Eisenbach

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Eisenbach mit den Ortsteilen Bubenbach, Oberbränd und Schollach

 

Eisenbach mit Bubenbach, Oberbränd und Schollach

Der Luftkurort Eisenbach liegt zwischen 800 und 1130 m hoch und umfasst die Ortsteile Bubenbach, Oberbränd und Schollach.
Der Name Eisenbach weist auf das Brauneisengestein, das hier abgebaut wurde. Um 1550 waren in Eisenbach über 50 Bergleute mit der Verhüttung und Verarbeitung des Erzes beschäftigt. Um 1700 wurden die meisten Bergwerke geschlossen, das letzte legte man erst 1943 still.
Mit dem Ende de Bergbaus begannen die Eisenbacher auf die Uhrenproduktion. Zunächst nur als bäuerliche Nebenbeschäftigung betrieben wurde, führte sie Simon Dilger, der “Vater der Schwarzwälder Uhrenherstellung”, zur industriellen Professionalität. 1810 kamen in Eisenbach auf sieben männliche Einwohner vier Uhrmacher. Heute beliefert Eisenbacher Uhrenindustrie die Feinmechanik vieler Industriezweige.

Schollach im Hochschwarzwald liegt im Quellgebiet der Donau (850-1143 m) und erstreckt sich vom Steinbühl (1141 m hoch) und Hochberg (1116 m hoch) 12 km lang hin zum Bregtal. Im Schollachtal mit Engenbachtal und Rengental liegen zahlreiche stolze Bauernhöfe.
Drei Schollach’s: Hinterschollach (wo die Schollach herkommt), Mittelschollach (nach dem Zufluß des Engenbach) und Unterschollach (nach der Einmündung der Schollach in den Eisenbach).

Oberbränd ist ein Ortsteil von Eisenbach
Staatlich anerkannter Erholungsort, 860 – 1056 m, 400 Einwohner, 175 Betten

 

Regionalplan-Fortschreibung behindert Industrieorte im Hochschwarzwald

Der Entwurf des Regionalplans Südlicher Oberrhein sieht für Eisenbach, Schluchsee und Lenzkirch eine Einstufung vor, wie für kleine Gemeinden ohne große Arbeitgeber. Dann gebe es etwa weniger Flächen für Neubauten von Firmen und Hotels. Dagegen haben die drei Gemeinden jetzt gemeinsam ihre Stimme erhoben. Denn die Fortschreibung des Regionalplans Südlicher Oberrhein sieht vor, die Gemeinden in ihrer Bedeutung zurückzustufen. Damit könnte es für die Kommunen etwa schwieriger werden, größere Gewerbeflächen auszuweisen. ….
Alles vom 12.11.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/schwarzwaldgemeinden-protestieren-gegen-regionalplan
      
Obergrüne Denker versus Arbeitsplätze
Rein ökologisches Denken ist die Rückführung zum Pferdefuhrwerk! In den Gemeinden sitzen Weltmarktführende Unternehmen und nun kommen obergrüne Denker und vergessen woher die vielen Patente und Erfindungen her kommen. Nicht zu vergessen die sicheren Arbeitsplätze mit lebenswertem Lohn!
12.11.2013, Bert Pavel

 

Eisenbach hat die groesste Arbeitsplatzdichte bezueglich Gewerbeindustrie in Deutschland

Eisenbach ist in wirtschaftlicher Hinsicht ein besonderer Ort. Die 2100 Einwohner zählende Gemeinde nahe Titisee-Neustadt bietet 1500 Arbeitsplätze. Täglich kommen 1000 Pendler von außerhalb, einige sogar aus der Rheinebene. “Nirgendwo sonst ist die Arbeitsplatzdichte bezogen auf die Getriebeindustrie höher”, erklärt der parteilose Bürgermeister Alexander Kuckes nicht ohne Stolz, aber auch nicht ohne ein wenig Trotz. Denn seine Gemeinde wurde während der großen Wirtschaftskrise vor drei Jahren, die vor allem die Industriebetriebe traf, von einer großen deutschen Wochenzeitung schon tot geschrieben. Bitterkeit, Schockstarre, Kurzarbeit und immer schlechtes Wetter, so der Tenor der Geschichte. Die schlechte Presse haben die Eisenbacher bis heute nicht vergessen. Es kam ein Aufschwung, jetzt im Sommer scheint oben öfter die Sonne. Und derzeit gibt es hier gerade einmal zwei Dutzend Arbeitslose. …. Alles von Dominik Bloedner vom 9.7.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-regional/ein-friseur-und-13-fabriken-warum-ist-eisenbach-wirtschaftlich-so-stark–61406152.html

