Reichtum Leistungsbereitschaft

Wir sind reich (weil andere arm sind) und schuldig (Gesinnungsethik), deshalb offene Grenzen mit  über 700 Migranten täglich. Doch der deutsche Größenwahn ist unbegründet, da das Vermögen der BRD nur das Dreifache des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beträgt. Deutschland ist nicht reich, sondern leistungsfähig. Reich sind Länder wie Rußland, Schweden, Australien, Kanada, Venezuela – selbst Italien ist dreimal so reich (im Sinne von vermögend) wie die BRD.
Die Gründe für unsere ökonomische Leistungsfähigkeit sind vielfältig: Bildung (Humankapital), Vertrauen (kulturelles Kapital), tradierte Kompetenz, Leistungsbereitschaft, Rechtssicherheit, Investitionsbereitschaft, … Diese Vielfalt ist schwer zu erklären, aber leicht zu beschädigen.
Wichtig im Hinblick auf die Masseneinwanderung von über 2 Mio funktionalen Analphabeten seit Budapest 9/2015: Reichtum läßt sich konfiszieren (Reichensteuer) und umverteilen (lebenslang Hartz IV für Flüchtlinge), Leistungsfähigkeit dagegen nicht. Unser Sozialstaat wird also am der Migration aus Afrika und der muslimischen Welt zerbrechen. Prof Sieferle formuliert dies auf Seite 124 treffend:

“Der Rechtsstaat beruht als (demokratischer) Nationalstaat auf der Unterscheidung von Bürgern und Nicht-Bürgern. Gibt es diese Unterscheidung auf, verwandelt er sich vom Rechtsstaat nicht unbedingt (wie manche Phantasten hoffen) in ein individualistisches Freiheitsparadies, sondern in eine von multitribalen Warlords beherrschte Kampfzone.
Der Sozialstaat beruht auf dem (demokratischen) Nationalstaat und ist als Genossenschaft zu begreifen, innerhalb deren Lebensrisiken umverteilt weden. Öffnet man ihn für alle Menschen, so verschwindet er nach kurzer Zeit durch Überforderung, was zu Lasten der eigenen Bürger geht, die auf ihn angewiesen sind. Der Sozialstaatberuht auf der impliziten Annahme, dass seine Leistungen nur einer bedürftigen Minderheit zugute kommen, während die Mehrheit aus Leistungsträgern besteht, die dies durch Umverteilung finanziert. Wenn also ein Trend in Gang kommt, wodurch die Zahl und das Anspruchsniveau der Leistungsempfänger steigt und gleichzeitig die der Leistungsträger abnimmt, gerägt das System in eine fundamentale Krise und bricht schließlich zusammen.”
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Die von Sieferle angesprochene fundamentale Krise ist seit Budapest 9/2015 da, sie wird sich zeigen, sobald die derzeitige Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft abklingt – dann werden junge Migranten zu Hundertausenden auf die Straße gegen, um trotz leerer Sozialkassen auf Zahlung ihrer gewohnten Transfereinkommen zu pochen.
26.7.2017

Rolf Peter Sieferle:
Das Migrationsproblem
Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwandrung
ISBN 978-3-944872-41-4, Herbst 2016, 136 Seiten, 16,50 Euro

Sieferle: Retribalisierung Deutschlands als Ziel der Massenimmigration
Fast zwei Jahre nach der Ausrufung der „Willkommenskultur“ müsste man nun beginnen, sich vom Bild des edlen Menschen zu verabschieden. Dass unzählige Kräfte, handfeste Interessen, eine riesige Asylindustrie, Gleichgültigkeit und Indifferenz, Realitätsverdrängung und Feigheit, Angst davor, in die rechte Ecke gestellt zu werden, Druck von Seiten der Medien etc. dem entgegenstehen, wird niemanden überraschen, der einen nüchternen Blick auf die Verhältnisse in Deutschland hat. Der Hass auf das Eigene, die Unfähigkeit, die eigenen Interessen zu vertreten, das moralische Narrativ des Ausbeuters, der als Antirassismus getarnte Paternalismus, der im anderen nur ein Objekt der Fürsorge sieht, das alles kann bis zur Selbstzerstörung führen. Rolf Peter Sieferle, der in seinem kürzlich posthum erschienenen Buch „Das Migrationsproblem“ als wahrscheinlichstes Zukunftsszenario eine „Retribalisierung Europas“ sah, merkte dazu an: „Wie konnte ein ganzes Land (nicht zum ersten Mal in seiner Geschichte) jede politische Vernunft, jeden Pragmatismus und jeden Common Sense über Bord werfen? Wie konnte dieses Volk von Geisterfahrern zugleich meinen, es vertrete die einzig legitime Position, während der Rest der westlichen Staaten im Irrtum oder in der Unmoral befangen bleibt?“ …
Alles von Alexander Meschnig vom 11.4.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/willkommenskultur_die_eitelkeit_des_guten

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