Es gibt bei uns gute und schlechte Menschen, wie überall auf der Welt“. Besonders empört ihn, dass die deutschen Bischöfe auf das Leiden der syrischen Katholiken in ihren Predigten kaum eingingen, dafür aber ständig Toleranz von den deutschen Gläubigen forderten für ausnahmslos alle, die behaupteten, aus Syrien zu stammen. „Sie unterschlagen, dass kaum einer von ihnen von Assad verfolgt wurde, sofern sie nicht dem IS angehörten.“Er erteilt mir seinen Segen, für ihn eine Deutschlandreise zu organisieren. „Ich möchte unsere syrischen Schwestern und Brüder auffordern, zurückzukommen, und sich am Wieder-Aufbau unseres Landes zu beteiligen.“
… Alles vom 2.12.2018 von Matthias Matussek bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/die-syrien-katastrophe-und-die-christen/

 

Hatune Dogan spricht auf Berliner Frauenmarsch am 9.6.2018
Auf dem nächsten, von Leyla Bilge organisierte Berliner Frauenmarsch am 9. Juni 2018 wird die bekannte Ordensfrau Sr. Hatune Dogan sprechen.
Sie ist eine jener Frauen, zu denen ich immer nur bewundernd aufschauen kann. Meistens waren meine ganz persönlichen Heldinnen neben der Jeanne d’Arc immer Kriegerwitwen, katholische Adelsdamen, Transsexuelle, Mütter mit vielen Kindern oder Ordensfrauen. In diesem Fall ist das eine Ordensfrau mit Migrationshintergrund: Schwester Hatune Dogan. Sie wurde 1970 in Migyat in der Osttürkei geboren, wo sie als Mitglied der verfolgten und immer kleiner werdenden Minderheit der syrisch-orthodoxen Christen aufwuchs. Dann flohen ihre Eltern nach Deutschland. Dort trat sie im zarten Alter von 18 Jahren in den Orden von „St.Ephraim der Syrer“ mit dem Mutterhaus in Glane ein. Nach verschiedenen Lehrtätigkeiten widmete sich die kluge Frau ab den 90er Jahren verstärkt dem Engagement für die Armen. Wer die ganzen Projekte betrachtet, die sie ins Leben rief und für die sie sich engagierte, der wird den Eindruck nicht los, hier eine Art europäische, moderne Mutter Teresa vor sich zu haben. Nach ihrem Engagement für Aidswaisen in Afrika (Simbabwe), bemüht sich ihre Stiftung derzeit um Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Umso erstaunlicher sind ihre Aussagen, die sie zur Flüchtlingspolitik trifft:
Europa habe „die Wölfe“, das heißt die muslimischen Flüchtlinge, hereingelassen, „die Schafe“ aber draußen stehen lassen. In dem aus der Bibel stammenden Vergleich stehen die „Schafe“ für die verfolgten jesidischen und christlichen Minderheiten in den immer fundamentalistischer werdenden islamischen Ländern der Welt. Besonders die „Mütter, die Kinder und die Waisen, denn die haben nicht genug Geld, um sich die Flucht zu erkaufen.“ Ob in der Türkei, auf dem Libanon oder in Syrien gelte: „Frauen haben dort keinen Wert. Sie sind nur da für die Lust des Mannes, und das erst recht, wenn sie Ungläubige sind.“
… Alles vom 17.5.2018 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2018/05/17/ordensschwester-hatune-dogan-wird-auf-naechstem-berliner-frauenmarsch-sprechen/
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Türkische Ordensschwester Hatune Dogan kritisiert den Islam
»Ich glaube nicht, dass jemand, der den Koran lebt, für uns normal sein kann«, sagt die Ordensschwester Hatune Dogan und polarisiert damit ihre Zuhörer. Im Auenheimer Bürgersaal berichtete sie von ihren Erlebnissen im Nahen Osten und von ihrer Stiftungsarbeit. …
Seit 26 Jahren kümmert sich die resolute Ordensfrau um die Ärmsten der Armen in der Türkei, in Syrien, Indien, Ägypten, im Libanon oder im Irak. »Frauen haben dort keinen Wert«, sagte Dogan am Freitagabend bei ihrem Vortrag im Auenheimer Bürgersaal. »Sie sind nur da für die Lust des Mannes, und das erst recht, wenn sie Ungläubige sind.« Viel mehr als die Scherben aufzulesen bleibt der türkischstämmigen Nonne meist nicht übrig: Zuhören, ausweinen lassen, Wunden an Schamlippen und Brüsten versorgen, zerschnittene Gesichter streicheln. Alles Gräueltaten, die im Namen Allahs begangen wurden. »Aber das nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrhunderten«, erinnerte sie.