Erfindergeist in Eisenbach
Bei der hier geschriebenen Geschichte fehlt noch ein wichtiger Aspekt: Fast in jedem Keller der Einwohner befand sich früher eine komplette Werksatatt und hier wurde nach Feierabend gedreht, geschraubt,  geschnitzt, gefräst und gehobelt. So ähnlich war es auch auf der schwäbischen Alb, dort beherrschte die Herstellung von Wäsche, Textilien und Kurzwaren das Geschehen. also in Landschaften des Ländles wo das tägliche Brot viel schwerer erarbeitet werden musste. Ein altes Sprichwort sagt: Ein hungriger Magen regt den Erfindergeist an!
9.7.2012, Herbert Pommerenke

Eisenbach als Vorbild für Neustadt
Die einst stolzen Uhrenindustriestädtle des “Waldes”, allen voran Neustadt und Lenzkirch, sollten sich hier dringend mal “ne Scheibe abschneiden”. Speziell in Titisee-Neustadt bewegt man sich weiter in eine verhängnisvolle Sackgasse hinein, wenn man den Ortsteil Neustadt weiterhin krampfhaft mit Fremdenverkehr “aufzumöbeln” versucht und damit lediglich in einen verhängnisvollen Konkurrenzwettbewerb zur “eigenen Schwester” (Titisee) tritt. Die Neustädter sollten sich endlich auf ihre Geschichte besinnen und sich ihrer vormaligen Stärken bewusst werden und diese konsequent in neuem Gewande wiederbeleben (ansatzweise ist dies mit der Ansiedlung von Testo ja bereits ganz ordentlich gelungen). Deshalb: Konsequente Tourismusförderung im touristisch attraktiven Titisee und konsequente Industrieansiedlung und Kleingewerbeförderung im ohnehin “hässlichen” Neustadt. Auf keinen Fall sollten die politisch Verantwortlichen weiterhin dem Drängen des (praktisch überall) jammernden Einzelhandels und von ein paar skisprungverrückten Selbstdarstellern nachgeben
Tina Spitz, 9.7.2012

 

Die Morat-Dynastie – Drei Firmen IMS Gear, Framo Morat und F. Morat

Eisenbachs Industriegeschichte ist eng mit der Familie Morat verbunden. IMS Gear, Framo Morat und F. Morat haben alle den gleichen Ursprung.

IMS Gear: 1863 gründete der damals 25-jährige Johann Morat seine eigene Firma und begann mit der Produktion von Zahnrädern und Drehteilen. Das Handwerk hatte er von seinem Vater gelernt, der Spindelbohrer für die Uhrmacher herstellte. Aus Johann Morat & Söhne (M & S) wurde in den 1950er Jahren IMS. 1980 wurde der neue Standort Donaueschingen bezogen. 2001 folgte die Umfirmierung in IMS Gear. 2013 wird das 150-jährige Firmenjubiläum gefeiert.
IMS Gear in Eisenbach und Donaueschingen

Framo Morat: Im Jahr 1912, also vor genau 100 Jahren, schlug die Geburtsstunde von Framo Morat. Franz Morat Senior, ein Sohn des Firmengründers, gründet aus dem Stammhaus heraus sein eigenes Unternehmen. Seine Brüder Josef, Hermann und Alois führten die Firma des Vaters Johann fort. In den 1920er Jahren wurden neben Zahnrädern auch Zeit- und Momentauslöser für die Fotografie sowie Blinker für die Autobauer produziert. Franz Morat junior gründete 1932 in Paris die Firma Framex und erschloss europäische Märkte für Produkte aus Eisenbach.
Framo Morat – Antriebstechnik in Eisenbach

F.Morat: 1963 folgte die nächste Firmengründung von Franz Morat junior. Zusammen mit seinem Vetter Oskar Haberstroh zog er die auf Kunststoffbearbeitung spezialisierte Firma F. Morat auf, die seit 2008 eine hundertprozentige Schwester von Framo Morat ist. Gökhan Balkis ist Geschäftsführer der beiden sich im Familienbesitz befindlichen Unternehmen.
IMS Koepfer Cutting Tools GmbH in Eisenbach und Furtwangen

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