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Lindenberg bei St.Peter am 19.11.2014 - hoch über dem Nebel im Dreisamtal

Lindenberg bei St.Peter am 19.11.2014 – hoch über dem Nebel im Dreisamtal

 

 

 

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(1) Blick westwärts 12/1999   (2) Stadttunnel bei Ganter 3/2014

(1) Blick übers Dreisamtal von Kirchzarten bis Freiburg im Dezember 1999 (Luftbild E.Meyer) – B31 Ost im Bau
(2) Stadttunnel-Planung März 2014

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Der Stadttunnel ist aus klimapolitischen wie finanziellen Gründen längst tot
Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP), über den auch der Stadttunnel finanziert werden soll, hat einen Etat von 2016 bis 2030 von 269,6 Milliarden Euro. Davon sind allein für den Erhalt des Bestandes an Straßen, Schienen und Wasserstraßen rund 141,6 Milliarden Euro vorgesehen.
Für Aus- und Neubauprojekte, wie zum Beispiel den 1,8 km langen Autobahntunnel durch die Innenstadt von Freiburg bleiben rund 98,3 Milliarden Euro. Zum Zeitpunkt des Entscheides, den Stadttunnel in den vordringlichen Bedarf des BVWP zu nehmen, gab es das 2019 verabschiedete Klimaschutzgesetz noch nicht. Es sieht im Verkehrsbereich Einsparungen an Treibhausgasemissionen von 2020 bis 2030 in Höhe von 55 Millionen Tonnen vor.
Mal ganz unabhängig davon, wie diese Einsparungen erreicht werden, bedeutet dies nichts anderes als etwa 40 Prozent weniger Benzin- und Dieselverbrauch von heute bis 2030.
Wenn das ernst gemeint ist, und davon gehe ich bei einem Bundesgesetz aus, bedeutet dies für den Bundeshaushalt jährlich zunehmende Steuerausfälle bei der Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis zu 40 Prozent im Jahr 2030. Bei einem Steueraufkommen von rund 36 Milliarden aus Benzin und Diesel sind das etwa 14 Milliarden Euro pro Jahr. Bei einer linearen Abnahme der Steuereinnahmen sind dies pro Jahr sieben Milliarden und in zehn Jahren etwa 70 Milliarden weniger. Es bliebe also wenig für Neubaumaßnahmen im BVWP übrig.
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Darüber hinaus wird der BVWP, der insgesamt bisher nur 0,4 Millionen Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr erbringt (die darin festgelegten Maßnahmen bei der Straße schlagen sogar mit zusätzlichen 3 Millionen Tonnen pro Jahr zu Buche), überarbeitet werden müssen, um die Ziele des Klimaschutzgesetzes erreichen zu können. Mir fehlt die Fantasie, wie in einem überarbeiteten BVWP, der die Klimaschutzziele auch nur annähernd anstrebt, Platz für einen 1,8 km langen Autobahntunnel in Freiburg sein soll, der frühestens 2038 in Betrieb geht.
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Der Autobahntunnel ist aus klimapolitischen wie finanziellen Gründen längst tot, aber es wird vermutlich noch einige Zeit dauern, bis dies von den vielen Befürwortern akzeptiert werden kann. Aber unabhängig davon brauchen wir bereits jetzt die Umsetzung von Maßnahmen, die mit deutlich weniger Autoverkehr und weniger Schwerlasttransporten mit Lkw auskommen. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten. Zum Beispiel durch den Bau dringend notwendiger zweigleisiger Abschnitte der Bahnstrecke zwischen Breisach und Donaueschingen.
24.2.2020, Jörg Lange, Freiburg, BZ
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Quellen zum Leserbrief von Jörg Lange:
1. Bundesverkehrswegeplan
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/bundesverkehrswegeplan-2030-gesamtplan.pdf?__blob=publicationFile
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2. Klimaschutzgesetz
http://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/kimaschutzgesetz-beschlossen-1679886
http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl#__bgbl__//*[@attr_id=’bgbl119s2513.pdf’]__1576826309112
(siehe Anlage 2)
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3. Steuereinnahmen
http://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Verbrauchsteuern/Publikationen/Downloads-Verbrauchsteuern/energiesteuer-2140930187005.html

