Piep

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Piepsen der Türen der S-Bahn – laut EU auch leiser angepaßt möglich
Bei der Breisgau-S-Bahn piept’s. Viele Menschen stören die Warnsignale der Türen – zu laut, zu schrill und sie ertönen zu oft, heißt es. Doch an Lautstärke, Frequenz und Sequenz sei nicht zu rütteln, sagen Bahn und Zughersteller – das alles sei genau in einer EU-Richtlinie für neue Züge festgeschrieben, die Menschen mit Behinderung das Reisen erleichtern soll. Die EU sagt aber: So laut wie hier muss es gar nicht sein.

Die kurze Testfahrt zeigt jedoch noch nicht die Situation, die viele Passagiere der Breisgau-S-Bahn so sehr nervt. “An einem kurzen Halt wie an der Station Messe geht das ja mit dem Piepsen”, sagt eine Dame am Bahnsteig. Sie fährt regelmäßig mit den Zügen in den Schwarzwald. “In Titisee steht der Zug dann einige Minuten. Und dann wird das Piepen unerträglich”, sagt sie. Ähnlich verärgert äußern sich Menschen, die an Bahnhöfen in den Zügen sitzen, wo es zu längeren Standzeiten kommen kann. Etwa im Freiburger Hauptbahnhof oder in Gottenheim.
Siegfried Klausmann ist Gründer und Geschäftsführer des auf Bahnreisen spezialisierten Reisebüros Gleisnost in Freiburg. Er ist beruflich und privat viel in Zügen unterwegs, auch außerhalb Deutschlands. Er kennt keine neuen Züge in Europa, die so laut und in dem Ton piepen würden, sagt er. “Aber ich kenne viele Leute, auch einen Haufen Schaffner, die von dem Gepiepse richtig genervt sind”, sagt er.
Die Warnsignale ertönen jedes Mal, wenn die Türen sich öffnen und schließen, dazu einmal am Anfang, wenn die Türen freigegeben werden. Wenn ein Zug länger steht und die Menschen vereinzelt einsteigen, kann es sein, der Wagen piept in einer Tour. Piep, Piep, Tür auf, Mensch rein, Piep. Piep, Tür zu. Und beim nächsten Fahrgast dasselbe von vorn.
Was Bahn und Zughersteller sagen
Die Warntöne gehen auf eine EU-Verordnung zurück, die Menschen mit Behinderung Mobilität im Zugverkehr erleichtern soll, heißt es aus den Pressestellen der Bahn und des Zugherstellers Alstom. Die Vorschrift trägt den Titel: “EU-Verordnung über die technischen Spezifikationen für die Interoperabilität bezüglich der Zugänglichkeit des Eisenbahnsystems der Union für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität (TSI PRM 2014)”. Die Töne sollen zum einen helfen, die Türen zu finden und davor warnen, wenn die Türen sich öffnen und schließen.
Und die EU-Richtlinie schreibt vor, wie laut die Türen warnen sollen, nämlich mit 70 bis 76 Dezibel. Auch die Frequenz ist festgeschrieben, die Töne sollen zwischen 2200 und 1760 Herz liegen. Bei der Lautstärke sind die Züge nach Aussage des Herstellers Alstom bereits auf die unterste Grenze, also 70 Dezibel, eingestellt. Auch wie lange das Piepsen ertönen muss, ist genau definiert. Auch dass es ein “langsam pulsierender Mehrklangton aus zwei aufeinanderfolgenden Tönen” zu sein habe, so heißt es in der Anlage G zu der Richtlinie, in der technische Details geregelt sind.
DB Regio hat versucht, etwas zu entschärfen. Die Türen bleiben jetzt länger geöffnet, als zu Beginn des S-Bahn-Betriebs. So sollen die Töne weniger oft zu hören sein, da die Türen seltener auf und zu gehen. Man scheint sich bei der Bahn bewusst zu sein, dass sich Menschen an den Signalen stören. “Durch die hohe Lautstärke und die fest vorgegebene Frequenz kommt es zur bemängelten Geräuschwahrnehmung”, heißt es aus der Pressestelle der Bahn in Stuttgart. Die Verordnung sei in “allen neuen Schienenfahrzeuge in Europa bindend”.

