Simonswald

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Blick nach Südwesten in Untersimonswald zum Scheibenhof (oben rechts) und Burgethof (links) 7/2004

 

 

Simonswälder Tal mit 3100 Einwohnern zwischen 300 m bis 1200 m

Das Simonswäldertal liegt nordöstlich von Freiburg im Landkreis Emmendingen, ist staatlich anerkannter Erholungsort und zieht sich vom Taleingang hinauf bis zum 1140 Meter hohen Brend bzw. bis fast auf den Gipfel des Kandel (1249 m). Die Wilde Gutach, ein uriger Gebirgsbach, fließt durch das Tal mit seinen 3100 Einwohnern. 

Simonswald erreicht man über die Autobahn A5, Abfahrt Freiburg Nord, Richtung Waldkirch auf der B 294. Oder von Osten über die Schwarzwaldhochstrasse B 500 bis zur Passhöhe Neueck, dann talabwärts in das Simonswäldertal. Mit dem Bus ab Freiburg Hauptbahnhof den Linienbus 7272 in Richtung Furtwangen nehmen – 25 km entfernt.

Postleitzahlen für Simonswald: 79263 (Untersimonswald) 79263 (Unterdörfle) 79263 (Haslachsimons-wald) 79263 (Wildgutach) 79263 (Ibichhof) 79263 (Kostgefäll) 79263 (Neuenweg) 79263 (Grün) 79263 (Hintergriesbach) 79263 (Vordergriesbach) 79263 (Obertal) 79263 (Altsimonswald) 79263 (Elme) 79263 (Oberdörfle) 79263 (Ettersbach) 79263 (Obernonnenbach) 79263 (Obersimonswald) 79263 (Nonnenbach) 79263 (Ibendörfle).

Das Elztal und das Simonswälder Tal haben sich zur touristischen Gemeinschaft “Zweitälerland” zusammengeschlossen.

 

 

Ortsgeschichte von Simonswald

Die Geschichte von Simonswald – DAS Buch
Auch Simonswald feiert in diesem Jahr seine erste urkundliche Erwähnung vor 825 Jahren. 13 Autoren haben die Geschichte auf 376 Seiten in allen Facetten dargestellt. Untersucht werden Geologie, Flora und Fauna, Besiedelung, Herrschaften, Burgen und Wehranlagen, die ehemalige Eisenschmelze und Glashütte, neuere Geschichte und Gegenwart. Zeitzeugenberichte illustrieren Begebenheiten und Lebensverhältnisse aus erster Hand. Komplettiert wird die Chronik von Kapiteln über die Kirchen und Schulen, Höfe und Gasthäuser, Familien- und Gewannnamen. Zahlreiche Fotos – vor allem aus der Sammlung von Hans-Jürgen Wehrle – sowie eine topographische Karte veranschaulichen Simonswald im Schwarzwald.

 “Die Geschichte von Simonswald”.
Herausgeber: Gemeinde Simonswald/Kreisarchivar Gerhard A. Auer. 45 Euro. Simonswald in alten Ansichten – Buch von Heimatforscher Hans-Jürgen Wehrle
Die Geschichte von Simonswald wird in der Literatur mit der Gründung des Klosters St. Margarethen in Waldkirch in Verbindung gebracht. Der Ort wird 1178 als Sigmanswald erstmals urkundlich erwähnt. Der Simon vom Walde, eine legendäre Gestalt des Tales, der zum Kirchgang mit seinem Gefolge auf den Mauracherberg zur dortigen Kapelle geritten ist, ist für den heutigen Namen der Gemeinde Simonswald wohl der Ursprung. Ortsadel besteht seit 1300, dort wird ein Ritter Mathys von Sömatzwalde erwähnt. Die noch bestehende Schlossmühle und deren Flurnamen Schlossberg und Schlossmatte geben noch Zeugnis von dem Vorhandensein des Edelsitzes.
Die Gemeinden Alt-, Ober- und Untersimonswald gehörten zur Landgrafschaft Breisgau. Haslach-Simonswald wird 1331 erstmals erwähnt. Im Jahre 1805 wurden dieselben badisch. Vorher gehörte das Gebiet zu Vorderösterreich.
Im 14. und 15. Jarhundert grassierte im Ort die Pest und forderte furchtbare Opfer. Ebenso 1634, als die Simonswälder erfolgreich die Schweden im Krieg besiegten. Das Tal litt in der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts immer wieder unter Truppendurchzügen und Brandschatzungen, gegen die sich die Bewohner mit oft blutigen Auseinandersetzungen wehrten.
Die bauliche Besiedelung der Gemeinde erfolgte vorwiegend durch Einzelhöfe in weiter Streulage. Erst nach und nach bildeten sich Hof- und Häusergruppen, die auch Weiler, Dörfle, Gewann oder Zinken genannt werden. Die Streulage ist auch heute noch eine charakteristische Siedlungsform im Simonswäldertal. Im Jahre 1550 siedelte sich eine Eisenschmelze im Ort an und brachte die Bevölkerungszahl zum Wachsen. Wegen des Holzreichtums wurde das Eisen zur Verhüttung in den Wald gefahren. Später wurde das Werk aufgelöst und nach Kollnau verlegt. Geblieben sind nur noch die Familiennamen von damals: Stratz, Bockstahler, Nopper, alles Holzfäller aus dem Tirolerland.
Der Ortsteil Wildgutach ist durch die Gemeindereform 1974 zu Simonswald gekommen. Davor war er dem Stift St.Peter unterstellt und wird im Jahre1111 urkundlich erwähnt. In diesem Ortsteil war die Uhrenindustrie zu Hause bis zum heutigen Tage.

Hans-Jürgen Wehrle, Heimatforscher, aus seinem Buch “Simonswald in alten Ansichten”

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