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In Freiburg wird der Verkehr frühestens ab 2032 durch den Stadttunnel rollen
… So sieht der weitere Zeitplan aus:
Oktober 2019: Präsentation mehrerer Varianten für die künftige oberirdische Verkehrsführung
Frühjahr 2020: Präsentation der technischen Untersuchung der Varianten zur Verkehrsführung. Im Juni soll sich der Gemeinderat auf zwei Varianten festlegen sowie ebenfalls zwei Szenarien auswählen als Basis für die städtebauliche Entwicklung.
November 2020: Stadtplanungsamt sowie Garten- und Tiefbauamt legen ihre Abschlussberichte zu Verkehrsführung und städtebaulichem Konzept vor.
Februar 2021: Der Gemeinderat beschließt ein “integriertes Gesamtkonzept Dreisamraum nach Bau des Stadttunnels”
Anfang 2021: Das Regierungspräsidium schließt den vorläufigen Planungsentwurf ab. Die Träger öffentlicher Belange werden gehört
2021/2022: Den endgültigen Entwurf muss der Bund prüfen und genehmigen. Anschließend beginnt das Planfeststellungsverfahren, das drei bis fünf Jahre dauern könnte. Grund: aufwändige rechtliche Prüfung sowie erwartete Klagen von Betroffenen.
Erst nach dem Planfeststellungsbeschluss kann die detaillierte Ausführungsplanung für den Tunnelbau beginnen. Dann erst gräbt sich die Tunnelvortriebsmaschine fünf bis sieben Jahre lang unter der Dreisam hindurch – Autos und Laster rollen also frühestens im Jahr 2032, realistischerweise aber ein paar Jahre später.
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Mitreden beim Stadttunnel
Akzeptanz erhöhen, Qualität der Planung verbessern, Konflikte verringern: Das nennt das Regierungspräsidium als Ziele der Bürgerbeteiligung und will sein bisheriges Konzept verbessern, indem ein externes Moderationsbüro beauftragt wird. Wie es weitergeht, soll nach dem Sommer bekannt gegeben werden. Informationen, von diversen Tunnelplänen bis zu aktuellen Terminen, finden sich auf www.stadttunnel-freiburg.de.
… Alles von Uwe Mauch vom 16.9.2019 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/in-freiburg-wird-der-verkehr-fruehestens-ab-2032-durch-den-stadttunnel-rollen
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Die BZ-Serie zum Stadttunnel:
http://www.badische-zeitung.de/freiburger-stadttunnel