Koran und Demokratie lassen sich in ihren Augen deshalb nicht vereinen. Sie appellierte vor allem die Politiker in Deutschland, »endlich aufzuwachen« und bei den Flüchtlingen genauer hinzusehen: »Ich glaube nicht, dass jemand, der den Koran wirklich lebt, normal sein kann für uns«, sagte sie. »Das ist unmöglich. Allein in 79 Versen wird zum Töten von Ungläubigen aufgerufen. Wenn Sie so etwas lesen, können Sie nicht neutral sein.«
Der Vortrag der mehrfachen Buchautorin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes löste am Freitagabend große Betroffenheit im Saal aus. Als Dogan von IS-Terroristen berichtete, die das Baby einer »Ungläubigen« so lange gegen einen Felsen schlugen, »bis kein Kopf mehr da war«, hielt es eine aufgewühlte Besucherin nicht mehr auf ihrem Platz. »Stopp«, rief sie und schnitt Hatune Dogan damit das Wort ab, »jetzt kommt ein Bild aus unserer eigenen Vergangenheit, wo die SS Kinder bei lebendigen Leib in den Verbrennungsofen wirft.« Die Frage sei jedoch, wie wir in Deutschland in Frieden mit den Religionen leben könnten. Hatune Dogan beteuerte, es ginge ihr ausschließlich um die Menschen, die sich an den Wortlaut des Korans hielten, und warnte vor falscher Toleranz und Feigheit: »Die Tür muss offen bleiben für echte Flüchtlinge, aber nicht für diejenige, die unsere Gesellschaft umkrempeln wollen. Wenn wir schweigen, machen wir unsere ganze Zukunft kaputt!«

Alles vom 19.6.2016 bitte lesen auf
https://www.bo.de/lokales/kehl/ordensschwester-kritisiert-den-islam
In ÖR-Talkshows wird Hatune Dogan nicht eingeladen
Hatune Dogan: „Die Tür muss offen bleiben für echte Flüchtlinge, aber nicht für diejenigen, die unsere Gesellschaft umkrempeln wollen. Wenn wir schweigen, machen wir unsere ganze Zukunft kaputt!“ Spätestens ist es auch dem letzten Leser vermutlich klar, warum diese großartige Frau weder von den deutschen Bischöfen öffentlichkeitswirksam unterstützt wird, noch bei Anne Will & Co. sitzt, sondern stattdessen Frauen wie Lamya Kaddor uns dort missionarisch und gegen jeden gesunden Menschenverstand den Islam schmackhaft machen wollen.
… Alles vom 19.10.2016 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2016/10/19/eine-fluechtlingshelferin-die-in-keine-talkshow-eingeladen-werden-wird/

Dogan kann man nicht als Nazi beschimpfen
Die Ordensschwester Hatun Dogan wird deshalb nicht in unsere gleichgeschalteten Talkshows eingeladen, weil sie sich als gleichgeschaltete Feiglinge nicht trauen diese Dame aus der Türkei als Nazi zu beschimpfen weil sonst das mühsam errichtete eigene Weltbild Schaden nehmen würde. Das Übliche was wir von den gleichgeschalteten Massenmedien kennen: Mit unterschiedlichem Maß messen um das eigene Kartenhaus noch aufrecht erhalten zu können, ihr wisst bescheid
20.6.2016, Ilario, PPO

 

 