Die EU widerspricht
Bei der EU-Kommission sieht man das allerdings anders. Die Verordnung lasse verschiedene Systeme zu, wie Türen warnen.
Die eine Variante sei die, die Bahn und Alstom gewählt hätten. Ein starres System, das immer in derselben Lautstärke warnt.
Doch es gebe auch eine andere Variante. Die Töne können auch an die Umgebungslautstärke angepasst werden. Dann müssen die Signale mindestens fünf Dezibel lauter sein als die Umgebungsgeräusche. “Die technischen Vorgaben lassen diese Flexibilität zu”, sagt Steffen Schulz, Pressesprecher der EU-Kommission in Deutschland. Dabei liegt die maximale Lautstärke bei 70 Dezibel, also das, was in der anderen Variante als Minimalwert definiert ist. Die Antwort der EU kam am Mittwoch. Auf Rückfrage bei der Bahn in Stuttgart kam bis Donnerstagnachmittag keine Antwort auf die Frage, warum für die Züge der Region das starre System gewählt wurde. Dass sich die Töne anpassen, ist übrigens eine Systematik, die Mischa Knebel bei seiner Probefahrt vorschlägt – ohne die EU-Verordnung zu kennen. Ähnliches gebe es nämlich bei Ampeln, die Geräusche von sich geben, damit Blinde sie finden. Knebel sagt, das anpassungsfähige System verschaffe mehr Verständnis bei Anwohnern.
… Alles vom 30.1.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/warum-die-tueren-der-breisgau-s-bahn-so-laut-piepsen
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Lästig: Das Piepsen für Anwohner gegenüber des Bahnhofs
Wenn man direkt am Bahnhof Kirchzarten wohnt, dann juckt es einem schon (vor allem morgens ab 6 Uhr)
30.1.2020, Beate Schmitt
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…. nachvollziehbar
Frau Schmitt beschwert sich, absolut nachvollziehbar, über das nervige piepsen der haltenden Züge und nicht über vorbeifahrende. “Blindenampeln” sind doch auch sehr viel leiser. Wie kann es denn sein, dass diese trotz Strassenlärm auch sehr gut von Sehbehinderten wahrgenommen werden können? Würde diese Lautstärke nicht auch bei den Zügen ausreichen? Zumal der Hörsinn bei Blinden ja deutlich ausgeprägter sein soll. Wenn man schon einen Testlauf durchführt hätte die BZ dies ja auch einmal hinterfragen können.
30.1.2020, M.W.
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Fahren Sie mal eine längere Strecke
mit einigen Halten und sitzen sie dabei in der nähe einer Zugtür, ein unvergessliches Erlebnis, so was nervt nur.
30.1.2020, B.K.

 

 

Türen Breisgau-S-Bahn: Lauter und schriller Piepston ist unerträglich
Unterdessen hat Grünen-Kreisrat Axel Mayer in einem Schreiben an den ZRF-Vorsitzenden den Lärmpegel beim Schließen und Öffnen der Türen der neuen S-Bahn-Züge thematisiert. Wenn ZRF-Geschäftsführer Uwe Schade am 27. Januar im Emmendinger Kreistag über den Sachstand bei der Breisgau-S-Bahn Linie 1 berichte, solle er auch dazu Stellung nehmen, fordert Mayer: “Nicht nur ich, sondern auch viele andere Reisende sind von den extrem lauten und schrillen Piepstönen bei jeder der vielen Haltestelle genervt. Es ist tatsächlich unerträglich.”
“Mit dem Problem ist die Region offenbar nicht allein, berichtet Mayer. Auch beim Rhein-Main-Verkehrsverbund klagen die S-Bahn-Fahrgäste über piepsende Warnsignale kurz vor jeder Haltestelle. Die Fahrgastlobby Pro Bahn fürchtet laut einem Beitrag der Frankfurter Rundschau gar Hörschäden bei Kleinkindern. Die Signale gehen demnach offenbar auf eine EU-Verordnung zurück, die vorschreibe, dass in modernisierten S-Bahnen hohe und laute Warnsignale ertönen müssen, damit Sehbehinderte die Tür zum Aussteigen finden können.
Vorschrift für Eisenbahnwaggons gedacht?
Pro-Bahn-Sprecher Wilfried Staub stellt laut Frankfurter Rundschau in den Raum, dass es sich um ein Missverständnis handeln könnte oder vielleicht auch um einen Übersetzungsfehler. Die Vorschrift sei “ganz offensichtlich für Eisenbahnwaggons gedacht, die zwei vom Fahrgastraum abgetrennte Einstiegsbereiche aufweisen” – also bei Schnellzügen, die im Schnitt nur einmal pro Stunde halten. Im S-Bahn-Betrieb sieht das ganz anders aus. Mayer glaubt, dass sich in enger Absprache mit den Verbänden der Sehbehinderten Lösungen finden lassen, die die Bahn-Nutzer nicht quälen. Hurth solle darauf hinzuwirken, “dass schnellstmöglich das Piepsen auf den niedrigsten möglichen Level und auf eine erträgliche Frequenz eingestellt wird”. Mayer: “Wir brauchen einen qualitativ hochwertigen, pünktlichen, lärmarmen ÖPNV. Die neue Regio-S-Bahn ist ein stolpernder, wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch in Sachen Pünktlichkeit und Lärmvermeidung gibt es noch viel zu tun.”
… Alles vom 13.1.2020 bitte leen auf
https://www.badische-zeitung.de/breisgau-s-bahn-reisende-sind-von-extrem-lauten-piepstoenen-genervt
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Piep-Warnsignale zu laut
Wieder einmal soll eine EU-Verordnung schuld an dem Lärmproblem sein. Tatsächlich dürfte es sich um eine schlechte Auswahl der Zugeinheiten durch die DB handeln. Denn bei SBB und ÖBB verkehren in den ebenso dichten Nahverkehrsnetzen vergleichbare Triebwagenzüge. Deren Warnsignale beim Öffnen und Schließen der Türen funktionieren seit Jahren ohne Beanstandungen und ohne ohrenbetäubenden Lärm. Und zumindest Österreich gehört ebenfalls zur EU, so dass dort die gleiche EU-Verordnung gilt.
13.1.2020, Ulrich Mentz

Lautsprecheransagen wechseln und Türen piepsen
Gestern Nachmittag in Titisee haben die Anzeigen und die Ansagen zu einem Zug nach Freiburg innerhalb von Minuten mehrmals gewechselt . Nicht lustig ,innerhalb kurzer Zeit zwischen Gleis 1 und Gleis 3 hin und her zu rennen . Auch die Piepstöne tragen nicht zu besserer Laune bei .
13.1.2020, H.B.

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