Kommentare:
Keine Gemeinde führt eine Autobahn durch ihre Innenstadt

Was man verhindern wollte, ist eingetreten. Eine Autobahn – die A 860 – reicht von der Anschlussstelle des Zubringers Mitte an die A5 bis nach Himmelreich am Fuß des Schwarzwaldes. In den 70er Jahren war geplant, die B 31 Ost nördlich von Freiburg mit Hilfe eines Rosskopftunnels herumzuführen und über den Zubringer Nord an die A 5 anzuschließen.
Diese Trassenführung wurde verworfen, weil man argwöhnte, dass diese Umgehungsstraße später zu einer Autobahn aufgewertet werden könnte, die am Fuße des Schwarzwalds endet und eine Weiterführung in Form einer “Schwarzwaldautobahn” herausfordern würde. Genau dies ist jedoch mit Hilfe “eines juristischen Kniffs” (die BZ berichtete) eingetreten. Die B 31 Ost ist zwischen Anschlussstelle Zubringer Mitte an die A 5 und Himmelreich zur A 860 aufgewertet worden. Sie wird in den kommenden Jahrzehnten auf Weiterführung drängen, da sie zwischen Basel und Karlsruhe die einzige Möglichkeit zur Querung des Schwarzwaldes bietet. Sie wird den Verkehr auf sich ziehen, bündeln und alles mitten durch die Stadt führen. Ein Argument, auf eine Umgehungsstraße zu verzichten, war die Annahme, dass der Verkehrsstrom zum Großteil aus “Ziel- und Quellverkehr” bestünde und dass dieser in die Stadt geführt werden müsste. Diese Annahme war falsch, wie es jetzt von den Lastzügen auf den Dreisamuferstraßen gezeigt wird. Mit Statistiken zu arbeiten, ist immer gefährlich, man sollte den offensichtlichen Augenschein mehr bewerten. Noch ist Zeit, die Planung zu überdenken, bevor ein nicht mehr umkehrbarer Schaden für die Stadt angerichtet wird. Keine Gemeinde führt eine Autobahn durch ihre Innenstadt, sondern strebt eine Umgehung an und führt damit zu einer sicheren und wirkungsvollen Entlastung.
17.9.2019, Engelbert Tröndle, Freiburg
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Stühlingerpark: Bürger verlangen Sicherheit
Die Stadt Freiburg hat in der jüngeren Vergangenheit eine Politik betrieben, die da lautet: Jeder darf nach seiner Fasson leben, ohne Spielregeln. Dann darf man sich nicht wundern, wo das hinführt. Früher gab es Spielregeln, Anstand, Sitte und Respekt vor dem anderen. Davon sind wir Lichtjahre entfernt. Heute haben “Just for Fun” und Egoismus Vorfahrt. Berechtigte individualistische Interessen von Bürgern nach Sicherheit und Nachtruhe werden damit abgetan, das seien kleinkarierte Spielverderber, Störer und Dauernörgler. Nach dem Motto, eine Stadt muss Tag und Nacht lebendig sein und pulsieren. Siehe auch Probleme am Lederleplatz im Stühlinger. Übrigens: Parkmanager als Platzkümmerer sind ein ganz alter Hut. Diese gab es bereits in den 70er Jahren als sogenannte Feldhüter. Ich verstehe nicht, warum in der heutigen Zeit ständig das Rad neu erfunden werden muss.
17.9.2019, Ralf Pfirrmann, Freiburg
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Stühlinger: Kleinkriminelle Asylbewerber mit Duldungsstatus
Nach Lesen des Beitrages wundere ich mich über die Berichterstattung, betrifft kleinkriminelle Asylbewerber mit Duldungsstatus. Der Duldungsstatus dieser kleinkriminellen Asylbewerber kann für mich als Staatsbürger Deutschlands so nicht länger hingenommen werden. Es kann nicht sein, dass Kriminelle, Klein- oder Grosskriminelle, bei uns geduldet werden und auch noch auf Staatskosten ausgehalten werden. Hier sollte umgehend dafür gesorgt werden, dass dieser Geduldetenstatus in eine Zwangsausweisung umgewandelt wird. Es kann nicht sein, dass es in Freiburg öffentliche Plätze gibt, die rechtsfreie Räume darstellen und nur mit erheblichen Steuermitteln freigehalten werden können. Anmerkung: Ein Flugticket in die Herkunftsländer dieser geduldeten Kleinkriminellen ist preiswerter als weitere Gerichtsverfahren und Einsatz von Polizei und Ordnungskräften.
17.9.2019, Manfred Nawrot, Freiburg, BZ
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Was passiert mit Freiburgs Dreisamufer, wenn es den Stadttunnel gibt?
Die Planung für den Stadttunnel ist schon ziemlich weit und doch erst am Anfang. Das ging aus den Erläuterungen von Alexander Krüger im Historischen Kaufhaus hervor. Derzeit würden das Planwerk und die Statik erstellt, sagte der Projektleiter des Regierungspräsidiums. Da ging es ums Verschieben von Baugruben, Verkürzen von Rampen und geänderte Radien. Immer mit dem Ziel, oberirdisch möglichst viel Fläche zu gewinnen. Das größte Kopfzerbrechen bereite in Höhe der Brauerei Ganter am Ostportal die südliche Röhre, also Richtung Wiehre. “Mal sehen, was noch möglich ist.”
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stadttunnel-ganter072019modell    Stadttunnel: Modell bei Ganter, Blick nach Westen, Zu-/Abfahrten
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Nach neuen Möglichkeiten sucht auch Hendrik Schmitt-Nagel vom städtischen Garten- und Tiefbauamt. Er ist im Rathaus verantwortlich für die oberirdische Zukunft – und die hängt davon ab, wie künftig der Verkehr fließt: gebündelt auf der südlichen Dreisamuferstraße? Oder auf der nördlichen? Oder bleiben diese beiden B31-Trassen erhalten und werden jeweils auf eine Fahrspur reduziert? Wie wird die Dreisam zu einem neuen Aufenthaltsraum für die Menschen? Lässt sich der Verkehr dann auf dem Greiffeneggring bündeln? Kann irgendwo eine neue Fußgängerzone entstehen? Die Antworten will Schmitt-Nagel stufenweise finden. Zunächst soll ein Fachbüro verschiedene Varianten durchrechnen. Dazu wird die neun Jahre alte Verkehrsprognose aktualisiert. Parallel dazu sollen Freiraumplaner beauftragt werden, um das Potenzial zu ermitteln, das sich durch die Verkehrsverlagerung ergibt. Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.
… Alles vom 20.7.2019 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/was-passiert-mit-freiburgs-dreisamufer-wenn-es-den-stadttunnel-gibt