La fin des chrétiens dans l’orient – Das Ende der Christen im Orient
Der deutscher Filmtitel “Christen in der arabischen Welt” ist wohl unserer Political Correctness geschuldet.
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Anfang des 20. Jahrhundert stellten Christen in der arabischen Welt etwa rund 20 Prozent der Bevölkerung. Heute sind nur noch rund fünf Prozent der arabischen Welt christlich. Viele verlassen wegen Krieg und Verfolgung die Region. Die Dokumentation gibt Einblick in das Leben der christlichen Minderheiten im Irak, in der Türkei, in Ägypten, im Libanon und in Syrien.
Durch das Chaos im Nahen Osten drohen die Christen aus dieser Region, in der ihre historischen Wurzeln liegen, zu verschwinden. Und der Westen, dessen Kultur sie mitbegründeten, schaut weg. Ist die arabische Welt ohne christliche Gemeinschaften vorstellbar? Sind nicht gerade auch sie ein Bindeglied zwischen der islamisch-orientalischen und christlich-westlichen Welt? Wie leben beziehungsweise überleben christliche Minderheiten heute in Ägypten, der Türkei, im Irak, Libanon und Syrien?
Im Irak werden christliche Minderheiten derzeit von den Terrormilizen des sogenannten Islamischen Staates (IS) vertrieben, während sie aus der Türkei bereits im Laufe des 20. Jahrhunderts fast völlig verschwunden sind. Ägypten hat zwar die größte christliche Gemeinschaft der arabischen Welt, die Kopten erfahren jedoch nach wie vor keine echte Anerkennung. Der Libanon ist das einzige Land, in dem Christen lange in der Mehrheit waren, und auch noch heute noch müssen sowohl das Staatsoberhaupt als auch der Oberbefehlshaber der Armee Christen sein. Aus Syrien fliehen Christen in großer Zahl, da sie zwischen den Fronten zerrieben werden in einem Krieg, der nicht zuletzt den Konflikt zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran widerspiegelt.
Der Dokumentarfilm schildert die dramatische Situation der Orientchristen, zeigt aber auch ihren Widerstandswillen und die Strategien, die es ihnen ermöglicht haben, in verschiedenen politischen Kontexten ihre jahrhundertealte Identität zu wahren und zum historischen Gedächtnis beizutragen. Ironischerweise gehören die Orientchristen heute zu den größten Kennern des Islams…..
Sendung vom 9.1.2018 umd 20.15 Uhr auf arte.tv
https://www.arte.tv/de/videos/060824-000-A/christen-in-der-arabischen-welt/
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Ostkirchen – vom Westen vergessen
Die Ostkirchen erfahren vom Westen keinerlei Unterstützung wenn es darum geht, sich gegen radikale Islamisten zu verteidigen. Gibt es für sie noch eine Zukunft in der Region, die auch die Geburtswiege der christlichen Religion ist? Die Analyse des Religionshistorikers Jean-François Colosimo.
https://info.arte.tv/de/ostkirchen-vom-westen-vergessen
Zwischen 2001 und 2015 verliess die Hälfte der christilischen Bevölkerung des Iraks ihr Land und mehr als ein Drittel der syrischen Christen floh aus dem Bürgerkriegsland. Einige beantragten in Europa und Amerika Asyl, aber ihre erste Anlaufstation waren die Nachbarländer wie Jordanien, der Libanon oder die Türkei.
https://info.arte.tv/de/die-flucht-der-orientchristen-ziffern-ausgedrueckt
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Orientchristen werden als 5. Kolonne des Westens betrachtet
Warum stecken die Orientchristen zwischen dem Westen und ihren eigenen Ländern gewissermaßen in der Klemme?
Didier Martiny : Weil sie keine strategische Bedeutung für Europa und die USA haben. Im Mittleren Osten, der von der Türkei bis Saudi-Arabien und von Ägypten bis in den Iran reicht, kommen auf 320 Millionen Muslime lediglich 11 Millionen Christen. Im Verhältnis zur sunnitischen Mehrheit, mit der sich der Westen seit mehreren Jahren verbündet, stellen sie also keine signifikante Größe dar. Seit rund zehn Jahrhunderten werden die Christen schlecht behandelt und müssen sich aufgrund ihres Minderheitenstatus den jeweils herrschenden Mächten anpassen.

Den Orientchristen droht vor allem die Gefahr, von den Muslimen als Fünftes Standbein des Westens betrachtet zu werden – wie bei der US-amerikanischen Intervention im Irak 2003, als George Bush erklärte: “Wir sind die neuen Kreuzzügler.” Daraufhin wurden sofort Hunderte von ihnen umgebracht. … Alles vom 26.4.2016 bitte lesen auf
https://info.arte.tv/de/der-untergang-der-orientchristen
https://info.arte.tv/de/wer-sind-die-christen-der-ostkirchen

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