 

 

B31 als A860 im Stadttunnel fertiggestellt bis 2026
Meldungen  im März 2014: Die B31 wird hochgestuft zur Autobahn A860. Baubeginn ist möglich zum Ende des Jahrzehnts, also 2020. Bauzeit 5-6 Jahre. Demnach Fertigstellung bis 2026.
7.3.2014
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Tunneln wir’s an (4.11.2002)
Irgendwann einmal in grauer Vorzeit wurde beschlossen, den Ost-West-Fernverkehr zwischen Wien und Paris nicht über den Roßkopftunnel an Freiburg vorbei zu leiten, sondern durch das Dreisamtal und Freiburg hindurchzuführen.
Seit dieser Zeit wird getunnelt. Und nach Fertigstellung von Dögginger Tunnel, Kappler Tunnel und Schützenalletunnel (24.10.2002) gibt es zwei weitere Nadelöhre mit Tunnelbedarf: Der Falkensteigtunnel im Höllental (kleines Nadelöhr) und der Stadttunnel durch Freiburg (riesengroßes Nadelöhr). … tunneln wir’s an – oder auch nicht?

Es gibt nix mehr zu tunneln (18.1.2003)
Einerseits wurden der Freiburger Stadttunnel (zwischen Brauerei Ganter und Konenbrücke) wie auch der Falkensteigtunnel (Umfahrung Buchenbach) Anfang 2003 aus der Prioritätenliste gestrichen.
Andererseits sieht die Stuttgarter Gelderliste westlich (Umkirch sowie sechsspuriger Ausbau der A 5) und östlich von Freiburg (B31 vierspurig zwischen Titisee und Hinterzarten) weiter den konsequenten Ausbau der B 31 als Ost-West-Fernverbindung vor.
Es wird also dafür gesorgt, dass Verkehr aus allen Richtungen nach Freiburg hineinströmt – ist das gut? Und es wird ebenso beharrlich dafür gesorgt, dass der Flaschenhals zwischen Ganter und Kronenbrücke als Stadtautobahn in Offenlage bestehen bleibt – auch gut?
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Stadttunnel erst nach 2025?
Seit Herbst 2002 rollt der Verkehr durch Freiburg auf der neuen B 31: vom Dreisamtal durch zwei Tunnels ins Zentrum. Schon vor 20 Jahren beinhaltete diese Variante einen Stadttunnel, der unterirdisch den Verkehrsknoten an der Ganter-Brauerei mit dem Autobahnzubringer-Mitte verbinden soll. Wegen der hohen Kosten des Gesamtprojekts wurde der Stadttunnel abgetrennt vom Bau der neuen B 31. Die Planung sieht vor, die beiden Röhren mit je zwei Fahrbahnen links und rechts der Dreisam zu verlegen – und zwar bis zu 15 Meter tief. Diese 1,8 Kilometer lange Variante soll rund 220 Millionen Euro kosten. Anfang Juli 2007 läßt die Landerregierung verlauten: Bau des Stadttunnels erst im Jahr 2025. Da hilft nur: Lange leben und warten!
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Zwei Initiativen_ Tunnelfreiburg.de und Stadttunnel.de
Wie geht es weiter? Oder besser: Geht es weiter? Unterstützen Sie dazu:
Tunnelfreiburg.de: ;”>Initiative Freiburger Stadttunnel e.V,”>
c/o “>Dirk Blens,
Heidrun Sieß, Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee
c/o Dr. Edlef Lange, Möslestr. 15, 79117 Freiburg, Tel  0761/75731, edlef.lange at t-online.de
www.tunnelfreiburg.de , kontakt at tunnelfreiburg.de

Stadttunnel.de: Dreisamtunnel, ein Tunnel zu einer lebendigen Dreisam – von Regiowasser
www.stadttunnel.de , info at stadttunnel.de

Dreisamufer.de Initiative um Kurt Höllwarth von der Dreisamstrasse
www.dreisamufer.de , “>forum@dreisamufer.de

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